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Elektroautos
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ruckeln nach Kohlenwechsel

Startbeitrag von Adolar am 17.10.2011 05:24

Hallo Ihr Lieben,

wieder nach längerer Zeit - der Saxo macht eben wenig Ärger.

Wie schon im Betreff zu sehen, er ruckelt nachdem ich vor ca. 14 Tagen und gut 1TKm die Kohlen wechselte. Ich dachte "das gibt sich", es gab sich nicht. Der Zeiger des Ökonometers steht nicht still. Der Effekt nimmt mit ansteigender Geschwindigkeit zu. Zudem kann man ein Motordrehzahlabhängiges "sirren" vernehmen vondem ich auch dachte, daß es mit Einschleifen der Kohlen weggehrn würde.

Hat jemand eine Idee?

Grüße,

Adolar
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Ruckeln im Kohlenkasten

Mit Verkürzung der Kohlen, jetzt 15,5 mm von der Vertiefung aus gemessen, sirren meine auch hörbar lauter. Irgendwann hat das, bei sehr mäßiger Geschwindigkeit, 20km/h oder so, angefangen, scheint so eine Art Resonanz zu sein. Klappern die Kohlen im Kohlenkasten? Manchmal nistet sich dort der Klabautermann ein. Da sollte der Kohlenbaumeister einen Kompromiss zwischen Klemmen und Klappern eingehen. Bei mir ists nicht beunruhigend, aber ich schaue mich schonmal nach neuen Kohlen um.
Irgendwelche Unregelmäßigkeiten bemerke ich nicht.

von Bernd Schlueter - am 17.10.2011 11:22
Hallo Adolar,

wie sah denn der Kommutator aus?
Manche empfehlen bei Kohlentausch das Abdrehen des Kollektors, hab ich auch erstmal ignoriert (wegen der Umstände und Kosten) und es gab nach dem Erneuern zwar kein Ruckeln aber deutlich hörbares Zirpen, ging kurz mal weg wenn man rückwärts fuhr.

War aber nicht befriedigend da die Lauffläche des Kommutators durch zu weit runtergefahrene Kohen beschädigt war udn ich durch Kollaps der SÄFTE meine AX eh schalchten mußte wurde der Motor kpl. revidiert, seitdem Ruhe... nur leider nicht mit den STMs... schon wieder ein paar Flöhe ausgekommen.

Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 18.10.2011 06:56
Hallo und Guten Morgen @all,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Der Kommutator -ich denke du meinst den Kollektor?- hatte leichte kupferfarbene Linien. Bei einer Kohle waren die Anschlüsse noch vor der angezeigten Verschleißgrenze frei. Spürbare Vertiefungen waren jedoch nicht zu fühlen, so daß ich mir darüber keine Sorgen machte. Wie wirkt sich das denn aus? Haben die Linien doch einen Einfluß?

Ich hatte eigentlich vor das Ganze noch einmal auseinander zu bauen und die Anschlüsse der Kohlen zu überprüfen und etwas mit Kontaktspray zu behandeln.

Nun habe ich zu allem Überfluß seit Gestern auch noch einen Isolationsfehler angezeigt. Beim Wechseln der Kohlen hatte ich das Gehäuse erstmals gründlich ausgeblasen. Letzten Winter hatte ich den Fehler auch, allerdings bei feuchtem Wetter. Ich dachte, dass der Fehler am feuchten Abrieb der Kohlen liegen könnte... Jetzt kann es aber nicht daran liegen weil:

1. gründlich ausgeblasen
2. Fehler trat bei trockenem Wetter auf

Im Moment bin ich etwas ratlos.

Gruß,

Christian


von Adolar - am 19.10.2011 05:09
Hallo Christian,

ja Kommutator - Kollektor wir meinen das gleiche [de.wikipedia.org] und so sollte er nicht ausschauen:[www.elweb.de].

Den Isolationsfehler hatte ich Anfangs auch sporadisch, nachdem der Motor zerlegt war wurde mir auch klar warum: der Simmering des Getriebeeingangs war undicht und das Öl hatte sich auf den Wicklungen mitsamt dem Kohlenstaub breit gemacht - wurde alles gereinigt.

Zu Deinem Fall: Ruckeln ist eher was mit den Kohleführungen/Schächten, prüfe nochmal die Gängigkeit. Zirpen deutet eher auf nicht gut einlaufende Kohlen oder Höhenschlag des Kolektors hin.


Gruß Martin


von Martin Heinrich - am 19.10.2011 18:48
Guten Morgen,

Martin, deine anfänglichen Aussagen haben meine Sorgenfalten schon etwas vertieft. Gut, dass du das noch etwas relativiert hast. Gut auch, dass man sich bei Wikipedia nicht anmelden muß. Zum Ansehen des Bildes wird es noch eine Zeit dauern.

Zurück zum Thema:
Ich hatte eh vor mir das Ganze noch einmal kritisch anzusehen. Ob ich allerdings einen Höhenschlag des Kummuta..llektors :); erkenne, wage ich zu bezweifeln. Den Sitz der Kohlen, die Leichtgängigkeit und die Abnutzung wollte ich mir ansehen. Zudem noch einmal kritisch die Lauffläche prüfen.

Nun sagt mir doch: Was kann denn schlimmstenfalls passieren wenn ich so weiterfahre. Ich habe nicht einmal den Schimmer eines Plans, wer mir den Motor überholen könnte, geschweige denn, dass ich es mir selbst zutrauen würde.

Sorgen mach mir nun aber auch der Isolationsfehler. Habe gestern ausgelesen (permanenter Isolationsfehler) und gelöscht, Heute auf der Autobahn war er wieder da. Es scheint zusammen zu hängen, da auch das Ruckeln auf der Autobahn bzw bei höheren Geschwindigkeiten zunimmt. Am stärksten scheint es mir zu sein, wenn ich bei höherer Geschw. wenig Energie benötige – z.B. wenn ich im Windschatten eines LKW oder bergab fahre. Kann damit vielleicht jemand etwas anfangen?

Gruß,

Christian

PS: leider konnte ich das Bild noch nicht sehen, ich warte auf die Aktivierungsmail.


von Adolar - am 20.10.2011 05:22
Hallo nochmal,

Martin: Ich bin jetzt DRIN :) doch leider vermittelt mir die Seite bei deinem Link folgendes:

Fehler
Das gewählte Album bzw. die gewählte Datei existiert nicht!

Gruß,

Christian


von Adolar - am 20.10.2011 06:04
Mir lässt das Ganze keine Ruhe und nun fiel mir ein, daß ich die alten Kohlen noch im Kofferraum habe. Läßt die Lauffläche evtl. einen Rückschluß auf die Lauffläche des Kollektors zu?





Und: wie soll es anders sein, die länste Kohle war die, die unten zur Kontrolle freiliegt. Ich hatte nicht einmal ein schlechtes Gewissen denn sie ist ja noch wunderbar intakt. Die kürzeste war ganz oben. Wie kommt es zu dieser ungleichen Abnutzung?

grübelnd,

Christian

von Adolar - am 20.10.2011 08:54
Hallo Christian,

oh je, die eine Kohle ist bis aufs Kupfer runter gefahren, damit hast du einen Kollektorschaden und musst Ihn abdrehen lassen!
Die unterschiedliche Abnutzung liegt wohl am unterschiedlichen Federdrück, war bei mir auch etwas unterschiedlich, aber nicht so doll.

Ich kontrolliere meine Kohlen nach 40000km und notiere mir die Restlänge, damit kann ich dann gut die Restkilometer bis zur Verschleißgrenze von 12mm ausrechnen.

Viel Erfolg!

Gruß Thomas



von Thomas-Saxo97 - am 20.10.2011 10:54
Zitat
Thomas-Saxo97
...die eine Kohle ist bis aufs Kupfer runter gefahren, damit hast du einen Kollektorschaden und musst Ihn abdrehen lassen!


könnte mir das mal bitte jemand erklären? Was genau geht da warum kaputt und warum ist es noch nicht kapputt BEVOR man die Kohlen tauscht? Soll daher das ruckeln kommen? -warum hat es dann mit den alten, abgefahrenen Kohlen nicht geruckelt?

fragende Grüße,

Christian

von Adolar - am 20.10.2011 11:09
Hallo Christian

Also, ich würde mir das ganze ( Kollektor und Kohlen ) erst mal genau ansehen und auch die Kohlen auf Leichtgängigkeit in den Schächten und die Federn auf gleichen Drück prüfen.
Hört sich für mich wie Kontaktproblem an!
Der Kollektorschaden dürfte sich durch sirrende Geräuche und stark erhöhten Kohleverbrauch bemerkbar machen.

Gruß Thomas

Ach ja, hast du schon den Kohlelüfter erneuert?

von Thomas-Saxo97 - am 20.10.2011 11:32
16,5mm bei der untersten Kohle, das heißt hoffentlich noch grünes Licht.
Wenn da noch keine tieferen Riefen in den Kommutator eingebrannt sind, kann man Weiterfahren riskieren. Abdrehen hat auch seine Nachteile. Es gibt dadurch eine höhere Abnutzung- Poliert und gehärtet werden die Lamellen dabei nicht. Aber dann oft kontrollieren und keine Kavalierstarts mehr!
Also, ganz minimal schleifen die neuen Kohlen auch den Kommutator wieder glatt. Aber schon relativ feine Kratzspuren haben negative Wirkung.
Mir wird schon Angst und bange. Die Lüfterkohlen kann man wohl nicht per Zauberspiegel bewundern?
ich bau da einfach einen brushless ein. Wie funktioniert da die zweite Stufe? Mit zwei Zusatzkohlen, die einen Teil der Wicklung kurzschließen? Wie kann die zweite Stufe überhaupt ausfallen?

von Bernd Schlueter - am 20.10.2011 17:23
Hi Christian,

Du hast das Problem, was viele haben: rauher Kollektor, Kohlenabrieb, Fehlerstrome(Kurzschlüsse), Kohlenverschleiß...

Hatte ich bei zwei gebrauchten Motoren, einen habe ich bei einem Motorenistandsetzer abdrehen lassen - für gutes Geld - nach 10.000 km spätestens jeweils wieder Kohlen runter, ruckel, das ganze Programm.....

Einzige Abhilfe für uns: Funkelnagelneuer Motor von Peugeot!!!! 3500 ¤ bei Selbsteinbau - seitdem ist der Peugeot absolut wartungsfrei !!!!! Ich würde jetzt auch alle 40.000 km mal bei die Kohlen sehen und ggf. rechtzeitig wechseln. und nicht im roten Bereich fahren - deshalb ist der rot!!!



von trimaransegler - am 20.10.2011 19:30
Guten Morgen,

der subjektive Eindruck von heute Morgen: weniger Ruckeln :). Ich werde auf jeden Fall so bald wie möglich andere Kohlen versuchen und den Komm..llektor genau ansehen.


Zitat
Thomas-Saxo97
Ach ja, hast du schon den Kohlelüfter erneuert?


nein aber regelmäßig geprüft mit dem Elit



Zitat
trimaransegler
Funkelnagelneuer Motor von Peugeot!!!! 3500 ¤ bei Selbsteinbau - seitdem ist der Peugeot absolut wartungsfrei


Was verstehst du uter wartungsfrei - bürstenlos? oder kommt der gleiche Motor wieder rein? Hast du das gemacht? Gibt es eine Anleitung/Beschreibung für den Selbsteinbau?


von Adolar - am 21.10.2011 04:38
Zitat
Thomas-Saxo97
Ach ja, hast du schon den Kohlelüfter erneuert?


nein aber regelmäßig geprüft mit dem Elit


Damit kannst Du aber nur prüfen ob beide Stufen noch funktionieren, nicht aber den Lüftdurchsatz!
Würde ich auf alle Fälle erneuern!
Habe ich gestern gerade bei mir nach 56000km gemacht und war überrascht wie doll die zweite Stufe bei einem neuen Lüfter doch losföhnt :-))

Gruß
Thomas

PS:denkst Du noch an Deine Adresse!
[


von Thomas-Saxo97 - am 21.10.2011 05:22
Zitat
Thomas-Saxo97
Habe ich gestern gerade bei mir nach 56000km gemacht und war überrascht wie doll die zweite Stufe bei einem neuen Lüfter doch losföhnt :-))


ok, hast du bei citroen gekauft? hast du sowas auch noch rumzuliegen ;)?

Damit warte ich aber bis zum Frühjahr. Beim Wechseln der Kohlen war kaum Staub im Gehäuse deshalb gehe ich davon aus, daß das Gebläse noch tut was es soll.

Zitat
Thomas-Saxo97
PS:denkst Du noch an Deine Adresse!


Ja, aber erst das Geld, dazu komme ich erst heut Abend. Adresse kann ich natürlich auch gleich mailen.

Christian

von Adolar - am 21.10.2011 05:42
Hallo Christian

Den Lüfter gibt es bei PSA oder halt bei Gero, wenn Du Ihn den erreichst!
Bei mir war auch kaum Kohlestaub im Gehäuse, aber erstaunlicher weise war der Lüfter ziemlich eingestaubt mit Kohlenstaub!?. Werde ihn mal öffnen und mir den Motor und seine Kohlen ansehen.
Ich würde auf Nummer sicher gehen und den Motor gleich mit wechseln,ist keine große Sache, nur 2 Schrauben und ein Stecker!

Gruß

Thomas

von Thomas-Saxo97 - am 21.10.2011 06:20
Hallo Christian,

huch - der Thread ist schneller als ich, also so sahen meine Kohlen auch aus, (und das wo der Verkäufer sagte sie wären neu!) und da ist mir gleich klar gewesen dass das nicht ohne Schäden am Kommutator abgeht, der hat an den Stellen wo die Kupferzuleitung draufdrückt (die ist ja härter als die Kohle) "hübsche" Laufspuren, mit neuen Kohlen hast Du da Sprünge und Bürstenfeuer.

Der Lüfter soll auch nicht nur den Kohlenstaub rausblasen sondern eben auch kühlen (Kohlen/Kollektor). Ist zwar nicht meine größte Baustelle monmentan (hab die vordere Brox mal wieder drunten und einen Schluß von Kühlwasserkreis auf einer Zelle die mir die folgenden 4 Blöcke gleich mit Glycol geflutet hat) den Lüfter könnte ich auch gegen den Innenraumlüfter tauschen (ist beim AX das gleiche Modell).


Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 21.10.2011 12:14
Nein, natürlich der gleiche Motor - Anleitung habe ich nicht - beim dritten Mal geht es schon recht schnell. Wartungsfrei heißt bisher für mich: ohne Zicken oder Kohlenverschleiß!!

von trimaransegler - am 01.11.2011 21:37
Moin,

wenn Bürsten den Kommutator beschädgt haben, kommt es auf den Grad der Beschädigung an. Bei einer leichten Oberflächenschädigung ist dieses mit Polierleinen zu beseitigen (Polierleinen über einen Kunstoffstab legen und bei drehender Maschine leicht auf den Kommutator drücken). Dabei geht die Patina auch weg. Danach ist die Maschine wieder einzufahren, heißt mit mittlern Strom zu fahren.
dauert so um die 50 Stunden. Wichtig ist nachzuschauen, das zwischen den Kollektorlamellen sich keine Kupferstücke befinden oder sogar kleine Brücken. Diese sind mit einem angeschliffene Sägeblatt leicht zu entfernen. Früher wurden Bürsten eingebimst. Das ist nichts anderes bei laufender Maschine einen Bimsstein auf den Kommutator zu halten. Danach ist alles eingstaubt und muß gründlich gereinigt werden.
Besser ist einen Steifen Polierleinen zwischen Kollektor und Bürste zu leggen und durch hin und her drehen des Ankers die Bürte einzuschleifen.

Ach ja Polierleinen hat eine Körnung von 1000

Gruß Peter

von Peter Clio - am 02.12.2011 12:29

Saxo schieben

Doof, der Herr Gomes benötigt zur Fertigung der Kohlen ein Muster.
E105 heißt anscheinend die Kohlensorte, 36mm Länge sollen möglich sein. Die Anschlussdrähte kann man auf dem Foto erkennen, besser wäre das Muster.
Wenn ich eine Kohle ausbaue, bockt der Bock immer so komisch. "Was tun?" wurde Hera vom Herrn Gemahl gefragt.
Wer misst mal genau Dicke und Breite?
Sonst könnten wir doch mal einen Vorrat fertigen lassen?

Wer hätte Spaß an einem Satz neue Kohlen?
Dann würde ich gleich mitfragen...Also, wer hat solch einen Originaltrümmer herumliegen, den wir nach Arnsberg verschiffen könnten? Ich bin gerade relativ nah bei Arnsberg. Da , wo der Wotan der Möhne gute Nacht sagt.


von Bernd Schlueter - am 02.12.2011 17:08

Re: zweiter Kohlensatz

Hallo @all,

ich möchte noch berichten wie es weiterging.

Den org. Kohlensatz aus dem Hause Citroen hatte ich ~4.000 Km drin. Die Kohlen waren derart abgeschliffen, daß ich sie gegen die von Thomas tauschte. Sie hätten noch 1-2TKm gehalten. Im Motorgehäuse war derart viel Abrieb, daß mich der Inhaber der Selbsthilfewerkstatt beinahe rausgeschmissen hätte. Man konnte den Raum länger nicht betreten.

Die Kohlen von Thomas, die übrigens auch wesentlich länger als die originalen sind fahre ich nun ~6TKm und bei der ersten Kontrolle am letzten We war kaum Abnutzung auszumachen. Auch der Abrieb im Gehäuse war nicht der Rede wert. Ich bin dann noch mit 1000er Schleifleinen über den Kollektor und habe die Zwischenräume mit einem Holz ausgekratzt. Leider ist der Iso-fehler bis heute nich weg. Von Zeit zu Zeit lösche ich ihn, ansonsten wird er ignoriert. Das Ruckeln und der übermäßige Verschleiß sinnd weg.

Gruß,

Christian

PS: Wie finde ich das Forum in Tapatalk?

von Adolar - am 01.02.2012 07:36

Re: 106 Electric Kohlen oder Gas-Poti?

Hallo PSA-Electric-Gemeinde,

besitze seit fast einem Jahr einen Peugeot 106 Electric mit dem ich inzwischen über 5000km gefahren bin.
Jetzt hat das Auto knapp 16000km drauf.
Ich war bis jetzt super zufrieden damit, aber seit gestern spinnt die Kiste. Beim beschleunigen ab Stillstand und im niedrigen Geschwindigkeitsniveau ruckelt und zuckt es manchmal begleitet von einem Ton den eigentlich ein Verbrenner abgeben müsste. In höheren Geschwindigkeitsbereichen ist ruhe, eber ich habe es nicht ganz ausgereitzt, da ich nicht noch mehr kaputt machen wollte. Recuperation das gleiche: bei hoher Geschwindigkeit normal, und bei niedriger bis Stillstand verrückt.
Auch das Ampere-Meter in den Armaturen zuckelt wie verrückt.

Können das die Kohlen sein? Hat doch erst 16000km drauf...
Oder was noch warscheinlich wäre: das Gaspoti?
Die Verbrennungsmotorgeräusche aber deuten vielleicht doch auf Kohlen (Kollektorschaden... hoffentlich nicht)

Nun, vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen/Symptome gehabt und es gelöst.

Wäre dankbar für einen Feedback

von postmann2002 - am 19.06.2012 15:27

Re: 106 Electric Kohlen oder Gas-Poti?

Hallo, war bei meinem Vorbestizer auch der Fall, hatte wenig km dauf, aber irgendwer im Südland hat wohl Kohlen gebraucht und die alten verbrauchten reingesteckt!
Also, Deckel auf und nachsehen, bei mir war der Kollektor alle!

MFG
Helmut

von Helmut Saxo99 - am 19.06.2012 16:15

Re: 106 Electric Kohlen oder Gas-Poti?

Hallo Helmut,

das wäre ja der absolute Super-Gau, wenn der Kollektor beschädigt wäre.
Hast du deinen Motor selber ausgebaut? Wenn ja... war das ein großer Akt?
Ich werde mal in nächster Zeit auf jeden Fall nach den Kohlen schauen und keinen mm unnötig weiterfahren (vielleicht nur zur nächsten Hebebühne ca. 200m).

Das ist schon ärgerlich, daß es so früh passiert sein sollte, denn ich habe die Kohlebürsten immer im "Blick" gehabt, was die Wartungsintervalle angeht. Spätestens bei 30000km hätte ich mal danach geschaut.

Naja, ich werde berichten, was geschehen ist.

von postmann2002 - am 20.06.2012 09:36

Re: 106 Electric Kohlen oder Gas-Poti?

Nein, der Akt des Ausbauens kommt erst.
Gibt aber gute Anleitungen im Forum, wurde erst vor kurzem diskutiert.

[21639.foren.mysnip.de]

von Helmut Saxo99 - am 21.06.2012 08:43

Re: 106 Electric Kohlen oder Gas-Poti?

Hi Helmut (und andere die helfen können),

hast du vielleicht die genauen Maßen von den Kohlen (Breite, Tiefe, Höhe/Länge)?
Ich arbeite in einer großen Firma und habe einen guten Draht zu den Elektrikern, die Kollektor-Kohlen in den verschiedendsten Dymensionen haben.
Vielleicht wäre da was passendes dabei.

Anleitungen habe ich einige gefunden, aber alles bezieht sich auf die Ausführung 2 (ab Motornummer 1200000 bzw. ab Bj.2000).
Nun meiner ist Bj.1996... da gehe ich mal davon aus das es Ausführung 1 ist... Wo ist da der große Unterschied?

Ich suche mal weiter nach Ausführung 1 im Netz... denn am Auto kann ich im Augenblick eh nichts machen weil ich mit der hübschen Angina im Bett liege und mich zu Tode schwitze/huste. Die Kraft langt gerade mal um zum Rechner zu schleichen und Infos zu suchen, damit es danach zielsicher und schnell am E-Auto vorwärts geht.

mfg Peter

von postmann2002 - am 21.06.2012 09:29
Hallo Peter,

Ich kann dir nur bei dem Problem mit der Anleitung weiterhelfen.
Ich habe selbst bei meinem (BJ.1996) die Kohlen getauscht.
Du nimmst die Anleitung 2 und machst es wie es drinnen steht.

Den Rest erkennst du von ganz alleine, ich dachte zuvor es wäre kompliziert, aber das ganze ist total logisch aufgebaut und schnell erledigt. Du brauchst im Prinzip nur die 2 Schrauben lösen und kannst alles nacheinander herausnehmen!

Lg
Manuel

von mani9876 - am 21.06.2012 09:33

Re: 106 Electric Kohlen oder Gas-Poti?

Hallo, nur die vorgeschriebenen Typen verwenden. Alles andere geht unter Umständen auf die Lebensdauer des Kollektors!
Peter, lass mir deine email zukommen, ich sende dir die nötigen Anleitungen und Zeichnungen!

MFG
Helmut

von Helmut Saxo99 - am 21.06.2012 09:52
Hi Manuel,

was meinst Du mit Anleitung 2?
Entspricht das der "Ausführung 2" für neuere Modelle/Ausführungen?
Wie Du es andeutest, kann man beim alten Modell auch den Kohle-Halter zum Tausch der Kohlen um 90° drehen.
Ich habe schon befürchtet, daß ich für die Kohlen das Auto zerlegen müsste.

Jetzt fehlen mir nur noch die Kohlen...

An Helmut:

ich habe Dir soeben eine pm. geschickt.
Und Du hast Recht... ich denke, daß ich mir die ersten Kaufen werde, die ich noch vor dem Einbau mit denen in der Firma vergleichen werde.

mfg Peter

von postmann2002 - am 21.06.2012 10:35
Hi Peter!

Ja ich meinte Ausführung 2, sorry.

Man kann den Kohlehalter nach dem lösen der beiden Schrauben genauso drehen. Du musst nur achten dass du nachher alle Kabel wieder so legst wie sie waren. Aber das ergibt sich eh fast von alleine wenn man sich das vorher kurz ansieht.

Lg
Manuel

von mani9876 - am 21.06.2012 11:03

Unverändertes Ruckeln nach Kohlenwechsel

Das war ein hartes Stück Arbeit, die obere Feststellschraube des Kohlenhalters zu erreichen, aber das klügere Blech gab schließlich nach. Sirren tut die Kiste nach wie vor und ich habe auch, völlig unverändert, gelegentliche Aussetzer, bevorzugt auf der Autobahn, wenn ein Kaaskopp hinten drängelt und ein Hupkonzert von sich gibt, weil ich dann ja anhalten muss und neu starten. Haben die kein Verständnis für und denken, das Überholverbot gilt auch, wenn ein Auto liegenbleibt.
Ausgepustet habe ich Motor und Gebläse mächtig, mit 15 bar, einen Glaspinsel habe ich noch nicht verwendet.
So vermute ich inzwischen, dass eine andere Ursache für das (nur sehr gelegentliche) Ruckeln vorliegt...
Wenn Ihr etwas herausgefunden habt, die dankbare Leserschaft harret Eurer.

Die Federn sind übrigens um 3/4 Umdrehung bei abgenutzten Kohlen gespannt, falls Euch mal eine, wie mir, abrutschen sollte.
Das Schleifbild der neuen E105er-Schunk-Kohlen ist deutlich sauberer, bzw. der leichte dunke Patina-Belag ist fast verschwunden, nach nur kurzer Laufzeit von ca 200km.

Der Herr Leroy hat übrigens doppelte Vierpole, ich denke mal, getrennte Serienfeld- und Compoundwicklung? Dachte zuerst, das seien Wendepole, die sind dafür aber viel zu dick.

Ruckeln: Fahrgeber 5kOhm??? Fragezeichen Anführungsstriche oben.

von Bernd Schlueter - am 21.06.2012 13:53
Hallo,

endlich habe ich heute Zeit gefunden mich um die Kohlen zu kümmern, da ich noch bis vor kurzem krankgeschrieben war.
Nun, als ich den Kohlekastendeckel sah, ahnte ich schlimmes; aus einem kleinen Entlüftungsschlitz sah ich schwarze Russchlieren.
Als ich den Deckel öffnete, war mir alles klar; die Druckfeder war schon auf dem Kohlenschacht, so das er keinen Druck mehr auf die Kohle ausüben konnte.
Der Blick auf den Kollektor sagt mir erstmal nichts... schön sieht er aber auch nicht mehr aus.

Lange Rede kurzer Sinn: Neue Kohlen müssen her!!! und zwar schräge!

In einem anderen thread, wo es u.a. um eine Sammelbestellung von Kohlen geht, werde ich auch mal posten.

Hat jemand ne Idee, wo man diese bestellen kann... und günstig!?!?

von postmann2002 - am 30.06.2012 12:30
Es ruckelt nun in meiner Kiste. Ob die harten E105 für gerade Kohlen doch ihre Tücken haben? Früher war mir das Ruckeln jedenfalls nicht aufgefallen. Mir ist , als wenn da ein Floh hustet...

von Bernd Schlueter - am 03.07.2012 21:51
So, wollte mal berichten, was aus meinem Kohlenwechsel geworden ist.

Nun, heute war es so weit... nachdem ich mir beim "modulo" (Forummitglied) neue Kohlen besorgt habe, baute ich diese heute ein.
Der Wechselprozess war super easy. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch den Kollektorraum vom Kohlenstaub ausgeblasen.
Das Auto läuft jetzt im Gegensatz zu vorher super sanft (vorher waren ständig Aussetzer und laute Geräusche wie beim Benziner).
Natürlich versuche ich jetzt die ersten Kilometer stromsparrend zu fahren, damit die neuen Kohlen nicht gleich eine hohe Stromstärke durchleiten müssen.

Eine Sache ist mir aber aufgefallen:
Ich höre jetzt ein ziemlich lautes summendes/pfeifendes Geräusch während der Fahrt... ich denke, daß es aus dem Kollektorraum kommt.
Kann es sein, daß die neuen Kohlen sich erstmal "einfahren" müssen?
Gehen die Geräusche irgendwann weg?

Über einen (Erfahrungs-) Beitrag würde ich mich freuen.

Mfg Peter

von postmann2002 - am 01.08.2012 12:35
Ja, die Kohlen müssen sich einfahren - aber bitte nur mit kleinen Strömen (bis 150A) Wir hatten das mit einem ganz neuen Motor für fast 1000 km so durchgehalten. Diese Kohlen und dieser Motor werden lange halten :spos:

von trimaransegler - am 01.08.2012 19:16
Hallo Peter,

Zitat
postmann2002
Über einen (Erfahrungs-) Beitrag würde ich mich freuen.


manchmal hilft es, den Thread von Anfang an zu lesen? Das Geräusch beschreibe ich dort und nein, es ist bis heute nicht weg. Auch mein Isolationsfehler ist noch da. Ich habe beschlossen beides zu ignorieren.

Gruß,

Christian

von Adolar - am 02.08.2012 04:47
Hi trimaransegler,

danke für Deinen optimistischen Beitrag... aber Du hast meinen Kollektor noch nicht gesehen :( , der sieht ziemlich "verbraucht" aus.
Die eingelassene Kupferlitze in den Kohlen hat ganz schöne Riefen auf dem Kollektor hinterlassen. Motor ausbauen und Kollektor neu abziehen (keine Ahnung ob das geht) ist mir zu viel Aufwand. Ich probier's mal erst mit neuen Kohlen, die ich jetzt regelmäßig kontrollieren werde, und wenn ich einen hohen Verschleis feststelle, dann muss ich halt in den sauren Apfel beissen und den Motor überholen lassen.

zu Adolar... danke für die Leviten

naja, bin mittlerweile über 50km mit den neuen Kohlen gefahren, aber die Geräusche sind immer noch da.
denke, daß ich diese auch in Zukunft ignorieren werde (mir bleibt da auch keine andere Wahl).

Mfg Peter

von postmann2002 - am 02.08.2012 10:36
Hallo Peter,

mit ignorieren wir das aber nicht lange gehen, wenn der Kommutator beschädigt ist und Laufspuren hat führt das zu erhöhtem Kohlenfeuer und Verschleiß.
Kann man nur hoffen das es nicht noch in andere Richtungen "funkt" - SAGEMbox.

Wir haben nach längerer AB-Fahrt auch immer (trotz revidiertem Motor) ein Zirpen drauf, geht manchmal nach kurzer Rückwärtsfahrt wieder weg...

Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 03.08.2012 08:07
Nochmal an dich, Peter

Wir hatten zwei gebrauchte Motoren im Peugeot und den ersten vom Fachbetrieb abdrehen und nachlöten lassen. Kohlen waren jeweils nach 5 - 6000 km wieder runter. Ich habe damals mehr Geld für Kohlen ausgegeben, als andere für Benzin. Uns hats dann gereicht und ich habe bei Peugeot einen neuen Motor gekauft (3500€), selbst eingebaut, die Kohlen 1000 km soft eingefahren und dieser Motor läuft und läuft. Das Problem ist, dass die PSAs fast alle in Frankreich draußen gestanden haben. Kupferkorrosion und Ähnliches. auch die Lager haben sich einseitig gesetzt. Dann werden diese Autos in Deutschland plötzlich im Alltag gefahren und schon fressen die defekten Kollektoren die Kohlen. Ich möchte einfach keinen Gleichstrommotor mehr haben.

von trimaransegler - am 03.08.2012 19:21
Ruckeln ist weg. Aber ich höre das Sirren, insbesondere bei Langsamfahrt, nachts im Walde, wenn Hase und Igel sich schlafen gelegt haben. Ist mir früher nie aufgefallen.
Das Sirren ist, wenn ich schneller als Schritttempo fahre, merkwürdigerweise abhängig von der Stromaufnahme des Motors...wenn der Floh bloß einmal mit dem Husten aufhören würde...

von Bernd Schlueter - am 12.08.2012 22:48
Also, unsere Erfahrungen decken sich. Bei mir änderte sich das Schwingungsverhalten meiner geraden E105er ständig, die Abnutzung war, vermutlich wegen des Schwingens, enorm. Herr Rieder von Schunk Duisburg meinte, dass dies wohl jetzt aufhöre. Eingelaufen sind ansonsten meine Kohlen wunderbar, glatte Oberfläche aber grauerer Kommutator, wahrscheinlich durch den stark erhöhten Abrieb. Meine alten Kohlen haben noch etwas Reserve, Wechseln ist kein Problem mehr für mich, die neuen Kohlen gehen zu Schunk zur Kontrolle zurück. Bin mal gespannt, wie es weitergeht. Auch Citroen verwendet zuweilen E105 von Schunk, aber es gibt Streuungen, wie ja auch manche hier über andere Citroen-Originalkohlen berichten.
Schunk lieferte übrigens die Kohlen leicht zylindermäßig angeschliffen, gut der Kommutatorform entsprechend, und mit längsrillen zwecks schnellerer Selbstanpassung.
Der herr Gomes liefert übrigens fertige Kohlen gleicher Abmessungen und gleicher Bauform, 25 mal 10mm, aber nur 25mm kurz, für nur 15 Euro. Das sind dann aber wohl keine Hochstromkohlen, die sofort wegschmelzen...

von Bernd Schlueter - am 19.10.2012 04:02
Hallo,
ich wollte mich nochmal melden.
Nachdem ich jetzt ca. 6000km mit den neuen Kohlen gefahren bin, blieb ich heute früh auf der Strecke zur Arbeit liegen... ich konnte aber noch mit Ruckel und Gezuckel einen öffentlichen Parkplatz aufsuchen... dann ging gar nix mehr. Die Symptome waren diesmal viel krasser (vielleicht wegen den härteren Kohlen?).
Auf jeden Fall muss ich jetzt den Kollektor nachbearbeiten lassen. Ich traue mich gar nicht den Kollektorkasten zu öffnen, so wie es gerochen hat... naja, da muss ich halt durch.

Eine Frage an die Allgemeinheit:

Muss ich den Motor ausbauen (-lassen) um den Kollektor zu bearbeiten?
Wenn ja, ist es ein großer Akt? Hat es schon jemand gemacht? Kosten?

Mfg Peter

von postmann2002 - am 03.01.2013 10:16
Hallo Peter,

tja wollte ja nicht unken, aber wie ich schon geschrieben habe, sind angegriffene Komponenten eben Ursache für noch höheren Verschleiß.
Zu den Kohlen kann ich nichts sagen, denke aber dass es mit den originalen auch nicht besser gelaufen wäre.

Zum Abdrehen muß der Motor raus und zerlegt werden, Getriebe weg, am besten gleich neue Simmeringe rein und Ölwechsel.
Motorlager tauschen macht ab einer gewissen Laufleistung auch Sinn.

Beim AX mußte das linke Rad und Aufnahme weg, Welle (geht durch den Motor) raus und dann Motor/Getriebe runter.
Auch mal das Motorgegenlager kontrollieren ob die Gummipuffer noch gut sind.


Viel Erfolg, Martin
Ach ja die Rep. beim Motorenbauer war knapp 500€

von Martin Heinrich - am 03.01.2013 12:46
Motor ausbauen ist echt ein gutes Stück Arbeit, er wiegt eine Menge. Empfiehlt sich zu zweit mit einem Lift zu machen. Hatte meinen ausgebaut als der vordere Batteriekasten raus war. Habe die halbrunden Bleche, welche mit Inbusschrauben befestigt sind, nach oben weggeschwenkt dann konnte ich die Wellen einfach rausziehen. Dabei hab ich den Motor nach vorne gezogen und glaub ich noch leicht nach unten.
Geht am besten wenn man mit einem Palettenwagen mit einem Aufbau unter den Motor fährt. Auto absenken und frühzeitig anhalten. Restliche Strecke mit Palettenwagen hochfahren. Achsenden sofort hygienisch in Plastiksäcke einpacken. Allenfalls neue Lager bereithalten und überprüfen ob man die richtigen erhalten hat bevor man die alten rausnimmt.

von Denis Matt - am 10.02.2013 01:00

Kohlen Schleifbild

Meine vor kurzem ausgebauten Kohlen sehen ähnlich aus wie hier bereits im Forum veröffentliche Bilder: zwei hatte auf der einen Seite Schweißperlen an der Laufkante entlang und zwei nicht. Warum? Sollten nicht jeweils zwei den selben Strom führen?

von saxomann - am 05.05.2013 21:58
Meine lauten E105-Kohlen sind noch eingebaut. Auffallend die spiegelglatte Oberfläche des Kommutators. Das Sirren ist geblieben und höre ich bei Vorbeifahrt an Mauern und in Tunnels. Das mehr Rasseln bei sehr langsamer Fahrt ist fast weg, nachdem sich die Kohlen in Rekordzeit verkürzt hatten. Auch die Abriebmenge auf dem Abdeckblech ist ganz erheblich. Ich habe die geraden Schunk-Kohlen.

von Bernd Schlueter - am 18.07.2013 10:28
Hallo Zusammen!

Seit einer Woche bin ich auch beim Saxo gelandet. Heute habe ich die Kohlen getauscht. Leider war eine (natürlich die ganz oben, also die, die als letztes ausgebaut wird) "radikal kurz", mit andere Worten: die Anschlussdrähte haben bereits hervorgeschaut (so, wie man es an anderer Stelle hier auch sehen kann). Der Kollektor ist interessanterweise an einigen Stellen gleichmäßig graubraun (so soll er vermutlich aussehen), an anderen Stellen (also ein Stück weitergedreht) über die ganze Breite angekratzt.

Hat jemand eine Erklärung für diese ungleichmäßige Abnutzung?

Wie sind die Erfahrungen der Kollektorpolierer nach wiederum einigen vielen Tausend Kilometern (den u. U. anstehenden Neumotor wüsste ich natürlich gern vermieden)?

Und (ganz verrückt, aber vielleicht doch nicht ganz abwegig): Hat sich schon einmal jemand näher mit dem Gedanken beschäftigt, die ganze DC-Technik komplett zu entfernen und einen Drehstrommotor samt Kontroller einzubauen? Die restlichen Komponenten der SAGEM-Box (Lader, DC/DC, ...) müssten dann natürlich auch ersetzt werden.
Gibt es Drehstrommotoren, die irgendwie um die im Original durch den Motor geführte Antriebswelle herum gebaut sind?

Schöne Grüße

Heidetom

von Heidetom - am 16.10.2013 21:42
Hallo Heidetom,

ich greife mal deine Fragen auf.... "...die ganze DC-Technik komplett zu entfernen und einen Drehstrommotor samt Kontroller einzubauen? ..... Gibt es Drehstrommotoren, die irgendwie um die im Original durch den Motor geführte Antriebswelle herum gebaut sind?"

Leider sind die Saxos, Peugeos, AX elektrisch um die Sagembox "drumherum" entwickelt worden. Der Zentralrechner steuert aber auch fast jeden Pups, selbst die Bremsleuchten. Es wäre einfacher einen alten VW - Käfer auf Elektro umzurüsten als unsere Kiste kompett auszubeinen und mit anderer Technik zu versehen. Ebenfalls ist der Gleichstrommotor von Leroy-Somer nicht nur eine elektrische Spezialentwicklung. Die Wahrscheinlichkeit, einen E-Motor mit passender Achsdurchführung zu finden, geht gegen Null.
Bei kostspieligen Ausfällen haben wir sicher alle schon die gleichen Gedanken gehabt - da meine Portokasse begrenzt ist, muß ich den Kompromiss eingehen mit dem zu leben was da ist und es entsprechend zu pflegen - im Notfall auch mit einem Fahrtenbuch, in dem die "Reminder" stehen, was wann regelmäßig zu prüfen und zu warten ist.

Liebe Grüße, Thomas

von Thomas P106E - Berlin - am 21.11.2013 11:30
Hallo,
ich wollte mich mal wieder melden... ist ein haufen Zeit vergangen seit meinem letzten Post/Problem.
Nun, wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, hatte ich im März einen Kollektorschaden (total rauer Kollektor=Kohlenfresser).
Ich habe es über einen Bekannten, der bei einer ziemlich bekannten Gabelstappler-Firma arbeitet, ausbauen und abziehen lassen.
Jetzt bin ich über 6000km gefahren und man kann sich am Kollektor immer noch "spiegeln"...
Ich muss aber auch sagen, daß ich meine Fahrweise verändert habe: Immer einen Blick auf die Stromanzeige und vom Stand aus bescheunigen, ohne in den roten Strom-Bereich zu kommen.

Also, ich bereue die Überholung des Motors (noch) nicht.

Trotzdem spiele ich auch mit dem Gedanken mit dem Umbau auf Drehstom-Technik...

Mfg Peter

von postmann2002 - am 22.11.2013 13:54
Hallo Peter,

genau, immer schön vorsichtig "Gas" geben, schont nicht nur den Kollektor und die Kohlen, bringt einem auch mehr Reichweite, manchmal die letzten km die einem sonst fehlen bis zur nächsten Dose...

Das mit Drehstrom lass mal sein, wird im PSA zu umständlich.
Nebenbei - mein TWINGO mit dem SIEMENS Antrieb aus dem CITY-STROMER 3, also Drehstrom, läuft auch alles andere als zuverlässig.

Der AX hat nun 133tkm drauf, da muß der TWINGO noch das zehnfache aufholen!


Gruß Martin

von Martin Heinrich - am 25.11.2013 12:42
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