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Forum:
Elektroautos
Beiträge im Thema:
19
Erster Beitrag:
vor 8 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 1 Monat, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Christian_B, astromeier, R.M, Andi aus Bad Essen, Blacky-AX

Schütz zieht an, nach 1 Sekunde fällt er wieder ab

Startbeitrag von Christian_B am 12.08.2017 19:29

Hallo zusammen,

nachdem ich einen Schluss im Motor diagnostiziert hatte, bin ich nun endlich dazu gekommen, den Motorwechsel fertigzustellen. Nun, nachdem ich alles wieder beisammen und angeschlossen hatte, das folgende Fehlerbild:

- "Zündung" ein, alles läuft normal (Anzeigen, Kühlwasserpumpe, Motorlüfter, usw.)
- nach Drehen auf "Starten" zieht Schütz deutlich hörbar an, grüne Fahrstufenanzeige leuchtet auf
- nach 1 Sekunde fällt Schütz wieder ab, grüne Anzeige geht weg, dafür leuchtet rote "Stop"-Lampe auf

ELIT-Diagnosegerät zeigt keine Fehler an, "Selbsttest Steuergerät" ist erfolgreich. Laden tut er übrigens fehlerfrei.

Jemand eine Idee für den Beginn der Fehlersuche ? Danke im Voraus!

Viele Grüße, Christian

Antworten:

Ergänzung:

- der Schütz hält nicht eine Sekunde,lediglich das grüne Licht ist eine Sekunde an, der Schütz fällt sofort wieder ab
- über ELIT angesteuert, schaltet der Schütz genauso hin und her wie er sollte
- neue Ferncodierung über ELIT wurde auch schon gemacht

VG, Christian

von Christian_B - am 13.08.2017 07:34
Ergänzung II:

- ELIT zeigt jetzt Fehler "Überstromschalter" an

VG, Christian

von Christian_B - am 13.08.2017 08:16
Du, Christian, blöde Frage:
Machst du auch schön die Türen zu beim Test?
Ich hatte mich so auch mal ziemlich gefoppt ;-)

von astromeier - am 13.08.2017 17:08
Hallo Thomas,

ja, leider mehrfach abgesichert, habe auch geprüft, ob der Türkontakt es tut, der wird im ELIT korrekt angezeigt.

Ich wollte, das wär's gewesen ....

VG, Christian

von Christian_B - am 13.08.2017 17:44
Update:

- habe Gaspedalsensor gemessen und ausgeschlossen, alles i.O.

Wurschtele mich gerade mit meinen Italienisch-Kenntnissen durch das französische Rep.-Handbuch und versuche der Fehlermeldung "Funktion Überstromschalter" auf den Grund zu gehen. Jemand einen Tip dafür ?

VG, Christian

von Christian_B - am 15.08.2017 18:12
Hallo,
irgendwie kommt mir dieses Verhalten bekannt vor durch meinen gerade erworbenen Saxo.

Bei mir hat ein gerade diagnosizierter Fehler im Motor in der Sagembox irgendwelche Tranisitoren zerschossen.
Ich kenne mich nicht gut genug aus, um das genauer zu beschreiben.

Die Sagem musste allerdings zum Dieter Eckhard nach Ingelheim eingeschickt werden.
Die Sagem konnte trotz Fehler noch laden, Vorwärts einschalten, Von Rückwärts schaltete er gleich wieder auf Vorwärts um, sie konnte einen kleinen Impuls an den Motor weitergeben, ... dann STOP.

Gruß
Andi

von Andi aus Bad Essen - am 16.08.2017 06:01
Hallo Christian!
Falls wirklich die Transistoren das zeitliche gesegnet haben findest Du ein paar Hinweise zu
(besseren) Ersatztypen im Wiki...

von astromeier - am 16.08.2017 18:03
Hallo zusammen,

als Erstes wünsche ich allen Forums-Mitgliedern ein gesundes und frohes neues Jahr !

Wie üblich währte es ziemlich lange, bis ich neben Beruf und Familie die Zeit zusammenkratzen konnte, um den guten alten Saxo wieder in Gang zu kriegen (aber wem sage ich das ....)

Hier die Zusammenfassung + Auflösung:

- primäre Ursache war die Erregerwicklung des Motors. Diese hatte einen Schluss (Widerstand gegen 0)

- der Erregerwickoungsschluss hat in der SAGEM-Box auf der Leiterbahn des Erregerstromkreises (der idiotischerweise nicht separat abgesichert ist) einen Durschlag verursacht und diesen zerstört (aber sonst nichts)

- Motor habe ich gebraucht aus Polen gekauft, Dichtring Antriebswelle rechts: 40x58-10, Bauart "A", OEM-Teile-Nr. 312144
Dichtring Antriebswelle links: 30x40-7, Bauart "A", OEM-Teile-Nr. 012737 (gekauft hier: www.hug-technik.com/shop )

- neue Kohlen (von Stüber / Green Car City bezogen)

- SAGEM-Box hat mir ein begabter Elektroniker repariert (Kontakt bei Bedarf gerne per PN)

- gleichzeitig habe ich noch die Antriebswellen gewechselt, Spiel in der Lenkung behoben, ein Radlager erneuert, also war der gesamte Vorderbau des Saxo in meiner Werkstatt in Kleinteilen verteilt. Das ist dann der Moment, wo man inständig hofft, dass alles wieder zusammenkommt und funktioniert ....

--> jetzt fährt er wieder, besser als je zuvor (als Erstes nach dem kompletten Zusammenbau gab es eine Reihe von merkwürdigen Fehlern und Vorgängen, bis ich merkte, dass durch die lange Standzeit an fast allen Brücken/Sicherungen zwischen den Batteriekästen Oxidation stattfand. Nach Überarbeitung der Kontakte war alles 1A)

Blöderweise geht jetzt der Tacho nicht, ich hoffe nicht, dass der Tachogeber im gebrauchten Motor einen Schlag hat, den habe ich Depp natürlich nicht getestet.

Fazit: Motor ausbauen ist eine Strafe, die Antriebswellen die Hölle, der Rest geht ganz gut.

Erleichterte Grüsse aus Brandenburg, Christian

von Christian_B - am 02.01.2018 07:42
Hallo Christian!
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Saxo ;-)
Vielen Dank für die Infos.
Auch Dir alles gute im neuen Jahr und immervolle Akkus!

von astromeier - am 02.01.2018 18:20
Hallo Christian!
Der Tachogeber scheint von aussen zugänglich zu sein:
Einbaulage im Handbuch, auf Seite 16

von astromeier - am 02.01.2018 18:25
Hallo Thomas,

naja, ich hatte schonmal Tachoärger und der Geber ist etwa so zugänglich wie Kim Jong Un.

Ich bin nur bei ausgebautem vorderen Akkukasten rangekommen, aber auch so nur schwer (Akkukasten ausbauen ist seit dem Li-Umbau eine Sache von 10 Minuten)

Wie mich ein eKollege aus Sachsen gestern richtigerweise erinnerte, ist es selten der Geber und in diesem Falle sicher nicht, da das Geschw.-Signal auch von der SAGEM-Box verwendet wird und ich daher auch andere Probleme haben müsste.

Also mal wieder das Kombiinstrument ... den Aus- und Einbau beherrsche ich ja mittlerweile auch im Schlaf.

Übrigens ist mit den "neuen" Antriebswellen das Rekuperationsverhalten ganz anders. Vorher (mit den alten Antriebswellen mit ganz viel Spiel) hat es beim Ausrollen kurz unter Schrittgeschwindigkeit aufgehört mit Rekuperieren, offenbar hat der Regelkreis das Ruckeln nicht vertragen und Reku abgestellt. Jetzt bremst er mit Reku runter bis zum Stillstand.

Grüsse aus Brandenburg, Christian

von Christian_B - am 03.01.2018 08:00
Zitat
Christian_B
... Blöderweise geht jetzt der Tacho nicht, ich hoffe nicht, dass der Tachogeber im gebrauchten Motor einen Schlag hat, den habe ich Depp natürlich nicht getestet.

Fazit: Motor ausbauen ist eine Strafe, die Antriebswellen die Hölle, der Rest geht ganz gut.

Erleichterte Grüsse aus Brandenburg, Christian


Von mir auch erst mal Glückwünsche zur erfolgreichen Reparatur.

Evtl. scheint es am Tachogeber zu liegen, könnte aber auch der elektr. Anschluss zum Tacho nicht in Ordnung sein, denn die drei elektr. PSA haben, wie die etwas neueren Benziner einen Tacho
der das Signal elektrisch bekommt. Meinen GTi (Benziner) habe ich schon auf elektr. Tacho umgerüstet, demnächst kommt der weisse dran, aber mit 240er Tacho.

Zum Motorausbau kann ich nix sagen, da ich meinen noch nicht ausgebaut hatte.
Die Antriebswellen sind doch vom Prinzip her genauso verbaut wie beim Benziner, sollten also recht einfach aus- und wieder einzubauen sein.

Hast du neue Antriebswellen eingebaut, wenn ja, wo bekommt man die?

von Blacky-AX - am 06.01.2018 20:46
Hallo Uwe,

danke für den Hinweis, ich hatte schon mal einen defekten Tacho, der stellte sich als wirklich am Tachonadelantrieb defekt heraus, daher habe ich vom Geber bis zum Kombiinstrument schon mal alles nachvollzogen. Muss ich jetzt wohl nochmal machen ....

Update: habe die Fehlermeldung "Permanenter Fehler Geschwindigkeitssensor" im ELIT. Hatte im Fehlerspeicher nachgesehen, weil die blöde "Elektrische Störung"-Lampe anging und ich dachte, es sei schon wieder der Isolationsfehler (der seit dem Motorwechsel still war). Sobald es einen Abend mal etwas wärmer ist, werde ich den Fehler weiter einkreisen.

Der Motor war hauptsächlich wegen der Halterung für die Vakuum-Pumpe unangenehm auszubauen, die Halteschrauben sind derart hinter der Halterung versteckt, dass man die nur mit sehr spitzen Fingern und 1/8-Umdrehungsweise raus bekommt. Natürlich sind die durch Korrosionsangriff auch sehr schwergängig. Und der Motor ist sehr schwer, ich arbeite nur mit Auffahrrampen, keine Hebebühne.

Und die Antriebswellen gehen im Prinzip einfach raus, aber bei mir waren die Radnabenmuttern derart festkorrodiert (selbst mit tagelang Kriechöl, Bunsenbrenner und 1,50m Verlängerung war nichts zu machen), dass ich sie abflexen musste. Damit kann ich die alten natürlich nicht mehr instandsetzen, eingebaut hatte ich gebrauchte. Neue gibt es meines Wissens nicht, das könnte für die Zukunft ein kritisches Ersatzteil werden.

Viele Grüsse, Christian

von Christian_B - am 07.01.2018 09:53
... unser Landmaschinenschlosser hat diese Muttern als Standardteil rumliegen.
Vielleicht muss man solche Werkstätten mal aufsuchen.

von Andi aus Bad Essen - am 08.01.2018 15:48
@Andi: die Mutter ist nicht das Problem, die gibt es für 2 € bei ATU, aber ich musste wg. der unglaublichen Korrosion ins Gewinde der Antriebswelle reinschneiden, die ist damit hinüber.

von Christian_B - am 09.01.2018 08:09
Hallo

So kompliziert ist das doch nicht, Spurstange ab, die Räder nach außen klappen Kabel und Motoraufhängung los und das ganze nach unten ablassen, dann gehen die Antriebswellen alleine raus. Am Rad kanns je nach Zustand schon einen Abzieher brauchen..




Gruß

Roman

von R.M - am 21.01.2018 18:26
Hallo

Also die Mutter bekommt man immer ab ohne das Gewinde der Welle zu beschädigen. dazu gibts Mutternsprenger.

Und wieso kritisches Ersatzteil die Aufnahme ist doch identisch mit den Benzinern, so ne Welle kann auch zerlegen.

Gruß

Roman

von R.M - am 21.01.2018 20:39
Update Tachosensor:

Habe heute wegen einem Problem im EMUS-BMS (vielmehr in meiner Verkabelung) erstmal den vorderen unteren Akkukasten ausgebaut. Dank meiner Übung aus NiCd-Zeiten und der Tatsache, dass vor dem Absenken jetzt nur noch die Hauptstromkabel links und rechts von der Sicherung rausgezogen werden müssen, dauerte das exakt 12 Minuten (verwende eine Motorradhebevorrichtung dafür)

Da ich nun schon mal Auto vorne hochgebockt und den Kasten draussen hatte, wollte ich auch gleich den Geschwindiskeitssensor anschauen, der mutmasslich defekt war. Obwohl mir eigentlich jeder gesagt hatte, dass der Sensor selbst eigentlich nie defekt ist. Und was sah ich ? Schande über mich, der Stecker baumelte 1 cm über dem Sensor frei in der Luft. Ich hatte also tatsächlich beim Wiedereinbau des Motors zum Schluss das Anstecken vergessen. Wie doof kann man sein ? Ich weiss auch noch, dass es nach einem 10-Stunden-Arbeitstag der eiserne Vorsatz war, jetzt kommt der Motor rein, vorher verlasse ich die Werkstatt nicht. Genervt vom Rumhantieren mit dem bleischweren Motor und müde vom Tagesgeschäft kommt dann sowas dabei raus .... in der Luftfahrt nennt man das "Human Factor". Dabei halte ich selbst Schulungen zu diesem Thema, Ziel ist es, ein Gespür für die eigenen Grenzen bzgl. fehlerfreiem Arbeiten zu entwickeln und die grössten Risiken zu kennen Siehe hier, das "Dirty Dozen"

Übrigens hatte mir auch jeder gesagt, dass ohne Sensor die SAGEM-Box das Fahren entweder verweigern oder sonstwas Schlimmes machen würde. Nichts ist davon ist offenbar der Fall, nur die Warnlampe "El. Fehler".

Viele Grüsse aus dem frühlingshaften Brandenburg, Christian

von Christian_B - am 11.03.2018 12:32
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