Startbeitrag von dxbruelhartam 22.12.2008 13:34
Die Cablecom hat vor fast 10 Jahren, 1999 das erste Digital-TV-Paket geschnürt und aufgeschaltet für die Kabel-TV Kunden, erst gab es die Digitalprogramme kostenlos, ein paar Jahre später wurden die Programme dann kostenpflichtig, seit 2007 kann man wiederum ohne Aufpreis Digital-TV beim Kabel-TV-Markführer der Schweiz haben. Trotz der grossen Offensive der Cablecom 2007 ist die Digitalisierung noch nicht weit vorangeschritten, nur etwa gut 30% der Cablecom-Kunden nutzen heute das DVB-C Angebot. In anderen kleineren Kabelnetzen soll die Digitalisierungsquote noch geringer sein. Heute schreien die privaten Lokal-TV-Anbieter nach Analogaufschaltung, das sie angeblich mit der Ausstrahlung ausschliesslich auf DVB-C zuwenig Zuschauer erreichen könnten.
Was muss man heute unternehmen, um mit den gegebenen Rahmenbedingungen rasch eine viel grössere Digitalisierungsquote (z.B. 90%) erreichen zu können?
1) Etwa 15-20 TV-Programme genügen für den Normalverbraucher (SRG, ARD, ZDF, ORF, Dritte Deutsche usw.)
2) Kein VPS für Videorecorderaufnahmen
3) Irgend so ein warmes und stromfressendes Unding (=Decoder) im Regal, das nur Platz braucht.
4) Komplizierte Installation, nur für den Freak oder Computerspezialisten einfach zu verstehen, für Leute der älteren Generation unmöglich zu bedienen, keinen Selbsthilfe bei Pannen möglich.
5) Schlechter Ruf des Cablecom-Kundendienstes
6) Kein Mehrwert bei der Bild- und Tonqualität
Wenn Cablecom (u.a. Kabelnetzbetreiber) diese Mängel verbessern können, wird die Kabel-Digitalisierung in Zukunft sicher attraktiver!
von Westwind - am 22.12.2008 16:46
Und auch das Thema mit den weiteren Geräten im Schlafzimmer, Kinderzimmer usw. wäre dann gelöst. Wie vom Analog-TV gewohnt, würde man die Geräte einfach direkt an die Antennenbuchse anschliessen.
Klar geht das alles nicht von heute auf morgen, denn es ist, gerade bei den Zweit- und Drittgeräten, noch sehr viel altes Material in den Haushalten vorhanden. Aber durch den Hickhack mit Grundverschlüsselung und Zwangsboxen wurde bereits viel wertvolle Zeit bei der Digitalisierung des Kabels vergeudet.
von Rolf, der Frequenzenfänger - am 23.12.2008 11:47
Da sind wir uns absolut einig, das wäre der Meilenstein, den es jetzt wirklich braucht; ich glaube aber nicht richtig daran, dass dies in absehbarer Zeit auch realisiert wird (längerfristig ganz sicher); oder wie seht ihr die Chance, dass die Cablecom im kommenden Jahr 2009 die Grundverschlüsselung und damit den Boxenzwang aufgibt?
von dxbruelhart - am 23.12.2008 12:35
..... Das ist Es !! Meine volle Zustimmung, Rolf.
Genau das sind die wichtigsten Punkte welche das Digitale Kabelfernsehen bekömmlicher machen
würde. Man muß aber leider davon ausgehen das die Verantwortlichen von Boxenzwang und Grundverschlüsselung davon überzeugt sind das " Ihre Strategie " richtig ist. Deswegen glaube Ich
leider nicht daran das sich in absehbarer Zeit etwas ändern wird es sei denn der Gesetzgeber hilft
nach. Richtig wäre das sich die Kabelnetzbetreiber auf " das Auskabeln " konzentrieren und
das mit den Empfangsgeräten den Regularien des Marktes überlassen sollten.
Wünsche Allzeit guten Empfang.
Detlef.
von RADIO354 - am 23.12.2008 17:01
Ich würde hier jedenfalls kein DVB-C schauen, wenn nicht der Receiver im Fernsehgerät integriert wäre. Hier im Netz von Kabel BW funktioniert das, nebenan bei der Cablecom wäre das Teil natürlich nutzlos.
73 de Uli
von ulionken - am 23.12.2008 22:57
Hier in der Hegau-/Bodenseeregion kommt noch dazu, dass die ORF-Programme im Kabel nur noch analog zu sehen sind (nach einem kurzen digitalen Gastspiel, das dank fehlendem Vertrag mit dem ORF beendet werden musste). Das selbe Schicksal könnte auch den SF-Programmen drohen, da für deren Baden-Württemberg-weite digitale Kabelverbreitung höchstwahrscheinlich ebenfalls kein Vertrag besteht und die SRG sich bestimmt auf keine Einspeisegebühr einlassen würde. Da könnte jederzeit die Bombe platzen. Alles keine so gloriosen Aussichten für das digitale KabelBW.
Allgemein kann gesagt werden: die Unsicherheit beim Verbraucher ist derzeit zu gross. Jahrzehntelang war das analoge Fernsehen Standard. Ein Fernseher aus den 1950er-Jahren bringt, sofern er noch funktioniert, am analogen Kabel heute noch Bild und Ton. Aber eine fabrikneue, DVB-C-taugliche Flachglotze bringt in einem grundverschlüsselten Netz gar nichts. Tolle neue Digitalwelt! Als normaler Konsument würde ich da wahrscheinlich auch auf stur stellen und die alte Technik weiternutzen, solange es geht.
von Rolf, der Frequenzenfänger - am 24.12.2008 05:15
Image der Anbieter
Cablecom hat zu beginn das digitale TV sehr teuer verkauft. Man hat Basis-Sender zum Premium-Preis verkauft. Wer also einen BBC Prime wieder haben wollte, der musste plötzlich das doppelte Zahlen. Heute kostet die Box noch 6 Franken, was sich 99% der Haushalte leisten können.
Falsche Vorstellungen
Oft hört man „ich brauche für jeden TV eine Box – und ich will zwei Sender aufnehmen also brauche ich sechs Boxen“. Grundsätzlich wäre es auch ein Ansatz mal nur eine Box zu mieten. Auch glaube ich kaum, dass man so viele Dual-Recorder braucht. Ich hatte in zwei Jahren Digital-TV einmal das Problem, dass ich drei Sachen hätte aufnehmen wollen.
Grundverschlüsselung
Ob eine FTA Ausstrahlung einen Einfluss hat ist schwer zu sagen. GB ist das Land der Zwangsbox und kein Land hat einen solch hohen digitalen Anteil. Sicher wäre es aber von Vorteil, wenn das digitale Fernsehen im neuen Fernseher schon „drinnen“ ist.
Dann schaut der Kunde digital und merkt es gar nicht.
Promo der Sender
Ich schaue oft britischen TV. Dort wird das digitale Fernsehen regelrecht gepusht. Die Sender haben alle digital-only Kanäle, welche gewisse Sparten abdecken. Ist E4 mehr auf Serien fokussiert widmet sich BBC Four einem anspruchsvollen Publikum.
Die BBC strahlt zum Beispiel Heroes auf BBC Two (analog) aus. Die nächste Folge läuft dann im Anschluss auf BBC Three / HD (digital). Am Schluss der Sendung weist man darauf hin, dass man die neue Folge eben digital sehen kann und nennt die Website und Telefonnummer von digitalUK.
Auch wird BBC HD oft erwähnt, bei uns hört man nur sehr selten von HD Suisse.
Die britischen Sender fördern also das digitale Fernsehen. Bei uns tritt man auf die Bremse. Man sendet weiter analog auf Sat und stellt HD Sender wieder ein.
Presse
Die Presse berichtet praktisch nur negativ vom digitalen Fernsehen. Es ist klar, dass nicht alles gut ist. Trotzdem vermisse ich die positiven Berichte. Wieso erwähnt man eine Sendung wie Top Gear nicht? Diese Autosendung dürfte auch bei uns viele Ansprechen.
Stattdessen zitiert man einen Blog-Artikel von mir wegen der Abschaltung von BBC Prime und dreht ein Pro-CC Artikel zu einem Anti-CC Artikel. Cablecom ersetzt BBC Prime durch den besseren Channel 4 und kriegt natürlich Haue. Die Tatsache, dass man zum gleichen Preis neu auch ITV1, ITV2 und Film4 kriegte verschweigt man.
In meinen Augen dürfte man mal wenigstens auf die Highlights der digitalen Sender (z.B. ZDF Doku) hinweisen.
Relationen
Es scheint für die Schweizer kein Problem zu sein 4000 Franken für ein Gerät auszugeben, bei 15 Franken pro Monat heult man aber auf. Man fragt im Laden sogar, ob der Flachmann ein gutes analoges Bild hat. Es kommt noch dazu, dass einige Händler Eurosport analog auf den Geräte zeigen. Das Bild ist verrauscht und verzogen. Läuft aber HD Suisse gibt es bei einigen Konsumenten ein „Wow so toll!“ Erelbnis und man gibt die 15 Franken aus.
Geiz ist geil
Grundsätzlich gibt es bei uns die Ansicht, dass Fernsehen nichts kostet. Die Kabelgebühr zahlt man mit der Miete. Da fällt es eben auf, wenn man zusätzlich ausgeben muss. Es scheint schlicht keine Bereitschaft zu existieren, für guten Content zu zahlen. Dies scheinen die Briten anders zu sehen. Die Premium Kanäle haben dort viele Abonnenten. Man ist also bereit für Qualität zu zahlen.
Vom Einkommen her scheinen UK und die Schweiz wohl gleich, auch vom TV-Konsum gibt es keine Unterschiede.
Was der Bauer nicht kennt
Wer die schönen neuen Kanäle nicht kennt, will sie auch nicht nutzen. Wer also nicht weiss, was er verpasst, will weder France 4 noch Boomerang.
Das sind in meinen Augen die Hauptgründe. Grundsätzlich habe ich aber die Hoffnung verloren, dass die Schweiz noch aufholen kann. Während der Brite Live-Fussball in HD schaut, guckt der Schweizer auf seinem Flat-TV eine Serie auf Pro 7 – natürlich in Letterbox. Zum Glück habe ich Kontakte nach UK…
von smid - am 24.12.2008 10:09
Das würde bedeuten, mit dem Lebenszyklus der Geräte verlagern sich auch die Marktanteile, aber natürlich nur, wenn der Kunde dann das Angebot auch nutzen kann.
Es nützt wenig, wenn jemand einen DVB-C Tuner hat, diesen dann aber wegen Profitgedanken seines Kabelanbieters nicht nutzen kann. Dann schaut er halt analog, anstatt eine Zwangsbox anzuschaffen.
1. Dieser "einmaliger" Preis hat Cablecom nur auf Druck des Preisüberwachers eingeführt.
Schaut mal hier: Preisüberwacher setzt neue Limiten für Cablecom
Ich denke nicht, dass Cablecom von sich aus die Preise angepasst hätte.
2. Zum "günstigen" Preis gibt es nur die normale Digitalbox. Also kein HD-Suisse für jemanden, der sich einen neuen LCD-TV "HD-ready" oder "Full-HD" gekauft hat (auch wenn der eingebaute DVB-C Tuner HD empfangen könnte)
Die Preise für die HDTV-, sowie die Recorder-Box sind bei Cablecom nach wie vor massiv überteuert!
Eigentlich ein Skandal, wenn man bedenkt, dass der Sender HD-Suisse der SRG, ein von den Empfangsgebühren finanziertes Programm ist.
Über Gratis-Boxen wurde im Betrieb auch schon diskutiert (kostenlose Abgabe 1 Digitalbox pro Haushalt). Damit hätten wir erhofft, dass die Leute schneller auf Digital umsteigen und u.a. das Verständnis grösser wäre, wenn künftig wieder weitere analoge Sender abgeschaltet werden müssen.
Doch dem Gesetzgeber kam nichts anders in den Sinn, als eine Pflicht-Liste für Analog-Sender zu erarbeiten.
Dieses Festhalten an der Analog-Technik ist genau so "antik", wie das Mobiliar im Bundeshaus...
3. Problem:
Die Trägheit / Bequemlichkeit des Volkes.
Wären alle vorgängig beschriebenen Probleme gelöst, gäbe es für einige Leute nach wie kein Grund, auf digitales Fernsehen umzusteigen. Solange etwas läuft, wieso irgend einen Aufwand (auch wenn dieser nur ein Telefonanruf und vielleicht einmalig Fr. 150.- kostet) zu betreiben?
Oder dann kommt eben dann: "Was der Bauer nicht kennt..." zum Tragen.
von MagicMax - am 25.12.2008 18:06
In Deutschland gibt es wenigstens die Öffentlich-Rechtlichen Sender frei, so sollte das auch in der Schweiz sein, ihr zahlt dafür Gebühren, da sollte der Gesetzgeber einschreiten.
Das Programmangebot finde ich nicht schlecht, in Deutschland wird es so etwas nie geben.
Mein Vorschlag wäre:
Die Öffentlich-Rechtlichen Sender der Schweiz (SF, TSR, TSI) sollten auch im digitalen Kabel freiempfangbar sein.
Wenn der Kabelnetzbetreiber schon verschlüsselt, dann sollte er auch eine Smartcard und ggf. ein CI-Modul rausrücken, damit die Leute sich ihren Receiver oder ihren Flachbildfernseher mit integrierten DVB-C Tuner selber aussuchen können.
von cougar1989 - am 25.12.2008 18:18
von PeterA - am 08.01.2009 22:20
Er begann Mitte der sechziger Jahre mit einem Kabelnetz in der Stadt Luzern und ermöglichte zunächst den Empfang von ZDF und ORF. Später (und bis zum Start des TV-Satellitensystems ASTRA) waren es dann 8 TV Programme. Heute haben wir mit der Digitalisierung andere Probleme.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/kabelfernsehpionier_leo_fischer_gestorben__1.2246924.html
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Kabelfernsehpionier-Leo-Fischer-gestorben/story/20046320
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Kabelfernsehpionier-Leo-Fischer-gestorben/story/20046320
http://archiv.onlinereports.ch/1996/fischerCablecom.htm
von Westwind - am 24.03.2009 20:49
Ich kann diese 18'000 Leute nicht begreiffen, sorry.
Ich würde niemals Digital-TV bei Calbecom bestellen, solange diese unmögliche Firma nicht bereit ist, ihre kundenunfreundliche Kundenpolitik zu ändern.
Was die bieten ist ja Abzocke pur, echt.
Irgendwie ist es eine typisch "schweizerische Eigenschaft". Zuerst ausrufen, à la "meistgehasste Firma der Schweiz", schlechtester Service usw. und hintendurch ein Digital-Abo von Cablecom abschliessen....
Sorry, aber diese Zahl gibt mir echt zu denken.
von MagicMax - am 07.05.2009 23:43
Der Grund das man hier verschlüsselt, ist laut ein Techniker von Ziggo, das man für jeder der Digital guckt die Rechten zahlen muss. Wenn man das ganze FTA abstrahlt muss man für jede Kunde die Rechten bezahlen. Wenn man das ganze verschlüsselt muss man nur die Rechte bezahlen für die Leuten die tatsächlich Digital gucken. Also hier macht man es um kosten zu sparen.
Er hat dabei auch gesagt, wenn Analog hier entgültig abgeschaltet ist, das die ganze Kanäle erst dann FTA ins Kabelnetz geschickt werden, und nur für die Plusprogramme eine Kodierung bestehen bleibt.
Der Digitalquote liegt bei Ziggo derzeit auf 34%.
von Jassy - am 15.05.2009 07:10
Das mit dem CI+ ist lediglich eine Verschlimmbesserung des Zwangsboxenzustandes von Heute.
Ich selbst bin am überlegen das TV Programm komplett via SAT bzw. DVB- T zu beziehen.
Das wird spätestens dann " fällig " wenn der Fernseher, Bj. 2002 kaputtgehen sollte.
Das es ohne CI+ und Zwangsbox auch geht beweisen andere KNB :
http://www.rii-seez-net.ch/DigiVision/Preise/tabid/72/Default.aspx
Da kauft man sich ein Conax CI Modul und `los gehts....
Wenn die Cablecom das so gemacht hätte. Das mit dem Druck der aus Hollywood ausgeübt wird
mag Ich auch nicht so recht glauben...Die Sache ist schon sehr verworren und die Chancen stehen
leider recht gut " aus Versehen dann das Falsche " Fernsehgerät zu kaufen.
Schade nur das der Netzbetreiber zu dem Ich die Preisliste verlinkt habe hier nicht verfügbar ist.
MfG Det.
von RADIO354 - am 16.05.2010 12:12
Warum heult die Digitalfraktion rum? Warum kann die Digitalfraktion nicht
a) Auf DVB-T wechseln
b) Auf Sat wechseln
c) Auf IP-TV wechseln
...und den alten Leuten ihre Analogkisten lassen. Warum soll man zu jedem Fernseher noch eine stromverschwendende Kiste dazustellen, wenn man das Analogkabel auch einfach weiter laufen lassen kann? Zumal die Digitalboxen wohl alle paar Jahre wieder getauscht werden müssen, weil wieder ein neuer Furz (HD, Verschlüsselung, 3D, Surround) kommt.
Ja, ich hab auch DVB-S und DVB-T, weil ich vom Kabel weg wollte. Hätte ich Kabel, wäre ich bei Analog geblieben. Das ist doch der Hauptvorteil vom Kabel, dass man die alten Geräte weiterbetreiben kann, ohne Zusatzbox. Für Digital braucht man kein teures Kabel, da gibt es wie Du schon gesagt hast SAT, DVB-T und IP-TV. Und bald auch noch Glasfaser.
Die meisten Leute schauen SF, ARD, ZDF und RTL. Die brauchen nicht 200 Programme, kein Video On Demand, kein 3D. Der Krimi wird nämlich nicht spannender wenn man 200 verschiedene zur Ausahl hat. Das Wetter wird auch nicht besser wenn man den Wetterbericht in 3D und DolbySurround schaut. Und bei den Nachrichten bin ich manchmal froh, wenn ich das Elend nicht allzu detailiert sehen muss.
Stefan
von Stefan Heimers - am 12.07.2011 15:24
32 analoge
~140 Sender in DVB-T (FTA)
Cablecom Romandie
http://citycable.ch/tv-numerique/chaines-tv-disponibles/francophones/
Trotzdem sind noch 10 Kanäle frei. Hier will man analoges TV also bewusst eindämmen, was ich sehr begrüsse. Bei dem immer wachsenden Anteil an Flat-TV kann man weiter seinen Krimi sehen. Man kann aber auch mal über den TV-Tellerrand schauen.
So einen Ansatz wäre für CC sicher toll.
Analoge Insel:
Weil in vielen Ländern analoges TV auf allen Wegen verschwindet. Frankreich ist es bald soweit. Auch Italien, UK haben bald kein analoges TV mehr. Die USA schalten im Kabel analog auch ab. Ein Kabelnetz in den Niederlanden hat analoges TV schon beerdigt.
Wieso sollen wir da eine Insel bleiben?
Gibt es in diesen Ländern weder Rentner noch mehrere TV Geräte?
von smid - am 12.07.2011 17:08
Und selbst wenn ich mich dazu durchringen würde, fehlten mir so einige liebgewonnene Programme, dies es in der Schweiz auf legalem Wege einfach nur über Kabel gibt. Nun ist es aber tatsächlich so, dass ich z.B. TNT Serie HD weder über Satellit noch über IPTV (fällt wegen der Aufnahmerestrikiton ohnehin weg) empfangen kann, noch über Kabel darf, da in Basel wichtige Programme wie TRT Int. und ERT den Ausbau des HD-Angebots blockieren.
von Wrzlbrnft - am 12.07.2011 17:59
ZDF: Auch 3sat & KiKa ab Mai 2012 in HDTV
14.07.2011 (Karsten Serck)
Die Geschäftsleitung des ZDF hat in dieser Woche definitiv beschlossen, ab Mai 2012 alle ZDF-Programme in HDTV via Satellit zu verbreiten. Dazu gehören neben dem ZDF-Hauptprogramm die drei Spartensender ZDF neo, ZDF infokanal und ZDF kultur sowie ebenfalls 3sat und der Kinderkanal Kika. Das ZDF wird dazu zwei Satellitentransponder auf Astra 19.2° Ost nutzen. Der HDTV-Start ist direkt nach der Abschaltung der analogen Ausstrahlung zum 30. April 2012 geplant.
HDTV-Pläne für weitere Sender gibt es auch bei der ARD: Ab Mai sollen via Satellit zunächst die ersten "Dritten Programme" (BR, NDR, SWR und WDR) in HDTV starten.
von Heinz Lindenmann - am 15.07.2011 07:14
20.09.2011: Digitales Kabel-TV: Millionengrenze überschritten (Swisscable)
Digitales Kabelfernsehen wird immer beliebter. Mehr als eine Million Schweizer Haushalte nutzen das digitale TV-Angebot ihres Kabelnetzes. Sie profitieren dabei von einer ausgezeichneten Infrastruktur, die bereits heute zum grössten Teil auf modernster Glasfaser-Technologie basiert. Die zunehmende Verbreitung von HDTV und TV-Geräten mit Internetzugang lässt für digitales Kabelfernsehen weiterhin ein steiles Wachstum erwarten.
Die Zahl der Schweizer Haushalte, die digitales Kabel-TV nutzen, hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt und Mitte September die Millionengrenze überschritten. Claudia Bolla-Vincenz, Geschäftsführerin von Swisscable, freut sich über das rasante Wachstum: „Die Vorteile des digitalen Kabelfernsehens – die bessere Bild- und Tonqualität, das riesige Programmangebot sowie die zahlreichen Zusatzfunktionen – sind heute bei der Bevölkerung zunehmend bekannt und beliebt. Der Wechsel von analogem zu digitalem Kabel-TV wird immer einfacher, da das digitale Basisangebot kostenlos ist und heute praktisch alle neuen TV-Geräte bereits mit einem Empfänger für digitales Kabelfernsehen ausgerüstet sind.“ Dabei profitieren die Kunden von der ausgezeichneten Netzinfrastruktur der Kabelnetze, die heute schon zu 90 Prozent aus Glasfasern besteht. Diese macht die gleichzeitige Nutzung von mehreren TV-Geräten, Computern und Telefonen im gleichen Haushalt – im Gegensatz zu anderen Technologien – ohne Leistungseinbusse möglich.
HDTV und Hybrid-TV als Wachstumstreiber
Swisscable erwartet eine Fortsetzung des Trends hin zu digitalem Kabel-TV: „Immer mehr Kunden wollen von den Vorteilen des digitalen Kabelfernsehens profitieren. Zudem ist Digital-TV die Voraussetzung für den Empfang von TV-Programmen in HD-Qualität, deren Bedeutung rasch zunimmt, sowie für ganz neue Anwendungen wie Hybrid-TV.“ Hybrid-TV steht für die Verschmelzung von Fernsehen und Internet. Mit dieser neuen Technologie kann der Zuschauer via Fernbedienung auf die Unterhaltungs- und Nachrichtenangebote aus beiden Welten – Kabel-TV und Internet – zugreifen. Es wird erwartet, dass bis 2014 über 40 Prozent der verkauften TV-Geräte internetfähig sein werden.
Repräsentative Befragung
Die Zahl der Haushalte mit digitalem Kabel-TV stützt sich auf eine repräsentative Befragung, die im April bei 1986 Personen in der Schweiz mittels Telefoninterviews durchgeführt worden ist. Vergleicht man die Ergebnisse mit den Zahlen aus den Vorjahren, lässt sich aufgrund der Wachstumsraten ableiten, dass Mitte September rund 1'012'000 Haushalte digitales Kabelfernsehen nutzten.
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Swisscable ist der Wirtschaftsverband der Schweizer Kabel-TV-Unternehmen. Ihm sind rund 240 privatwirtschaftlich wie auch öffentlich-rechtlich organisierte Unternehmen angeschlossen, die mehr als 2.8 Millionen Haushalte mit Radio, TV, HDTV, Internet, Telefonie und weiteren Angeboten versorgen.
Medienkontakt Swisscable: Matthias Lüscher, Leiter Public Relations
Tel: 031 328 27 28, Mobile: 079 500 06 86, E-Mail: info@swisscable.ch
Weitere Informationen zum Thema
Medienmitteilung vom 20.09.2011 (PDF, 75 KB)
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von Heinz Lindenmann - am 20.09.2011 13:50
Das Problem damals: Cablecom hatte nur ein Netz mit 600 Mhz Bandbreite, während die anderen Netze oft 860 Mhz hatte. Somit gab es weniger Platz und diesen musste man durch die Streichung der analogen Sender bekommen.
Im Jahr 2011 gibt es in Basel noch immer fast 60 analoge Sender, die es zahlenden Kunden verunmöglichen ihre abonnierten Sender zu sehen, regelmässige Leser kennen die Geschichte.
Lange waren auch kleine Kabelnetze ein Synonym für analoges TV. Teilweise hat man der Cablecom sogar ganze Überbauungen abgejagt oder einfach damit geworben, man würde keine analogen Sender streichen.
Doch langsam tut sich was.
Thurvision schickte 10 analoge Sender in die Wüste.
Antesa, von mir immer scharf kritisiert, hat auch 10 Steinzeitsender gestrichen.
Die GA Weissenstein hat sich auch entscheiden, dass man mit der Zeit gehen sollte. Dafür gab es zuerst Kritik, doch man hat auf der Website mit einer Kampagne reagiert. Dort gibt es das Grundangebot uncodiert, was natürlich ein grosser Vorteil ist. Vermutlich lag das Problem darin, dass die Kunden gar nicht wussten, dass sie digital schauen konnten. Sprich: Man verliert keine Sender sondern bekommt neue kostenlos dazu, alles mit einem Suchlauf.
EBL Liestal schaltet ebenfalls diverse Sender ab. Es handelt sich um Star TV, TVE, CNN, Canale 5 und Nickelodeon. Weitere Sender sollen im nächsten Jahr folgen.
Wir sehen also: Gerade auf den Start der SRF Sender in HD hin wird es wohl noch weitere Migrationen geben. Somit wird die Stiftung Kabelnetz Basel auf Worte endlich Taten folgen lassen müssen, wie im Rest der Schweiz.
von Heinz Lindenmann - am 23.09.2011 05:27
Auf (den einen hier empfangbaren) Lokalsender kann ich getrost verzichten (und zur Not gibt es noch Internet). Lokalradio kommt über UKW, bleibt also nur noch ORF 1 (ORF 2 E ist ja auf Sat frei).
Für den einen Sender über CHF 300.- im Jahr? Naja, für mich ist der Fall klar.
Der Branchenverband Swisscable ist eine echte Lachnummer. Wenn die KNU's (Kabelnetzunternehmen) so weiterfahren, sterben ihnen die Kunden ihrer Kerngruppe nach und nach davon (Analogzuschauer).
Auch in Deutschland werden analoge Sender über Satellit schon bald Geschichte sein. Knu's wandeln immer noch auf analog, um einer Kundengruppe einen Gefallen zu tun. Ich finde, sattessen sollten diese endlich mit der Zeit gehen!
Was noch interessant ist: Kabelfernsehen gehört nicht zur Grundversorgung! Telefon und Internet hingegen schon (Konzessionsnehmer Swisscom).
von MagicMax - am 23.09.2011 22:18
Gibt es denn (freie) Kabel-Settop-Boxen mit CI+-Einschub, die eine Aufnahme auf externer Festplatte in einem sonst lesbaren Format (*.mpg/*.ts etc.) zulassen? Nur dann würde es überhaupt Sinn machen, an den Kauf einer Karte zu denken. Für einen weiteren Empfänger bräuchte man wieder eine neue Karte (nochmal 100 Stutz). So eine Grundverschlüsselung ist unnütz wie ein Kropf und bringt der Cablecom nur noch mehr Geld.
Meine alte Opticum-Box machte Aufnahmen in *.ts (ging bei Flashcable problemlos), die weiter verarbeitbar waren, hat aber kein CI+. Jetzt vergammelt sie unbenutzbar und wertlos geworden auf dem Estrich.
Ausserdem habe ich in Wikipedia gelesen, dass das CI+-Format es grundsätzlich ermöglicht, Aufnahmen zu beschränken (z.B. keine Werbung rausschneiden, Aufnahmen nur eine bestimmte Zeit lang oder Anzahl ansehen etc.). Daher nehme ich an, dass keine Aufnahmen in freiem Format möglich sind. Und selbst wenn das jetzt gehen sollte, wer weiss wann die Sender oder die Cablecom immer mehr (technisch mögliche) Einschränkungen vornehmen?
Wenn ich digital schauen will, dann kommt nur Sat in Frage. Für die 99 Franken bekomme ich da längst einen Empfänger, Extra-Karte entfällt. Schüssel und LNB liegen noch aufm Estrich.
von Udo Isaenko - am 23.10.2011 19:49
Möglich, dass es mittlerweile bessere Geräte gibt. Die .trp-Aufnahmen landen jedenfalls ohne Qualitätsverlust und entschlüsselt auf der Platte und können am PC problemlos weiterbearbeitet werden. Bislang setzt die cablecom aber keine CI+-Restriktionen ein. Ich weiß daher nicht, wie sich der ARION verhält, sollten diese irgendwann doch einmal greifen.
von Wrzlbrnft - am 23.10.2011 22:14
@Udo Isaenko
Ich würde in deinem Fall auch Sat empfehlen!
1. Bezahlst du keine Grundgebühren (UPC-Cablecom verlangt CHF 27.70 / Monat Grundgebühr nur für den Anschluss alleine, willst du Digital TV musst du nochmals CHF 99.- für die CI+ Karte hinblättern, wo du aber nur das Angebot "Mini" ohne zusätzliche monatliche Gebühren kriegst).
2. Hast du die freie Auswahl was das Empfangsgerät betrifft
3. Die Senderauswahl ist höher als bei UPC-Cablecom und die deutschen Privat-Sender muss man nicht mit CH-Fenster schauen.
Ich habe schon seit vielen Jahren Satellit und bin mir der Bildqualität, insbesondere im HD-Bereich super zufrieden.
Das Haus in dem ich wohne hat kein Kabel-TV und ich habe dies auch nie vermisst.
von MagicMax - am 24.10.2011 19:31
TVT Rennes http://www.tvtservices.ch/
30 analoge – bald nur noch 26
Grischavision http://www.grischavision.ch/de/aktuell
Analoge Radikalkur
TB Weinfelden
Analoges TV ist die Zukunft:
http://www.tbweinfelden.ch/pdf/privatkunden/kommunikation/radio_senderliste_analog.pdf
Es gibt zu bedenken:
TVT hat nicht nur ein Grundangebot in FTA, sogar via DVB-T. Somit kann wohl jeder Flat das Angebot empfangen.
Weinfelden aber, auch FTA, sendet nicht mal ITV1 oder France 5 im Digital Paket. Da frag mich mich: Hat Weinfelden (und ein paar andere Gemeinden im Thurgau) die Realität derart verschlafen?
Basel war ja wenigstens flexibel, hier sehe ich aber analog TV Fanatiker, wie ich sie noch nie gesehen habe.
von smid - am 07.02.2012 20:29
Aber auch Flashcable hat analoge Sender gekillt. Jetzt hat man noch 48 analoge Sender. Finde ich noch immer zu viel.
Aber: Das Digitale Angebot (FTA!!!) ist stark:
http://www.gib-solutions.ch/downloads/flashtv/aktuell/Digital_Senderliste_akt.pdf
Es gibt eben auch France 5. France 4 fehlt und der hat oft tolle Sachen. Aber das ist ein Detail.
Aber auch Briten sind happy. Was es eben bei CC gibt und dann noch mehr HD.
Es gibt auch Pay-TV Light (Sucht man in Weinfelden vergeblich)
Da würde ich Weinfelden gerne fragen:
Ist das Bedürfnis an 64 analogen Sendern wirklich grösser, als eine Lösung wie sie Flashcable hat. Wie bei GGA Pratteln hab ich das Gefühl man stehe dort ideologisch hinter analog, trotz FTA.
Früher oder später werden diese Anbieter auf die Fresse fliegen und dann muss ich sagen, dann freue ich mich.
von smid - am 08.02.2012 21:24
Quelle:
persoenlich.com
von digiradio.ch - am 18.02.2012 08:04
Auch das wird kommen. Wir haben das ja schon x-fach diskutiert: Die besagte Einschraenkung ist letztendlich von den Veranstaltern (Verlegern) der betroffenen Lokal-TV Programme selber gewollt! Damit wollten diese schon immer sicherstellen, dass sich die gebuehrenfinanzierten Lokalprogramme nicht gegenseitig kanibalisieren. Beim DAB liess das BAKOM diese Regelung letztendlich fallen, weil man alle erdenklichen Huerden aus dem Weg schaffen wollte, um die privaten Digitalradio Layer zu fuellen (heute koennten also auch neo1 oder Radio BeO ueberregional auf DAB).
Der Wind wird nun auch beim Lokalfernsehen drehen. Faellt die Must-Carry Regelung tatsaechlich, werden sich die Lokal TVs in der grossen Vielfalt des Digitalfernsehens behaupten muessen. Man ist also neu einer von rund 200 statt 43 Kanaelen. Die Veranstalter werden dies noch als Chance wittern, wenn sie ihr Empfangsgebiet ploetzlich ausweiten koennen und schliesslich das BAKOM darum bitten, diese Regelung wieder zu streichen.
von digiradio.ch - am 18.02.2012 08:23
Ja, da steht aber " Besitzer eines alten Röhrenfernsehers mit analogem Anschluss "
Dort wird selbstverständlich kein HD- Programm angezeigt.
Wenn dem Röhrenfernseher ein HD- Digitalempfänger per Scart vorgeschaltet ist
werden die HD Programme selbstverständlich angezeigt. Allerdings nicht in HD Auflösung....
Ich schaue also bei CC diverses in HD ( ORF, ARD, ZDF, usw... ) trotz Röhrenfernseher.
Das wird auch ab 2015 der Fall sein. Abgestellt wird ja das Digitale SD
und nicht das Analoge Kabelsignal.
Bei CC werden ab dem 29. Februar nur noch die HD Versionen der SRG Programme im
Digitalbereich aufgelistet. Lediglich SF Info ist dann in SD.
Das Digitale SD Signal von 5 SRG Programmen wird offensichtlich bereits ab den 29.02.12
aus dem Digitalen CC Programm getilgt.
Die Neue Senderliste habe Ich schon zugeschickt bekommen.
MfG Det.
von RADIO354 - am 23.02.2012 08:57
Der Platz im Kabel (3) – Die Reserve ist da
Februar 26th, 2012
Während Cablecom also über lange Zeit keinen freien Platz im Netz hatte, gab es plötzlich welchen. Die Frage stellte sich, wie man diesen nutzen kann. Im Jahr 2008 war HD natürlich noch nicht so entwickelt. Es gab kein SF1 HD und auch ORF eins HD konnte man, legal, nicht einspeisen. Somit blieben also die Kanäle oberhalb von 650 Mhz frei, theoretisch eine Verschwendung.
Es gab auch Forderungen, analoge Sender wieder aufzuschalten. Gewisse Medien bezichtigten Cablecom gar der Lüge. Aber ich möchte nochmals erklären, wieso man das nicht macht:
Kabelnetze wollen das analoge Signal zumindest langfristig abschalten. Da wäre wohl eine zusätzliche Aufschaltung wohl nicht grad sinnvoll. Aus diesem Grund ist es wohl auch, dass sich andere Kabelnetze ebenfalls gegen analoge Aufschaltungen wehren. Aber klar, nur die Cablecom bekommt hier immer die negativen Kommentare.
Weiter wäre so ein Vorgehen wohl weltweit einmalig. Der Trend geht nun einfach in Richtung Abbau von analogem TV.
Zudem: Kunden, die man wegen WDR verloren hat, kehren sicher nicht zurück. Die werden mit Swisscom TV oder Satellit die digitale Vielfalt geniessen, allenfalls haben diese sogar ein digitales Angebot geholt.
Würde jetzt Cablecom die Sender wieder aufschalten, stünde sie irgendwann später wieder vor dem gleichen Problem. Dann nämlich wenn es neue (HD)Sender gibt und man sie wieder nicht einspeisen kann. Der Ärger würde also wieder beginnen.
Doch auch andere Kabelnetze reagieren. Antesa überraschte vor einem Jahr damit, dass man gleich 10 Sender auf digital migriert. Auch Thurvision baute das analoge Angebot ab und Grischavision hat gleich über 20 analoge Sender migriert.
Kurz: Wer zufrieden ist mit was man analog bekommt, der wird auch die nächsten 2 Jahre nicht bangen müssen. Kunden, die auf Qualität setzen und den Gedanken ein analoges Signal auf einem riesen TV zu sehen lächerlich finden, die bekommen ihre HD Sender. Ist doch eine super Lösung, oder nicht? Und in zwei Jahren muss man sich eben wieder Gedanken über Abschaltungen machen.
Im nächsten Artikel: Analog ist nicht nur bei der Cablecom out.
von Heinz Lindenmann - am 27.02.2012 06:27
Momentan ( Stand Gestern ) gibt es mit dem Mediabox- HD Recorder der Cablecom
einen Fehler bei der Favoriteneinrichtung. Diese Box " vergisst " diverse HD Programme.
Wenn die Box ausgeschaltet war ( Vom Netz getrennt oder Stand by ) fehlen immer Diverse
HD Programme in der FAV Liste.
Laut Cablecom wird an der Behebung gearbeitet.
Gleichsam sollte es möglich gemacht werden die Favoriten in einer eigenen Liste sichtbar
zu machen.
Momentan gibt es eine Senderliste für Alles und die FAV sind mit einen Blauen
Smiley gekennzeichnet. Besonders ärgerlich : wenn ein Favoritenprogramm per Nummerntastatur
aufgerufen wird befindet man sich wieder ausserhalb der FAV Liste. Ein Durchzappen ruft dann
wieder Programme auf die unerwünscht/ nicht Favorisiert sind.
Ein Verschieben geht auch nicht Beispiel SF Info lässt sich nicht von Programmplatz 3 Verschieben.
Ich hätte gerne Diverse Programme ( NG, History etc. ) von Programmplätzen Jenseits der 100
nach Vorne Verlegt, vor RTL und co. zum Beispiel...
MfG Det.
von RADIO354 - am 07.03.2012 10:06
Hallo Fernsehfreunde,
Nach einer Woche ohne Fernsehkonsum habe Ich Gestern mal wieder die CC Box aufgestartet.
Die Erste Aufgabe ( Mehrere Sendungen aus dem EPG aufnehmen ) wurde zuverlässig erledigt.
Die Sache mit den Favoriten ist mit Stand Gestern Abend noch " out of Order "
Ausgerechnet die SRG HD Sender fliegen immernoch aus der Liste `raus.
Die Ganze Favoritengeschichte ist ein Witz.
Wer bringt bloss solche Software heraus ? Ich würde mich dafür in Grund und Boden schämen.
Sender anständig sortieren konnte mein Erster Analoger Sat- Receiver schon vor Zwanzig Jahren
Die Cablecom sollte das Digitale Mini Paket umgehend unverschlüsselt auskabeln.
Damit Endlich mal ein Massenanreiz zum Wechseln auf digital vorhanden ist.
MfG Det.
von RADIO354 - am 17.03.2012 10:04
Privatsender – Die Angst vor dem Wettbewerb
Mai 1st, 2012
Die Privatsender haben sich, mit Ausnahme von Joiz, in ihren Stellungnahmen zur RTTV eigentlich einheitlich gegen Digital-TV und für analoges TV ausgesprochen. Dabei fragt man sich? Wieso haben die Stationen ein Interesse daran, dass man 2016 EuroNews im analogen Kabel behält? Ich habe ausführlich erklärt, dass wohl Sat1 von einer Abschaltung nicht betroffen wäre, man ist in Sachen Quoten auf Platz 6. Eines Tages wird das analoge Signal geknipst dann gibt es weder Sat1 noch SF1.
Heute hat man analog etwa 40 Sender. Bei einem Wechsel auf ein digitales Angebot sind es plötzlich über 100. Studien zeigen aber, die Zeit vor dem TV bleibt gleich. Hier kommt auch der Einwand von Joiz. Mit vielen Sendern ist es sicher kein Nachteil im EPG vorne positioniert zu sein.
Doch ich stelle zumindest fest: Mit Digital-TV entdecken die Leute neue Sender. Man zappt also auch mal über Platz 40. Dies wären dann Sender wie ZDF neo, BBC Two oder France 5. Somit verlieren die etablierten Sender Quoten. Weiter mögen sie es natürlich nicht, dass man ganz einfach Werbung überspringen kann. Eine Aufnahme mit einem PVR ist nun mal komfortabler als mit VHS.
Ganz klar wird dieses Argument bei TeleZüri. Dort hat man schon Angst, dass andere Sender in neue Gebiete vorstossen. Technisch ist es grad bei der Cablecom mit einem einheitlichen digitalen Netz nicht zu verhindern, dass lokale Sender ausserhalb des Gebietes zu sehen sind, grad wenn die Grundverschlüsselung fallen sollte.
So verlieren die Sender bei einem Wechsel auf digitales TV potenzielle Zuschauer. Dies führt zu weniger Werbeeinnahmen. Wer vermarktet nochmals die ganze Werbung für diese klassischen Sender? Und in welcher Partei ist die gute Frau? Und wer hat das RTTV abgelehnt? Sicher nur ein Zufall.
Ansonsten kann ich mir die Scheinargumente gegen einen langsamen Ausstieg aus dem Analog-TV nicht erklären. Mit einer solchen Politik ist ein Ausstieg selbst 2020 nicht zu machen.
von Heinz Lindenmann - am 01.05.2012 07:45
Kabelnetze: Digital-TV wächst weiterhin stark
Die Schweizer Kabelnetze haben im ersten Quartal des laufenden Jahres bei allen digitalen Diensten Kunden gewonnen. Am grössten war das Wachstum im Bereich Digital-TV: Per Ende März 2012 verfügten mehr als 1'140'000 Haushalte über digitales Kabelfernsehen.
Die Schweizer Kabelnetze sind im ersten Quartal 2012 in allen digitalen Märkten gewachsen, wie Swisscable in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Das grösste Wachstum gegenüber dem Vorjahr konnte mit rund 298'400 Neuabonnenten (+35 Prozent) beim digitalen Kabelfernsehen verzeichnet werden. Insgesamt verfügten per Ende März 2012 rund 1'142'600 Haushalte über digitales Kabel-TV. Die Durchdringung des digitalen Fernsehens im Kabel lag damit bei 41 Prozent (+11 Prozent).
Die Kabelnetze, die HDTV flächendeckend anbieten, erhöhen die Anzahl der HD-Sender laufend, wie es weiter heisst. So werden im Mai und Juni 2012 eine ganze Reihe neuer HD-Sender ins Angebot aufgenommen, so zum Beispiel 3sat HD, BR HD, WDR HD, NDR HD, SWR HD, KiKa HD, Zdf.info HD, Zdf.kultur HD und Zdf.neo HD.
Nebst dem digitalen Kabelfernsehen sind im ersten Quartal 2012 auch die Bereiche Kabelinternet (+75'100 Kunden) und Kabeltelefonie (+61'300 Kunden) gewachsen.
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Media & Medien
von Heinz Lindenmann - am 02.05.2012 09:29
siehe FB
Frage an Quickline, wann werden auf dem Quickline Netz alle
Regionalen TV-Sender, wie Tele Basel, Tele Top, Tele M1, Tele 1
schweizweit aufgeschaltet. Gemäss neuem RTVG ist dies gestattet.
ANTWORT VON QUICKLINE
Quickline Hallo Heinz, es stimmt, dass wir laut RTVG Regionalsender überall aufschalten könnten. Aus Kapazitätsüberlegungen sehen wir aber im Moment von einer gebietsweiten Aufschaltung ab. Lieber Gruss vom QuickLine Team
Heinz Lindenmann Digital sollte kein Problem sein, in SD hat es noch mehr als genügend Kanäle, hoffe ist nicht das letzte Wort.
von Heinz Lindenmann - am 17.09.2012 13:40
http://www.upc-cablecom.ch/medienmitteilungen.htm?item=1E34553E5BA24D03C745FB7AC2D9D7A2DB75365B9B0A4EFD
Zürich, 16. Oktober 2012
upc cablecom hebt Grundverschlüsselung auf: Digitales HD-Fernsehen und 2 Mbit Internet neu im Kabelanschluss inbegriffen
upc cablecom lanciert die grösste Umstellung in der Schweizer TV-Landschaft seit der Einführung des digitalen Fernsehens: Zum 1. Januar 2013 werden die 55 beliebtesten TV-Programme (inklusive HD) neu unverschlüsselt und damit ohne Zusatzgerät in allen Haushalten frei digital empfangbar sein. Die Kosten für das digitale Einstiegsangebot (heute CHF 4.- pro Monat) entfallen. Darüber hinaus stellt upc cablecom neu allen Kabelabonnementen einen Internetanschluss von 2 Mbit/s ohne Mehrkosten zur Verfügung. In Absprache mit dem Preisüberwacher wird der Preis für den Kabelanschluss über zwei Jahre gestaffelt erhöht: um 90 Rappen im Jahr 2013 und um 60 Rappen im Jahr 2014.
Das Digitalfernsehen hat sich in den letzten Jahren deutlich gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen durchgesetzt. Mittlerweile wird in rund 80 Prozent der 3,2 Millionen Schweizer Haushalte digital fern geschaut. Um diesem Wandel Rechnung zu tragen, hat upc cablecom eine grundlegende Neugestaltung des Kabelanschlusses beschlossen. Neu sind in der monatlichen Abonnementsgebühr bereits die beliebtesten TV-Programme (inklusive HD) inbegriffen. Dieses Angebot wird unverschlüsselt übertragen, so dass die Set-Top-Box oder DigiCard (CI+) dafür nicht mehr benötigt wird. Damit stellt upc cablecom auf einen Schlag sämtliche 1,8 Millionen angeschlossenen Haushalte auf digitales Fernsehen um.
Digitales Fernsehen wird preiswerter und einfacher
Bisher kostete das digitale Grundangebot von upc cablecom monatlich CHF 31.40 (CHF 27.40 für den Kabelanschluss plus CHF 4.- Abonnementsgebühr für das digitale Einstiegspaket mit 55 Sendern). Neu kostet der Kabelanschluss ab 1. Januar 2013 CHF 28.40 und ab 1. Januar 2014 CHF 29.05, wobei die gleiche Anzahl digitale Sender (inklusive HD) inbegriffen sind. Da upc cablecom die Verschlüsselung des Grundangebotes aufheben wird, ist für den Empfang des neuen digitalen Grundangebotes künftig keine Set-Top-Box mehr nötig. Dafür genügt ein Kabelanschluss von upc cablecom, ein übliches Antennenkabel und ein zeitgemässer Fernseher mit integriertem DVB-C Empfänger. Fernsehgeräte ohne Digitalempfänger können ab Januar 2013 mittels eines kostenlosen Umwandlers von upc cablecom gleichwohl von der erweiterten digitalen Senderpalette profitieren. Die neuen Konditionen wurden im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Preisüberwacher Stefan Meierhans festgelegt, welche die Ende 2012 auslaufende Regelung ablösen wird.
Deutlich verbesserte Leistungen
upc cablecom verbessert damit die Leistungen über den Kabelanschluss deutlich: Die Kunden profitieren im gesamten Anschlussgebiet von digitalen TV- und Radiosendern, inklusive bester HD-Qualität. Das Angebot kann in allen Wohnräumen gleichzeitig und unbeschränkt genutzt werden. Zudem ist die kostenlose Internetverbindung über den Kabelanschluss künftig mehr als sechsmal schneller 2 Mbit/s statt bisher 300 Kbit/s Downloadgeschwindigkeit.
Das neue digitale Grundangebot wird mindestens 55 unverschlüsselte digitale Fernsehsender umfassen. Davon sind je nach Region und Verfügbarkeit bis zu 19 Sender in bester HD-Qualität. Siehe Senderübersicht auf www.upc-cablecom.ch/hdcable
Für diejenigen Kunden, die das derzeit geltende digitale Grundangebot Mini mit 55 TV-Sendern für CHF 4.-/Monat abonniert haben, wird das Angebot auf 70 Programme ausgebaut. Kunden, die auf das neue digitale Grundangebot wechseln wollen, können diesen Wechsel unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfrist bzw. auf das Ende ihrer jeweiligen Vertragsdauer vollziehen. Der Wechsel erfolgt kostenfrei.
Das bisherige analoge Grundangebot (36 Sender) behält upc cablecom bis auf Weiteres bei. Aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Personen digital fern schauen, nimmt die Relevanz des analogen Fernsehens ab. Eine künftige Reduktion des analogen Senderangebots ist deshalb absehbar. Dank des kostenlosen Umwandlers wird sichergestellt, dass eine solche Anpassung ohne Komforteinbusse und ohne Zusatzkosten für die Kunden geschehen kann.
Eric Tveter ist glücklich, allen Kunden verbesserte Leistungen über den Kabelanschluss bieten zu können: Dem digitalen Fernsehen gehört die Zukunft, und dieses Erlebnis machen wir nun allen unseren Kunden noch einfacher zugänglich. Dieser Schritt ist ein Meilenstein in der Schweizer Telekommunikationsgeschichte , sagt der CEO von upc cablecom.
von dxbruelhart - am 16.10.2012 12:11
Quelle: http://s1.directupload.net/file/d/3078/3giqrf75_jpg.htm
Text: Analoges Fernsehen vor dem Ende
Cablecom und Swisscom versprechen kostenloses Digitalfernsehen in HD-Qualität. Die neuen Angebote der beiden Marktführer im Vergleich.
Von Claude Settele
Der Kampf um TV-Kunden ist seit dieser Woche voll entbrannt: Der grösste Kabelnetzbetreiber UPC Cablecom und die Swisscom liefern sich einen intensiven Wettbewerb, der sich positiv auf die Angebotsvielfalt und die Preise auswirkt.
«Nie war es einfacher, sich zu entscheiden» heisst es auf Swisscoms Website zum Angebot mit dem Preisschild «CHF 0.-/Monat». Ein kostenloses Angebot hat zuvor schon Cablecom angekündigt. Doch wirklich gratis sind beide Abonnemente natürlich nicht. So ist bei Cablecom ein Kabelanschluss nötig, den viele Mieter via Nebenkosten berappen. Swisscom-Kunden brauchen neben einem Festnetz-Telefonanschluss auch einen kostenpflichtigen Internetzugang, wodurch monatliche Kosten von fast 60 Franken resultieren. Mit dem Grundgebühr-freien «DSL start»-Abo bietet Swisscom das neue TV-Angebot nämlich nicht an (siehe Tabelle).
Gratis-Internet
Den neuen Konkurrenzkampf lanciert hatte Cablecom bereits Mitte Oktober mit der Ankündigung, die über Jahre kritisierte Verschlüsselung der digitalen TV-Programme aufzuheben und ein kostenloses digitales TV-Abo samt Gratis-Internetzugang zu lancieren. Diese eigentlich für Januar 2013 vorgesehene Neuerung hat Cablecom am Mittwoch überraschend per sofort eingeführt. Nach offizieller Sprachregelung, weil die technischen Voraussetzungen früher als erwartet erfüllt wurden, in Wahrheit aber natürlich, weil am Montag Swisscom das neue «TV light»-Angebot angekündigt hat. Es soll im Dezember starten.
Cablecom ist laut dem Mediensprecher Marc Maurer überzeugt, dass das neue Grundangebot einen grossen Schub auslöst und den Wechsel ins digitale Zeitalter beschleunigt. Tatsächlich wird Fernsehen jetzt wieder einfacher: Für den Empfang von digitalen Programmen in Standard- und HD-Auflösung braucht der Kabelfernseh-Kunde jetzt keine Set-Top-Box mehr, sofern das TV-Gerät bereits über eine DVB-C-Schnittstelle verfügt. Auch die sogenannte Digicard (CI+) zur Entschlüsselung der Programme ist für das Grundangebot hinfällig. TV-Geräte mit integriertem DVB-C-Empfänger können direkt mit der Steckdose des Kabelnetzes verbunden werden. In diesem Fall benötigt man nur noch eine Fernbedienung.
Für ältere TV-Geräte gibt Cablecom ab Januar kostenlos einen Receiver ab, der die DVB-C-Signale umwandelt. Anschliessen lassen sich sogar Röhrenfernseher, die dann auch Programme von digital verbreiteten Sendern empfangen - allerdings in geringerer Bildqualität.
Für Besitzer moderner Fernseher wird es einfacher - günstiger wird es für alle: Kostenlos erhalten Kunden 55 Sender, für die sie bisher 4 Franken pro Monat zahlen mussten. Dieses Abo muss man kündigen, wenn man zum neuen Grundangebot wechseln will. Dies ist bis Ende Jahr ausserhalb der üblichen Kündigungsfrist möglich. Im Kabelanschluss enthalten ist auch der Internetzugang mit einer Bandbreite von 2 Megabit/Sekunde, was mit ein bisschen Geduld fürs tägliche Surfen, nicht aber für grosse Downloads oder zum Streamen von Web-TV ausreicht.
«TV light» heisst das neue Programmpaket mit über 60 digitalen Sendern von Swisscom. Christian Petit, Leiter des Geschäftsbereichs Privatkunden, räumt ein, dass «TV light» eine Reaktion auf Cablecoms Verzicht auf die Verschlüsselung sei. Petit ist überzeugt, dass Digital-TV via Telefonleitung dem Kabelnetz überlegen ist, wenn es um Interaktivität und auf persönliche Bedürfnisse massgeschneiderte Angebote gehe. Mit dem Ausbau der Netzinfrastruktur hat der Telekomanbieter die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Heute haben laut Swisscom 90 Prozent der Haushalte genügend Bandbreite, um via Telefonleitung Fernsehen in Standardqualität zu empfangen, für HD-Qualität sind es 84 Prozent.
Eingeschränkte Funktionen
Einige Funktionen, die Swisscom TV eigentlich bieten könnte, werden den Nutzern von «TV light» allerdings vorenthalten. So stehen Filme auf Abruf (Video-on-Demand), die Aufnahmefunktionen und zeitversetztes Fernsehen nicht zur Verfügung.
Ein Nachteil gegenüber Cablecom ist technisch bedingt. Eine Set-Top-Box ist für das Fernsehen über die Telefonleitung zwingend notwendig - da nützt auch der modernste Fernseher nichts. Ein zweite Fernbedienung lässt sich daher nicht vermeiden. Wer einen zweiten Fernseher anschliessen will, wird ebenfalls enttäuscht, denn die dazu nötige zusätzliche Set-Top-Box rückt Swisscom nur bei den teureren TV-Anschlüssen heraus.
Wer sich trotz den neuen Angeboten nicht für digitales TV entscheiden mag, muss nicht auf Fernsehen verzichten: Cablecom wird zumindest vorläufig 36 Sender weiterhin auch analog verbreiten.
von Westwind - am 18.11.2012 12:59
Dabei habe ich leider einen schwerwiegenden Fehler mit der alten Swissfun Nokia Mediabox gemacht. Darauf liefen nämlich zunächst die vorgespeicherten unverschlüsselten Programme alle einwandfrei. Dann machte ich dummerweise einen Suchlauf und nun sind nur noch 3 Programme abgespeichert. Der Suchlauf geht immer nur auf einer bestimmten eingestelleten Frequenz. Somit hab ich die Mediabox sozusagen geschrottet, bzw. wenn man die Frequenz weiss kann man einstellen, aber das wäre zu mühsam und die vorher eingestellten Programme gehen jedesmal verloren. Es gibt keinen Sendersuchlauf, der das gesamte TV-Band abscannt.
Mit meinem anderen Topfield Receiver, der auch HD empfangen kann geht alles einwandfrei. Etwas seltsam ist nur, dass der Winterthurer Haussender Tele Top verschlüsselt ist und somit obwohl im konzessionierten Gebiet, nicht frei empfangbar ist.
von radiohead - am 18.11.2012 18:36
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Zattoo-und-Wilmaa-muessen-ihr-Angebot-einschraenken/story/29324584
Zattoo und Wilmaa müssen ihr Angebot einschränken
Von Angela Barandun.
Das Angebot der Web-TV-Anbieter mit zeitversetztem Fernsehen wird stark gestutzt. Ausserdem wird das Überspringen von Werbung schwieriger.
Bei Zattoo sind es heute bis zu 90 Tage, bei Wilmaa ist es ein Monat: So weit zurück können Nutzer der Web-TV-Dienste im Fernsehprogramm blättern, um verpasste Sendungen anzuschauen. Noch. Ab dem 1. Januar 2013 ist damit Schluss. Neu darf die TV-Zeitmaschine maximal 7 Tage in die Vergangenheit reichen. Für TV-Anbieter wie Sunrise und Swisscom heisst das gleichzeitig, dass sie ihr Angebot ohne rechtliche Bedenken ausbauen können. Sie decken mit ihren Archiven heute maximal die letzten 30 Stunden ab. Darauf haben sich die Verwertungsgesellschaften mit den Nutzerverbänden geeinigt, wie Valentin Blank von Suissimage bestätigt: «Es wird künftig kein legales Angebot mehr geben, bei dem man mehr als 7 Tage im Programm zurückgehen kann.»
Der Einigung war ein erbitterter Streit vorausgegangen. Sogar das Aus für sämtliche Angebote mit zeitversetztem Fernsehen stand im Raum. Es ging um die Frage, ob das unter Begriffen wie Catch-up-TV oder Replay-TV bekannte Angebot überhaupt legal sei. Die Eidgenössische Schiedskommission hat nun die Auffassung der Fernsehanbieter gestützt – und damit vor allem den Hollywoodstudios eine Abfuhr erteilt. Diese hatten sich dafür eingesetzt, dass die Anbieter die Erlaubnis jeweils direkt bei den Rechteinhabern einholen müssen – statt das kollektiv via Verwertungsgesellschaft zu erledigen.
Überspringen der Werbung nicht mehr möglich
Die Schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (Safe), in deren Vorstand die US-Filmindustrie sitzt, war nicht einmal zur entscheidenden Anhörung der Schiedskommission zugelassen worden. «Wir haben aber auf Antrag der Verwertungsgesellschaften einen Schriftsatz von Safe zu den Akten genommen», sagt Kommissionspräsidentin Laura Hunziker. Die Filmstudios waren auch nicht mit dabei, als die Parteien die neuen Tarife aushandelten.
Eine wichtige Neuerung ist auch der Umgang mit Werbung: Künftig muss der Anbieter zusätzlich bezahlen, wenn er seinen Kunden die Möglichkeit geben will, bei Werbeblöcken vorzuspulen. Überspringen können Konsumenten die Werbung künftig nur noch dann, wenn der Sender das unterstützt.
Statt des bisher verwendeten Tarifs von 80 Rappen pro Nutzer und Monat gelten neu folgende Tarife:
Für ein Archiv der letzten 30 Stunden bleibt der Tarif bei 80 Rappen.
Bei 7 Tagen beträgt er 1.20 Franken.
Bei Werbeblöcken vorzuspulen, kostet zusätzlich 30 Rappen.
Die Gebühren fliessen via TV-Anbieter an die Verwertungsgesellschaften. Zur Frage, ob die teils höheren Kosten auf die Kunden überwälzt werden, wollte sich kein Anbieter äussern.
Zwar muss die Schiedskommission diese Tarife erst noch genehmigen. Das ist jedoch eine Formsache. Theoretisch könnten die Hollywoodstudios zwar noch beim Bundesverwaltungsgericht dagegen klagen. «Offen ist, ob die Hollywoodstudios als Kläger zugelassen würden», sagt Hunziker. Offiziell begrüssen alle Beteiligten die Einigung. «Damit gibt es weiterhin eine legale Möglichkeit, zeitversetzt fernzusehen. Die Schweiz nimmt hier eine gewisse Pionierrolle ein», sagt Blank von Suissimage.
von dxbruelhart - am 04.12.2012 08:31
Schade, wie erwartet hat man also künftig nur noch sieben Tage Zeit, verpasste Sendungen zu schauen bzw. in die Playlist zu schieben. Immerhin bleibt diese Möglichkeit erhalten, so dass man die Sendungen weiterhin auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt anschauen kann.
Ich werde das Zsttoo-Abo sicher wieder verlängern. Auch mit den neuen Vorgaben bleibt der Dienst attraktiv und die Bildqualität ist ja mittlerweile wirklich sehr brauchbar geworden.
von Rolf, der Frequenzenfänger - am 20.12.2012 18:09
Schwer zu beschreiben. Wie man die tatsächliche Auflösung herausfindet, weiss ich nicht, um ehrlich zu sein. Auf jeden Fall kann man sich Zattoo mittlerweile durchaus auch auf grossen Bildschirmen antun, auch wenn die Bildqualität immer noch spürbar unter DVB-S und -C liegt. Bei schnellen Bewegungen und Szenenwechseln pixelt es immer noch deutlich. Das ist halt der Preis für den Kompromiss zwischen Bildqualität und Bandbreitenökonomie.
Was ich an Zattoo mag, ist eben der Komfort. Gerade für mich als Gelegenheits-Fernsehkonsument ist es ungemein praktisch, Sendungen im Nachhinein anzuschauen. Die Tagesschau zu jeder beliebigen Zeit sehen zu können und nicht stur um 19:30, gehört zum heutigen Lebensstil einfach dazu. Und schon öfters habe ich durch Freunde oder hier im Forum von interessanten Sendungen gehört und konnte diese per Zattoo nachträglich sehen. Das ist mir die paar Franken pro Monat auf jeden Fall wert.
[attachment 959 zattoo_2012-12-20.jpg]
von Rolf, der Frequenzenfänger - am 20.12.2012 20:07
Die Aussagen von Eric find ich peinlich. Hat offenbar doch keine Eier und macht einen auf Weinfelden.
Typisch für Leute die auch heute noch analog schauen folgende Aussage (20min)
Ich habe ein 25 jähriger Fehrnseher und läuft einwandfrei und das mit der Zimmer Antenne.Warum immer dieses neu modische Zeug?Verstehe ich nicht
Und wie alt ist sein Handy? Sein PC? Seine Hose?
Die Zimmerantenne bekommt wohl nur Schnee. Aber so viel blabla ist typisch. Meine Kommentare zum Thema Digital TV verschwinden bei 20min regelmässig. Und das ist garantiert kein Zufall.
Die analoge Verschwörung eben :-) (Tönt extrem, ist aber nicht ganz so dämlich wie es tönt)
von smid - am 21.12.2012 20:37
Wenn alle analogen Kanäle und alle SD simultan-Ausstrahlungen abgestellt werden hat es genug Kapazität. Schade dass keine Aussage gemacht wurde wenn die SD-Simulcast abgestellt werden. SRG wird SD-Simulcast via Satelit Ende 2015 einstellen, betriftt nicht DVB-T !
IPTV via Kabelnetz funktioniert nur auf proprietären Mietboxen. Mit der zunehmenden Verbreitung von moderenen DVB-C TV mit allen Features (hbbtv, recording etc) lassen sich solche Mietboxen nur noch schlecht vermarkten.
von PeterA - am 21.12.2012 22:26
Cablecom und Swisscable aber sagen Sachen wie „Keine Eile“ oder gar man werde die Zahl der Kanäle nicht reduzieren.
Wir wissen aber alle, dass der Platz mit den erwarteten Sendern (RTL Familie in HD, TC in HD, DOCSIS Kanäle für Horizon) früher oder später knapp wird.
Aus Kundensicht wäre ein Fahrplan sehr zu begrüssen. Zudem kann Cablecom nicht viel passieren. Was will ein Kunde den machen? Sich gegen Digital-TV wehren – und zu Swisscom wechseln?
Der Umwandler löst ja viele Probleme. Würde man jetzt 2013 zum Beispiel ORF 2, TV5 Monde und EuroNews abschalten (Vorausgesetzt das BAKOM gibt das OK), wären nur Leute betroffen, die auf ihrem zweiten Röhrengerät TV5 sehen wollen.
Das dürften aber wenige sein.
Daher: Mehr Mut liebe Kabelnetze.
von smid - am 06.01.2013 09:57
Schauen wir ins Ausland. Frankreich, Italien, England, Spanien. Dort gibt es auch Hotels und Spitäler. Die Hotels die ich besucht hatte, waren alle mit Flats ausgerüstet.Es ist einfach nur lächerlich: Wer hat ein Handy das Älter als 5 Jahre ist? Und ein TV soll 30 Jahre halten? Man vergleiche auch wie lange man im Schnitt TV und Handy braucht.
300 Franken abgeschrieben auf 5 Jahre sollte wohl wirklich kein Problem sein, weder für einen Privathaushalt noch für einen Spital.
Allerdings haben diese Länder schon sehr früh einen Fahrplan vorgelegt. So wusste der Hotelier in London, auf wann er die neuen Geräte bestellen muss.
Daher weiss ich nicht wieso Cablecom nicht einfach schon heute sagen kann 2016 ist Schluss mit analog. Es wäre absolut lächerlich nach 2016 noch analoges TV zu senden.
von smid - am 06.01.2013 14:06
Also mit DVB-C HD / DVB-S HD und DVB-T HD (was letzteres auch immer für ein HD sein soll).....
Der Preis ist um die Hälfte vom ehemaligen Preis heruntergesetzt, neu 69.90 CHF.
Das Ding ist wirklich ein Schnäppchen für jene, welche nur mal im digitalen Kabel "schnuppern" wollen. Ich empfange etwa 60-70 freie DVB-C und etwa 20 freie DVB-C HD Programme im Kabel, ferner noch etwa 100 Radioprogramme u.a. mit allen BBC, vielen Franzosen und ein paar andere "Exoten". Jetzt kann ich erstmals HD-SAT und DVB-C HD am selben Gerät direkt miteinander vergleichen. Für mich sieht SAT-HD schon noch etwas knackiger aus. Aber die etwa 20 (!) Schweizer TV-Programme sind mir diese 69.90 mehrfach wert. Eigentlich müsste dies ein Gerät sein, dass jeden "hartgesottenen" analog TV-Freund zum digitalen Kabel-Fan werden lässt.
Natürlich auch EPG, alfanumerische Anzeige und eine PVR Funktion (1TB über externen USB-Harddisk). Ein Scart-Kabel, ein HDMI-Kabel und eine Magnetfuss-Antenne sind auch inbegriffen.
Ich meine DVB-T und DVB-C können nicht gleichzeitig betrieben werden, habe es aber nicht weiter getestet..
von drahtlos - am 10.01.2013 00:14
@RADIO354
Es gibt nur 1 Antenneneingang für für DVB-T und DVB-C was an und für sich kein Problem wäre wenn da nicht gleiche Frequenzen für beide Systeme verwendet werden. Ausprobiert habe ich es nicht da DVB-T im Moment für mich uninteresant ist.
Es gibt eine gemischte Favoritenliste, aber ich denke nur entweder SAT und DVB-T oder SAT und DVB-C. Es kann aber sein, dass allenfalls doch DVB-C und DVB-T möglich sind. Hingegen ginge auch Radio zusammen mit TV-Programmen in der Favoritenliste.
@Wrzlbrnft
Zum Aufnahmesystem kann ich folgendes sagen. Der Harddisk wird nicht vom Windows-Betriebsystem erkannt. Hingegen gibt es die Software PC2Box oder PC2BoxNG (ich glaube neuere Version) welche den Disk in Windows lesbar macht und Files konvertiert auf ein Windows Filesystem kopiert werden können. Ich weiss nicht was mit sehr grossen Filmen gemacht wird. Auf ein NTFS Laufwerk gibt es bei mir keine Probleme.
[attachment 1054 FileinfozuSAT_DVB-CundDVB-TReceivevonALDI.JPG]
von drahtlos - am 10.01.2013 17:24
- Startfrequenz 306 MHz? Was ist mit dem Band 1 und 3? Immer noch insgeheim analog TV?
- Wer 3 Analog-Fernseher hat, zahlt CHF 360.-?
- Immerhin scheint eine Settop-Box gratis zu sein, wenn ich das richtig gelesen habe.
- Gibt es da jetzt verschlüsselte und unverschlüsselte Programme welche alle gratis sind?
Aarberg macht es einem nicht leicht, herauszufinden, was man wirklich bezahlen muss.
An anderer Stelle wird die Settop-Box für nicht wenig Geld verkauft. (CHF 240.- / jedoch HD)
(da ist mein ALDI-Empfänger für 69.- doch bereits HD-tauglich oder funktioniert dieser in Aarberg nicht?)
Immerhin sehe ich noch folgendes:
An anderer Stelle steht folgendes:
Was meint man damit: "ist in den TV-Grundgebühren Ihres Kabelnetzunternehmens inbegriffen"? Gibt es mehrere?
von drahtlos - am 01.03.2013 10:17
- Bei den lokalen "kleinen" netzbetreibern bleibt mein geld in der Schweiz und wird nicht zu einem irgendwo auf der welt logierten konzern abgeführt.
- Die chance dass allfällige gewinne wieder ins netz investiert werden und nicht an aktionäre verteilt wird ist bei den lokalen anbietern ebenfalls klar grösser.
- Das preis/leistungsangebot bei den lokalen anbietern ist besser.
- Die lokalen Anbieter sind eher bereit auf regionale spezialwünsche einzugehen und verschiebt nicht einfach immer mehr programme auf die digitale (und bis vor kurzem zahlungspflichtige) palette.
- Mit ist ein markt mit möglichst vielen anbietern wichtiger, als ein schlussendlich regulierter mit nur noch zwei anbietern.
PS: und ich wünsche auch smid, dass er einmal rentner wird. ;-)
von offair - am 01.04.2013 10:11
Mein Problem in den Debatten:
Man spielte teilweise sogar auf den Cablecom CEO und bezeichnete ihn als bösen Amerikaner.
Auch Sätze "Wir wollen kein gratis digital - wir wollen analog" waren grenzwertig.
Man sagte die Cablecom wolle nur Geld verdienen. Nun glaube ich, dass bei einer Digicard nach Materialkosten, Gebühren an Kudelski und Verwaltungsaufwand nicht mehr viel übrig bleibt.
Klar ist auch, dass Joiz natürlich von analogen Kabelplatz finanziell profitiert hat.
So oder so: Ich freue mich über den Entschied und bin gespannt, was Cablecom demnächst abschaltet.
von smid - am 14.05.2013 06:18