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Die SRG will neue Programmnamen, kein DRS mehr

Startbeitrag von dxbruelhart am 03.09.2011 21:58

Das scheint mir eine ziemlich verrückte Absicht zu sein, hier der Artikel aus dem Sonntag:

http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/1827/

Neue Namen für SRG-Sender
von Sandro Brotz und Patrik Müller
Samstag, 03. September 2011 22:45

Die Verschmelzung von Fernsehen, Radio und Internet hat Folgen: Interne und externe Markenspezialisten brüten über neuen Namen. Am liebsten würde die SRG die Marke «Radio 1» von Roger Schawinski kaufen.

Vor zwei Wochen wurde der Sendeturm «Beromünster» gesprengt, nun droht dasselbe Schicksal im übertragenen Sinn der Nachfolgemarke «DRS». Das bekannte Kürzel steht beim Radio vor dem Aus, nachdem es vor sieben Jahren aus dem Fernsehen verschwunden war – bis dahin hiess es «SF DRS», seither nur noch «SF».

«Aufgrund der Fusion von Radio und Fernsehen überprüfen wir unsere Markenarchitektur», bestätigt Alex Hefter, Creative Director und Leiter Gestaltung. Ein erster, SRG-interner Workshop hat bereits stattgefunden, ein zweiter steht bevor. Daran nehmen auch externe Markenexperten teil. «Die Entwicklung der Marken wird im Haus gemacht, aber wir holen Zweitmeinungen von aussen ein», sagt Hefter.

Die Zeichen stehen auf eine neue Namensgebung – es wäre die fünfte Umbenennung in 25 Jahren. Vorbild sind die britische BBC und der österreichische ORF. Besonders angetan hat es den SRG-Markenspezialisten offenbar das Konzept der BBC. Deren Radiosender heissen schlicht «BBC Radio 1» bis «BBC Radio 5». Analog wird bei der SRG geprüft, ob man die heutigen DRS-Sender als «Radio 1», «Radio 2» etc. durchnummerieren kann.

Doch die bestechend einfache Idee hat einen Haken: «Radio 1» gibt es bereits. Es gehört Roger Schawinski, dem langjährigen SRG-Kritiker und heutigen Talker des Schweizer Fernsehens. Er sagt: «Diese Überlegungen sind mir bekannt, aber eine offizielle Anfrage liegt nicht vor.» Offenbar kam es zu inoffiziellen Gesprächen auf oberster SRG-Ebene wegen einer möglichen Markenübernahme.

Leichthin will Schawinski seine Marke nicht verkaufen: «Das wird ein schwieriges Unterfangen, von mir den Namen Radio 1 zu bekommen. Ich kann mir ein solch kreativ-unmoralisches Angebot nicht einmal theoretisch vorstellen», sagt der Medienpionier. Er hätte für die SRG schon eine Gratis-Lösung bereit: «Sie müsste einfach mit Radio 2 zu zählen anfangen. Die 1 bleibt bei uns.» Ein reichlich unrealistischer Vorschlag.

Realistisch ist hingegen, dass die Dachmarke «SRF» (Schweizer Radio und Fernsehen) die bisherigen Kürzel ablöst. Die Dachmarke existiert seit Januar 2011 bereits als Unternehmensmarke, die Sender treten gegen aussen aber nicht so auf. Wie aus dem Leutschenbach zu hören ist, würden die Fernsehsender demnach neu «SRF 1» und «SRF 2» statt «SF 1» und «SF 2» heissen. Für das Radio müsste man sich aber noch einen Zusatz überlegen, sodass sich die Marken vom Fernsehen unterscheiden. Creative Director Alex Hefter will sich noch nicht auf eine Lösung festlegen.

Die grosse Frage, die am Leutschenbach debattiert wird, lautet: Wie viel Vereinheitlichung und wie viel Vielfalt wollen wir? Alex Hefter spricht von zwei grundlegend unterschiedlichen Varianten:
●Variante «Branded House»: «Dabei steht SRF für das Gesamtangebot von Radio, Fernsehen und Internet», so der Creative Director.

> Variante «House of Brands»: «Hier können sich die Marken der einzelnen Kanäle unter einer Dachmarke weiterhin unterscheiden.» Welche der beiden Varianten sich durchsetzt, ist zurzeit offen. «Auch die höchsten SRG-Chefs sind unsicher», sagt ein Insider. «Die externen Markenspezialisten drängen hingegen klar auf die Variante Vereinheitlichung.» Im Workshop hätten sie von einem «Markensalat» gesprochen, den man nun aufräumen müsse.

Die Zeit drängt. SRF will «im Lauf des Jahres entscheiden», wie Alex Hefter sagt. Es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, da das Fernsehen 2012 auf den neuen HD-Standard umstellt – das «Fernseherlebnis wie im Kino: mit hoher Bildauflösung, Breitbild-Format und Surround-Ton», wie es in der Eigenwerbung heisst.

Insbesondere die Radioleute würden sich gegen die Abschaffung von «DRS» wehren, heisst es. Öffentlich äussern will sich niemand. Dafür spricht die Radiolegende und Schauspielerin Elisabeth Schnell (81) aus, was viele denken: «Es ist schade, weil Radio DRS ein Teil nicht nur meines Lebens war. Viele Hörerinnen und Hörer identifizieren sich mit dem Namen Radio DRS und müssten sich umgewöhnen.»
Die 50 interessantesten Antworten:
Dann kann man es gleich so lassen :D Ob jetzt DSR oder DRS ist ja wohl völligst egal :D
Wenn man zuviel Geld für eine gemeinsame Dachmarke ausgeben will (Trimedialität :rolleyes: ), dann hat man doch schon die SRG-SSR...und wie möchte man bitte drei (vier) Sprachregionen mit den Namen Radio 1-3 aufteilen? Radio 1 Romande, Radio 1 SI, Radio 1 Deutschschweiz???

Und SRF? Tuts da nicht ein umfunktioniertes DRS=Deutschsprachiger Rundfunk Schweiz o.Ä.? Auch wenn der Schweizer nicht so viel mit Rundfunk am Hut hat. Der Radio™...

von Japhi - am 04.09.2011 12:38
Radio-Kennzeichnung nutzerfreundlich, klar und kurz (auch für Touristen, temporäre Aufenthalter usw.):

Schweiz 1
Schweiz 2
.....

Suisse 1
Suisse 2
.....

Svizzera 1
Svizzera 2
.....

Kostet nichts und wird von Allen sofort verstanden, aber genau das will "man" nicht. Es müssen irgendwelche teuren akademischen Sandkastenübungen als Hieroglyphen auf dem Display erscheinen, über deren Bedeutung gerätselt werden darf.

Somit schlage ich der SRG etwa für DRS 1 als Ersatz vor:

TGLPOSSISIG 1

(The german language program of srg-ssr-idée suisse in german 1)


von audion - am 04.09.2011 13:13
Dieser Thread droht wirklich in eine Lachnummer abzurutschen, aber nicht wegen des Threads, sondern weil das Thema eigentlich so lächerlich ist. DRS ist eine so bekannte und eingesessene Marke, die man nicht einfach vom Markt verschwinden lassen kann. Alle Vorschläge die ich hier lese (sowohl in dem Artikel, als auch in den Antworten) sind irgendwie Murks.
Nicht nur, dass man bei der Durchnummerierung à la
Radio 1
Radio 2
Radio 3 etc. die Schawinski-Problemaik hätte, es wäre auch kurzsichtig. Es gibt genug Sender und Länder die eine derartige Nummerierung haben. Wenn nun ein Nachbarland auf die Idee kommt auch zu Nummerieren, hat man den Salat. Siehe Belgien und Niederlande. Es gibt in beiden Ländern ein Radio 1 und Radio 2. Beide mit gleichem Format. Verwechslungsgefahr...

Ich hau dann auch noch einen nicht weiterführenden Vorschlag raus. Analog zum Schweizer Fernsehen (SF) vielleicht Schweizer Radio (SR). Dann gibt's in der Schweiz bald SR 1, SR 2, SR 3, ... Da wird man sich in Saarbrücken aber freuen.

Mein Fazit: So ein paar Ecken und Kanten wie ein herausstechendes "DRS" als Markenname im SRF kann doch bleiben. Solange es eindeutig ist. Und das ist es. Es gibt afaik keinen wesentlichen Grund "DRS" als Markennamen abzuschaffen, außer das man ein einheitliches Gesamtbild haben will. Ja toll... Irgendwie denke ich grade an das schief hängende Bild was jemand gerade hängen möchte und dabei komplett abhängt und ruiniert. (s. Loriot)

von Sebastian Dohrmann - am 05.09.2011 09:42
Ich stimme euch auch zu. Der Name DRS ist zudem auch über den Grenzen ein Begriff sei es mit DRS1 Echo der Zeit oder auch DRS3 als werbefreies Rockradio. Als Radio 1 bis Radio3 das klingt wie eine private Radiostation.

Eigentlich sollten wir die SRG Leuten mit Mail das Postfach füllen:-).

Beim TV kann ich mir eine Änderung am ehesten vorstellen, da TV Sender weniger emotional sind. Heute schaut man die Programme rein wägen den Sendungen und nicht auf welchem Sender es läuft.

Aber das Radio verbindet man mit dem Alltag…


von sedes - am 05.09.2011 13:32
Im Anschluss zu Stefan Heimers Posting möchte ich dann tatsächlich noch eine Nebensächlichkeit äußern. Als Kind war ich mit meinen Eltern in der Schweiz und mein Vater hat mir damals erklärt das DRS stände für "Deutscher RundSpruch". Das habe ich auch lange einfach so hingenommen, weil ich damals noch nicht hobbymäßig mit Radio beschäftigt war. ;-)

"Deutscher Rundspruch" klingt in meinen Ohren aber zu alt und zu sehr nach einer Zeit vor 80 Jahren um eine alternative Bedeutung für das heutige DRS darstellen zu können.

von Sebastian Dohrmann - am 12.09.2011 06:21
Zitat

Für mein Verständnis steht Radio DRS schon seit jeher für "Radio der Deutschen und Rätoromanischen Schweiz", also nach dem gleichen Muster wie bei "Radio Suisse Romande".

Was denn sonst? Ganz genau: Radio- und Fernsehgesellschaft der deutschen und rätoromanischen Schweiz (DRS).

1964 wurde aus Radio Beromünster Radio DRS und es gab auch einige rätoromanische Sendungen (z.B. Novitads) im Programm DRS 2 bevor es Radio Rumantch als eigenständiges Programm gab.

Quellen:
---> eigene Beobachtungen ;)
---> http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Radio_DRS
---> http://origin-www.srf.ch/content/download/1958982/53890006/version/1/file/Geschichte+des+Radios+1911-2008.pdf (Seite 30)


@ Sebastian Dohrmann:
Vielleicht Namensverwechselung mit dem früher sehr populären Telefonrundspruch?
---> http://de.wikipedia.org/wiki/Telefonrundspruch
---> http://forum.mysnip.de/read.php?11947,112090

von Manager. - am 12.09.2011 16:31
Zitat
Stefan Heimers
Soviel ich weiss gibt es auf den DRS Radiosendern keine einzige romanische Sendung. "Radio Rumantsch" gehört nicht mehr zu DRS, sondern zu RTR.

Rein theoretisch passt das 'R' in der Mitte nicht so recht. Trotzdem würde mich ein Namenswechsel befremden, man soll eine gut eingeführte Marke nicht einfach so ändern. Man könnte das R allenfalls umdeuten, z.B. als "deutschsprachiges Radio Schweiz"-


Aha, wußte ich gar nicht, dachte immer, DRS stünde für Deutschsprachiger Rundfunk der Schweiz :D Spricht aber auch für das bestehende Namensformat, die Assoziation ist ja objektiv zutreffend.

von ardey.fm - am 19.09.2011 17:34
Die Akzeptanz duerfte sich bestimmt schneller einstellen, als man/frau allgemein denkt (siehe Swissair => SWISS oder SWF/SDR => SWR etc.)

Aber ehrlich gesagt, ist die ganze Geschichte doch wirklich so was von ueberfluessig. In der Westschweiz sind ja TSR und RSR unlaengst ebenfalls zu RTS (Radio Télévision Suisse, dessen Logo jenem von Radio Télévision Sénégalaise übrigens nicht ganz unaehnlich ist) mutiert resp. fusioniert worden. Trotzdem scheint das Modell "House of Brands" dort noch immer wunderbar zu funktionieren. Oder hat jemand gehoert, dass man/frau dort ebenfalls beabsichtigt, La Première, Espace 2, Couleur 3 oder Option Musique in RTS Radio 1, 2, 3 und 4 umzubennen? In anderen Ländern jedenfalls scheint man/frau bei den oeffentlich-rechtlichen weniger Probleme mit unterschiedlich klingenden Brands zu haben (siehe Frankreich, Belgien oder auch teilweise Deutschland).


von digiradio.ch - am 02.10.2011 20:45

Re: Aus "Schweizer Radio DRS" wird "Radio SRF"

Ja, da geht wirklich eine Ära zu Ende. Verschiedene Logos und Jingles in TV und Radio über Jahrzehnte, der Name blieb. Gut, das Fernsehen änderte schon früher seinen Namen, aber nun auch kein DRS mehr im Radio zu lesen. Das war eine feste Marke, mal schauen, was aus SRF wird.

DRS hat sich gut hintereinander ausgesprochen, bei SRF stolpere ich etwas über SR, ist aber sicherlich nur eine Gewöhnungssache. Gibts also bald kein DeeÄrrÄssDrüü mehr sond dann halt EssÄrrÄfdrüü.... :drink:

von CBS - am 22.03.2012 16:52
Zitat
Sebastian Dohrmann
DRS Virus hat die neuen Logos eben auf seiner facebook-Seite gepostet. Es wird also
SRF Radio 1
SRF Radio 2
SRF Radio 3
SRF Radio 4 News
SRF Radio Virus und
SRF Radio Musikwelle
geben



Wird es nicht eher Radio SRF 1, Radio SRF 2, Radio SRF 3 etc. heissen?
Siehe: Neuer Name: Radio DRS 3 wird zu Radio SRF 3

von world-in-union - am 22.03.2012 17:29
Na ja, jetzt gibt es dann keine Verwechslung mehr mit Digital Radio Südwest;-)!

Ich hätte schon gehofft, dass man SRT nehmen würde und nicht SRF, nun haben wieder ein "deutsches" Wort im Logo, T für Television wäre internationaler gewesen. Ok, dann hätte es vielleicht wieder eine Verwechslung mit Schweden gegeben - diese Verwechslungen (Schweden/Schweiz) erlebt man international immer noch täglich - und nicht nur in den USA.

So, bin gespannt, wann die neuen Logos im DAB-SLS erscheinen werden.
Edit: nun wie ich eben erst weiter oben und auch auf der DRS-Homepage gesehen habe, können wir uns noch etwa 9 Monate an den alten Logo's erfreuen. Obwohl die neuen sogar noch etwas aussagekräftiger sind, was gesendet wird. Einzig bei DRS3 ....ääähhh SRF3 verstehe ich das neue Logo nicht so ganz.

von drahtlos - am 22.03.2012 19:55
Zitat
drahtlos
Na ja, jetzt gibt es dann keine Verwechslung mehr mit Digital Radio Südwest

Genau, und wenn in der Formel 1 vom "Drag Reducting System" die Rede ist, wird auch niemand mehr an einen Radiosender denken :-)

Etwas seltsam finde ich diese Aussage: "Das Kürzel DRS steht für 'deutsche und rätoromanische Schweiz', trifft also die Realität schon länger nicht mehr."

DRS sendet zwar nicht in Rätoromanisch wird aber m.W. im gesamten rätoromanischen Sprachraum ausgestraht (alle drei Programme). So gesehen stimmt das Kürzel DRS schon noch.

Persönlich finde ich die neuen Namen und vor allem die Logos sch... Da ich persönlich aber kaum DRS höre, sondern primär Radio Berner Oberland, kann mir das ganze eigentlich egal sein. Ausser dass ich als Gebührenzahler natürlich diese ganze Aktion mitfinanzieren muss, ob sie mir nun gefällt oder nicht...

von Adrian Böhlen - am 23.03.2012 09:22
Zitat
Swissmann
Ich glaube bei der Fusion von SDR und SWF wurden die Schilder auch überklebt, als es diese in Deutschland noch gab.

Ja, das stimmt. In Baden-Württemberg wurden die SDR 1-Schilder im Norden und die SWF3- Schilder im Süden des Landes vollständig mit "SWR3" + Frequenz und ARI-Bereichskennung (A im SDR-Gebiet, E im SWF-Gebiet) überklebt. In Rheinland-Pfalz dagegen wurde auf den SWF3-Schildern lediglich das "F" mit einem "R" überklebt.

von Manager. - am 23.03.2012 19:36
Zitat

SRF: Roger Schawinski geht gegen eigenen Arbeitgeber vor
Neues Radio-Signet ist zu ähnlich.

Medienpionier Roger Schawinski geht gegen die neue Bildmarke von Radio SRF 1 vor. Diese sei seinem eigenen Sender, dem Zürcher Radio 1, zu ähnlich, sagt er in der Zeitung „Der Sonntag“: "Ich habe es bei unserem Start vor vier Jahren schützen lassen und muss jetzt die Interessen meines Radios durchsetzen", sagt Schawinski. Dieses Vorgehen sei ihm "sehr unangenehm", betont Schawinski, da er dem SRF als Moderator verbunden sei.

"Aber es kann nicht sein, dass ich deswegen einfach den Kopf in den Sand stecke." Er habe viel Geld und viel Zeit in Radio 1 investiert und lasse es nicht zu, dass dieses aufgrund der Verwechslungsgefahr an Wert verliere. Mitte März hat SRF-Direktor Rudolf Matter bekannt gegeben, dass das Kürzel DRS verschwindet. DRS 1 heisst künftig Radio SRF 1, DRS 2 neu Radio SRF 2 Kultur (persoenlich.com berichtete). "Das Problem sind vor allem die Signete", argumentiert Schawinski. "Man sieht praktisch nur ‹Radio 1›." In der Tat sind die drei Buchstaben "SRF" verschwindend klein abgebildet. Schawinski kündigt an: "Wir werden Einsprache gegen die Markeneintragung der neuen SRG-Sender erheben."

SRF-Kommunikationschefin Andrea Hemmi begründet, warum der öffentlich-rechtliche Sender keine Konzessionen machen will: "Seit 50 Jahren ist die 1 in unserer Radiomarke verankert. Auch optisch sehen wir keine Verwechslungsgefahr." Schawinski kontert, es gehe nicht um die Zahl 1, sondern um die Verbindung von Radio und der Zahl 1: "Sie ist von uns geschützt." (Sonntag)


Quelle:
persoenlich

Link zum Original Artikel im Sonntag hier:
Der Sonntag

von digiradio.ch - am 06.05.2012 09:36
Es gab mal eine Zeit, da bewunderte ich Roger für seinen Mut, Einsatz und Innovation.
Doch seit dem Debakel mit Tele24 und dem Verkauf seines Kindes, Radio24, gibt mit der alternde Medienmann nur noch auf die Nerven. Lieber Roger, ich wusste nicht, dass Du die "1" für dich verpachtet hast. Schau lieber, dass deine Radiostation endlich auf Touren kommt. Was möchtest du im Aargau und Graubünden denn mit deinem Radio 1 anstellen? Ich freute mich auf das "Radio für Erwachsene". Aber gleich ins Altersheim versetzen lassen will ich mich trotzdem nicht. Dabei gäbe es gute Adult-Stationen in den USA - nur mal zum reinhören. Ach ja, vor gut einem halben Jahr habe ich Roger mal eine Playlist zugestellt. Sein Kommentar - das brauchen wir nicht - wir haben genügend Leute bei Radio 1 welche wissen, was sie zu tun haben. Ich persönlich finde selbst das Programm von DRS1 im Vergleich zu Radio 1 spannender.

Tja, gemäss des Artikels in der Sonntagspresse scheinen die Nerven blank zu liegen. Nein Roger, die "1" gehört ganz bestimmt nicht dir.

von woody1 - am 06.05.2012 17:51
Angeblich gab es sogar mal einen Disput zwischen Radio 1 Berlin und Radio 1 Zürich. Wenn das wirklich so gewesen wäre, verstehe ich die Welt nicht mehr. Aber seit der Roger weit über 50 Millionen vom Tagi für sein Radio 24 bekommen hat, ist er leider abgehoben....

Während er früher kämpfen musste, macht er heute einfach alles mit seinem Geld. Selbst ein Verlust seines Radio 1 würde ihn wohl kaum sonderlich nervös machen. Wahrscheinlich würde sogar ein anderer Verleger wieder viel zu viel für sein Radio bezahlen. Na ja - ich beende hier mal meinen Kommentar....

von drahtlos - am 06.05.2012 18:19
Im nördlichen Ausland hört man meiner Beobachtung zufolge nur sowas wie "Es kommt auf dem Schweizer Fernsehen / im Schweizer (DRS) Radio 1 2 3 irgendwas". Beim Radio vermute ich mal, dass auch in der Schweiz kaum jemand je wußte wofür das "R" in "DRS" steht. Insofern macht es dann auch nichts, wenn man nun die irritierenden Zusatzbuchstaben aufnimmt, also das Fernseh-"F" in die Radionamen (obwohl das Radio weiterhin kein Bild hat) und das Radio-"R" in die Fernsehnamen (obwohl man da die Ansager sehen kann). Man muss sich da erstmal die neue Abkürzung nicht merken und kann warten bis sie es in ein zwei Jahren wieder ändern.

von brouillage - am 18.06.2012 15:10
Zitat
audion
Radio-Kennzeichnung nutzerfreundlich, klar und kurz (auch für Touristen, temporäre Aufenthalter usw.):

Schweiz 1
Schweiz 2
.....

Suisse 1
Suisse 2
.....

Svizzera 1
Svizzera 2
.....



Hört sich interessant an. Wenn nicht gleich an Frankreich orientieren, siehe France inter, France Musique, France Culture, France info.
Also hier

.....
Schweiz 1
Schweiz 2 Kultur
Schweiz 3
Schweiz 4 News oder Schweiz 24 News
Schweiz 5 Virus
Schweiz 6 Musikwelle

von 100_MHZ - am 20.06.2012 10:36
Schawinski reichte inzwischen Klage gegen SRF ein:

Zitat

Logo: Schwawinski verklagt SRF

Der Talker will seine Marke Radio 1 schützen - gegen seinen Arbeitgeber beim TV

von Reza Rafi

Bern/Zürich Mehrfach trafen sie sich zu Verhandlungen, SRF-Superdirektor Ruedi Matter und Medienunternehmer Roger Schawinski, der selber eine Talkshow bei Matters TV-Sender moderiert. Grund für die Gespräche war Schawinskis Unzufriedenheit mit den geplanten Logos der Radiosender DRS 1 bis DRS 3, die in SRF 1 bis SRF 3 umbenannt werden.

Das Kürzel SRF («Schweizer Radio und Fernsehen») sei derart klein geraten, dass eine zu grosse Ähnlichkeit zu seinem eigenen Zürcher Lokalsender Radio 1 bestehe, moniert Schawinski (der auch als Kolumnist für die SonntagsZeitung tätig ist). Doch die beiden Journalisten konnten sich nicht einigen - stattdessen ist der Streit eskaliert: Vorvergangene Woche haben Schawinskis Anwälte beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum in Bern Widerspruchsklage gegen das Signet aus dem Hause Leutschenbach eingereicht. Überdies wurde bei der Behörde mündlich auf Dringlichkeit interveniert.

Er talkt auf dem Sender, gegen den er klagt, mit dessen Chef

Schawinski wirft der SRG-Tochter SRF eine Verletzung des Markenschutzrechts zulasten von Radio 1 vor. Es tue ihm wahnsinnig leid, dass er diesen Weg einschlagen müsse, sagt er; «aber die SRG hat als grosse Firma eine grosse Verantwortung, sich korrekt zu verhalten.» Der Unternehmer sieht sein jüngstes Werk bedroht. «Ich habe Millionen in die Marke Radio 1 investiert.»

Beim Leutschenbach gibt man sich ob des anstehenden Rechtsstreits gelassen. «Seit bald 50 Jahren führt Radio DRS die 1 prominent im Namen», sagt Andrea Hemmi, Leiterin Unternehmenskommunikation bei SRF. Einzig die Abkürzung DRS, die für deutsche und rätoromanische Schweiz steht, werde nun durch die Unternehmensmarke SRF ersetzt. «Optisch sehen wir keine Verwechslungsgefahr. Das markante Element bei Radio 1 sind der Ersatz des I durch die 1, der rote Kreis und die blaue Typografie sowie der Zusatz . Bei uns dominiert die 1 im orangefarbenen Quadrat über dem Begriff Radio SRF.» Schawinski sagt darauf: «Es geht im Namen um die Verbindung von Radio und 1. Die habe ich schützen lassen. Die SRG nicht.»

Zum Umstand, dass er gegen eine Firma klagt, die ihm eine wöchentliche Talkshow zur Verfügung stellt, sagt er: «Ich muss mich für mein Unternehmen wehren. Das ist meine Pflicht.»

Morgen hat Schawinski SRG-Generaldirektor Roger de Weck zu Gast. Dann befragt er einen Konzernchef, gegen dessen Unternehmen er juristisch vorgeht, auf einem Sender genau jener Gesellschaft - eine bemerkenswerte Konstellation.

Publiziert am 02.09.2012


Quelle:
SonntagsZeitung

von digiradio.ch - am 02.09.2012 05:53
Hallo Zusammen,

Dieses Thema wird langsam aktuell. Weiss jemand wann die Umstellung aud Radio SRF erfolgt und was das auf die Prgramme für Auswirkungen hat?

So wie es aussieht soll zumindest DRS2 eine komplette neue Programmstruktur bekommen.
(siehe unten)

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?11947,1061708

Im gleichen Bericht wird erwähnt die Umstellung soll im Novmeber erfolgen. Finde aber offiziell noch keine genaue Info.

Weiss jemand mehr?

von sedes - am 09.10.2012 07:31
Am 16. Dezember scheint's nun also endgültig soweit zu sein. Radio DRS wird Geschichte sein. Ueber Nacht mutieren die Programme zu Radio SRF oder so.

Vielleicht sehe ich dies nun etwas gar nostalgisch. Und trotzdem: SWR 3 hat für mich definitiv nicht mehr den Spirit von SWF 3. Weshalb sollte dies bei SRF Radio 3 anders sein? DRS 3 hat uns in den letzten knapp 30 Jahren immer wieder begleitet. Der Groove der 80er Jahre ist aber ohnehin schon lange auf der Strecke geblieben und DRS 3 längst zur Servicewelle verkommen. DRS 3 klingt heute etwas so, wie Bayern 3 in den 80ern. Höchste Zeit also, sich wieder was ganz neuem zuzuwenden! Schon länger liebäugle ich damit, mir eine Art "Smart Radio" ins Auto zu holen. Dieses Thema gewinnt für mich nun definitiv an Aktualität.

Artikel bei persoenlich.com hier:

http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=105394

von digiradio.ch - am 28.11.2012 21:09
@digiradio.ch
Zum Thema SWF3. Ja SWR 3 ist nie und nimmer zu vergleichen mit SWF3.
Wir in der Schweiz hörten immer die Elmi Show auf SWF3. Legendär auch die Jingles. Knallharte Stimme SWF3 Musikbox etc… und auf Bayern3 war Thomas Gottschalk und Günther Jauch auf Sendung. Absoluter Kult.

Für mich klares Fazit. Kaum waren die privaten Stationen auf Sendung wurden die öffentlich rechtlichen immer mehr zu dessen Abklatsch und heute sind alle Sender austauschbar.
Ich hoffe nur auf SRF3 klingst dann auch nicht so das beste von heute..etc..das zumindest bleibt uns auf DRS3 erspart.

von sedes - am 29.11.2012 10:25
So, nun wird's langsam ernst. Alle Timer auf sämtlichen Programmen für Freitag bis Montag sind gesetzt. ;)

Auf DRS 2 Radio SRF 2 gibt es am 17.12.2012 ab 10:03 Uhr in "Reflexe":
Was Rebranding bringt, und was nicht
Wenn sich eine Marke neu erfindet, zum Beispiel DRS2

Hat sonst noch jemand etwas "besonderes" in den Programmen entdeckt bzw. dort Ankündigungen gehört?

von DigiAndi - am 10.12.2012 20:16
Zitat
swissmann01
Mich würde mal Interessiern was dann mit den Radioschildern an den Autobahnen passiert.
Ob die dann so bleiben oder mit dem neuen Kürzel überklebt werden.....:D
Ich glaube bei der Fusion von SDR und SWF wurden die Schilder auch überklebt, als es diese in Deutschland noch gab.



Gerade auf DRS3 gehört, die Radioschilder werden in Rahmen von Unterhaltsarbeiten an den Autobahnen ausgetauscht, also nicht überklebt.........:confused:
Überkleben währe aber bestimmt die billigere und schnellere Methode.

von swissmann01 - am 14.12.2012 05:14
Der Wechsel bei den Radioprogrammen wurde um Punkt 5 Uhr vollzogen.

Der RDS-PS beim ersten und dritten Programm wurde um 5:05 in SRF 1 bzw. 3 geändert, DRS2 schaltete um 5:00 auf den Wechsel-PS "_SRF_2__" / "_KULTUR_".
Auf DAB waren ab 5 Uhr alle Programme auf dem neuesten Stand, sowohl auf 12C als auch auf 9A.

Die Logo-Umstellung bei den TV-Programmen wurde schrittweise vollzogen. Erst S(R)F1 gegen 5:10 (zunächst mit sehr gut aussehendem Mini-Logo... ich hatte schon gehofft!!), dann S(R)Fzwei gegen 5:18 und eine Minute später schliesslich noch S(R)Finfo.

Ob meine Dokumentation 'was geworden ist, erfahrt ihr später. Ich gehe jetzt wieder ins Bett... ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 16.12.2012 04:27
Wie versprochen, hier noch meine Dokumentation zur Umstellung.

Fangen wir bei den Radioprogrammen an. Da gibt es eigentlich nicht viel zu schreiben. Die Mitschnitte sagen alles. Schade fand ich, dass bei DRS1 zum Abschied das völlig ausgelutschte "Lemon Tree" lief. Auf der Beromünster-Mittelwelle lief als letzter offizieller Programminhalt die Nationalhymne. Das wäre hier auch angebracht gewesen. Immerhin hat man sich heute am frühen Morgen von einem Markennamen verabschiedet, der jahrzehntelang national und international ein Begriff mit Renommée und sehr hohem Wiedererkennungswert war.

Hier nun also die Mitschnitte. Die Nachrichten habe ich extra in voller Länge drin gelassen, obwohl sie überall gleich sind (ausser bei SRF2 und Virus, die keine Nachrichten um 5 Uhr gesendet haben). Am Ende der Nachrichten kommt übrigens auch eine Meldung über die Umstellung!

-- SRF1
-- SRF2 (nur ein kurzer Mitschnitt... hier lief die Automation ohne Nennung des Programmnamens)
-- SRF3
-- SRF4News
-- SRF Musikwelle
-- SRF Virus (wie bei SRF2 nur ein kurzer Mitschnitt wegen Automation. Immerhin mit Nennung des neuen Namens...)


Und nun zum Fernsehen:

-- Um 5 Uhr war auf SF1-HD zum letzten Mal das alte Logo zu sehen. Im Gegensatz zu Radio SRF1 gab man sich hier beim Abschied stilvoll.
"Swissview" fliegt da gerade über die Gegend bei Rothenturm (links unten die Dritte Altmatt) und weiter hinten sieht man markant die Rigi.

-- Zehn Minuten lang konnte der Swissview-Flug ohne Logo genossen werden. Unter anderem war die Rigi inklusive Sendemast zu sehen:

-- Um 5:10 tauchte erstmals ein "SRF1"-Logo auf. Winzig und an ungewohnter Stelle, aber daran hätte ich mich durchaus gewöhnen können.
Leider war dies nur von kurzer Dauer. Nach etwas mehr als einer Minute verschwand es wieder.

-- Seit 5:13 wird das endgültige Wasserzeichen eingeblendet. So sah das erste Frame mit dem neuen Logo aus:

Hier sieht man es besser:


-- Weniger spektakulär lief das Ganze auf S(R)Fzwei-HD ab. Im Gegensatz zum gerade laufenden Filmtitel war die Umstellung offenbar keine Mission Impossible (3).
Nach ein paar Logo-losen Minuten erschien gegen 5:18 das erste Frame mit dem neuen Wasserzeichen:


-- Ähnlich lief es bei S(R)F-info. Um 5:19 war zum ersten Mal das um einen Buchstaben erweiterte Logo zu bewundern:


von Rolf, der Frequenzenfänger - am 16.12.2012 13:24
Auch von mir herzlichen Dank an Rolf!


Und damit wir auch alle etwas zu lachen haben, hier die "Wetterbox" auf SRF1 von heute morgen. Der Podcast auf drs.ch (ja DRS.CH, ist wirklich so!) ist ungeschnitten, ging also auch genau so live über den Sender.

Tip: Bitte lasst euch nicht von den minutenlangen Ausführungen des Wetterfroschs einlullen. (Zugegeben, das war aber auch ein etwas schweres Thema.) Die nicht ausgesprochene Hauptaufgabe des Anrufers war es jedenfalls, den neuen Senderamen nicht innerhalb von ein paar Minuten wieder zu vergessen...

Ich habe mehrfach gelacht! Und ich lache beim Radiohören selten. Irgendwie ist dieses neue "SRF" noch nicht oft und gut genug kommuniziert worden - zumindest blieb davon bei den Hörern bisher nicht viel hängen... Ich denke, daß war die lustigste "Wetterbox", die ich je gehört habe.


http://www.srf.ch/sendungen/wetterbox

Deeplink zum Audio auf drs.ch...:
http://pod.drs.ch/mp3/wetterbox/wetterbox_201212160930_10252420.mp3

von Zwerg#8 - am 16.12.2012 15:26
@ sedes: Immerhin ein kleiner Abschiedsgruss. Besser als nix...

@ Günter: ja, ist alternierend. Auf Empfängern, die das darstellen können, ist "_Kultur_" klein geschrieben. Da auch weiterhin dynamisches PS gesendet wird, ist jetzt das Chaos perfekt...

@ Zwerg: im Volksmund wird, wie bei Herrn Bertschi, "Radio DRS" sicher noch lange überleben. Bestimmt müssen sich auch die Moderatoren anfangs sehr konzentrieren, um nicht den gewohnten alten Namen zu sagen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 16.12.2012 15:52
Zitat
wolfgangF
Also ich finde die neuen TV-Logos zu blass und auch zu klein, sie sind kaum noch zu erkennen. Und das, obwohl der Namenswechsel mit einer besseren Erkennbarkeit der Programme in einer vielfältiger gewordenen Medienwelt begründet wurde ....


Kleine, blasse Logos sind besser als große, bildverdeckende Riesenklötze. Wenn's nach mir gehen würde, könnte man auf die Dinger auch wieder komplett verzichten. In Frankreich ging das noch lange Zeit, in Großbritannien punktuell auch heute noch.

von Wrzlbrnft - am 16.12.2012 18:04
@DigiAndi

Vielen Dank für dein Angebot. Das nehme ich gerne an:cheers:

Ich bin mal so frei und gebe Dir meine Mail: sedes1@gmx.ch

So wie ich es mitbekommen habe, war es nur gerade DRS3 der kurz vor Mitternacht so was wie ein kleines Adieu in die Welt senden durfte.

DRS2 konnte ich vor Mitternacht nicht mitverfolgen.

DRS1 und das war wie Rolf bereits erwähnt hat, für mich die grösster Überraschung/ Enttäuschung das man ohne irgendein Wort in die Mitternachtsnachrichten über ging. Ich vermute die Moderation vor Mitternacht waren die letzten (ausser die Nachrichten in der Nacht) noch live moderierten Beiträge auf Radio DRS

von sedes - am 16.12.2012 18:18
Zitat
Housefieber
Und hoischts dann jetzt Herr Bertschi, Herr Bertschi?- ES ÄR EF 1, Herr Bertschi!!

Kultverdächtig:spos:


Ja, durchaus. (Du hast hoffentlich den kompletten Podcast angehört!) Ich habe mir diese Nummer jetzt nochmal angehört - und mußte wieder lachen. Sie hat schon ein gewisses "Kultpotential". Aber bei allem Spaß, zukünftige Kandidaten bei "Wer wird Millionär" sollten sich auf die eigentliche Frage vorbereiten. Denn ich habe das bis heute auch nicht gewußt, und wäre bei der 1 Mio-Frage gescheitert... ;)


Zitat
Housefieber
Wann den Radiomachern und Chefs wohl auffallen wird, welche bekannte und reichweitenstarke "Marke DRS" sie aufgegeben haben.


Das frage ich mich auch und habe keine Antwort darauf. Zumal das Ganze völlig ohne Not geschehen ist.


Zumindest erlaubt der neue Name gewisse Wortspiele. Hier ein paar Minuten nach der "Wetterbox"... (Dateiendung ".txt" entfernen!)

[attachment 946 20121216_0946_srf1_surfen_auf_welle.mp3.txt]

von Zwerg#8 - am 17.12.2012 01:53
Ich muss heute richtig schmunzeln. Ich höre bei der Arbeit SRF3.

Es ist extrem amüsant. Wen die Moderatoren Zeit haben gibt es keine Versprecher.
Aber sobald eine Eilmeldung der Verkehrsredaktion reinkommt.

Meine ich öfters gehört zu haben DRS3 Verkehrsmeldung.:xcool: Gerade jetzt wieder passiert und muss lachen Sie hat es korrigiert. DRS3 SRF3 Verkehrsmeldung….

Wens schnell gehen muss gibt es die kultigen versprecher aber keiner von der Moderation erwähnt es.....

von sedes - am 17.12.2012 14:17
@swissmann01

Ich habe den Beitrag betreffend Radioschilder gelesen und meinen Senf dazugeschrieben.

Nach Ueberprüfung wird er freigegeben.

Wer braucht noch Radio-Frequenz-Tafel??

Moderne Autoradio mit RDS (Radio Data System) wechselt von A nach B automatisch auf die beste eingestellt Frequenz SRF 1 (UKW)

Bei DAB+-Autoradio ist die Frequenz ja immer die gleiche von Bern nach St. Gallen.

Wenn man einen Oldtimer fährt oder ein Auto mit UKW-Autoradio aber ohne RDS oder wie früher mit analoger Bandanzeige zum Drehen - ist es hilfreich solche Radio-Frequenztafel.

Gruss



Zitat
swissmann01
Radioschilder:

Klick


von Schaempu - am 18.12.2012 15:59
Es wird einige Zeit dauern, aber dann hat man sich an SRF auch gewöhnt. Unser Autoradio zeigt nach einem Senderwechsel noch für einige Sekunden DRS an, bevor es auf SRF springt. Irgendwann werde ich die neuen Kennungen mal mit abspeichern. Damals beim SWF zu SWR Wechsel habe ich den Radiospeichereffekt der Nostalgie wegen auch ein paar Wochen mitgemacht, aber irgendwann sagt man sich dann doch, was solls. eS-eR-eF ist aufgrund der Konsonantenaussprache etwas schwieriger auszusprechen als das ineinander übergehende De-eR-eS, aber das wird schon. :xcool:

von CBS - am 19.12.2012 16:11
Noch schlimmer als den einheitlichen Namen finde ich die inhaltliche Zusammenarbeit zwischen den Sendern. Kassensturz und Espresso berichten oft über das Selbe, die Kindersendungen heissen alle Zambo, Beiträge von einem Sender werden auf anderen wiederholt.

Anstatt mehr Vielfalt gibt es bei der SRG immer mehr Einheitsbrei.

Man sollte sich an Deutschland orientieren, wo der ÖR absichtlich in unabhängige Anstalten aufgeteilt wurde um einen Einheitsbrei (auch bei politischen Meinungen) zu verhindern.

von Stefan Heimers - am 20.12.2012 06:54
Zitat
Stefan Heimers
Man sollte sich an Deutschland orientieren, wo der ÖR absichtlich in unabhängige Anstalten aufgeteilt wurde um einen Einheitsbrei (auch bei politischen Meinungen) zu verhindern.

Ist doch hier ganz ähnlich. Nur, dass die SRG-Anstalten "dummerweise" eben jeweils eine andere Sprache haben. ;)

Die inhaltliche Ähnlichkeit in der Berichterstattung zwischen TV und Radio wird in gewisser Weise auch dem Spardruck geschuldet sein, der vom bürgerlichen Lager immer gefordert wird. Traurig finde ich sowas auch, aber recht machen kann man's leider keinem.

von Wrzlbrnft - am 20.12.2012 10:22
Zitat
sedes
Nun musste ich schmunzeln einmal mehr....der Nachrichtensprecher konnte sich gerade so noch korrigieren.


Wer will's ihnen verübeln? Wenn man nach vielen Jahren bei einer neuen Firma anfängt, muss man die ersten paar Wochen auch immer aufpassen, sich nicht falsch am Telefon zu melden. Das haben sicher die meisten von euch selber schon erlebt.

Zitat
Stefan Heimers
Man sollte sich an Deutschland orientieren, wo der ÖR absichtlich in unabhängige Anstalten aufgeteilt wurde um einen Einheitsbrei (auch bei politischen Meinungen) zu verhindern.


Die Voraussetzungen in der Schweiz sind nun mal ganz andere und alles ist ein paar Nummern kleiner. Soll sich etwa jeder Kanton eine eigene Rundfunkanstalt leisten? Das wäre in keinerlei Hinsicht sinnvoll und rein finanziell auch gar nicht machbar.

Ob man in Deutschland mit dem föderalen Rundfunksystem wirklich Einheitsbrei verhindert, wage ich im Übrigen zu bezweifeln. Jede ARD-Anstalt hat eine oder zwei "Premium-Wellen" mit vergleichsweise wenig Zuhörern und der Rest ist mehr oder weniger überall das gleiche Gedudel der angeblich besten Hits (zumindest auf UKW). Anstelle der zahlreichen Länderanstalten könnte ich mir für D durchaus auch bundesweite Rahmenprogramme mit Regionalausstiegen vorstellen. Heute wird ja leider eh' fast überall im deutschen Radio in möglichst perfektem Hochdeutsch moderiert, so dass dieses Argument auch wegfällt. Früher konnte man wenigstens noch am Akzent der Moderatoren erkennen, woher das Programm kam.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 20.12.2012 11:43
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger



Ob man in Deutschland mit dem föderalen Rundfunksystem wirklich Einheitsbrei verhindert, wage ich im Übrigen zu bezweifeln. Jede ARD-Anstalt hat eine oder zwei "Premium-Wellen" mit vergleichsweise wenig Zuhörern und der Rest ist mehr oder weniger überall das gleiche Gedudel der angeblich besten Hits (zumindest auf UKW). Anstelle der zahlreichen Länderanstalten könnte ich mir für D durchaus auch bundesweite Rahmenprogramme mit Regionalausstiegen vorstellen. Heute wird ja leider eh' fast überall im deutschen Radio in möglichst perfektem Hochdeutsch moderiert, so dass dieses Argument auch wegfällt. Früher konnte man wenigstens noch am Akzent der Moderatoren erkennen, woher das Programm kam.


Dem kann Ich nur zustimmen :spos:

MfG Det.

von RADIO354 - am 20.12.2012 11:48
Zitat
Wrzlbrnft
Zitat
Stefan Heimers
Man sollte sich an Deutschland orientieren, wo der ÖR absichtlich in unabhängige Anstalten aufgeteilt wurde um einen Einheitsbrei (auch bei politischen Meinungen) zu verhindern.

Ist doch hier ganz ähnlich. Nur, dass die SRG-Anstalten "dummerweise" eben jeweils eine andere Sprache haben. ;)



Definitiv nein.

Die SRG kannst Du mit der ARD vergleichen. Die ARD hat auch regional verschiedene Programme, es sind aber alle unter einem Dach. ZDF, DR und DW sind von der ARD unabhängig. So etwas gibt es in der Schweiz nicht, ÖR ist immer SRG. Auch Swissinfo, auch die Nonstop-Musikprogramme, auch alle Sprachversionen.

von Stefan Heimers - am 20.12.2012 12:23
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Jede ARD-Anstalt hat eine oder zwei "Premium-Wellen" mit vergleichsweise wenig Zuhörern und der Rest ist mehr oder weniger überall das gleiche Gedudel der angeblich besten Hits (zumindest auf UKW).



Ja schon, die ARD ist eben wie die SRG. Jede Region hat ähnliche Sender, die sich bestenfalls in den Lokalnachrichten und Verkehrsmeldungen unterscheiden. Genau so ist es auch in der Schweiz.

Aber in Deutschland gibt es zum Glück nicht nur die ARD. Ich sehe DRadio Wissen oder DLF als sehr gute Ergänzung mit grossem Unterschied zu den ARD Programmen.

von Stefan Heimers - am 20.12.2012 12:45
Wellenjäger hat es angesprochen. Die Verwechslungsgefahr mit SWR finde ich auch fast am schlimmsten. Und DRS war eben eine Marke, die auch im Ausland bekannt war. Keine Ahnung, warum man die aufgegeben hat. Was die Aussprache angeht, ist es Gewohnheitssache. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Schweizer ohne Glottisschlag auskommt, spricht sich SRF auch nicht holpriger als DRS. Für den standarddeutschen Sprecher, der jeden Buchstaben einzeln anhaucht, dürfte SRF etwas schwerer über die Lippen gehen als DRS.

von Peter Schwarz - am 20.12.2012 15:10
"Der Nederlandse Publieke Omroep (NPO) ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den Niederlanden mit Sitz in Hilversum. Er betreibt die Fernsehsender Nederland 1, Nederland 2, Nederland 3, die Hörfunksender Radio 1, Radio 2, 3FM, Radio 4, Radio 5, Radio 6, FunX sowie den Auslandssender BVN in Kooperation mit dem Vlaamse Radio- en Televisieomroep und Radio Nederland Wereldomroep.

Das niederländische öffentlich-rechtliche Fernsehen ist in seinem Aufbau im Vergleich zu anderen Ländern einmalig.

Die Sender werden dem Ersten Deutschen Fernsehen ähnlich durch verschiedene Rundfunkgesellschaften beliefert. So produziert der Publieke Omroep nicht selbst, sondern strahlt die Sendungen der Rundfunkgesellschaften aus. Im Gegensatz zu den deutschen Rundfunkanstalten sind diese nicht regionale Anstalten, sondern Gesellschaften, die eine bestimmte Bevölkerungsgruppe repräsentieren und eine bestimmte Grundtendenz haben. Sie sind oft in die Rechtsform eines Vereins oder einer Stiftung gefasst. So repräsentieren manche Sender religiöse Gemeinschaften, andere vertreten beispielsweise gewerkschaftliche Ziele. Das Rahmenprogramm liefern die Nederlandse Omroep Stichting (NOS) und die NTR. Während die NOS die Bereitstellung von Nachrichten, Sport und allgemeinen Informationen als gesetzlichen Auftrag hat, sind die Schwerpunkte der NTR die Bereiche Information, Bildung und Kultur."

Die Haupt-Rundfunkgesellschaften sind allesamt Vereine mit Mitgliedern, die einen Mitgliedsbeitrag bezahlen. Von der Mitgliederzahl hängt ab, wie viel Geld eine einzelne Rundfunkgesellschaft vom niederländischen Staat und aus den gesamten Werbeeinnahmen des Publieke Omroep erhält.
Abkürzung Name Grundlage
AVRO Algemene Vereniging Radio Omroep allgemein
BNN Barts Neverending Network Jugendliche, junge Erwachsene
EO Evangelische Omroep protestantisch
KRO Katholieke Radio Omroep katholisch
MAX Omroep MAX ältere Menschen
NCRV Nederlandse Christelijke Radio Vereniging christlich-protestantisch
PowNed Publieke Omroep Weldenkend Nederland En Dergelijke junge Erwachsene/„Internet-Generation“
TROS ursprünglich: Televisie en Radio Omroep Stichting allgemein
VARA ursprünglich: Vereniging Arbeiders Radio Amateurs sozialdemokratisch
VPRO ursprünglich: Vrijzinnig Protestantse Radio Omroep sozialkritisch
WNL Wakker Nederland konservativ/liberal
Rahmenprogramm

Der NPO hat zwei Sender für sein Rahmenprogramm. Diese Sender haben beide keine Mitglieder und deren Aufgaben sind gesetzlich festgelegt.

Nederlandse Omroep Stichting (NOS) (Nachrichten, Sport und allgemeiner Information)
NTR (Information, Bildung und Kultur)

24.2-omroepen

Die 24.2-omroepen sind Organisationen ohne Mitglieder. Ihr Bestehen wird durch den Artikel 24.2 des Niederländischen Mediengesetzes geregelt, wodurch auch der Name zustande kam.
Abkürzung Name Grundlage
BOS Boeddhistische Omroep Stichting Buddhistisch
HUMAN Humanistische Omroep Humanistisch
IKON Interkerkelijke Omroep Nederland Kirchlich
JO Joodse Omroep Jüdisch
OHM Organisatie voor Hindoemedia Hinduistisch
RKK Rooms-Kathoiek Kerkgenootschap Römisch-Katholische Kirche
ZvK Zendtijd voor Kerken Sendezeit für Kirche

[wikipedia]

von Japhi - am 20.12.2012 17:16
Danke für's Reinkopieren. Hab den Beitrag auch schon irgendwann mal bei Wikipedia abgerufen, aber jetzt hab ich ihn erstmals richtig durchgelesen und soweit einigermaßen verstanden. :D

Ich habe mir erlaubt, daraus eine Spin-Off-Diskussion im Hauptforum zu generieren ;) --> http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1089966

Dennoch würde ich gerne auch hier wissen, wie ließe sich solch ein Modell auf die Schweizer Rundfunklandschaft anwenden? (wäre es überhaupt möglich?) Brächte es Vorteile? Nachteile?

von Wrzlbrnft - am 20.12.2012 17:57
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Die Voraussetzungen in der Schweiz sind nun mal ganz andere und alles ist ein paar Nummern kleiner. Soll sich etwa jeder Kanton eine eigene Rundfunkanstalt leisten? Das wäre in keinerlei Hinsicht sinnvoll und rein finanziell auch gar nicht machbar.


Richtig, die Voraussetzungen sind andere und in der Schweiz hat man die Rundfunklandschaft nunmal nach Sprachen aufgebaut.

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Ob man in Deutschland mit dem föderalen Rundfunksystem wirklich Einheitsbrei verhindert, wage ich im Übrigen zu bezweifeln.


Zurecht! Im Laufe der Jahre hat sich ein Einheitsbrei herausgebildet. Man kann auch beobachten, wie Moderatoren während einiger Jahre Kreise durch öffentlich-rechtliche und Privatradios diverser Bundesländern ziehen. Unverwechselbarkeit ist was anderes.

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Jede ARD-Anstalt hat eine oder zwei "Premium-Wellen" mit vergleichsweise wenig Zuhörern und der Rest ist mehr oder weniger überall das gleiche Gedudel der angeblich besten Hits (zumindest auf UKW). Anstelle der zahlreichen Länderanstalten könnte ich mir für D durchaus auch bundesweite Rahmenprogramme mit Regionalausstiegen vorstellen.


Theoretisch könnte man sicher Programme zusammenlegen. Der MDR hat ja auch getrennte MDR-1-Programme (am Tag) und veranstaltet die restlichen Programme zusammen. Das Prinzip könnte man bestimmt auf weitere Bundesländer ausdehen, nur ist Rundfunk in D (leider) Ländersache, und das lässt man sich nicht wegnehmen. Irgendwo müssen die Parteifreunde ja hingesteckt werden können. Bevor man da etwas zusammenlegt, muss noch viel mehr Krise (d.h. viel weniger Geld) werden.

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Heute wird ja leider eh' fast überall im deutschen Radio in möglichst perfektem Hochdeutsch moderiert, so dass dieses Argument auch wegfällt. Früher konnte man wenigstens noch am Akzent der Moderatoren erkennen, woher das Programm kam.


Ja, aaaaaber: Die Lebensumstände und Bedürfnisse innerhalb der BRD sind ziemlich unterschiedlich, das wird im Grossreichswahn gerne vergessen.

Fazit: Die Rundfunksysteme von D und CH sind aus historischen, sprachlichen und territorialen Gründen unterschiedlich organisiert und hatten/haben ihre Berechtigung. Änderungen sind aus meiner Sicht für CH nicht nötig und in D (politisch) nicht möglich.
Aber Diskutieren kann man ja mal.

von 2-0-8 - am 20.12.2012 18:49
Matthias Schüssler ist auch nicht gerade glücklich über die Umbenennung zu SRF:

http://www.clickomania.ch/fp/index.php/2012/12/24/back-to-beromunster/

Back to Beromünster

Ich hab es ja versucht. Ich wollte mich etwas zurückhalten, nachdem man mir höflich, aber doch unmissverständlich zu verstehen gegeben hat…
Matthias Schüssler@MrClicko
14 Dez 12
Eigentlich hätte man @DRS3 auch in JRZ3 umbenennen und für immer aus der Glasbox senden können. #not
SRF 3@srf3
@MrClicko danke für die täglich geistreiche Portion Radiokritik!
14 Dez 12 AntwortenRetweetenFavorisieren

… dass ich mich langsam aber sicher zu einem alten Querulanten entwickle.
Aber seis drum! Gute Vorsätze sind fürs neue Jahr. Im alten Jahr darf ich noch:
Der neue Name, SRF anstelle von SF und DRS, dieser neue Name ist das letzte. Er ist nicht schön, und er ist nicht praktisch. «SRF 1» kann sowohl für Radio SRF1 als auch für Fernsehen SRF 1 stehen. Die Bezeichnung «Radio SRF 1» ist für die Alltagssprache aber viel zu behäbig. Dass Leute, die Radioprogramme produzieren, nicht über den konkreten Sprachgebrauch nachdenken, muss einem doch zu denken geben.
Aber so etwas kommt halt heraus, wenn ideologische Motive dominieren. Das Publikum hat zu begreifen, dass es Radio und Fernsehen nun aus einer Hand erhält. Doch selbst dafür taugt der Namen nichts. Wer sich für die Organisationsform interessiert hat, der wusste auch vorher schon darüber Bescheid. Und den anderen ist es vermutlich egal. Nun, vielleicht entflammt wenigstens bei den Mitarbeitern das Feuer der Leidenschaft für die Konvergenz.

Wir fressen keine Robbenbabys
Jedenfalls werde ich misstrauisch, wenn Unternehmen sich über ihre Visionen schwafeln. In der «Über uns»-Rubrik der Homepages werden diese Leitbilder sehr gerne breitgetreten. «Wir sind innovativ!» «Wir verhalten uns ethisch!» «Wir sind grün!» «Wir fressen weder Robbenbabys noch Kleinkinder!» Neulich habe ich auf der Website eines Druckanbieters gelesen, man lasse sich von biblischen Werten leiten. «Auge um Auge, Zahn um Zahn», fällt einem ein und man nimmt sich vor, bei allen Besuchen eine Steinschleuder dabei zu haben.
Seine Werte sollte man jedenfalls durch Taten unter Beweis stellen. Besonders lächerlich ist es, seine Visionen im Namen vor sich herzutragen. «Swiss unique airport» klingt absurd, weil ein Flughafen halt einfach ein Flughafen ist, egal wie man ihn nennt. Und bei «SRG SSR Idée suisse» ist man geistig sofort bei la Suisse n’existe pas. Und fragt sich, ob der Name eine verklausulierte Auflösungsankündigung ist. Aber natürlich ist das nicht der Fall. Es ist vielmehr die etwas arrogante Feststellung, dass in der Schweiz keiner an einem vorbeikommt.
Bleibt die Frage, wie Radio und Fernehsender heute heissen könnten. Auch wenn der Landessender Beromünster 2008 abgeschaltet und das Radioprogramm dieses Namens schon 1967 in DRS umbenannt wurde, brauchen die ganz alten Semester auch heute noch gerne diesen Namen. Das sollte einem eine Vorstellung vom Wert einer solchen Marke geben – und von der Identifikationskraft seines tief verwurzelten Namens.

Ich habe gern etwas Emotion in meinem Radio
Nur die Radiomoderatoren, denen scheint der alte Name überhaupt nichts bedeutet zu haben. Schon Montagmorgen posaunten sie ihn heraus, als ob sie nie etwas anderes getan hätten. Ich nehme an, es gab die Weisung, dass die umstellung kurz und schmerzlos auszuführen sei. Und die Menschen am Mikrofon haben die, so weit ich gehört habe, auch getreulich ausgeführt. Das ist professionell und lobenswert. Aber es wirkt halt auch kalt, emotionslos und bürokratisch. Und ich habe gern etwas Emotion in meinem Radio.

So heisst der Sender eigentlich heute noch.
Zurück zur Frage, wie man die Sender heute nennen müsste. Den Weg hätten, meines Erachtens, die Radioprogramme in der Westschweiz und im Tessin gewiesen. Die dritten Programme brauchen nicht das Kürzel der Mutter, sondern die generischen Bezeichnungen Couleur 3 und Rete Tre, in der Westschweiz sind ausserdem die Bezeichnungen La Première und Espace 2 fürs erste und zweite Programm in Verwendung und in der Deutschschweiz Virus fürs Jugendradio. Da stört es auch nicht, wenn man zwecks Identifikation noch ein SRF bzw. RTS vornehin setzt.

Mehr Farbe wäre schön
Mir hat die Idee von «Couleur 3» als dritte Farbe im Radiospektrum schon immer gefallen. Und auch wenn ich den Sender nicht häufig höre, ist er doch vielmehr so, wie ich mir das dritte Programm eines gebührenfinanzierten Medienveranstalters vorstellen würde.
Wie auch immer. Der Name SRF demonstriert, dass man gewillt ist, die Zukunft mit geballter Marktmacht anzugehen. Obs hilft? In meinem persönlichen Medienmix geht die Bedeutung von SRF weiter zurück. Da spielt der neue Name eine gewisse Rolle, weil ich mich mit dem nicht anfreunden will. Der wichtigere Grund ist die zu mainstreamige Ausrichtung und die immer wichtigere Konkurrenz durch unabhängige Podcasts und hörergemachte Medien wie Radio Stadtfilter.


von dxbruelhart - am 24.12.2012 10:10
Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Auf der Wetterseite des SRF habe ich grad auch noch ein "SF" entdeckt


Ist übrigens immer noch so!

Lustig auch, wieviele SF's es noch auf srgssr.ch gibt, z.B. hier: http://srgssr.ch/de/fernsehen/schweizer-radio-und-fernsehen/

www.srgideesuisseostschweiz.ch zeigt auch vier Wochen nach der Umstellung noch die alten Logos auf der Startseite. Scheinbar wird die Seite gar nicht mehr gepflegt und wurde offenbar in www.srgd.ch integriert. Aber warum nimmt man das nicht offline? Via Google ist die Seite ganz vorne bei den Treffern, wenn man nach "SRG Ostschweiz" sucht. Vielleicht sollte man mal die Boulevard-Medien auf diese Missstände aufmerksam machen... :D

Die Sache mit der "Swiss Retail Federation" finde ich dagegen lächerlich. Ist es nicht so, dass man Markennamen üblicherweise nicht branchenübergreifend registriert? Aus meinem eigenen Arbeitsumfeld kenne ich z.B. eine Linie von medizinaltechnischen Geräten, die u.a. die Typenbezeichnungen "2000", "XP" und "Vista" nutzt, ohne dass es Microsoft stört.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 13.01.2013 20:43
Ich schreib`s mal hier rein.

Hallo Radiofreunde,

Auf dem Weg zur Arbeit schaltete Ich auf SRF 1 im UKW Modus.
Anstatt des Sendenamens bekam Ich mehrere Minuten " Fischer " und " Freiheit " als RDS
angezeigt. Ich bin der Meinung das die RDS Anzeige nur den Sendernamen anzeigen sollte.
Da Ich wissen wollte ob der eingestellte Sender tatsächlich SRF 1 ist weil Ich das Wettergespräch
gegen 12:20 Uhr hören wollte fand Ich das Ganze schon ärgerlich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Data_System

von RADIO354 - am 15.01.2013 22:17
Achtung, kleiner Spaß auf SRF1 am letzten Samstagabend!

So ganz bis zum Volk scheint die Umbennennung des Senders noch nicht vorgedrungen zu sein.


DRS, SRF, SFR? AOK, IHK? Keine Ahnung...;)

Ich schneide mal nicht zu kurz, damit der Verlauf und Sinn des Gesprächs nicht ganz flöten geht.

Der Moderator nutzt zunächst erstmal die Gelegenheit, eine 18-jährige Anruferin (zwecks Reichweitenforschung) testweise zu befragen, die das "Jukeboxspiel" und das Programm von SRF1 eigentlich nur kennt, weil ihre Mutter immer das "Jukeboxspiel" hört. Aber es geht weiter...



[attachment 1230 srf1_oder_doch_nicht.mp3.txt]

von Zwerg#8 - am 11.03.2013 02:13
Die SonntagsZeitung meldet heute:

Zitat

Schawinski blitzt ab

Der Medienunternehmer unterliegt im Logostreit mit Radio SRF


von Reza Rafi

Zürich/Bern

Das Duell sorgte letzten Herbst für Aufsehen: Roger Schawinski, Talkmaster beim Schweizer Fernsehen («Schawinski»), klagte gegen Radio SRF und damit gegen seinen eigenen Arbeitgeber. Das Signet von Radio SRF 1, vormals DRS 1, ähnele zu sehr seinem eigenen Sender Radio 1, lautete sein Vorwurf. Er habe persönlich Millionen Franken in die Marke seines Zürcher Senders investiert. Radio und Fernsehen SRF gehören der öffentlich-rechtlichen SRG, deren Generaldirektor Roger de Weck mit Schawinski seit Jahren freundschaftlich verbunden ist.

Vergangene Woche hat nun das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum in Bern seinen Entscheid gefällt - und die Klage des Schweizer Medienpioniers abgeschmettert. Der SRG-Sender Radio SRF muss sein Signet nicht ändern. In der Urteilsbegründung der Behörde heisst es unter anderem, es sei unwahrscheinlich, dass Schawinskis Regionalsender jemals landesweite Bekanntheit erlange. Somit sei eine Ähnlichkeit mit Radio SRF 1 auch kein Problem.

Der Talkmaster erwägt Weiterzug ans Bundesgericht

Roger Schawinski - Journalist, Unternehmer und Kolumnist der SonntagsZeitung - reagiert erstaunt über das Verdikt aus Bern: Was mache es für einen Unterschied, fragt er rhetorisch, ob die SRG einen nationalen oder lokalen Sender kopiere. Immerhin habe er wieder etwas gelernt: «Offenbar werden Regionalsender diskriminiert.» Das Urteil sei insbesondere auch deswegen absurd, weil der Bund mit seiner Gesetzgebung ja gerade verhindert habe, dass sich Radiosender wie der seine national verbreiten können.

Roger Schawinski gibt sich allerdings nicht geschlagen: Er erwägt einen Weiterzug des Falls bis vor Bundesgericht.

Beim Schweizer Radio und Fernsehen gibt man sich auf Anfrage gelassen - schon letzten Herbst stellte Andrea Hemmi, Leiterin Unternehmenskommunikation, gegenüber der SonntagsZeitung den Standpunkt ihres Arbeitgebers klar: «Optisch sehen wir keine Verwechslungsgefahr.»


von Rolf, der Frequenzenfänger - am 30.06.2013 15:08
Zitat
drahtlos
Die werden doch nicht den Fehler machen und alle Schilder neu machen und dann beim offiziellen DAB-"Autobahn sprich Tunnel-Start" alles nochmals neu machen....


Tunnel....
Ja da muss unbedingt `rangeklotzt werden.
Durch die Kurzen Tunnels auf meinen Täglichen Wegen kommen die DAB Signale ohne Hilfe durch.
Woanders harzt es aber noch gewaltig. Dann noch dieser Zeitversatz gegenüber UKW.
Wobei der Zeitversatz dann wegkommen soll.
Wann das konkret sein wird konnte man mir mit Stand vom Mai 2013 Seitens der SRF auf meine
Anfrage hin noch nicht sagen.

von RADIO354 - am 13.08.2013 08:55
Zur Information:
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