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UKW / TV-DX-Forum
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15
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Mathias Volta, Analogiker, frequenzfreak, Werner53, FrankenWalder, PeterSchwarz, Ottensen FM, armer Zünder

TV-DX: Welche Entfernungen sind im Band I möglich?

Startbeitrag von FrankenWalder am 30.09.2004 18:56

Bei mir sind bei bestimmten Wetterlagen immer wieder mal Spanier oder Skandinavier im Band I zu Gast.

Der legendäre holländische "Testbildjäger" Rijn Muntjewerff konnte im DX-Sommer 1973 sogar mal Korea loggen.

Aber jetzt habe ich gerade auf der australischen Website von Todd Emslie aus Sydney lesen, dass er im Oktober und November 2000 Biedenkopf und Grünten auf E2 empfangen konnte. Wie kommen solche Entfernungen im Bereich um die 50 Mhz zustande? Hat jemand von Euch schon einmal im Band I etwas außereuropäisches empfangen?

Hier der Link:

http://www.geocities.com/toddemslie/f2vhfdxmar_may.htm

Antworten:

das sind Reflexionen an der Ionosphäre besonders im Sonnenfleckenmaximum ( ca. alle 11 Jahre ) anzutreffen.

Gruß Werner

von Werner53 - am 30.09.2004 20:40
...werden zum von Werner53 angesprochenem Sonnenfleckenmaximum an der F2-Schicht reflektiert.

@Frankenwälder:

Hast Du einen Link zu diesen Informationen von Rijn Muntjewerff, was den Korea-Empfang angeht?
Habe gerade beim googlen zwar einiges zu Rijn und unser Hobby selbst, aber nicht über seinen Korea-Empfang gefunden. Wäre cool !

Grüße,
Matze



von Mathias Volta - am 01.10.2004 04:10
Ist das nicht die FAI-Ausbreitungsart, wenn VHF-Signale um die halbe Erde reichen?



von Analogiker - am 01.10.2004 07:42
FAI = Field-aligned Irregularities
sind's wohl nicht. Oder doch?

Empfehlenswerte Lektüre von Michael Grassmann, DF5AI::
http://www.df5ai.net (ganz allgemein)
http://www.df5ai.net/Material/articles2.html#Top (FAI im Überblick)
http://www.df5ai.net/ArticlesDL/FAIRadius_Summary/FAIRadius_G.pdf (deutsch)

von Ottensen FM - am 01.10.2004 09:31
FAI, sind das nicht irgendwelche atmosphärische unregelmäßigen Störungen?
Wie kann man sich das erklären, wie funktioniert das?

Und was bedeutet eigentlich TEP (Trans Equatorial Propagation) und TAP (Trans atlantical propagation) und wie funktioniert es?



von frequenzfreak - am 01.10.2004 12:37
Könnte mich ärgern, daß ich bis auf weiteres mein schönes Buch "UKW/TV-DX - Einführung in das Hobby Überreichweitenempfang" (Norbert Kaiser) nicht bei habe. Sonnst hätte ich die Infos mal für euch abgetippt, weil dort alles klasse beschrieben ist.
Versucht mal danach zu googlen.

@frequenzfreak:

Ich versuche es mal aus dem Gedächnis: Bei TEP ist die Schicht um den Äquator durch den Magnetismus z.T. besonders ionisiert und wird wohl mehrfach gebrochen, was solche Entfernungen zustande bringt.
Durch Streunungen der Radiowelle werden dann i-d.R. die Fernsehbilder so mit "Geisterbildern" verfälscht, daß Bild-Informationen nur noch mit ach und Krach lesbar sind, sofern die Empfangene TV-Norm überhaupt noch übereinstimmt (NTSC vs. PAL usw.).

@an die Profis:

Verbessert mich bitte, wenn ich hier Quatsch geschrieben habe.

Was laut Kaisers Buch in den 80ern bei Fremdnormen-Empfang das Hobby stark beeinträchtigte, weil Multinorm-Geräte kaum zu haben, bzw. sündhaft teuer waren, dürfte heute bekanntlicherweise kaum noch ein Problem sein.

Ich tippe hier wie gesagt auf F2 oder TEP...

Grüße,
Matze



von Mathias Volta - am 01.10.2004 13:27
Ich hab dieses Buch hier liegen! Welche Seite(n) braucht ihr? :cool:

von armer Zünder - am 01.10.2004 19:07
@Matze, armer Zünder:

Wo gibts denn dieses Büchlein?
Kann man das erwerben?



von frequenzfreak - am 01.10.2004 19:32
Und für TEP: http://forum.myphorum.de/read.php?f=8773&i=97999&t=97722



von Analogiker - am 01.10.2004 19:38
@frequenzfreak:

Das Buch wird meines Wissens schon seit Ende der 80er Jahre nicht mehr veröffentlicht.
Vielleicht hast Du bei ebay aber Glück !

Ist im Grunde genommen eigentlich sehr schade, da das Buch, was die detailierte Erklärung der Ausbreitungsbedingungen angeht, immer noch top aktuell ist. Lediglich der Technik-Teil, was die Gerätschaften angeht und die Frequenzlisten sind Asbach Uralt.
Hatte das Buch übrigens 1991 in einem CB-Funkladen erworben - damals, als ich noch kein UKW/TV-DXer, sondern noch wilder CB-Funker mit Nachbrenner hinter dem Gerät war. :-)

@armer Zünder:

Kommst Du nächstes Wochenende auch nach Bad Bentheim?

Grüße,
Matze



von Mathias Volta - am 02.10.2004 00:02
F2 geht im Prinzip rund um den Erdball, allerdings sind die Signale stark verzerrt, die Bilder sind eigentlich nur anhand von Logos etc. zu identifizieren, der Ton mit starkem Brummen versehen.
Rijn Muntjewerff ist ja einer der Überväter des TV-DX, was angesichts seiner monströsen Anlage auf einem Polder (in Holland geht sowas recht problemlos, was Genehmigung etc. angeht) auch nicht verwundert.

von PeterSchwarz - am 02.10.2004 11:56
im letzten Sonnenfleckenmaximum ( wir sind ja schon wieder auf dem absteigenden Ast ) konnte man sogar Radiosignale mit mehrfachem Echo hören, die mehrmals um den Globus gelaufen sind ( F2 ). Für Bildempfang natürlich störend.

Gruß Werner

von Werner53 - am 02.10.2004 21:13
Von Rijns Korea-Empfang habe ich schon vor über 20 Jahren in einem Buch aus der Bücherei gelesen, das "Fernsehempfang-Hobby" oder so ähnlich hieß.

Dazu hier noch eine interessante Seite aus Südafrika:

http://www.marzinfo-cape.co.za/kurzwelle/tv-wimpel.htm

Da steht noch etwas, was ich bis jetzt nicht wusste:

Quote:

OM Muntjewerff war zu seiner Zeit in den 70er und 80er Jahren der unerreichte "König" der TV-DXer. Mit seinem Antennenturm mit unzähligen Richtantennen erreichte er TV-DX aus allen fünf Kontinenten. Am 4. Juni 1982 empfing er TV2 Guaiba aus Porto Alegre, Südbrasilien.
Das war ein Erstempfang in Westeuropa aus einer Entfernung von rund 10 200 km.
Ein anderer seltener Empfang war am 31.10.1981 AFKN (American Forces Korea Network) aus Seoul, Südkorea.



von FrankenWalder - am 07.10.2004 15:27
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