Startbeitrag von Sentinentalam 18.05.2004 22:34
Teil 2: USA x Afghanistan) + Krieg = Ö L ?
Autor: Hansi Schüller (---.nextranet.at)
Datum: 17.11.01 17:15
Quelle: www.journalismus.com
.......................
Warum wird uns auch das Projekt der Paneuropäischen Korridore vollständig
verschwiegen, obwohl es bei ökonomischen Entscheiden der Regierungen im
Balkan i m m e r im Zentrum steht ?
Erster Hinweis: Der sogenannte 8. Korridor läuft über :
Skopje in M a z e d o n i e n,
einige Kilometer von .........Kosovo entfernt. ( Ahhhhh..ha .....)
Aber, weshalb redet bloß niemand darüber ?
Statt dessen hat man uns ständig e i n g e r e d e t ( und belogen ! ) ,
dass die Nato-Aktion in Kosovo zwar nicht durch das internationale Recht,
dafür aber durch unseren Status als Demokratien und unseren Wunsch,
übergeordneten Idealen - nämlich den Menschenrechten - Respekt zu
verschaffen, legitimiert sei, dass die Nato nur deshalb außerhalb eines UNO -Mandates agiere, weil im Sicherheitsrat einige Mitglieder eine Entscheidung blockiert hätten.
In Frankreich hat die Regierung die Verfassung ignoriert ( nur die Nationalversammlung kann einen Krieg erklären ), weil es sich nicht um einen sogen. klassischen Krieg handle.
Auch Deutschlands Teilnahme an diesem Krieg war ein Verfassungsbruch !
Und unsere verlogen-fremdgesteuerten Medien drucken und senden brav die
von anderen verordnete Litanei einer neuen, gerechteren Weltordnung, in der die "Menschenrechte" das "Primat" über das internationale Recht hätten, aus denen sich letztendlich das Recht zur Einmischung künftig ableite, legitimiert durch die "Weisheit der Demokratien" und den Fortschritt des Internationalen Gerichtshofs, der keiner ist (siehe: USA, die ist hier ja ausgenommen).
Die Legitimation zur Intervention in Kosovo beruhe auf der Position der westl. Demokratien im Kampf gegen die Barbarei. Das wird uns jedenfalls von Stabsoffizieren bei der Nato, in Regierungen und Medien erzählt -dies sei die einzige Legitimation, die eine Militäraktion ausserhalb des Rahmens der UNO habe....
Dafür ist es aber nötig, dass wir Demokratien sind.
Und genau das ist hier die Frage.
Beruht der Einsatz der Nato auf dem Völkerwillen u. auf deren Entscheidung ?
Wie sehr haben unsere Politiker u. Armeen Desinformation und Manipulation
angewendet, um der demokratischen Kontrolle zu entgehen ?
W a r u m bekämpfen wir den Totalitarismus, wenn wir dabei dieselben totalitären Vorgehensweisen benutzen ? Lügen, Desinformation, Manipulation der öffentlichen Meinung sind eindeutig totalitäre Mechanismen ! , denn wenn man die Information des Volkes "deformiert" und unterdrückt, beraubt man es der Möglichkeit, sich selbst ein wahres Urteil zu bilden. (vgl. Hannah Arendt)
Mal kurz gefragt : Wenn wir angeblich in einer Demokratie leben, der wir es erlauben, uns mit Informationen zu bombardieren, warum haben wir dann noch n i e vom 4. (vierten) , 8. (achten) und 10. (zehnten) Korridor gehört?
Warum werden uns diese Projekte, die im Zentrum der Politik aller Balkanländer stehen u. die ökonomische Entwicklung Europas direkt betreffen, verschwiegen?
Auch wie das jetzt in AFGHANISTAN ! ! ! wieder der Fall ist ? ! ?
W o verlaufen denn diese Korridore?
Der 4. Korridor verbindet Dresden und Berlin mit Istanbul und passiert
dabei Prag, Bratislava, Gjor, Budapest, Arad, Krajova, Sofia und Plovdiv.
Verästelungen verbinden den Stamm mit Nürnberg, Wien, Bukarest und
Constanza.
Der 8. Korridor verläuft vom albanischen Hafen Durres nach Warna (Bulgarien), und zwar über Tirana, Kaftan, Skopje (Mazedonien) , Deve Bair, Sofia, Plovdiv und Burgas.
Der 10. Korridor überquert Salzburg, Ljubljana, Zagreb, Belgrad, Nis, Skopje (Mazedonien) ,Veles und Thessaloniki. Verästelungen verbinden Graz, Maribor, Sofia, Bitola, Florina und Igoumenitza mit dem Hauptast.
Und viele dieser strategischen Korridore haben ihren Ursprung im Herzen
Europas und auch in Deutschland.
Diese 3 Korridore sind Bestandteil der Paneuropäischen Netze(PAN), eines
weit globaleren Projektes, das darauf abzielt, die ehemaligen sowjetischen Länder zu entwickeln und sie in die europäische Ökonomie einzubinden.
Angestrebt wird die vollständige ökonomische und territoriale Integration
Ost- Europas in den europäischen Markt. Die Korridore sind ein Projekt,
das von der E U Anfang der neunziger Jahre aus der Taufe gehoben wurde.
Das Gesamtkonzept der Paneuropäischen Netze, inklusive der paneuropäi-
schen Transporträume (PETRA) deckt ganz Europa, vom Atlantik bis zum
Ural, sowie die mit der EU assoziierten Mittelmeeranrainer des Maghreb ab, mithin einen Wirtschafts- und Verkehrsraum von insgesamt über einer
M i l l i a r d e Menschen.
Bis dahin repräsentiert das Projekt 26.000 Straßenkilometer, 18.000 Eisen
bahnkilometer, 40 Flughäfen, 14 Seehäfen, 49 Flüsse, zahlreiche Öl- und
Gas- Pipelines und diverse Kommunikationsleitungen.
Das geschätzte Budget seit Mitte 1999 bis zum Jahr 2010 liegt bei etwa 100 Milliarden Euro. Der Teil für den Balkan allein beträgt zwischen 5 und 10 Milliarden Euro. Hier handelt es sich um untere Schätzwerte: Diese Entwicklungsprojekte verteilen sich europaweit über zahllose Subprojekte, was es schwierig macht, einen Gesamtüberblick zu gewinnen.
Ausserdem beziehen sich diese Zahlen nur auf den Teil, der direkt von der EU finanziert wird, ohne Amerika und die Türkei zu berücksichtigen. Und es laufen noch einige Finanzierungen aus privaten Fonds. Daher sind die genannten Beträge wohl eher zu niedrig angesetzt.
Die USA wollen aber die Kontrolle über den 8. Korridor :
Der 8. Korridor beinhaltet eine Besonderheit: Er wurde ursprünglich schon von der Clinton-Administration im Rahmen des Balkan-Stabilitätspaktes vorgeschlagen.
Die Infrastruktur dieses Korridors soll zu günstigen Preisen zur Deregulierung und Privatisierung freigegeben werden. Obwohl offiziell als Transportkorridor der EU von deren Verkehrsministern mit Brief und Siegel versehen, wurden die Machbarkeitsstudien für diesen Korridor von amerikanischen Firmen durchgeführt, finanziert von der TDA (Trade and Development Agency).
Die USA haben alles darangesetzt, um die Transport- und Kommunikationsinfrastruktur dieser Länder zu übernehmen.....
Amerikanische Firmen - inklusive Bechtel, Enron und General Electrics - konkurrieren mit finanzieller Rückendeckung der US-Regierung mit europäischen Firmen.
Washingtons Plan ist es, den gesamten achten Korridor für die amerikanischen multinationalen Firmen zu öffnen, d.h., amerikanischen Multis den ökonomischen Hinterhof Deutschlands, wo noch die D-Mark über den US-Dollar dominiert, zugänglich zu machen.
Der TRACECA : Verbindung Zentralasiens mit dem Kaukasus :
[www.traceca.org]
Übersetzung:
[translate.google.com]
Weiter muss ein paneuropäischen Korridoren ähnliches Projekt erwähnt werden, diesmal im Kaukasus und Zentralasien, nämlich das Programm TRACECA ( TRAnsport Corridor Europa Caucasus Asia ), ebenfalls von kontinentalen Ausmaßen. Seine Bedeutung für die westliche Wirtschaft beruht auf der Verbindung Zentralasiens mit dem Kaukasus. Eine Schwäche des TRACECA- soll, wie es 1997 ! in Helsinki formuliert wurde, die fehlende Verbindung des westlichen Endes des TRACECA- Korridors am Schwarzen Meer mit den europäischen Märkten gewesen sein. Diese Verbindung wird nun durch die Korridore vier und acht über den Hafen von Varna hergestellt.
Das Kosovo - Dreieck :
So hängen denn die Entwicklungsprojekte der nächsten 25 Jahre für den Kontinent Europa von der Realisierung der Korridore ab, die durch den Balkan verlaufen. Betrachtet man auf einer Karte den zentralen Knoten, der von den Korridoren 8. , 10 . und 4 . gebildet wird, sieht man ein Dreieck, das von Nis, Skopje und Sofia begrenzt wird.
Dieses Dreieck liegt mitten in Kosovo!
Irgendeine Instabilität in Serbien, Albanien oder Mazedonien wäre fatal für dieses Projekt, eines der größten der Menschheitsgeschichte !
Die USA zeigen ein unübersehbares Interesse, diesen strategischen Knoten der Transportkorridore im Balkan zu beherrschen. Sie verboten ein Projekt !, dass durch Serbien verlief, und sie boten Rumänien 100 Millionen Dollar, wenn sie die Route der geplanten SEEL- Pipeline (South Eastern European Line) , [tips.ccir.ro]
weiter nach Norden, also nach Ungarn, verschieben würden.
Die italienische Firma ENI hatte dieses Pipeline-Projekt unter Verwendung
bereits bestehender Pipeline-Infrastruktur in Slowenien, Kroatien und Serbien geplant.
Aber die USA haben den jugoslawischen Teil dieser Infrastruktur mit
bemerkenswerter Hartnäckigkeit Tag und Nacht ........bombardiert.
Drei Monate nach dem Beginn des Krieges teilte der britische General Jackson, Kommandeur der Kfor in Mazedonien und später auch in Kosovo, der italien. Zeitung "Sole 24 Ore " mit: "...heute ist es unbedingt erforderlich, die Stabilität Mazedoniens und seinen Beitritt zur NATO ! zu garantieren. Aber wir werden sicherlich eine lange Zeit hierbleiben, um die Sicherheit der Energiekorridore, die durch dieses Land führen, zu garantieren".
Die italienische Zeitung meldete außerdem:
"Es ist klar, dass sich Jackson auf den 8. Korridor bezieht.
Die Ost-West-Achse, in der eine Pipeline die Energieressourcen Zentralasiens vom Schwarzen Meer zur Adria bringen soll.
Dies erklärt auch, warum alle großen und mittleren Mächte bei der Beilegung des Konflikts in Kosovo ein Wort mitreden möchten.»
Pipelines in den Korridoren 8 und 10 :
Im März 2001 hatte der US-Kongress eine Debatte über den Bau der AMBO-
Ölpipeline vom Schwarzen Meer (Burgas) durch Bulgarien, Mazedonien und
Albanien nach Vlore.
Diese Pipeline würde den amerikanischen Markt monatlich mit Rohöl im
Wert von ca. 1 , 2 Milliarden DM versorgen !
Die Kontrolle über diese zukünftige Pipeline ist von strategischer Bedeutung und vermutlich ein Grund für die amerikanische Interventionen im Kosovo.
Die noch nicht vollständig erforschten und festgelegten Ölfelder im Becken des Kaspischen Meers sind verschiedenen Analysten zufolge Ursache für den gegenwärtigen geopolitischen Konflikt um die hauptsächliche Erklärung für die Einmischung der USA und der europäischen Länder nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion. Man nimmt an, dass am Kaspischen Meer mindestens so viele Ölreserven lagern wie am Persischen Golf.
Zwar sind diese Reserven weit weg vom Balkan, aber die Territorien, über die das Öl transportiert werden soll, sind es nicht. Wegen des beschränkten Verkehrs durch den Bosporus hatten westliche Strategen verschiedene mögliche Pipelinetrassen vorgeschlagen. Es wurden Routen vom Kaspischen Meer zum Persischen Golf, von Baku nach Ceyhan u. eben die über den Balkan diskutiert.
Die möglichen Routen für Pipelines über den Balkan verlaufen
natürlich entsprechend den Interessen der zukünftigen Nutznießer:
1. Variante : Burgas - Alexandrupolis ( Luk Oil zusammen mit Griechenland,
r u s s i s c h e Interessen )
2. Variante : Burgas - Vlore ( amerikanisches Konsortium AMBO, und :
H a l l i b u r t o n ( Ha ! siehe...Teil I )
a m e r i k a n i s c h e Interessen)
3. Variante : Constanta-Omisalj-Trieste via Rumänien, Serbien und Kroatien
( SEEL , italienische Firma ENI, EU-Interessen). Neben Serbien, Kroatien,
Bosnien-Herzegowina und Slowenien würden damit Italien, Österreich,
Deutschland und von dort der Rest Europas mit kaspischem Öl versorgt.
Und währen damit nach 45 Jahren endlich unabhängig vom Dollar -Ölpreis.
SEEL - Pipeline im Konflikt mit starken US- Interessen :
Die Route der SEEL-Pipeline über Jugoslawien ist auf Grund ihrer geo-
graphischen Lage bemerkenswert. Einflussreiche amerikanische Politiker
und Ölverbände beharren darauf, dass Jugoslawien in der direkten Nach-
barschaft vitaler amerikanischer Interessengebiete liege, nämlich in der Region des Schwarzen und Kaspischen Meeres.
Und wo immer vitale amerikanische Interessen im Spiel sind, finden sich auch NATO -Truppen, die sie schützen, und sogen. "Partnerschaft für den Frieden"
Truppen, Einsätze der Nato, ....
Europäische Interessen sind aber noch größer, da es nicht im Sinne Europas ist, wenn der Schlüssel zu seiner Versorgung in fremden Händen liegt !
Das Projekt SEEL, das von der italienischen Firma ENI vorgeschlagen und
projektiert wurde, läge genau im Transportkorridor von Constanta nach Trieste.
In einer 1. Phase sollte unter Nutzung des existierenden adriatischen Pipelinesystems eine Pipeline bis Omisalj verlegt werden. In einer 2. Phase würde dann die Pipeline von Omisalj mit der Transalpinen Pipeline in Trieste verbunden.
Nun wurde auf der internationalen Konferenz :
" Adriatic pipeline - new perspectives for transport
of Caspian oil to the European markets " , die im
Juni 2000 im Rahmen des Inogate-Programms stattfand,
genau diese Route als profiträchtigste ausgewählt.
[translate.google.com]
Die politischen Gründe gegen diese Pipeline seien mit dem Fall von Milosevics Regime nicht mehr gegeben, und Kroatien bestand auch nicht mehr auf einer Umgehung Serbiens via Ungarn.
Am 26./27.Oktober 2000 wurde auf einem Treffen derselben Gruppe in Brüssel die Unterstützung der Pipeline via Rumänien, Jugoslawien und Kroatien zugesagt.
Damit verliefe die Pipeline wieder entsprechend dem ursprünglichen, von ENI ausgearbeiteten Plan......
Am Abschlusstreffen von Inogate wurde von den Öltransportfirmen CONPET,
NIS Jugopetrol und Adriatic Pipeline ein Memorandum (eine Absichtserklärung zum Bau dieser Pipeline) unterzeichnet. Das Projekt fand die Zustimmung der staatlicher Stellen in Rumänien und Kroatien und sollte bald von Jugoslawien ratifiziert werden. Das Projekt hatte die Phase der Machbarkeitsstudie erreicht.
Ein Konsortium für den Bau der Pipeline sollte demnächst gegründet werden. Die Kapazität dieser Pipeline soll 30 Millionen Tonnen Rohöl jährlich betragen.
Die Hälfte würde an die Transit-Staaten gehen, der Rest sei für westeuropäische Kunden bestimmt.
AMBO-Pipeline im 8. Korridor :
Die AMBO-Pipeline oder Trans-Balkan-Pipeline - wie sie auch genannt wird -
soll Rohöl vom Hafen Burgas über Bulgarien, Mazedonien und Albanien zum
Adria-Hafen Vlore transportieren. Sie läuft also durch den 8. Korridor !
Die Verhandlungen im Zusammenhang mit dieser Pipeline wurden von Ange-
hörigen der US- Regierung ! ihm Rahmen der South Balkan Development
Initiative (SBDI) der TDA geführt.
Die SBDI soll Albanien, Bulgarien und Mazedonien helfen, ihre Transportinfrastruktur entlang des achten Korridors weiterzuentwickeln.
Es sieht so aus, als ob die EU von der Planung und den Verhandlungen über
diese Pipeline weitgehend a u s g e s c h l o s s e n war.
Das Memorandum of Understanding (MOU) über die AMBO-Pipeline und den
achten Korridor, das von Albanien, Bulgarien und Mazedonien unterzeichnet
wurde, beraubt diese Länder der n a t i o n a l e n S o u v e r ä n i t ä t , da die Exklusivrechte an der AMBO-Pipeline und dem achten Korridor an das anglo-amerikanische AMBO-Konsortium vergeben wurde.
(Und es wird vermutet, dass es in Afghanistan usw., auch einmal so sein wird..)
Dieses Memorandum hält fest, dass AMBO die e i n z i g e Partei ist, die die geplante Pipeline von Burgas nach Vlore bauen darf. Es gibt ausschließlich der AMBO das Recht, mit Kreditgebern und Investoren zu verhandeln. Den Regierungen von Albanien, Bulgarien und Mazedonien ist es v e r b o t e n , gewisse vertrauliche Informationen dieses PipelineProjektes zu veröffentlichen!
Die Arbeiten an den Transportkorridoren haben allgemein bereits begonnen.
So ist die Finanzierung des 8 . Korridors bereits abgeschlossen. 8 3 0 Familien hauptsächlich Bauern - wurden in Albanien wegen des achten Korridors enteignet; angeblich gegen eine Entschädigung.
Mit der Wahl des Hafens Vlore als Endpunkt ihrer Pipeline haben die USA
die v o l l e Kontrolle über die Versorgung der europäischen Länder
mit kaspischem Ö L !
Die Analytiker für europäische Angelegenheiten weisen darauf hin, dass
Griechenland ein EU-Land ist und die USA daher eine Pipeline von Burgas
nach Thessaloniki nicht kontrollieren können. Durch den "günstigen Krisenherd in Kosovo" kontrolliere die USA Albanien und damit auch die geplante AMBO-Pipeline.
Berücksichtigt man weiter, dass die USA bereits die Erdölproduktion im
Irak und im Persischen Golf kontrollieren und damit zumindest potentiell
auch die Versorgung aus dem kaspischen Bassin, dann wäre Europa bei
der Versorgung mit Öl ...weitgehend von den USA abhängig !
Wenn wir Russland einmal aus dem Spiel lassen.
Aber die sind schon lange aus dem Spiel draußen.
FAZIT :
Hier läuft ein gigantischer Wirtschaftskrieg ab, welcher von der Öl-
Industrie eingefädelt wurde. Und die USA mit England ist an der
Austragung militärischer Konflikte im Ausland wirtschaftlich hoch
interessiert. Denn auf die USA entfällt allein mehr als 50 % ! des
weltweiten Waffenexports.
( Im September 1997 stimmten 1 2 3 Länder der
L a n d m i n e n k o n v e n t i o n
z u. Die U S A l e h n t e n a b
(mit Afghanistan, China,Vietnam u. Russland, letzteres nur anfangs).
Präsident Clinton wollte sich nicht gegen das Pentagon stellen.
Und jede Bombe die man abwirft, jeder Militäreinsatz, usw., muss
von "Europa" im Rahmen der NATO - mitbezahlt werden, cash !
Außer von Frankreich; den Charles De Gaulle war ein Mann mit
Charakter und Verstand, der dieses "Game" von Anfang an durch-
schaut und nicht mitgemacht hat. Der ist 1966 aus dem Verein aus-
getreten und die sogen. NATO-Truppen und Stützpunkte mussten
1967 aus Frankreich abziehen. Die haben bis heute Abermilliarden $
lässig gespart.....
Die USA fühlen sich als einzige Weltmacht und demokratischste
Nation der Erde. Und sie seien der weltweit führende Sendbote der
Menschenrechte............
Dieser Anspruch der USA ist schlicht und einfach f a l s c h ;
Aber die USA hat nicht nur keinen Anspruch auf Weltführerschaft.
Ihr weltpolitisches Gebaren ist vielmehr strikt abzulehnen.
Ihr Verständnis von Kultur ist nicht meines.......
Wir schreiben den 11. September. Einige Flugzeugpiloten verlassen
den vorgesehenen Kurs und steuern zu allem entschlossen aufs Stadt-
zentrum zu. Im Visier haben sie die Symbole einer verhassten Gesell-
schaftsordnung. Kurz darauf Bomben-Explosionen, berstende Fassa-
den, Gebäude, die in einem Höllenlärm zusammenstürzen.
Staubbedeckte Überlebende, die sich zu retten versuchen.
Die USA - Medien übertragen die Tragödie live.
New York im Jahr 2001 ?
Nein, Santiago de Chile, anno 1973.
Mit tatkräftiger Hilfe der Vereinigten Staaten von Amerika stürzt General
Augusto Pinochet den sozialistischen Staatschef Salvador Allende und
hetzt die Luftwaffe auf den Präsidentenpalast.
Der Angriff, der Hunderte von Toten hinterlässt, ist der Beginn eines 15
Jahre währenden Folter- und Terrorregimes.
Den unschuldigen Opfern der abscheulichen Attentate von New York
und Washington gebührt mein Mitgefühl, den Hinterbliebenen Mitleid.
Doch es lässt sich nicht bestreiten, dass die Vereinigten Staaten - wie
jeder andere Staat der Welt - keinesfalls im Stande der Unschuld sind.
Waren sie nicht an zahllosen politischen Gewalttaten beteiligt, die
gegen das Völkerrecht verstießen und häufig auch klandestin abliefen:
in Lateinamerika, in Afrika, im Nahen Osten, in Asien ?
Gewalttaten mit unzähligen Toten, "Verschwundenen", Gefolterten,
Eingekerkerten und Vertriebenen?
Die Reaktionen der westlichen Staatsführungen und Medien, die sich
in proamerikanischen Solidaritätsbekundungen schier überschlagen,
sollte diese grausame Realität jetzt nicht vergessen machen !
Liste von Ländern, mit denen Amerika seit dem Zweiten Weltkrieg Krieg
geführt hat, die es bombardiert hat oder in denen es zumindest in kriege-
rische Auseinandersetzungen verwickelt war:
Korea (1950 bis 1953), Guatemala (1954, 1967-1969), Indonesien (1958),
Kuba (1959 bis 1961), Belgisch - Kongo (1965), Laos (1964 bis 1973),
Vietnam (1961 bis 1973), Kambodscha (1969 bis 1970), Grenada (1983),
Libyen (1986), El Salvador (achtziger Jahre), Nicaragua (achtziger Jahre),
Panama (1989), Irak (seit 1991 bis heute), Bosnien (1995), Sudan (1998),
Jugoslawien (1999).
Und jetzt ... "Afghanistan, das 1 8 . Land in nur 5 1 Jahren.
Und wie gehabt, nach dem gleichen Strickmuster, die amerika-
nischen oder britischen) Geheimdienste "züchten" einen Osama
Bin Laden, (mit Talibans), Saddam Hussein, usw. für ihre ur-
eigensten wirtschaftlichen und strategischen Interessen heran,
verkaufen ihnen (veraltete) Waffen, unterstützen sie eine zeitlang,
und später, wenn es " nicht so klappt ", wie man es sich vorge-
stellt hat, gibt es statistisch gesehen alle 3 Jahre einen kleinen
Krieg mit den üblichen " Kollateralschäden".
Das sind bisher - nach dem, was das Pentagon zugibt - n u r
ein Rot-Kreuz-Lager, ein voll besetztes Krankenhaus, drei Wohn-
gebiete, ein Staudamm (d.h. kein Strom mehr ) für den gerechten
Krieg in Afghanistan.
Aber 6 Millionen Afghanen leiden nach neuester Meldung an
Hunger. 4 Millionen haben bis Februar 2002 k e i n e Chance
zu überleben, weil auf Grund dieses erbärmlichen Krieges und
der riesigen Flüchtlingsströme kein Winterweizen gesät wurde.
Ach ja, habe ich vergessen, .... das sind nur Kollateralschäden.
Wie war das noch einmal mit den Ameisen ? ...........
gx
Hansi Schüller
Autor: Hansi Schüller (---.nextranet.at)
Datum: 17.11.01 17:15
Quelle: www.journalismus.com
.......................
Warum wird uns auch das Projekt der Paneuropäischen Korridore vollständig
verschwiegen, obwohl es bei ökonomischen Entscheiden der Regierungen im
Balkan i m m e r im Zentrum steht ?
Erster Hinweis: Der sogenannte 8. Korridor läuft über :
Skopje in M a z e d o n i e n,
einige Kilometer von .........Kosovo entfernt. ( Ahhhhh..ha .....)
Aber, weshalb redet bloß niemand darüber ?
Statt dessen hat man uns ständig e i n g e r e d e t ( und belogen ! ) ,
dass die Nato-Aktion in Kosovo zwar nicht durch das internationale Recht,
dafür aber durch unseren Status als Demokratien und unseren Wunsch,
übergeordneten Idealen - nämlich den Menschenrechten - Respekt zu
verschaffen, legitimiert sei, dass die Nato nur deshalb außerhalb eines UNO -Mandates agiere, weil im Sicherheitsrat einige Mitglieder eine Entscheidung blockiert hätten.
In Frankreich hat die Regierung die Verfassung ignoriert ( nur die Nationalversammlung kann einen Krieg erklären ), weil es sich nicht um einen sogen. klassischen Krieg handle.
Auch Deutschlands Teilnahme an diesem Krieg war ein Verfassungsbruch !
Und unsere verlogen-fremdgesteuerten Medien drucken und senden brav die
von anderen verordnete Litanei einer neuen, gerechteren Weltordnung, in der die "Menschenrechte" das "Primat" über das internationale Recht hätten, aus denen sich letztendlich das Recht zur Einmischung künftig ableite, legitimiert durch die "Weisheit der Demokratien" und den Fortschritt des Internationalen Gerichtshofs, der keiner ist (siehe: USA, die ist hier ja ausgenommen).
Die Legitimation zur Intervention in Kosovo beruhe auf der Position der westl. Demokratien im Kampf gegen die Barbarei. Das wird uns jedenfalls von Stabsoffizieren bei der Nato, in Regierungen und Medien erzählt -dies sei die einzige Legitimation, die eine Militäraktion ausserhalb des Rahmens der UNO habe....
Dafür ist es aber nötig, dass wir Demokratien sind.
Und genau das ist hier die Frage.
Beruht der Einsatz der Nato auf dem Völkerwillen u. auf deren Entscheidung ?
Wie sehr haben unsere Politiker u. Armeen Desinformation und Manipulation
angewendet, um der demokratischen Kontrolle zu entgehen ?
W a r u m bekämpfen wir den Totalitarismus, wenn wir dabei dieselben totalitären Vorgehensweisen benutzen ? Lügen, Desinformation, Manipulation der öffentlichen Meinung sind eindeutig totalitäre Mechanismen ! , denn wenn man die Information des Volkes "deformiert" und unterdrückt, beraubt man es der Möglichkeit, sich selbst ein wahres Urteil zu bilden. (vgl. Hannah Arendt)
Mal kurz gefragt : Wenn wir angeblich in einer Demokratie leben, der wir es erlauben, uns mit Informationen zu bombardieren, warum haben wir dann noch n i e vom 4. (vierten) , 8. (achten) und 10. (zehnten) Korridor gehört?
Warum werden uns diese Projekte, die im Zentrum der Politik aller Balkanländer stehen u. die ökonomische Entwicklung Europas direkt betreffen, verschwiegen?
Auch wie das jetzt in AFGHANISTAN ! ! ! wieder der Fall ist ? ! ?
W o verlaufen denn diese Korridore?
Der 4. Korridor verbindet Dresden und Berlin mit Istanbul und passiert
dabei Prag, Bratislava, Gjor, Budapest, Arad, Krajova, Sofia und Plovdiv.
Verästelungen verbinden den Stamm mit Nürnberg, Wien, Bukarest und
Constanza.
Der 8. Korridor verläuft vom albanischen Hafen Durres nach Warna (Bulgarien), und zwar über Tirana, Kaftan, Skopje (Mazedonien) , Deve Bair, Sofia, Plovdiv und Burgas.
Der 10. Korridor überquert Salzburg, Ljubljana, Zagreb, Belgrad, Nis, Skopje (Mazedonien) ,Veles und Thessaloniki. Verästelungen verbinden Graz, Maribor, Sofia, Bitola, Florina und Igoumenitza mit dem Hauptast.
Und viele dieser strategischen Korridore haben ihren Ursprung im Herzen
Europas und auch in Deutschland.
Diese 3 Korridore sind Bestandteil der Paneuropäischen Netze(PAN), eines
weit globaleren Projektes, das darauf abzielt, die ehemaligen sowjetischen Länder zu entwickeln und sie in die europäische Ökonomie einzubinden.
Angestrebt wird die vollständige ökonomische und territoriale Integration
Ost- Europas in den europäischen Markt. Die Korridore sind ein Projekt,
das von der E U Anfang der neunziger Jahre aus der Taufe gehoben wurde.
Das Gesamtkonzept der Paneuropäischen Netze, inklusive der paneuropäi-
schen Transporträume (PETRA) deckt ganz Europa, vom Atlantik bis zum
Ural, sowie die mit der EU assoziierten Mittelmeeranrainer des Maghreb ab, mithin einen Wirtschafts- und Verkehrsraum von insgesamt über einer
M i l l i a r d e Menschen.
Bis dahin repräsentiert das Projekt 26.000 Straßenkilometer, 18.000 Eisen
bahnkilometer, 40 Flughäfen, 14 Seehäfen, 49 Flüsse, zahlreiche Öl- und
Gas- Pipelines und diverse Kommunikationsleitungen.
Das geschätzte Budget seit Mitte 1999 bis zum Jahr 2010 liegt bei etwa 100 Milliarden Euro. Der Teil für den Balkan allein beträgt zwischen 5 und 10 Milliarden Euro. Hier handelt es sich um untere Schätzwerte: Diese Entwicklungsprojekte verteilen sich europaweit über zahllose Subprojekte, was es schwierig macht, einen Gesamtüberblick zu gewinnen.
Ausserdem beziehen sich diese Zahlen nur auf den Teil, der direkt von der EU finanziert wird, ohne Amerika und die Türkei zu berücksichtigen. Und es laufen noch einige Finanzierungen aus privaten Fonds. Daher sind die genannten Beträge wohl eher zu niedrig angesetzt.
Die USA wollen aber die Kontrolle über den 8. Korridor :
Der 8. Korridor beinhaltet eine Besonderheit: Er wurde ursprünglich schon von der Clinton-Administration im Rahmen des Balkan-Stabilitätspaktes vorgeschlagen.
Die Infrastruktur dieses Korridors soll zu günstigen Preisen zur Deregulierung und Privatisierung freigegeben werden. Obwohl offiziell als Transportkorridor der EU von deren Verkehrsministern mit Brief und Siegel versehen, wurden die Machbarkeitsstudien für diesen Korridor von amerikanischen Firmen durchgeführt, finanziert von der TDA (Trade and Development Agency).
Die USA haben alles darangesetzt, um die Transport- und Kommunikationsinfrastruktur dieser Länder zu übernehmen.....
Amerikanische Firmen - inklusive Bechtel, Enron und General Electrics - konkurrieren mit finanzieller Rückendeckung der US-Regierung mit europäischen Firmen.
Washingtons Plan ist es, den gesamten achten Korridor für die amerikanischen multinationalen Firmen zu öffnen, d.h., amerikanischen Multis den ökonomischen Hinterhof Deutschlands, wo noch die D-Mark über den US-Dollar dominiert, zugänglich zu machen.
Der TRACECA : Verbindung Zentralasiens mit dem Kaukasus :
[www.traceca.org]
Übersetzung:
[translate.google.com]
Weiter muss ein paneuropäischen Korridoren ähnliches Projekt erwähnt werden, diesmal im Kaukasus und Zentralasien, nämlich das Programm TRACECA ( TRAnsport Corridor Europa Caucasus Asia ), ebenfalls von kontinentalen Ausmaßen. Seine Bedeutung für die westliche Wirtschaft beruht auf der Verbindung Zentralasiens mit dem Kaukasus. Eine Schwäche des TRACECA- soll, wie es 1997 ! in Helsinki formuliert wurde, die fehlende Verbindung des westlichen Endes des TRACECA- Korridors am Schwarzen Meer mit den europäischen Märkten gewesen sein. Diese Verbindung wird nun durch die Korridore vier und acht über den Hafen von Varna hergestellt.
Das Kosovo - Dreieck :
So hängen denn die Entwicklungsprojekte der nächsten 25 Jahre für den Kontinent Europa von der Realisierung der Korridore ab, die durch den Balkan verlaufen. Betrachtet man auf einer Karte den zentralen Knoten, der von den Korridoren 8. , 10 . und 4 . gebildet wird, sieht man ein Dreieck, das von Nis, Skopje und Sofia begrenzt wird.
Dieses Dreieck liegt mitten in Kosovo!
Irgendeine Instabilität in Serbien, Albanien oder Mazedonien wäre fatal für dieses Projekt, eines der größten der Menschheitsgeschichte !
Die USA zeigen ein unübersehbares Interesse, diesen strategischen Knoten der Transportkorridore im Balkan zu beherrschen. Sie verboten ein Projekt !, dass durch Serbien verlief, und sie boten Rumänien 100 Millionen Dollar, wenn sie die Route der geplanten SEEL- Pipeline (South Eastern European Line) , [tips.ccir.ro]
weiter nach Norden, also nach Ungarn, verschieben würden.
Die italienische Firma ENI hatte dieses Pipeline-Projekt unter Verwendung
bereits bestehender Pipeline-Infrastruktur in Slowenien, Kroatien und Serbien geplant.
Aber die USA haben den jugoslawischen Teil dieser Infrastruktur mit
bemerkenswerter Hartnäckigkeit Tag und Nacht ........bombardiert.
Drei Monate nach dem Beginn des Krieges teilte der britische General Jackson, Kommandeur der Kfor in Mazedonien und später auch in Kosovo, der italien. Zeitung "Sole 24 Ore " mit: "...heute ist es unbedingt erforderlich, die Stabilität Mazedoniens und seinen Beitritt zur NATO ! zu garantieren. Aber wir werden sicherlich eine lange Zeit hierbleiben, um die Sicherheit der Energiekorridore, die durch dieses Land führen, zu garantieren".
Die italienische Zeitung meldete außerdem:
"Es ist klar, dass sich Jackson auf den 8. Korridor bezieht.
Die Ost-West-Achse, in der eine Pipeline die Energieressourcen Zentralasiens vom Schwarzen Meer zur Adria bringen soll.
Dies erklärt auch, warum alle großen und mittleren Mächte bei der Beilegung des Konflikts in Kosovo ein Wort mitreden möchten.»
Pipelines in den Korridoren 8 und 10 :
Im März 2001 hatte der US-Kongress eine Debatte über den Bau der AMBO-
Ölpipeline vom Schwarzen Meer (Burgas) durch Bulgarien, Mazedonien und
Albanien nach Vlore.
Diese Pipeline würde den amerikanischen Markt monatlich mit Rohöl im
Wert von ca. 1 , 2 Milliarden DM versorgen !
Die Kontrolle über diese zukünftige Pipeline ist von strategischer Bedeutung und vermutlich ein Grund für die amerikanische Interventionen im Kosovo.
Die noch nicht vollständig erforschten und festgelegten Ölfelder im Becken des Kaspischen Meers sind verschiedenen Analysten zufolge Ursache für den gegenwärtigen geopolitischen Konflikt um die hauptsächliche Erklärung für die Einmischung der USA und der europäischen Länder nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion. Man nimmt an, dass am Kaspischen Meer mindestens so viele Ölreserven lagern wie am Persischen Golf.
Zwar sind diese Reserven weit weg vom Balkan, aber die Territorien, über die das Öl transportiert werden soll, sind es nicht. Wegen des beschränkten Verkehrs durch den Bosporus hatten westliche Strategen verschiedene mögliche Pipelinetrassen vorgeschlagen. Es wurden Routen vom Kaspischen Meer zum Persischen Golf, von Baku nach Ceyhan u. eben die über den Balkan diskutiert.
Die möglichen Routen für Pipelines über den Balkan verlaufen
natürlich entsprechend den Interessen der zukünftigen Nutznießer:
1. Variante : Burgas - Alexandrupolis ( Luk Oil zusammen mit Griechenland,
r u s s i s c h e Interessen )
2. Variante : Burgas - Vlore ( amerikanisches Konsortium AMBO, und :
H a l l i b u r t o n ( Ha ! siehe...Teil I )
a m e r i k a n i s c h e Interessen)
3. Variante : Constanta-Omisalj-Trieste via Rumänien, Serbien und Kroatien
( SEEL , italienische Firma ENI, EU-Interessen). Neben Serbien, Kroatien,
Bosnien-Herzegowina und Slowenien würden damit Italien, Österreich,
Deutschland und von dort der Rest Europas mit kaspischem Öl versorgt.
Und währen damit nach 45 Jahren endlich unabhängig vom Dollar -Ölpreis.
SEEL - Pipeline im Konflikt mit starken US- Interessen :
Die Route der SEEL-Pipeline über Jugoslawien ist auf Grund ihrer geo-
graphischen Lage bemerkenswert. Einflussreiche amerikanische Politiker
und Ölverbände beharren darauf, dass Jugoslawien in der direkten Nach-
barschaft vitaler amerikanischer Interessengebiete liege, nämlich in der Region des Schwarzen und Kaspischen Meeres.
Und wo immer vitale amerikanische Interessen im Spiel sind, finden sich auch NATO -Truppen, die sie schützen, und sogen. "Partnerschaft für den Frieden"
Truppen, Einsätze der Nato, ....
Europäische Interessen sind aber noch größer, da es nicht im Sinne Europas ist, wenn der Schlüssel zu seiner Versorgung in fremden Händen liegt !
Das Projekt SEEL, das von der italienischen Firma ENI vorgeschlagen und
projektiert wurde, läge genau im Transportkorridor von Constanta nach Trieste.
In einer 1. Phase sollte unter Nutzung des existierenden adriatischen Pipelinesystems eine Pipeline bis Omisalj verlegt werden. In einer 2. Phase würde dann die Pipeline von Omisalj mit der Transalpinen Pipeline in Trieste verbunden.
Nun wurde auf der internationalen Konferenz :
" Adriatic pipeline - new perspectives for transport
of Caspian oil to the European markets " , die im
Juni 2000 im Rahmen des Inogate-Programms stattfand,
genau diese Route als profiträchtigste ausgewählt.
[translate.google.com]
Die politischen Gründe gegen diese Pipeline seien mit dem Fall von Milosevics Regime nicht mehr gegeben, und Kroatien bestand auch nicht mehr auf einer Umgehung Serbiens via Ungarn.
Am 26./27.Oktober 2000 wurde auf einem Treffen derselben Gruppe in Brüssel die Unterstützung der Pipeline via Rumänien, Jugoslawien und Kroatien zugesagt.
Damit verliefe die Pipeline wieder entsprechend dem ursprünglichen, von ENI ausgearbeiteten Plan......
Am Abschlusstreffen von Inogate wurde von den Öltransportfirmen CONPET,
NIS Jugopetrol und Adriatic Pipeline ein Memorandum (eine Absichtserklärung zum Bau dieser Pipeline) unterzeichnet. Das Projekt fand die Zustimmung der staatlicher Stellen in Rumänien und Kroatien und sollte bald von Jugoslawien ratifiziert werden. Das Projekt hatte die Phase der Machbarkeitsstudie erreicht.
Ein Konsortium für den Bau der Pipeline sollte demnächst gegründet werden. Die Kapazität dieser Pipeline soll 30 Millionen Tonnen Rohöl jährlich betragen.
Die Hälfte würde an die Transit-Staaten gehen, der Rest sei für westeuropäische Kunden bestimmt.
AMBO-Pipeline im 8. Korridor :
Die AMBO-Pipeline oder Trans-Balkan-Pipeline - wie sie auch genannt wird -
soll Rohöl vom Hafen Burgas über Bulgarien, Mazedonien und Albanien zum
Adria-Hafen Vlore transportieren. Sie läuft also durch den 8. Korridor !
Die Verhandlungen im Zusammenhang mit dieser Pipeline wurden von Ange-
hörigen der US- Regierung ! ihm Rahmen der South Balkan Development
Initiative (SBDI) der TDA geführt.
Die SBDI soll Albanien, Bulgarien und Mazedonien helfen, ihre Transportinfrastruktur entlang des achten Korridors weiterzuentwickeln.
Es sieht so aus, als ob die EU von der Planung und den Verhandlungen über
diese Pipeline weitgehend a u s g e s c h l o s s e n war.
Das Memorandum of Understanding (MOU) über die AMBO-Pipeline und den
achten Korridor, das von Albanien, Bulgarien und Mazedonien unterzeichnet
wurde, beraubt diese Länder der n a t i o n a l e n S o u v e r ä n i t ä t , da die Exklusivrechte an der AMBO-Pipeline und dem achten Korridor an das anglo-amerikanische AMBO-Konsortium vergeben wurde.
(Und es wird vermutet, dass es in Afghanistan usw., auch einmal so sein wird..)
Dieses Memorandum hält fest, dass AMBO die e i n z i g e Partei ist, die die geplante Pipeline von Burgas nach Vlore bauen darf. Es gibt ausschließlich der AMBO das Recht, mit Kreditgebern und Investoren zu verhandeln. Den Regierungen von Albanien, Bulgarien und Mazedonien ist es v e r b o t e n , gewisse vertrauliche Informationen dieses PipelineProjektes zu veröffentlichen!
Die Arbeiten an den Transportkorridoren haben allgemein bereits begonnen.
So ist die Finanzierung des 8 . Korridors bereits abgeschlossen. 8 3 0 Familien hauptsächlich Bauern - wurden in Albanien wegen des achten Korridors enteignet; angeblich gegen eine Entschädigung.
Mit der Wahl des Hafens Vlore als Endpunkt ihrer Pipeline haben die USA
die v o l l e Kontrolle über die Versorgung der europäischen Länder
mit kaspischem Ö L !
Die Analytiker für europäische Angelegenheiten weisen darauf hin, dass
Griechenland ein EU-Land ist und die USA daher eine Pipeline von Burgas
nach Thessaloniki nicht kontrollieren können. Durch den "günstigen Krisenherd in Kosovo" kontrolliere die USA Albanien und damit auch die geplante AMBO-Pipeline.
Berücksichtigt man weiter, dass die USA bereits die Erdölproduktion im
Irak und im Persischen Golf kontrollieren und damit zumindest potentiell
auch die Versorgung aus dem kaspischen Bassin, dann wäre Europa bei
der Versorgung mit Öl ...weitgehend von den USA abhängig !
Wenn wir Russland einmal aus dem Spiel lassen.
Aber die sind schon lange aus dem Spiel draußen.
FAZIT :
Hier läuft ein gigantischer Wirtschaftskrieg ab, welcher von der Öl-
Industrie eingefädelt wurde. Und die USA mit England ist an der
Austragung militärischer Konflikte im Ausland wirtschaftlich hoch
interessiert. Denn auf die USA entfällt allein mehr als 50 % ! des
weltweiten Waffenexports.
( Im September 1997 stimmten 1 2 3 Länder der
L a n d m i n e n k o n v e n t i o n
z u. Die U S A l e h n t e n a b
(mit Afghanistan, China,Vietnam u. Russland, letzteres nur anfangs).
Präsident Clinton wollte sich nicht gegen das Pentagon stellen.
Und jede Bombe die man abwirft, jeder Militäreinsatz, usw., muss
von "Europa" im Rahmen der NATO - mitbezahlt werden, cash !
Außer von Frankreich; den Charles De Gaulle war ein Mann mit
Charakter und Verstand, der dieses "Game" von Anfang an durch-
schaut und nicht mitgemacht hat. Der ist 1966 aus dem Verein aus-
getreten und die sogen. NATO-Truppen und Stützpunkte mussten
1967 aus Frankreich abziehen. Die haben bis heute Abermilliarden $
lässig gespart.....
Die USA fühlen sich als einzige Weltmacht und demokratischste
Nation der Erde. Und sie seien der weltweit führende Sendbote der
Menschenrechte............
Dieser Anspruch der USA ist schlicht und einfach f a l s c h ;
Aber die USA hat nicht nur keinen Anspruch auf Weltführerschaft.
Ihr weltpolitisches Gebaren ist vielmehr strikt abzulehnen.
Ihr Verständnis von Kultur ist nicht meines.......
Wir schreiben den 11. September. Einige Flugzeugpiloten verlassen
den vorgesehenen Kurs und steuern zu allem entschlossen aufs Stadt-
zentrum zu. Im Visier haben sie die Symbole einer verhassten Gesell-
schaftsordnung. Kurz darauf Bomben-Explosionen, berstende Fassa-
den, Gebäude, die in einem Höllenlärm zusammenstürzen.
Staubbedeckte Überlebende, die sich zu retten versuchen.
Die USA - Medien übertragen die Tragödie live.
New York im Jahr 2001 ?
Nein, Santiago de Chile, anno 1973.
Mit tatkräftiger Hilfe der Vereinigten Staaten von Amerika stürzt General
Augusto Pinochet den sozialistischen Staatschef Salvador Allende und
hetzt die Luftwaffe auf den Präsidentenpalast.
Der Angriff, der Hunderte von Toten hinterlässt, ist der Beginn eines 15
Jahre währenden Folter- und Terrorregimes.
Den unschuldigen Opfern der abscheulichen Attentate von New York
und Washington gebührt mein Mitgefühl, den Hinterbliebenen Mitleid.
Doch es lässt sich nicht bestreiten, dass die Vereinigten Staaten - wie
jeder andere Staat der Welt - keinesfalls im Stande der Unschuld sind.
Waren sie nicht an zahllosen politischen Gewalttaten beteiligt, die
gegen das Völkerrecht verstießen und häufig auch klandestin abliefen:
in Lateinamerika, in Afrika, im Nahen Osten, in Asien ?
Gewalttaten mit unzähligen Toten, "Verschwundenen", Gefolterten,
Eingekerkerten und Vertriebenen?
Die Reaktionen der westlichen Staatsführungen und Medien, die sich
in proamerikanischen Solidaritätsbekundungen schier überschlagen,
sollte diese grausame Realität jetzt nicht vergessen machen !
Liste von Ländern, mit denen Amerika seit dem Zweiten Weltkrieg Krieg
geführt hat, die es bombardiert hat oder in denen es zumindest in kriege-
rische Auseinandersetzungen verwickelt war:
Korea (1950 bis 1953), Guatemala (1954, 1967-1969), Indonesien (1958),
Kuba (1959 bis 1961), Belgisch - Kongo (1965), Laos (1964 bis 1973),
Vietnam (1961 bis 1973), Kambodscha (1969 bis 1970), Grenada (1983),
Libyen (1986), El Salvador (achtziger Jahre), Nicaragua (achtziger Jahre),
Panama (1989), Irak (seit 1991 bis heute), Bosnien (1995), Sudan (1998),
Jugoslawien (1999).
Und jetzt ... "Afghanistan, das 1 8 . Land in nur 5 1 Jahren.
Und wie gehabt, nach dem gleichen Strickmuster, die amerika-
nischen oder britischen) Geheimdienste "züchten" einen Osama
Bin Laden, (mit Talibans), Saddam Hussein, usw. für ihre ur-
eigensten wirtschaftlichen und strategischen Interessen heran,
verkaufen ihnen (veraltete) Waffen, unterstützen sie eine zeitlang,
und später, wenn es " nicht so klappt ", wie man es sich vorge-
stellt hat, gibt es statistisch gesehen alle 3 Jahre einen kleinen
Krieg mit den üblichen " Kollateralschäden".
Das sind bisher - nach dem, was das Pentagon zugibt - n u r
ein Rot-Kreuz-Lager, ein voll besetztes Krankenhaus, drei Wohn-
gebiete, ein Staudamm (d.h. kein Strom mehr ) für den gerechten
Krieg in Afghanistan.
Aber 6 Millionen Afghanen leiden nach neuester Meldung an
Hunger. 4 Millionen haben bis Februar 2002 k e i n e Chance
zu überleben, weil auf Grund dieses erbärmlichen Krieges und
der riesigen Flüchtlingsströme kein Winterweizen gesät wurde.
Ach ja, habe ich vergessen, .... das sind nur Kollateralschäden.
Wie war das noch einmal mit den Ameisen ? ...........
gx
Hansi Schüller