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krainerforum
Beiträge im Thema:
12
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren
Beteiligte Autoren:
Roland Schorsch Dreher, Markus, Thomas, Siegi, Bernhard, rolf müller, andy, Andreas Mikula

Schettern oder Zittern

Startbeitrag von Markus am 01.11.2004 09:21

Hallo Leute,

ich bin der verzweiflung nahe.
Schettern oder zittern ????
Wenn ich eine schnelle Polka in der Diskant Seite mit einem Akkordeon begleiten soll,
fällt mir nach einem Song der Arm ab.
Gibt es eine Technik um diese schnellen Triolen zu bewältigen.
Sollte man nur aus dem Handgelenk zittern ??
Oder aus dem Unterarm ???





Grüße
Markus

Antworten:

Hi Markus!

Da kannst du völlig unbesorgt sein, wenn dir bei schnelleren Tempi der Arm wehtut. Das ist ganz normal und legt sich im Laufe der Zeit. Setzt dich einfach zuhause hin und spiel wirklich nur Teile aus einem flotten Stück im vollen Tempo, dann gönnst du dir wieder eine kleine Erholungsphase. Der Begleitprozess am Akkordeon ist eine langwierige Aufbauarbeit, die sich normalerweise im Laufe der Zeit stabilisiert. In unserer Branche gibt's da ja wirklich einige Begleit-Größen, die sind alle erst im Laufe der Zeit auf diese Tempi gelangt.
Also- Nix unnormales bei deinem Problem, lass auch ein wenig die Zeit für dich Arbeiten.

LG- Siegi

von Siegi - am 01.11.2004 10:27
Hy

Siegi hat absolut recht - das Training machts aus! Da ich leider nur in den Ferien mit einer Krainer-Gruppe unterwegs bin und nicht peranent Schettern kann, muss ich jeweils ein Aufbau-Training absolvieren, bis ich wieder 5 Stunden ohne grössere Probleme "durchhalten" kann.

Gruss Thomas

P.S. hab mal einen Akkordeonisten gesehen, der hat das Schettern ausschliesslich mit "rütteln" am Balg gemacht - das ist sogar noch schlimmer als der Mölltaler-Gitarist, welcher in beiden Richtungen die Saiten schlägt ;-))

von Thomas - am 01.11.2004 12:40
A propos "Balg-Rütteln":

Es gibt einen Studenten des Bruckner-Konservatoriums, der auch mit dem sogenannten "bellow-shake" begleitet - der macht das aber sehr gut (zwar ein wenig befremdend beim Zuhören, aber irgendwie interessant).

Gruß - Siegi

von Siegi - am 02.11.2004 10:36
Hallo Leute,

danke für die Tip´s !
Ih denke ich bin schon etwas schneller geworden.
Ist aber trotzdem "HÖLLEN :hot: Schwer",und ich ziehe den Hut vor allen,
die diese Technik beherschen.

Servus
Markus

von Markus - am 02.11.2004 22:40
Ich tu mir beim Schettern mit dem Balg leichter. Vor allem auf Zug gehts ziemlich leicht find ich. Ich hoff nur das is ned schlecht fürs Akkordeon, aber eine Morino hält schon was aus. Grüße. Andy

von andy - am 04.11.2004 18:35
Hallo Thomas,
das mit dem Vergleich mit dem Mölltaler-Sepp (Gitarre) mußt Du Dir aber mal genauer anschauen. Diesen "Schlag", den Du meinst, macht der Sepp nur, wenn er zu faul ist zum spielen, wenn er Lust hat, kann er sehrwohl einen Oberkrainer relativ
gut begleiten. Bei Ihm ist das wirklich reine Einstellungssache.
Wenn Du zum Vergleich dem Marian Popvic (früher Heimatlandecho, jetzt Alpenoberkrainer) zuschaust, wie der Oberkrainer begleitet, das sind Welten, aber auch Einstellungssache: Als er bei den Alpskis zum ersten Mal vorspielte, sagte er
(wörtlich): "Muß üben jeden Tag 2 Stunden Oberkrainerbegleitung, sonst nix gut genug für Alpenoberkrainer", in seinem kauderwelsch Slowenisch-Deutsch.
Schöne Grüße Schorsch

von Roland Schorsch Dreher - am 06.11.2004 11:39
Hallo Schorsch

Die von dir erwähnten zwei Gitarristen haben beide einen relativ eigenwilligen Stil und Sound (Ovation). Deshalb war ich auch etwas erstaunt, dass Marian zu den Alpski wechselte...

Gruss

Thomas

von Thomas - am 08.11.2004 07:38
@ Roland Schorsch Dreher

Marjan kann besser österreichischen Dialekt als du glaubst! Er spricht sicher nicht in so einem schlechten Deutsch.

Aber ich war auch recht erstaunt über seinen Wechsel, denn es ist trotzdem noch immer eine Umgewöhnung auf seine Begleitung.

von Andreas Mikula - am 09.11.2004 10:22
Liebe Oberkrainerfan- Gemeinde
Ich stelle fest, hier im Forum
hat der Mikula a) immer recht &
b) immer das letzte Wort
Locker bleiben, Mikula.
Den Marjan Popovic kenne ich seit ca. 20 Jahren, den brauchst Du mir nicht erklären.
Sorry, aber mit dem Heimatlandecho haben wir viele schöne Stunden schon erlebt, und auch auf der Bühne zusammen musiziert (z.B. beim 15 (!)-jährigen Jubiläum des HE vor
ziemlich genau 17 Jahren). Beim Abschiedskonzert auf der Riederalm (Salzburgerland)
war ich mit meinen Freunden ebenfalls dabei. Also A. Mikula, bitte die Kirche im Dorf lassen oder Schnauze halten.
Mfg, Roland Dreher, vlg. "Tiroler Schorschi"

von Roland Schorsch Dreher - am 11.11.2004 19:20
Lieber Akkordeonkollege,
man schettert oder zittert nicht, man spielt auch keine
Triolen, sondern es sind bei der Polka jeweils
2 Sechzehntel und ein Achtel pro Block.
Daß Dir der Arm abfällt, wundert mich überhaupt nicht,
weil bei den Akkordeons ab 1970 die weißen Tasten
auf einer Zweiten Achse gelagert sind, die einen
um 10mm kürzeren Hebel als die "schwarze" Achse hat.
Somit braucht man gerade in den Tonarten H,Cis,Fis
ekelhaft viel kraft und wird de facto immer neben
dem Rhythmus stehen.
Bei den alten Akkordeons (z.B.MORINO V M) waren alle
Tasten auf einer einzigen Achse gelagert, und wenn
dann auch der Hub (ca. 3,8mm) noch stimmt sowie die
Härte des Anschlagfilzes, dann spielt das Instrument
fast von selber.
schöne Grüße
Rolf

von rolf müller - am 18.01.2005 21:34
Hallo Markus! Hallo zusammen!

ich gebe dem Rolf Müller 100% recht!
Die richtige Tastatur bzw. deren Justage/Befilzung macht sehr, sehr viel aus.
Was aus meiner Erfahrung auch sehr wichtig ist, daß Du richtig "am Instrument" sitzt. Daß also die Diskant-Seite an der richtigen Position in Bezug auf Deinen Oberkörper sitzt, und daß das Instrument nicht "hin- und her-wackelt" z.b. beim Balgwechsel. Dafür sind die richtigen Trageriemen und deren Befestigungspunkte entscheidend.
Wenn Du beim Begleiten nicht "eins mit dem Instrument" bist, dann bekommst Du auch nur schwer das richtige Gefühl für die Technik des Oberkrainer Begleitens.
Daher ist auch z.b. aus meiner Erfahrung Begleiten im Sitzen schlechter als im Stehen.

Gruß
Bernhard

von Bernhard - am 19.01.2005 09:22
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