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KBS 970 - Forum
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vor 7 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
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225 030, Christoph Schneider, Stefan von Lossow, 218473, Martin-N, Robert Brütting, Eibacher, km63.8, Super Chief

Rettungsversuch für den ET 403 / 404 - m.L.

Startbeitrag von Stefan von Lossow am 23.12.2008 12:26

Hallo zusammen,

erneut gibt es einen Versuch, den ET 403 / 404, ursprünglich IC, später als Lufthansa-Airport-Express bekannt, zu retten.

Zitat

Dürener Modellbauer möchte Lufthansa Airport Express (ET403) retten.

Andreas Schreiber (42) ist passionierter Modellbauer. Seit über 24 Jahren sammelt er Modelle im Maßstab 1:87. ....... Schon in den 80er Jahren fiel ihm der ET 403/404 als Modell auf, .....
Nach dem er viele Jahre später in Besitz des H0-Modells des Donald Duck-Triebwagens kam, beschäftigte ihn natürlich die Frage, ob und wo das Vorbild "seines" Zuges anzutreffen sei und er musste die schreckliche Nachricht lesen, das die originalen Fahrzeuge in Kürze wohl Opfer des Schneidbrenners werden sollen.
Im Jahr 2001 wurden die Triebwagen von der Prignitzer Eisenbahn (PEG) erworben....... Der Zustand der Wagen wird von Experten mehr als kritisch eingeschätzt: Höchstens noch rollfähig sollen die Wagen sein.

Andreas Schreiber hat nun ein mutiges, aber unterstützenswertes Projekt entwickelt und sucht engagierte Mitstreiter, die ihm dabei helfen können.


Der komplette Artikel HIER!

Gruß, Stefan

Antworten:

Die Naiven sterben nicht aus......

.....der gute Mann hat wohl zuviel Geld (oder auch nicht, da er ja Mitstreiter sucht).

Zwar schade um den Zug, aber wenn es schon nicht möglich ist, einen Vt11.5 fahrbereit zu halten, dann wird das beim 403 erst recht nichts.

Meint Christoph

von Christoph Schneider - am 23.12.2008 13:30

Sehe ich auch so

Ich habe die Reste vor ein paar Jahren in der Prignitz dahinrotten sehen. Schon damals war der Zustand furchtbar. Ein Wiederaufbau im jetzigen Zustand kommt einem Neubau gleich, auch wenn viele Teile mit dem 420 identisch sein sollen.

Lutz

von km63.8 - am 23.12.2008 13:43

Sehe ich nicht ganz so

Hallo Christoph,

der Vergleich mit dem Vt 11.5 passt meines Erachtens nicht ganz.
Denn da ist die Schuld ganz einfach eine völlig verkehrte Prioritätensetzung seitens der DB. Hätte man die zur Verfügung stehenden Gelder in den betriebsfähigen Aufbau anstelle hölzerner Vertäfelungen und überteuerter Uniformen und ähnliches gesteckt, würde der TEE heute sicherlich rollen und Geld einbringen. Auch war man seitens der DB ja zu stolz, den im Vergleich zur Gesamtsumme niedrigen Restbetrag zur Fertigstellung sponsoren zu lassen.

Beim ET 403 ist das Unterfangen sicherlich von Anfang an bedeutend schwieriger, aber wer weiß, was für Gelder und vor allem Pläne bereits geschmiedet wurden.

Ich sage nur, Projekt RAm TEE in Holland.

Gruß, Stefan

von Stefan von Lossow - am 23.12.2008 13:58

Re: Sehe ich nicht ganz so

Hallo Stefan,

das mit dem Vt11.5 ist in der Tat bescheuert gelaufen, sofern ich das beurteilen kann. Aber oft steckt da ja mehr dahinter, als man es bei oberflächlicher Betrachtung erkennt.

Was ich jedoch im Hinterkopf hatte und warum ich das Beispiel brachte:
Der Vt11.5 (und auch der RAm) sind viel bekanntere, populärere und somit auch viel besser vermarktbare/freizügig einsetzbare Fahrzeuge als der 403. Und die Technik ist viel simpler. Die Substanz/der Erhaltungszustand der Fahrzeuge war auch besser und selbst dann hat es nicht geklappt.

Im Moment gibt es ja in Österreich ja auch die Diskussion um die Erhaltung eines 4010. So wie es ausschaut, wird da vielleicht eine Garnitur in Strasshof oder Ampfelwang vergammeln, das wars.

Bei dem ganzem Museumszeug dreht sich letztlich alles um die Frage, wer zahlt dafür und kann man das Fahrzeug mit vertretbaren Kosten erhalten.

Eine Möglichkeit wäre, zB einen Kopf vom "Donald Duck" in den Bahnpark zu überstellen und dort zumindest äußerlich aufzuarbeiten. Das wäre vielleicht ein realistisches Ziel und besser als nichts....

Gruß Christoph

von Christoph Schneider - am 23.12.2008 15:37

Aktiv werden bevor es (fast) zu spät ist.

Hallo,

der 4010 ist ein gutes aktuelles Beispiel.

Zitat

Im Moment gibt es ja in Österreich ja auch die Diskussion um die Erhaltung eines 4010. So wie es ausschaut, wird da vielleicht eine Garnitur in Strasshof oder Ampfelwang vergammeln, das wars.


Soweit darf es erst gar nicht kommen. Wenn ein Fahrzeug erhalten werden soll, muss man aktiv werden, wenn es ausser Dienst gestellt wird und nicht erst x Jahre später. Dann ist der Aufwand um ein Vielfaches höher. Dem steht jedoch häufig die Tatsache entgegen, dass der Betreiber mit dem vermeintlichen Schrott auch noch möglichst hohe Gewinne machen möchte. Eine kostengünstige oder kostenlose Abgabe an Enthusiasten zur Erhaltung scheidet somit aus.

Das Mindeste sollten eine Konservierung und eine geschützte Aufbewahrung sein.

Über die Frage was erhaltenswert ist, lässt sich hingebungsvoll diskutieren. Dies wird immer eine persönliche Meinung bleiben. Als Beispiel will ich die beim Brand in Nürnberg beschädigten Exponate nennen. Ich hätte den Adler-Nachbau auf der Prioritätenliste ganz nach hinten gesetzt. Viele Eisenbahnfreunde sind völlig anderer Meinung.


VG
Peter

von Super Chief - am 23.12.2008 16:22

Gut so :-)

Hallo Stefan,

danke für die Info.
Ich finde es in jedem Fall positiv, daß sich jemand bemüht, eine solch hochinteresante Splittergattung der Nachwelt zu erhalten.
Man denke nur an die exBaureihe 210: Da sind alle Maschinen verschrottet, kein Mensch redet mehr darüber. Um so lobenswerter ist es, daß sich jemand zumindest mal um die Reste der 403er kümmert.

In diesem Sinne "Frohe Weihnachten"

Wolfgang

von 225 030 - am 23.12.2008 23:20
So, es ist an der Zeit dieses Thema auszugraben.....

ET 403

So langsam gewinne ich immer mehr glauben an das Projekt.

Ich hoffe, es wird der Tag kommen, an dem ein ET 403 / 404 alt wieder an mir vorbei rollt.

Gruß, Stefan

von Stefan von Lossow - am 17.09.2011 19:48
Jetzt sehe ich es auch etwas optimistischer, zumindest steht ein richtiges Konzept dahinter. Aber ordentlich Geld wird man nach wie vor in die Hand nehmen müssen, ich frage mich immer, wo so etwas herkommt....

Gruß Christoph

von Christoph Schneider - am 18.09.2011 04:00

403 im Bahnpark....

Zitat
Christoph Schneider
Eine Möglichkeit wäre, zB einen Kopf vom "Donald Duck" in den Bahnpark zu überstellen und dort zumindest äußerlich aufzuarbeiten. Das wäre vielleicht ein realistisches Ziel und besser als nichts....


Na, ich weiss nicht, ob der Bahnpark da richtig ist. Da wird zusammengesammelt, was zu bekommen ist, aber bisher ist mir das Konzept nicht recht klar geworden. Wir bei vielen Vereinen geht da blinde Bestandssicherung (frei nach dem kindlichen "Haben will!") vor Erhaltung und Aufarbeitung.

Egal, schau'mer mal, was draus wird.

Eibacher

von Eibacher - am 18.09.2011 09:05
Servus Stefan,

danke für den Link :-)
Das sieht doch mal ganz positiv aus. Für so ein Projekt braucht es eben einen langen Atem.
Wer hätte gedacht, daß aus dem völlig verrotetten Prototyp-Eierkopf VT 92 501 noch mal etwas werden würde...

Schade nur, daß sich die DB von solchen Projekten so distanziert.
Weiß man eigentlich, was aus dem 601 geworden ist, der seinerzeit restauriert werden sollte?

Viele Grüße

Wolfgang

von 225 030 - am 18.09.2011 09:26

Re: 403 im Bahnpark....

Zitat

Da wird zusammengesammelt, was zu bekommen ist, aber bisher ist mir das Konzept nicht recht klar geworden. Wir bei vielen Vereinen geht da blinde Bestandssicherung (frei nach dem kindlichen "Haben will!") vor Erhaltung und Aufarbeitung.


Solche Äußerungen begründen die Vermutung, dass Du nicht einmal die Homepage des Bahnpark Augsburg angeschaut hast - aber ohne jedes Wissen läßt sich natürlich leichter stänkern ...

Zustimmen kann ich Dir allerdings, dass der Bahnpark keine Fahrzeuge aufarbeitet. Dazu müsste sich nämlich zunächst eine entsprechende Gruppe bilden, die dann allerdings durchaus im Bahnpark ihre Heimat finden könnte ...

Viele Grüße

RoB



von Robert Brütting - am 18.09.2011 19:43

Re: 403 im Bahnpark....

Servus,

gut, daß im Bahnpark Augsburg "zusammengesammelt wird, was zu bekommen ist."
So konnten möglicherweise Fahrzeuge gerettet werden, die vielleicht schon längst den Weg allen Eisens gegangen wären.

Eine Aufarbeitung oder die Fahrzeuge betriebsfähig zu machen, dürfte wohl an den überall begrenzten finanziellen Mitteln scheitern.

Wie schnell der Verlust von Fahrzeugen ohne eine Möglichkeit auf Ersatz gehen kann, sah man ja beim Brand in Nürnberg.
V 200 002, V 80 002 und 627 001 verloren, von den Dampfloks ganz zu schweigen.
Hätte der Bahnpark eine bekommen, wäre vielleicht heute noch eine 210 erhalten.

Mir persönlich gefällt der Bahnpark Augsburg und ich drücke den Mitwirkenden dort die Daumen, daß es dort ob mit oder ohne 403 gut weitergeht.

Viele Grüße

Wolfgang

von 225 030 - am 18.09.2011 20:38

Dem ist nichts hinzuzufügen, Wolfgang: Volle Zustimmung (owT.)

Gruss Stefan

von 218473 - am 18.09.2011 20:42

Re: 403 im Bahnpark....

Zitat
Wolfgang Schatz
Hätte der Bahnpark eine bekommen, wäre vielleicht heute noch eine 210 erhalten.

Was wäre daran sonderlich erhaltenswert gewesen? Die Gasturbinen und der Großteil der (dadurch bedingten) übrigen Unterschiede zu anderen 218 sind 1980-81 ausgebaut worden, so dass die Fahrzeuge keine relevanten Alleinstellungsmerkmale mehr hatten.

Eine 218 im Bahnpark wäre -- zumindest nach dem Ende ihrer Einsätze in Schwaben -- schön, aber einen besonderen Grund zur Ausstellung eines Exemplars aus 218 901 bis 908 sehe ich nicht.

Martin

von Martin-N - am 18.09.2011 22:39

Re: 403 im Bahnpark....

Die 210 hätte zumindest regionalen Bezug gehabt und wäre im Vergleich zu einer 218 etwas Besonderes gewesen.
Soweit ich weiß, wurde auch eine Gasturbine vom DB Museum aufbewahrt, wobei mir nicht bekannt ist, ob die dort noch vorhanden ist. Damit wäre ein Rückbau einer 218.9 samt altroter Lackierung theoretisch möglich gewesen.

Aber die 210 sollte nur ein Beispiel sein.
Wer hätte vor 10, 15 Jahren noch einen Ford Granada, einen Opel Rekord oder gar einen Golf 1 als etwas Besonderes oder gar Erhaltenswertes angesehen?
Heute kann man sie suchen, da sie fast alle verschrottet wurden...

Daß alles man nicht alles aufheben kann, ist mir auch klar, schon aus finanziellen Gründen. Aber gerade daher finde ich es gut, daß der Bahnpark Augsburg im Rahmen seiner Möglichkeiten alte Triebfahrzeuge aufbewahrt, vgl. den "Gläsernen Zug."

Viele Grüße

Wolfgang

von 225 030 - am 19.09.2011 07:10
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