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KBS 970 - Forum
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726 003, km63.8, _korridor, (ar), ChristianMUC, 218 240, RD

PM: Bahnstrecke Weilheim-Schongau wird schneller gemacht

Startbeitrag von km63.8 am 05.08.2010 19:08

Bitte hier lesen: Merkur Online

Gruß, Lutz

Antworten:

wer's glaubt....

von 726 003 - am 05.08.2010 20:11

Möglich ist es

Zitat
726 003
wer's glaubt....


Möglich ist es allemal, die Trassierung Weilheim - Peißenberg lässt 100 km/h ohne Probleme zu. Den BÜ Grasla schließen, BÜ Schönau/Oderding sichern und Peißenberg so umbauen dass gleichzeitige Ein- und Ausfahrten möglich sind und man hat den Fahrzeitgewinn fast rein. Den BÜ St.Georgenweg am südlichen Bahnhofsende Peißenberg sichern oder auflassen und noch eine Minute ist gewonnen.

Gruß, Lutz

von km63.8 - am 06.08.2010 05:29

Re: Möglich ist es

Zitat
km63.8
Den BÜ Grasla schließen.

Schließen? Die Landwirte werden nur dann auf ihr über 100jähriges Wegerecht verzichten, wenn dieses teuer von DB Netz abgelöst wird -> Aus welcher Kostenstelle ??

Zitat
km63.8
Den BÜ Schönau/Oderding sichern

Sichern? Müßte die Gemeinde Polling mitfinanzieren - die ist ebenso pleite, wie den Pollinger ganz Oderding wurscht ist.

Zitat
km63.8
Peißenberg so umbauen dass gleichzeitige Ein- und Ausfahrten möglich sind und man hat den Fahrzeitgewinn fast rein.

Umbauen? Das EBA ist sich ja schon uneins, ob überhaupt Halbschranken am BÜ Sulzer Straße zulässig sind (örtliche Nähe Kindergarten)

Zitat
km63.8
Den BÜ St.Georgenweg am südlichen Bahnhofsende Peißenberg sichern oder auflassen und noch eine Minute ist gewonnen.

Auflassen? Hast Du die Firmen im ehemaligen Zementwerk und die Schrebergärtler dagegen.
Sichern? Müßte die Gemeinde Peißenberg mitfinanzieren - die ist pleite (!)


Möglich ist alles - aber wann ?
Für mich ist diese Anfrage reines "Politikergewissen beruhigen" - getreu dem Motto: "Ich hab mich ja für Euch eingesetzt".

Eine zeitnahe Realisierung halte ich unter den gegebenen Umständen (Priorität für DB Netz selbst, Finanzierungsvorbehalte, mangelnde Co-Finanzierung durch die Kommunen) für nahezu ausgeschlossen.
Also reden wir von 2025 und später . . .


Gruß,
Thomas



von 218 240 - am 06.08.2010 07:24

wird in Bayern wieder mal gewählt?

Der Ausbau der Strecke für höhere Geschwindigkeiten scheiterte bislang immer an den BÜ. Erinnern wir uns nur mal an den BÜ "St.Georgenweg" am südlichen Bahnhofsende Peißenberg. Seit rund 10 Jahren ist dort eine techn. Sicherung im Gespräch...

UND:
Alle BÜ kommen auf den Prüfstand: Erhöhung der Geschwindigkeit heißt auch, alle neuen Vorschriften müssen umgesetzt werden (zusätzliche Fußgängerschranken, Straßenaufweitungen, Schleppkurven etc.). Und die Gemeinden dürfen alles zu einem Drittel mitfinanzieren...

von 726 003 - am 06.08.2010 11:51

Re: Möglich ist es

Zitat
218 240
Eine zeitnahe Realisierung halte ich unter den gegebenen Umständen (Priorität für DB Netz selbst, Finanzierungsvorbehalte, mangelnde Co-Finanzierung durch die Kommunen) für nahezu ausgeschlossen.
Also reden wir von 2025 und später . . .

Gruß,
Thomas


Ganz so pessimistisch wäre ich nicht...

von ChristianMUC - am 06.08.2010 13:23

Re: wird in Bayern wieder mal gewählt?

Das "dürfen" gefällt mir hier nicht. Die Eisenbahn braucht die BÜs nicht. Die sind Wunsch derjenigen, die da drüber wollen. Sie sind die gefährlichste Einrichtung überhaupt, die die Eisenbahn im Schlepptau hat und glaube mir, eine feste Sperrschranke hinmontieren würden die meisten Eisenbahner sicher sofort, wenn man sie ließe..
Deswegen: die Gemeinden müssen das finanzieren, denn sie profitieren davon und wollen diese gefährlichen Einrichtungen!

von RD - am 07.08.2010 07:15

Re: wird in Bayern wieder mal gewählt?

Zitat
Roman D.
Die Eisenbahn braucht die BÜs nicht. Die sind Wunsch derjenigen, die da drüber wollen.


Das ist schlichtweg falsch: Die Grundstücke und die Verbindungswege waren eher da als die Eisenbahn! Das ist auch der Grund, warum auf der Strecke Murnau - Oberammergau ein Bauer X sage und schreibe VIER Privatübergänge besitzt - nämlich weil durch den damaligen Bahnbau seine Grundstücke zerschnitten wurden und die Eisenbahn sich verpflichten musste, Übergänge zur Erreichbarkeit aller Grundstücke zu schaffen.

Im EKrG steht dazu:

§ 3. Wenn und soweit es die Sicherheit oder die Abwicklung des Verkehrs unter Berücksichtigung der übersehbaren Verkehrsentwicklung erfordert, sind nach Maßgabe der Vereinbarung der Beteiligten (§ 5) oder der Anordnung im Kreuzungsrechtsverfahren (§§ 6 und 7) Kreuzungen
1. zu beseitigen oder
2. durch Baumaßnahmen, die den Verkehr an der Kreuzung vermindern, zu entlasten oder
3. durch den Bau von Überführungen, durch die Einrichtung technischer Sicherungen, insbesondere von Schranken oder Lichtsignalen, durch die Herstellung von Sichtflächen an
Bahnübergängen, die nicht technisch gesichert sind, oder in sonstiger Weise zu ändern.

Der Bahnübergang ist eine Bahnanlage und die Eisenbahn ist nach EBO für den sicheren Betrieb auf den Bahnanlagen verpflichtet.



von 726 003 - am 07.08.2010 13:13

100-jähriges Wegerecht der Bauern

Das 100-jährige Wegerecht ist schon längst überfällig. Früher, wo man mit Ochsenkarren und Pferde auf die Felder gefahren ist, war man über den kürzesten Weg froh um die Tiere zu schonen. Heute haben viele Landwirte Traktoren mit weit über 100 PS und fahren Durchschnittlich mit 45 km/h durch die Landschaft, so dass ein Umweg von einigen hundert Metern, ja sogar bis einen Kilometer keine Rolle mehr spielt.
Oft nehmen auch heute schon Bauern den Umweg, da sie mit ihren großen Maschinen bei einem besser ausgebauten Bahnübergang besser über die Gleise kommen. Viele Bahnübergänge sind für moderne landwirtschaftliche Geräte gar nicht mehr geeignet.
Wenn ein Bauer auf sein Wegerecht weiterhin bestehen möchte, dann muss er halt für einen Teil der Kosten für Sanierungen aufkommen. Dann aber werden die kleinen Bahnübergänge schnell abnehmen, da kein Landwirt einen Weg über Schienen mitfinanziert. Die Zeiten haben sich eben geändert, das gilt auch für die Landwirtschaft.
Das wäre mal ein Thema für die Sendung „Unser Land“ im BR III-FS.

Gruß
Alwin

von (ar) - am 08.08.2010 07:25

Re: 100-jähriges Wegerecht der Bauern

Viele der Privatwegübergänge im Lande werden heute eher von Nichtberechtigten benutzt als vom Bauern selber. Der läßt sie aber liegen, weil er darauf hofft, sich am Tag X den Verzicht vergolden lassen zu können. So die Erfahrung vom
korridor

von _korridor - am 08.08.2010 08:52

nicht nur Bauern...

Zitat
(ar)
Wenn ein Bauer auf sein Wegerecht weiterhin bestehen möchte, dann muss er halt für einen Teil der Kosten für Sanierungen aufkommen.


Nein, das muss er eben nicht! Wer eine Gestattung bekommt, muss den "Geschädigten" eben entschädigen.

>>> siehe Beispiel Nord-Ostsee-Kanal: Der Staat hat eine künstliche Wasserstraße geschaffen und damit die Landwege (Straßen) zerschnitten. Er hat dafür zu sorgen, dass die Leute weiterhin ihre Wege (kostenfrei) benutzen können. Deshalb sind alle Fähren an diesem Kanal für alle Benutzer (incl. Kfz) kostenfrei.

von 726 003 - am 08.08.2010 09:14

PM - zweiter Aufguss - Ausbau der Kreuzung soll Züge beschleunigen

Bitte hier lesen: Merkur Online

Das Sommerloch scheint groß zu sein wenn der Merkur eine fast identische Meldung im Monatsabstand bringt.

Auf der Strecke gibt es übrigens keinen einzigen fahrzeitrelevanten Privatüberweg (siehe Diskussion oben), die Reserven stecken im Bahnhof Peißenberg und an öffentlichen Bahnübergängen.

Lutz

von km63.8 - am 11.09.2010 06:56
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