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vor 12 Jahren, 10 Monaten
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Bernd S.

Neues aus Haste

Startbeitrag von Bernd S. am 15.06.2005 21:26

Interview mit SG-Manager Uwe Lehfeld

Handball (hga). Die SG Hohnhorst-Haste hat die Vorbereitung auf die Saison 2005/06 in der Männerhandball-Oberliga aufgenommen. Dabei ist nicht nur der Trainer Olaf Kahl neu, mit Uwe Lehfeld ist ein neues Gesicht auf neuer Position hinzugekommen. In der vergangenen Saison noch Kotrainer beim MTV Post Eintracht Celle, soll Lehfeld sich nun um die Sponsoren der SG kümmern. Eine schwierigeAufgabe in schwierigen Zeiten, die Sponsorengelder sitzen längst nicht mehr so locker wie noch vor Jahren. Unser Mitarbeiter Heinz-Gerd Arning sprach mit Lehfeld über weitere Aufgabenfelder und Marktchancen.

Herr Lehfeld, vor kurzem waren Sie noch aktiv als Trainer, jetzt sind sie in die administrative Ebene gewechselt. Woher kommt der Sinneswandel?

"Das ist kein Wandel, da ich in Haste von 1994 bis 1999 das Management mitgestaltet habe, mit der Familie Koch hauptsächlich, und ich auch in Celle im Umfeld tätig war. Ich war Trainer und Spieler, aber ich habe auch im Hintergrund gearbeitet. Es ist eine Tätigkeit, die ich immer schon gemacht habe."

Sie leben in Hannover, ein Stück weg vom Schaumburger Land. Wie wollen Sie die für eine erfolgreiche Sponsorengewinnung nötigen persönlichen Kontakte pflegen?

"Ich habe mich schon immer als Haster gefühlt, habe hier zehn Jahre gespielt und bin es gewohnt, für den Handball zu reisen. Hier habe ich mit den Leuten ein vertrauliches Verhältnis, auch wenn ich in Hannover wohne. Mit vielen Leuten, auch mit solchen, mit denen ich gespielt habe, pflege ich private Kontakte. Es ist keine fremde Umgebung, sondern alles gewohnt."

Schaumburg ist eine Handballhochburg, Vereine wie sie SG, der MTV Obernkirchen oder der MTV Großenheidorn locken immer wieder etliche hundert Zuschauer in die Hallen. Wo sehen Sie Möglichkeiten, diese Zahlen zu steigern und die SG somit attraktiver für Sponsoren zu machen?

"Das kann nur im Einklang mit dem sportlichen Erfolg gehen. Ich war in den letzten fünf Jahren oft in der Halle und weiß, was für Möglichkeiten bestehen, wenn eine sportlich erfolgreiche Mannschaft aufgestellt wird. Werbung bei der jetzigen Situation hier her zu holen, ist natürlich schwierig, aber wenn wir sportlichen Erfolg haben, wird die Halle voll sein, und wir werden einen erfolgreichen Weg gehen."

Im Fußball stagnieren die Zuschauerzahlen auf Grund eines gesunkenen Niveaus, hinzu kommt, dass die vor Jahrzehnten noch gültigen Strukturen sich geändert haben. "Papa" geht nicht mehr automatisch am Sonntag zum Fußball oder Handball. Wie wichtig ist für Sie das Ansprechen der für Sponsoren so wichtigen Zielgruppe "Familie"?

"Das ist ein sehr wichtiger Faktor. Es ist das Problem, dass viele Abhängigkeiten innerhalb der Familie bestehen, man muss eine Veranstaltung präsentieren, wo auch das Kind und die Mutter mitkommt. Da muss ein Verein versuchen, Ideen zu forcieren, die die ganze Familie in die Halle bringen."

Erwarten Sie, dass Sponsoren künftig den höherklassigen Handball stärker als regelrechte Ware vermarktet sehen wollen und können Sie diesen Erwartungen gerecht werden?

"Ich denke schon, dass die Sponsoren gewisse Erwartungshaltungen haben. Werbung ist kein einseitiges Geschäft. Ich will persönliche Kontakte und ein vertrauliches Verhältnis haben. Wir müssen Initiativen zeigen, damit die Werbepartner hier eine Heimat haben. Es muss ein Geben und Nehmen sein, dass muss als Politik auch in den Verein hinunter gebrochen werden."

Ihnen werden gute Kontakte in der Handballwelt nachgesagt, wird auch die Neuverpflichtung von Spielern zu Ihren Aufgaben gehören?

"In der Tat habe ich eine Menge Kontakte, und es wäre fahrlässig, diese Kontakte nicht zu nutzen. So was kann aber nur im Einklang mit Olaf Kahl erfolgen."

Bei der Bekanntgabe Ihrer Verpflichtung hieß es von Seiten der SG, dass auch die Rolle eines Kontaktmannes zwischen Mannschaft und Vorstand zu Ihren Aufgaben gehört. Wäre da die Titulierung "sportlicher Leiter" nicht passender?

"Ich habe mir keine Gedankenüber die Titulierung gemacht, weil wichtig ist, was man macht. Ich weiß, wo hier der Schuh drückt, und ich werde alles dafür tun, dass die Probleme, die da sind, beseitigt werden. Es gibt aber auf der sportlichen Ebene zwischen Olaf Kahl und mir eine klare Trennung. Er ist der Trainer und ich habe im Umfeld meine Tätigkeiten zu tun. Wenn es dazu gehört, eine Verbindungsperson zu Spielern herzustellen, bin ich dazu gerne bereit."

Quelle: Schaumburger Zeitung

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