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Handball Oberliga Sachsen-Anhalt
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
zurechtrücker, Leser, Fanclub SVL, Fanclub Eiche 05

Spielbericht SVE-SVL

Startbeitrag von Fanclub Eiche 05 am 15.11.2004 14:58

Es war ein denkwürdiges Handballspiel am Samstagabend in
der Ehlehalle. Die Biederitzer, die den Sieg nach einer 19:11 Pausenführung
eigentlich schon in der Tasche hatten, mußten in einer packenden Begegnung
schließlich beide Zähler abgeben. Eine fatale Fehlentscheidung der
Unpaarteiischen aus Köthen könnte jedoch eine Wiederholung des Spieles nach
sich ziehen.

Doch der Reihe nach. Nach kurzem Abtasten, nach vier Minuten stand es 2:2
Unentschieden, fanden die Hausherren schnell den Spielfaden und zogen durch
Treffer von Rainer Haberkorn, Steve Schumacher, Jens Aebi und Gerd Uhlmann
auf 6:2 davon. Grundlage dafür bildete eine hervorragend harmonierende
Abwehr, die den Rückraum der Gäste kaum Entfaltungsmöglichkeiten bot. Auch
dem brandgefährlichem Linksaußen Tino Bzdok blieben zunächst Tore versagt.
Im weiteren Verlauf bauten die Mannen um Kapitän Rainer Haberkorn den
Vorsprung sogar auf 9:4 aus. Yves Steinweg, Gerd Uhlmann und Ingo Heitmann
schlossen gut herausgespielte Chancen sicher ab. Nach 23 Minuten stand es
schließlich sogar 14:6 für die Hausherren, die bis dahin ihre beste
Saisonleistung gezeigt hatten. Zu diesem Zeitpunkt glaubten wohl nicht mal
die zahlreich mitgereisten Langenweddinger Fans, das ihr Team an diesem Tag
etwas Zählbares aus der Ehlehalle mitnehmen würden. Mit einer klaren 19:11
Führung ging es in die Pause. Rainer Haberkorn (3) und Jens Aebi (2) legten
mit ihren Toren dafür den Grundstein.
In der Halbzeit wurde gerade aufgrund des hohen Vorsprunges nicht mit
warnenden Worten gespart. "Wir dürfen uns jetzt nicht hängen lassen und
genauso weiterspielen wie in den ersten dreißig Minuten", war der einhellige
Tenor.
Doch was dann folgte, hatten viele der über 150 Zuschauer wohl noch nie
erlebt. Zwar behaupteten die Einheimischen ihre Führung vorerst (21:14),
aber der Schlendrian hatte vortan in der Deckung und besonders im Angriff
Einzug gehalten. Konzentrationsmängel in allen Mannschaftsteilen standen nun
auf der Tagesordnung. Nicht zu verkennen war aber auch, das die Gäste den
zweiten Durchgang mit einer ganz anderen Einstellung begannen.
Bis zur 38. Minute schmolz der Vorsprung der Biederitzer auf fünf Tore
(22:17). Selbst als der alte Abstand (25:18) wieder hergestellt wurde,
kehrte in das Angriffsspiel der Hausherren keine Ruhe mehr ein. Die
Bördehandballer verkürzten bis zur 43. Minute auf 21:25 und waren längst
wieder im Spiel.
Auch die genommene Auszeit der Ehlehandballer zeigte nur kurzen Erfolg, als
Jens Aebi zum 26:22 traf. Im weiteren Verlauf kämpften sich die Gäste weiter
heran und schafften durch ihren überragenen Linksaußen Tino Bzdok den 26:27
Anschluß. Als Jens Aebi zwei Treffer in Folge zum 29:26 gelangen, schienen
die Biederitzer wieder Oberwasser zu bekommen. Dazu gesellte sich die
doppelte Zeitstrafe gegen den Langenweddinger Steffen Lange, der sich mit
einigen Schiedsrichterentscheidungen nicht anfreunden konnte. Trotzdem
schafften die Gäste anschließend das 27:29 und kamen nach einem technischen
Fehler erneut in Ballbesitz.
Dann sollte die spielentscheidene Szene folgen. Die Gäste brachten ihren
sechsten Feldspieler nach lediglich zwei Strafminuten wieder zurück in die
Partie. Erst nachdem die SVL- Handballer zum 28:29 trafen, wurde dieser
Fehler vom Schiedsrichtergespann Benecke/Behrendt bemerkt. Ihre dann
gefällte Entscheidung sollte später Grundlage für den eingelegten Protest
der Biederitzer bilden, denn statt zwei Langenweddinger mit einer Zeitstrafe
zu belegen, wurde nur einer auf die Bank verbannt. Auch der anwesende
Schiedsrichterbeobachter sprach nach der Begegnung von einem klaren
Regelverstoß.
In dieser entscheidenen Phase gelang Dirk Hesse und Yves Steinweg das 31:28.
Doch danach walteten und schalteten nur noch die Gäste. Linksaußen Tino
Bzdok machte mit seinem Gegenspieler was er wollte und traf aus allen Lagen.
Zwei Sekunden vor Schluß hieß es 31:31. Den letzten Freiwurf verwandelte
natürlich Bzdok mit seinem fünfzehnten Treffer nach Zuspiel von David Herpig
zum 32:31 Endstand.

"Diesen Mist haben wir uns selbst eingebrockt. Solch einen großen Vorsprung
müssen wir verteidigen. Wir sind in den zweiten dreißig Minuten völlig
kopflos aufgetreten. Unserem Einspruch rechne ich gute Chancen aus, da es
ein eindeutiger Regelfehler der Unpaarteiischen war", meinte ein wie die
Zuschauer fassungsloser Ernst Gerlach nach dem Schlußpfiff.

SV Eiche 05 Biederitz mit: Wiedemann, Lehmann; Heitmann (3), Schumacher (5),
Uhlmann (9), Aebi (4), Hesse (1), Haberkorn (6/5), Freistedt (1), Steinweg
(2)

Antworten:


Bei aller berechtigten Kritik an der Entscheidung der Schiedsrichter sollte man aber eventuell auch überdenken, keine "Teenies" an den Zeitnehmer - Tisch zu setzen, welche der angespannten Situation während des Spiels ggfs. nicht gewachsen sind....denn dort lag der Ursprung der Fehlentscheidung, da man die Information an die Langenweddinger Bank weiter gab, dass man nur eine 2-min Strafe bekommen hatte, anstatt der wohl ursprüngliche angezeigten Strafe von 4-min! Es ist doch wohl nur selbstverständlich, das ein Spieler im Eifer des Gefechts nach der Zeit auf das Spielfeld rennt, welche auf dem ausgegebenen Zettel stand!
...also...das nächste mal am besten Personen einsetzen, die in der Lage sind, in angespannten Situationen abgeklärt zu arbeiten!!


Eine ruhige Woche noch und auf weitere derart spannende Spiele!!!

von Fanclub SVL - am 15.11.2004 17:59


Handball-Oberliga: Männermannschaft des SV Langenweddingen überraschte bisherigen Spitzenreiter Eiche Biederitz
In der Höhle des Löwen in einen Rausch gespielt

Die Zuschauer sahen eine ungewöhnliche Begegnung. Gegensätzlicher konnte der Verlauf der beiden Spielhälften nicht sein. Während die 1. Halbzeit klar an den Spitzenreiter ging, buchte der Tabellenneunte die zweite Hälfte mit sage und schreibe 21:12 Toren für sich. 58 Minuten lang behauptete der Favorit eine Führung, in der ersten Hälfte teilweise mit acht Toren, um am Ende leer auszugehen.

Nach kurzem Abtasten (2:2) begann Eiche mit dem erfolgreichen Spiel der ersten 30 Minuten. Beim 6:2 und 12:5 fand der SVL kein Konzept gegen den Sturmlauf der Hausherren. Die Deckung fand keine Mittel gegen die wurfgewaltigen Eiche-Angreifer, und der harmlose SVL-Angriff stellte die Platzherren kaum vor Probleme. Immer wieder ließen die Gäste nach vergebenen Chancen Konterangriffe zu, die zu Gegentoren führten. So ging es über ein 16:8 mit einem 19:11 in die Pause. Da gab es in der Kabine der Gäste natürlich jede Menge "Gesprächsbedarf".

Die Worte des Trainers fielen auf fruchtbaren Boden, denn der SVL präsentierte sich im zweiten Spielabschnitt in anderer Qualität. Die Deckung stand jetzt wie eine undurchdringliche Mauer. Dafür sorgten vor allem David Herpig, Matthias Lücke und Thomas Rittrich. Und was durchkam, bügelte Steffen Oppenheimer im SVL-Tor aus. Nach und nach spielte auch der Angriff der Gäste effektiver. Nach Treffern von Tino und Carlo Bzdok, Steffen Lange und david Stolze schmolz das Biederitzer Torepolster nach einem 25:21 immer weiter. Die Gäste spielten sich in einen wahren Rausch, an dem Tino Bzdok auf der Außenposition gehörigen Anteil hatte. Er war trotz harter Attacken ein Vorbild an Effektivität beim Torwurf und zog seine Nebenleute mit. Der SVL kippte die Partie über ein 27:25 noch. Die Gastgeber wirkten angesichts der Aufholjagd verunsichert und kassierten den Ausgleich (31:31).





In den letzten 30 Sekunden war es erneut der unermüdlich rackernde Tino Bzdok, der nur durch Foulspiel gestoppt werden konnte. Den Strafwurf spielte David Herpig verdeckt auf David Stolze, der mit sehenswertem Wurf den Siegtreffer erzielte.

Der Erfolg in der Höhle des Löwen dürfte dem SVL viel Selbstvertrauen für die kommenden Spiele gegeben haben.

SV Langenweddingen: Oppenheimer, C. Bzdok (3), Friedl, T. Bzdok (15), Stolze (3), T. Rittrich (3), Herpig (1), Lücke (1), Lange (4), Philippczyk (1), P. Rittrich (1).

von Leser - am 16.11.2004 07:54
Das isser wieder...
Fanclub SVL hat recht.
die niederlage auf diese eine szene zu schieben, wäre zu einfach.
eigentlich war es einfach:
Biederitz in der zweiten hälfte die schlechteste hz in dieser saion, SVL wohl eine der besten...
verdienter sieg.
aus die maus!

von zurechtrücker - am 17.11.2004 09:39
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