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2 Bilder vom Kurs 6027 heute

Startbeitrag von Jens Stein am 14.10.2009 13:17

Ich bin vorhin mal mit dem Kurs 6027 von der Lloydstraße bis zum Brill mitgefahren.
Was den Fahrgästen sehr zu schaffen macht, ist die Schilderung "6E Betriebshof Neustadt".
Es traute sich kaum jemand am Doventor und bei Radio Bremen einzusteigen.
Vielleicht wäre es sinnvoller den Wagen erst noch als "2E Domsheide" zu schildern.
Nebenbei wäre das dann der erste Bertaeinsatz auf der 2 :D.

Hier noch 2 Bilder:


Heute 3113 auf Kurs 6027 an der Haltestelle Lloydstr. Rechts das wohl am wenigsten genutze Wartehäuschen im Liniennetz der BSAG.


Kurz vorm Doventor. Aufgrund der Ferien stiegen aber am Doventor kaum Fahrgäste ein.


Antworten:

Re: 5 weitere Bilder vom Kurs 6027 heute

Moin zusammen,

heute war die Gelegenheit günstig und ich machte mich in die Überseestadt auf, um den Kurs 6027 zu fotografieren. Das Ergebnis könnt Ihr im Folgenden sehen:

Nur zwei Minuten gaben die Wolken die Sonne frei und ermöglichten diese beiden Aufnahmen an der Haltestelle „Eduard-Schopf-Allee“, die vom 3113 ohne Halt durchfahren wurde.






Kurz darauf entstand der Nachschuss in Richtung Kellogs’s.




Nach einem kurzen Positionswechsel, konnte ich gerade noch die 6E am Ende der Hans-Böckler-Straße auf den Chip speichern. Entschuldigt bitte die diversen Masten und Schilder im Bild, aber für eine bessere Ausrichtung des Fotopunktes war leider keine Zeit.





Wie Jens Stein schon schrieb, war die Zahl der Fahrgäste, die dann am „Doventor“ in die Bahn einstiegen, sehr übersichtlich. Von den vier an der Haltestelle stehenden Personen, konnten sich lediglich drei dazu entschließen, mit der Bahn mit zu fahren. Ich denke mal, dass sich die Situation nach dem Ende der Herbstferien ändern wird.


Gruß
Dietmar


von Dietmar Krebs - am 14.10.2009 13:47

Re: Besetzung E- Wagen

Heute am Schultag war die Bestzung schon deutlich besser,(oder Schüler sind mutiger?)
An der Lloydstr. stiegen etwa 10 Personen ein, am Doventor dann etwa 50, an der VHS kam noch ein ganzer Schwung, so dass Richtung Brill nahezu alle Sitzplätze belegt waren,wie ich an der Domsheide beobachten konnte, wird die Direktverbindung richtung Neustadt auch rege genutzt, es blieben viele leute sitzen.

von T.Hancke - am 20.10.2009 18:08

Re: mehr Direktverbindungen


Zitat

wie ich an der Domsheide beobachten konnte, wird die Direktverbindung richtung Neustadt auch rege genutzt, es blieben viele leute sitzen.


Ich finde sowieso, daß Bremen mehr Direktverbindungen gebrauchen könnte, um diese strenge Trennung zwischen Ost-West-Linien und "Nord-Süd-Linien" (die Bezeichnung ist wohl nicht ganz passend, gemeint sind SL 1, 4/5, 6, 8) mal aufzulösen.
Sinnvoll wären m.E. Verbindungen zwischen Neustadt und Walle oder zwischen Neustadt und Ostertor, zumal die Umsteigewege am Brill oder an der Domsheide nun ja auch wirklich nicht optimal sind.


von VolkerP - am 20.10.2009 18:45

Re: Besetzung E- Wagen

Zitat

Ich finde sowieso, daß Bremen mehr Direktverbindungen gebrauchen könnte, um diese strenge Trennung zwischen Ost-West-Linien und "Nord-Süd-Linien" (die Bezeichnung ist wohl nicht ganz passend, gemeint sind SL 1, 4/5, 6, 8) mal aufzulösen.
Sinnvoll wären m.E. Verbindungen zwischen Neustadt und Walle oder zwischen Neustadt und Ostertor, zumal die Umsteigewege am Brill oder an der Domsheide nun ja auch wirklich nicht optimal sind.


Ach, das wäre ein Traum... Als Anwohner der Haltestelle Sielwall habe ich ja nun den Luxus von drei Straßenbahnlinien vor der Haustür. Blöd nur, dass 2, 3 und 10 SEHR vergleichbare Linienführungen haben. Die (nun wohl eingestellte) 6E ab Wulwesstraße zur Uni war eine tolle Einrichtung. In einem Semester konnte ich eine der beiden Fahrten pro Tag auch optimal nutzen... Da das Bremer Straßenbahnnetz ja nun aus einem zerfransten Kreuz besteht (Nord: Kulenkampffallee, Uni - Ost: Borgfeld, Osterholz, Sebaldsbrück, Weserwehr - Süd: Arsten, Flughafen, Huchting, West: Gröpelingen über Hafenrandstraße bzw. Waller Heerstraße) fände ich es riesig, wenn jeder Ast eine Verbindung in jede Himmelsrichtung hätte. Ich weiß, es gibt diesbezüglich keine Notwendigkeit hinsichtlich der Fahrgastströme bzw. keine geeignete Linienführung unter Verwendung der existierenden Haltestellenanlagen, aber schön wär's trotzdem...

von oefahrer - am 20.10.2009 23:02

Re: Verbindung Gröpelingen-Überseestadt-Hbf

Moin zusammen,

ich bin der Meinung, dass es schnellstmöglich eine Verbindung Gröpelingen - Häfen - Überseestadt - Daniel-von-Büren-Str. - Hauptbahnhof und zurück geben müsste. Ich habe viele Kollegen, die mit dem Zug am Hauptbahnhof ankommen, und die dann jedes Mal am Brill oder an der Domsheide umsteigen müssen. Gerade am Brill sind lange Fußwege nötig und der Anschluss klappt dann auch nicht immer.
Bei den Fahrgastzuwächsen durch die Waterfront und die weitere Entwicklung in der Überseestadt, würde sich eine solche Verbindung sicher lohnen.

Gruß
Dietmar

von Dietmar Krebs - am 21.10.2009 04:16

Re: Verbindung Gröpelingen-Überseestadt-Hbf

Ich arbeite auch in der Überseestadt.
Ich hatte mal eine Umfrage gestartet, ob es interesse gibt, mit der Bahn zu fahren.
Das ist leider gescheitert, weil es keine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof gibt. Somit gabs auch kein FirmenTicket (neuerdings heißt das ja JobTicket).
Die Linie 3 ist eben keine Linie für Leute die ins Umland möchten.
Da fahren doch alle lieber mit dem Auto.
Ich bin ja auch noch für einen DB-Haltepunkt, höhe Wesertower :eek:.

von Jens Stein - am 21.10.2009 08:59

Umlandbewohner...

Zitat
Jens Stein
Die Linie 3 ist eben keine Linie für Leute die ins Umland möchten.
Da fahren doch alle lieber mit dem Auto.


Na, na, na! Keine Verallgemeinerungen! ;) Viele Umlandbewohner möchten gerne mit dem ÖPNV in die Stadt pendeln, würden damit aber die dreifache Zeit dafür benötigen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Zähle mich selbst dazu, leider!!! :-(

von Arne Schmidt - am 21.10.2009 09:30

Re: mehr Direktverbindungen

Mein Vorschlag:
Die 2E/10E und 3S die aus Gröpelingen kommen, könnten doch zur Neustadt und zum Flughafen fahren. Zwischen Gröpelingen, Überseestadt, HBF und Universität könnte man eine neue Linie einführen. Die Linie 6 braucht dann nicht mehr im 5 oder 6 min Takt fahren. Die Linie 5 könnte z.B. über Ostertor und Dobben fahren.
Aber auch die Verbindung zwischen Julius-Brecht-Allee und Benningsenstraße sollte schnell gebaut werden.

So würde nach meiner Vorstellung das BSAG Straßenbahnnetz dann aussehen (mit geplanten Streckenverlängerungen):
1 wie jetzt
2 Gröpelingen – Walle – Am Brill – Domsheide – Viertel – Hulsberg – Vahr – Osterholz – Tenever [– Weserpark – Mahndorf (HVZ)]
3 wie jetzt
3S Gröpelingen – Am Brill – Domsheide – Neustadt – Flughafen (Rückfahrt als Linie 12)
4/4S wie jetzt
5 Arsten – Huckelriede – Buntentor – Domsheide – Viertel – Humboldtstraße – Schwachhausen – Horn-Lehe
6 wie jetzt
8 wie jetzt
10 Gröpelingen – Walle – HBF – Humboldtstraße – Viertel – Hulsberg – Hastedt – Sebaldsbrück – Osterholzer Herrstraße
11 Flughafen – Neustadt – Domsheide – Viertel – Hulsberg – Hastedt – Sebaldsbrück – Mercedes-Benz
12 Flughafen – Neustadt – Domsheide – Am Brill – Walle – Gröpelingen
13 Universität – Riensberg – HBF – Überseestadt – Gröpelingen







von Andreas Arfmann - am 21.10.2009 14:19

Re: Problematik bei Direktverbindungen

Ich bin bei Direktverbindungen eher skeptisch, man würde sich das ja durch einen 20 Min Takt über den Tag bzw. sogar 40 Min Takt in den SVZ erkaufen, oder man hätte dann viele Linien, die nur zur HVZ verkehren.
Das ist nicht sehr übersichtlich und meiner Meinung nach ist es für die meisten Menschen einfacher im 5 oder 10 Min. Takt einmal umzusteigen, als immer genau darauf zu achten, wann eine bestimmte Fahrtrelation im 20 Min Takt angeboten wird.

Blick über den Tellerrand:

In BS wurde gerade das Netz wieder vereinfacht,nachdem es viele Proteste gegen den ausgedünnten Takt mit überlagerten linien gab.

In Düsseldorf gerade Aktuell zwischen Holthausen und Benrath (20 Min Wechselverkehr Li. 701+U74 statt 10 Min Verkehr Li 701.) Auch dort gibt es viele Proteste.

In Mannheim wurde schon vor längerer Zeit von gefühlten 50 Linien auf ein Achsennetz umgestellt, seitdem sind die Fahrgastzahlen erheblich gestiegen.

von T.Hancke - am 21.10.2009 14:48

Pro Linie 13

Den Vorschlag der Linie 13 finde ich sehr schön.
Diese Linie würde nicht nur die 6 zur Universität entlasten, sondern auch die Linie 10, die
in der HVZ oft wegen den Schulen in Utbremen/Walle überlastet ist.
Zudem ist eine Direktverbindung vom Hauptbahnhof in die Überseestadt in der Zukunft unumgänglich.
Die Waterfront braucht ebenso eine weitere Verstärkung...
Die Länge der Strecke ist auch nicht sehr lang, sodass auch zu überlegen wäre, ob man diese
nicht gleich bis Bf Burg verlängert [Verbindung Hauptbahnhof > Überseestadt > Gröpelingen > Burg].



von André S. - am 21.10.2009 16:03

Re: Problematik bei Direktverbindungen

Abgesehen, dass solche Verknüpfungen auch betrieblich nicht unproblematisch sind. Um die Wendezeiten niedrig zu halten, führt das oft zu Linienverknüpfungen an den Endpunkten, so dass sich eine Störung dann schnell auf alle Linien auswirken kann! Auch wird die grundsätzliche Fahrplangestaltung schwieriger, da ja auf den Abschnitten, die von 2 oder mehr Linien bedient werden nach Möglichkeit alle Fahrten auf Lücke (also gleichmässig verteilt) stattfinden sollten.

von D.Kleine - am 21.10.2009 16:52

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

T. Hancke hat natürlich Recht, es darf nicht zu unübersichtlich werden und nicht dazu führen, dass die Takte auf den Linien zu sehr ausgedünnt werden.
Aber in Bremen gibt es doch auf den meisten Ästen schon 2 Linien, nur verkehren diese eben auf gleichen oder sehr ähnlichen Wegen (2/3/10, 4/5, teilweise auch 6/8).
Ohne zusätzliche Linien einzurichten, könnte man also neue Verbindungen schaffen, indem man z.B. 3 Linien so umgestaltet:

1 wie bisher
2 Sebaldsbrück – Hastedt – Domsheide – Westerstr. – Huchting – Stuhr – Leeste
3 wie bisher
4 wie bisher
5 Arsten – Huckelriede – Domsheide – Brill – Walle – Gröpelingen
6 wie bisher
8 Kulenkampffallee – HBF – Doventor – Überseestadt (- Gröpelingen)
(könnte vielleicht im 15 Min.-Takt verkehren)
10 wie bisher
Und später vielleicht mal:
12 Flughafen - Domsheide - Hastedt - Steubenstr. - Kurt-Huber-Str. (- Tenever)

Ich habe jetzt nicht die Umläufe und benötigten Kurse detailliert geprüft. Aber das vorhandene Schienennetz bietet schon einige Möglichkeiten, man muß nur wollen...

von VolkerP - am 21.10.2009 17:35

Re: Problematik bei Direktverbindungen

Zitat
D.Kleine
Abgesehen, dass solche Verknüpfungen auch betrieblich nicht unproblematisch sind. Um die Wendezeiten niedrig zu halten, führt das oft zu Linienverknüpfungen an den Endpunkten, so dass sich eine Störung dann schnell auf alle Linien auswirken kann! Auch wird die grundsätzliche Fahrplangestaltung schwieriger, da ja auf den Abschnitten, die von 2 oder mehr Linien bedient werden nach Möglichkeit alle Fahrten auf Lücke (also gleichmässig verteilt) stattfinden sollten.


Sehe ich genauso. Vier Linien am Flughafen sind nicht problemlos zu händeln...

Außerdem gibt es bei den Vorschlägen an einigen Haltestellen (Domsheide, Dobben, evtl. Brill) Probleme mit den bestehenden Haltestellenanlagen. An der Domsheide würden zwei der Vorschlagslinien sowohl die Haltestellen in der Balgebrückstraße, als auch die vor dem Postamt 'mitnehmen'. Das kann nicht sinnvoll sein...
Das gegenteilige Problem besteht bei den Vorschlägen am Dobben, wo die Linie 5 nicht halten kann.
Die Linie 13 bleibt unbestimmt, was die Führung durch die Innenstadt bzw. daran vorbei angeht. Mit den bestehenden Anlagen (die aber aufgrund der Platzverhältnisse auch nicht anders einrichtbar sind) ist weder eine Führung über Domsheide, noch über Brill oder Doventor denkbar...

von oefahrer - am 21.10.2009 17:40

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

Das hätte aber auch so seine Probleme:

Li. 2 Der Ast nach Leeste kann nur von GT8N-1 befahren werden, der Ast nach SEB nicht.

Li.5 Verkehr nur in der HVZ im 20 Min Takt>> Ast DOH-ABR-GPL braucht zusätzliche Verstärkung, oder Angebot Li. 5 muß Erweitert werden , dann Überangebot DOH-ARS.

Li.12 hätte ein Überangebot zum Flughafen zur Folge, bestenfalls als HVZ - Linie denkbar.

von T.Hancke - am 21.10.2009 18:12

Update der Schilderung von Kurs 6027?

Der Kurs 6027 (heute 3134) verkehrte heute Mittag am Europahafen als "6E Domsheide".
Hat da neulich einer meinen Beitrag vom 14.10.09 gelesen und fand das gut, so daß jetzt wenigstens "Domsheide" angezeigt wird, oder war das Zufall?
Ich werde das weiter beobachten :D.

von Jens Stein - am 21.10.2009 21:01

Re: Problematik bei Direktverbindungen

Zitat
T.Hancke
Ich bin bei Direktverbindungen eher skeptisch, man würde sich das ja durch einen 20 Min Takt über den Tag bzw. sogar 40 Min Takt in den SVZ erkaufen, oder man hätte dann viele Linien, die nur zur HVZ verkehren.
Das ist nicht sehr übersichtlich und meiner Meinung nach ist es für die meisten Menschen einfacher im 5 oder 10 Min. Takt einmal umzusteigen, als immer genau darauf zu achten, wann eine bestimmte Fahrtrelation im 20 Min Takt angeboten wird.


Wo kann ich das Statement unterschreiben?

Die Zeit der Direktverbindung von überall nach überall sind glücklicherweise vorbei. Das ganze stammt aus einer Zeit, in Umsteigen nicht erlaubt war und ist heute nur noch in wenigen Betrieben - vorzugsweise in der ehemaligen UDSSR - vorhanden.

Teilweise oben schon gasagt, aber ich formuliere es noch mal so:
Es gibt mehrere Probleme:
- Unregelmäßige Takte durch Überlagerungen von Linien unterschiedlicher Nachfragen
- infolge dessen verstärkte Pulkbildung
- verlängte Wartezeiten, da dichter Grundtakt durchbrochen wird (bestes Beispiel ist der Ast nach Sebaldsbrück. Ich denke niemand hier redet dort von einem 5-Minuten-Takt Richtung Domsheide obwohl die Kombination 10 --> 3 genau dem Direktverbindungsgedanken entspricht. Ein Strabbetrieb ist leider betrieblich so ungenau, daß feste Anschlußbeziehungen nur mit größerem Puffer funktionieren)
- unübersichtliches Netz
- Bei Störungen sind mehrere Äste deutlich betroffen. (Im Achsennetz ist einer völlig hinüber, aber eine Linie ist besser wieder einzufangen als mehrere Äste gleichzeitig)

Eine Direktverbindung Überseestadt - Hbf ist leider schwer zu integrieren, ohne das es dabei zu deutlichen Kosten durch Mehrleistungen kommt. Ein solches Potential hat die Überseestadt z. Zt. noch nicht. Helfen würde ein neue starker Nachfrager im Osten Bremens, also z. B. ein Zeitpunkt zu dem der 10er-Takt der 1 aus/in Richtung Osterholz nicht mehr reicht und ein Verstärker aus dem Zentrum (=Überseestadt) erforderlich wird, ggf. doch wieder ein Kombi 3S/1S, teilweise eingekürzt auf den Abschnitt Überseestadt - Hbf - Osterholz.

von Tw22 - am 22.10.2009 10:43

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

Moin,

als erstes, was keine zusätzlichen Kurse erfordert, könnte die Linie 5
von Arsten kommend den Fahrgastbedarf von der Neustadt in Richtung
Überseestadt und Waterfront decken. Sie müsste neu vom Leipnizplatz
über Westerstraße und am Brill weiterfahren. Damit wäre die stark be-
lastete Domsheide unberührt, und die weiten Umsteigewege an der Hst.
Am Brill nicht mehr erforderlich.

JE

von jehlert - am 22.10.2009 11:53

Re: Problematik bei Direktverbindungen

Zitat
Tw22
Eine Direktverbindung Überseestadt - Hbf ist leider schwer zu integrieren, ohne das es dabei zu deutlichen Kosten durch Mehrleistungen kommt. Ein solches Potential hat die Überseestadt z. Zt. noch nicht. Helfen würde ein neue starker Nachfrager im Osten Bremens, also z. B. ein Zeitpunkt zu dem der 10er-Takt der 1 aus/in Richtung Osterholz nicht mehr reicht und ein Verstärker aus dem Zentrum (=Überseestadt) erforderlich wird, ggf. doch wieder ein Kombi 3S/1S, teilweise eingekürzt auf den Abschnitt Überseestadt - Hbf - Osterholz.


Das halte ich auch für die einzig sinnvolle Linienänderung, die nach Fertigstellung der Mahndorfer Strecke und damit einhergehender stärkerer Nachfrage auf dem Osterholzer/Mahndorfer Ast der 1 möglich erscheint.
Ansonsten schließe ich mich Tw22 und T. Hancke an: Das jetzige Netz ist klar und übersichtlich, und daß man beispielsweise von Arsten nach Gröpelingen umsteigen muß, ist keine große Erschwernis, zumal man in der SVZ ja auch garantierte Anschlußknoten hat.
Davon völlig unabhängig ist die Frage, ob die Taktung der einzelnen Linien ggf. überarbeitungsbedürftig ist.
Was noch eine sinnvolle Maßnahme wäre, die aber wohl derzeit utopisch ist: Wenn man die 8 ab Kulenkampffallee zur Uni verlängern würde, könnte man dadurch die 6 entlasten und dort Kurse einsparen und zugleich den schwach besetzten Ast der 8 besser auslasten. Dann würde es evtl. ausreichen, die 6 nur alle 10 min fahren zu lassen, wenn die 8 auch alle 10 min zur Uni fährt. Allerdings hätte man dann wahrscheinlich Kapazitätsengpässe auf dem Flughafen-Ast der 6.

von ChristophN. - am 22.10.2009 11:59

Re: Problematik bei Direktverbindungen

Zitat

Was noch eine sinnvolle Maßnahme wäre, die aber wohl derzeit utopisch ist: Wenn man die 8 ab Kulenkampffallee zur Uni verlängern würde, könnte man dadurch die 6 entlasten und dort Kurse einsparen und zugleich den schwach besetzten Ast der 8 besser auslasten. Dann würde es evtl. ausreichen, die 6 nur alle 10 min fahren zu lassen, wenn die 8 auch alle 10 min zur Uni fährt. Allerdings hätte man dann wahrscheinlich Kapazitätsengpässe auf dem Flughafen-Ast der 6.


Bei einer evtl. notwendigen Verstärkung der Linie 1 im Osten hätte man da ja noch die Möglichkeit, diesen entweder durch häufigere Taktung der 1 oder eine neue Linie mit eigener End-H zu decken.

Im ersten Fall wäre Roland-Center überversorgt, sodass die 8 im südlichen Netz mit der 6 verknüpft werden könnte (ohnehin sinnvoll wegen der Wechselvertaktung in Richtung Uni)

Im zweiten Fall könnte die neue Linie Flughafen - Domsheide - Hauptbahnhof - Osterholz (-Mahndorf) verkehren (und evtl. die alte 1S ersetzen).

Ganz abseits von einer Verstärkung des Osterholzer Astes gibt es ja noch die Bürgerpark-Schleife.......

von oefahrer - am 22.10.2009 12:34

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

Die Fahrten der 5 werden mindestens zwischen Domsheide und Arsten auch benötigt, da sind die Bahnen in Lastrichtung immer sehr gut gefüllt. Fahrten über Am Brill werden von den Neustädter Fahrgästen leider nicht so gut angenommen, dies hat ja die Streckenführung der Linie 5 damals gezeigt (Huckelriede – Westerstraße – Brill – Hbf. – Kulenkampffallee). Wobei ich noch immer vermute, dass dies am 15-Minuten-Takt lag und die 4 ja damals zusätzlich alle 5 Minuten fuhr. Auch auf dem Ast nach Horn-Lehe wird die Linie 5 wohl nötig sein, sonst würde man sie vermutlich schon am Bürgerpark wenden lassen – damit liesse sich sicher ein Kurs und damit Kosten einsparen.

Selbst wenn auf dem Horner Ast die Linie 5 verzichtbar wäre, hielte ich eine Streckenführung Arsten – Huckelriede – Domsheide – Am Brill – Überseestadt – Doventor – Hauptbahnhof – Bürgerpark für sinnvoller:

1.) Wie gesagt zwischen Arsten und Domsheide ist der 5-Minuten-Takt in Lastrichtung schon sinnvoll.
2.) Die 5 fährt auch jetzt schon über Domsheide, es wäre also keine zusätzliche Belastung, auch die Haltesituation an der Domsheide wäre unkritisch, da man (wie die 5 jetzt auch) nur in der Balgebrückstraße halten würde und müsste.
3.) Man würde, wenn auch nur alle 20 Minuten in der HVZ, die direkte Verbindung von Überseestadt zum Hauptbahnhof schaffen.

Aber wirklich sinnvoll wäre diese Linienführung wohl noch immer nicht.

von D.Kleine - am 22.10.2009 12:52

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

Zitat

Selbst wenn auf dem Horner Ast die Linie 5 verzichtbar wäre, hielte ich eine Streckenführung Arsten – Huckelriede – Domsheide – Am Brill – Überseestadt – Doventor – Hauptbahnhof – Bürgerpark für sinnvoller:


Das halte ich (sorry) für sehr schwierig kommunizierbar (den Fahrgästen gegenüber). Alle (Haupt-) Linien haben mehr oder weniger klare Angaben über das Fahrtziel, welches insbesondere was Straßenbahnen angeht, auch recht direkt angefahren wird. Wer sich auch nur ein bisschen in Bremen auskennt, wird aus dem Fahrtziel Bürgerpark ableiten, dass der Hauptbahnhof auf dem Weg liegt. Tut er zwar, allerdings erst nach einer gefühlten "Stichfahrt" durch die Überseestadt. In der Regel bin ich aber an kurzen Fahrten interessiert.

Die Argumentation mag dahingehen, dass ja auch die ganzen E- und S-Linien zwischendurch einfach umschildern - das sind aber jeweils nur einzelne Fahrten und imho auch nur eine "Notlösung", um den Fahrgästen auf diesen besonderen Linien die Chance auf Orientierung zu geben. Für eine reguläre Linien bedarf es schon einer klaren Start- und Zielformulierung. Umwege sind hierbei höchstens (!) in der Innenstadt (Linie 25) zu fahren oder von Nebenlinien, die quasi eine Verkettung verschiedener kurzer Linien darstellen (Linie 28 in Walle).

von oefahrer - am 22.10.2009 13:48

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

> Selbst wenn auf dem Horner Ast die Linie 5 verzichtbar wäre, hielte ich eine Streckenführung Arsten
> – Huckelriede – Domsheide – Am Brill – Überseestadt – Doventor – Hauptbahnhof – Bürgerpark für
> sinnvoller:

Wenn ich mich recht erinnere:
Es ist geplant die 5 mit Verlängerung der 4 nach Falkenberg einzustellen.

Oder positiv formuliert:
Die 5 wird verlängert bis Borgfeld und heißt dann 4.

Ergo: Die 5 ist auf keinem der beiden Äste verzichtbar.

von Tw22 - am 22.10.2009 13:52

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

Zitat
Tw22
Wenn ich mich recht erinnere:
Es ist geplant die 5 mit Verlängerung der 4 nach Falkenberg einzustellen.

Oder positiv formuliert:
Die 5 wird verlängert bis Borgfeld und heißt dann 4.

Ergo: Die 5 ist auf keinem der beiden Äste verzichtbar.


D.h. bis Borgfeld wird dann in der HVZ alle 5 Minuten gefahren? Das glaube ich erst, wenn es schwarz auf weiß im Fahrplan steht ;-)

von ChristophN. - am 22.10.2009 14:14

Re: Fahrplan Li.4

So wurde es jedenfalls HIER mal kommuniziert, dann Li. 4 in der HVZ alle 15 Min. nach Falkenberg , statt wie in der Ursprungsplanung alle 10 Min.

von T.Hancke - am 22.10.2009 14:35

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

Hätte ich auch nicht vermutet, bin nur in Richtung Horn – Borgfeld nicht so oft unterwegs, daher schrieb ich falls die Linie 5 verzichtbar ist.

Naja man muss die Fahrt ja nicht durchgehend als Linie 5 beschildern, es wäre ja denkbar:
Linie 5: Arsten – Domsheide – Überseestadt
Linie 9: Überseestadt – Hauptbahnhof – Bürgerpark

Derartige Linienverknüpfungen gibt es ja auch im Busbereich, von daher sähe ich das auch mit dem Umschildern eher unkritisch. Auf jeden Fall liesse sich diese Regelung klar kommunizieren und wäre nicht verwirrend.

von D.Kleine - am 22.10.2009 16:57

Hbf - Überseestadt - vielleicht ganz einfach

Zitat
Tw22

Eine Direktverbindung Überseestadt - Hbf ist leider schwer zu integrieren, ohne das es dabei zu deutlichen Kosten durch Mehrleistungen kommt. ...


Hallo,

vielleicht ist es ja auch eine ganz einfache Lösung:
Die Wagen, die von der 3S kommen und als 10E nach Gröpelingen zurückfahren, werden vom Hauptbahnhof über Doventor - Überseestadt - Emder Str. nach Gröpelingen geleitet. Die Fahrzeit Hbf - Gröpelingen verlängert sich kaum, es wäre kein zusätzlicher Kurs erforderlich.

Einzig die Fahrten um 7.20 und 7.40 Uhr ab Hbf werden derzeit als Schülerverstärker Richtung Gröpelingen wirklich benötigt. Hier wäre ggf. ein zusätzlicher E-Wagen erforderlich.

Nachmittags könnten die 10E-/2E-Wagen auch umgeleitet werden. Ab Gröpelingen über SL 3, Überseestadt - Doventor zum Hbf und weiter über Humboldtstr. und als 2E zurück nach Gröpelingen. Fahrzeugmehrbedarf: keiner, da heute in Gröpelingen eine großzügige Liegezeit existiert.

Ein größerer Aufwand entsteht nur dadurch, dass die Nachmittags-Fahrten auch im Sommer angeboten werden müssten.

Also, insgesamt ein vertretbarer Aufwand, dafür eine Direktverbindung zu den HVZ-Zeiten in der jeweiligen Lastrichtung. Da die Verbindung keine richtige Linie ist, würde ich die Fahrten "3E" nennen.

Ingo Teschke

von Ingo Teschke - am 22.10.2009 18:07

Re: Problematik bei Direktverbindungen ist lösbar

ich finde diese idee ganz nett :)

von tom85 - am 22.10.2009 19:48

Re: Hbf - Überseestadt - vielleicht ganz einfach

Respekt! Eine verblüffend einfache und leicht umzusetzende Möglichkeit, mit den vorhandenen Kursen die Überseestadt an den Hbf anzubinden. Schlag das der BSAG doch mal vor (falls die das hier nicht sowieso mitliest).

von ChristophN. - am 22.10.2009 22:00

Re: Hbf - Überseestadt - vielleicht ganz einfach

Problematisch bei dieser Führung sehe ich dabei den Wegfall der E - Wagen nachmittags im Bereich Wartburgstr.- Doventorsteinweg, die 3E würde dann ja auch an der stark frequentierten H Doventorsteinweg vorbeifahren. Gerade in den Nachmittagsstungen sind die E- Wagen in diesem Bereich doch stark frequentiert, da müsste man sich dann noch was ausdenken.

Fehler Korrigiert

von T.Hancke - am 23.10.2009 08:25

Re: Hbf - Überseestadt - vielleicht ganz einfach

Vielleicht ließe sich ja auf der Betriebsstrecke in der Daniel-von-Büren-Straße in Höhe Wandrahm/Doventorsteinweg eine zusätzliche Haltestelle installieren.

von ChristophN. - am 23.10.2009 12:50

Re: Hbf - Überseestadt - vielleicht ganz einfach

Ingos Idee, die Relation HBF-Überseestadt mit vorhandenen E-Wagen zu bedienen, ist ja nicht schlecht, wenn man zu annähernd kostenneutralen Lösungen kommen will (oder muß).
Aber ich persönlich finde diese Flut von E-Wagen-Einsätzen nicht so toll. Die stehen z.T. nicht in allen Fahrplänen, sind oft nicht einheitlich beschildert und fahren evtl. auch noch unterschiedliche Strecken, die nicht zur geschilderten Liniennummer passen. Wie sollen Fahrgäste da durchblicken ?
Das passt mMn nicht zu der von Einigen hier so gelobten Übersichtlichkeit des Bremer Netzes. Dann doch lieber 1-2 Linien mehr, wo ich als Fahrgast aber wenigstens weiß, wie und wann die fahren. Meine Meinung...






von VolkerP - am 23.10.2009 15:27
Also, bei den ganzen Linien Vorschlägen die hier gemacht werden, könnte man ja auch die
Linie 1 nicht bis zur Brüsseler Straße fahren lassen, sondern weiter bis nach Heidkrug (DEL)
Über die Bremer Str. damit hätte man zu mindesten ein Anschluss nach Delmenhorst.
Umsteige Möglichkeiten dann in die 210/214 zur Innenstadt die Linie 210 nach Huchting
könnte man dann einstellen da die 204 ja über die Syker Str dorthin fährt.


von R.Tönjes - am 23.10.2009 16:12

Re: Linie 1 bis Heidkrug als Risikofaktor

Die Delbus sollte die 201 lieber behalten...
Denn die 1 wäre ziemlich Verspätungsanfällig auf einer dann so langen Strecke (Heidkrug > Mahndorf)..
Und Grundsätzlich würde ich es einfach auch schade finden wenn die Delbus noch weniger Streckennetz betreiben würde...
Zudem ist das Fahrgastpotenzial überhaupt nicht zwischen 201 und 1 vergleichbar:
Die Straßenbahn müsste einen gesonderten Takt bekommen... Denn die 201 wird heute mit einem Zweiachser alle 30 Minuten bedient...
Welcher Takt wäre dann für ein "Großraumgefährt" (Straßenbahn) auf dieser Linie angemessen?
Abgesehen davon ist der Abschnitt zwischen Huchting und Heidkrug ein nicht viel bewohntes Gebiet.
Und die Delmenhorster müssten auf dem Weg z.B. zum Roland-Center ein Mal mehr umsteigen.



von André S. - am 23.10.2009 17:28
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