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vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 10 Monaten
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PowerAM, Japhi, Detektordeibel, RainerZ, Marc_RE, ross22

Hohlraumkonservierung fürs Auto - Empfehlungen?

Startbeitrag von Japhi am 22.04.2013 19:14

Moin!

Irgendwer Erfahrungen bezüglich Hohlraumkonservierung von Autos? Am besten zum selbermachen, Sprühen oder Pinseln ohne Kompressor. Fachbetrieb fällt finanziell leider raus, so gerne ich Herrn Sander sein Fett reinsprühen lassen würde...und bitte kein Elaskon ;-)

Antworten:

Bedankt! Ich lösche ;-)

von Japhi - am 22.04.2013 21:01
Alternative zu Sanders. Technische Vaseline mit Bienenwachs aufkochen.

Ansonsten FluidFilm und Permafilm wenns weniger heiße Geschichte werden soll..

von Detektordeibel - am 23.04.2013 04:43
Am besten waere, Du wuerdest mit dem weitermachen, was da schon drin ist. Niemand weiss, wie sich unterschiedliche Konservierungsmittel gegenseitig beeinflussen. Zudem ist dein Plastikbomber auch grossteils nur zusammengeklebt. Das sollte erhalten bleiben.

von PowerAM - am 23.04.2013 05:22
Dann bräuchte ich das alte DDR-Elaskon aus Chemieresten der Schampooproduktion. Das neue Elaskon ist "dank" Umweltvorschriften was völlig anderes und wird vom Rost unterwandert. Also mal mit FF versuchen, ist nicht so ne Sauerei wie Sanders-Fett und auch ohne technische Hilfsmittel zu machen (die ich nicht habe). Besser als nix, woll?! Wird beim Aveo aber sicherlich aufwändiger, da ist mehr abzubauen.

von Japhi - am 23.04.2013 08:50
Ich habe noch zwei Kannen Elaskon-alt. :D

von PowerAM - am 23.04.2013 08:52
Noch nicht fest? :D

von Japhi - am 23.04.2013 09:02
Ist doch loesemittelloesbar. :sozusagen:

von PowerAM - am 23.04.2013 10:42
Zitat

und bitte kein Elaskon


Gibt es das noch?

Der Trabant von einem Bekannten war praktisch mit dem Zeug geflutet.

von Marc_RE - am 23.04.2013 10:52
Meiner auch, komplett voll mit dem klebrigen braunen Zeugs. Aber besser als das krümelige braune Zeugs :D Nur so langsam muss ich mal wieder nachkonservieren.

von Japhi - am 23.04.2013 11:16
Also helfen tuts auf jedenfall, habe per Zufall in 2009 in meiner Nachbarstadt, mein erstes Auto einen 1990er Ford Fiesta gesehen, den habe ich Mitte der 90er bei ner Bastelwerkstatt mit zerlegt und konserviert und später gelegentlich an manchen Stellen nachbehandelt einschl. Fett in die Falze der Front und Heckbleche + Unterbodenschutz. Hatte damals glaub Teroson oder wie das Zeugs für den Kompressor heisst, z.T. auch die schlechteren Sprühflaschen wenn ich wo mal selber z.b. am Kofferraumdeckel oder nen einzelnen Blechfalz nachbehandelt habe.

Tatsächlich war das Auto noch recht gut - typischer Türfalzrost, rausgerostete Tankstutzen oder Probleme an Schwellern und Kotflügelfalzen keine Spur obwohl die Folgebesitzer jetzt nicht mehr so sehr sich ums Auto gekümmert haben. Denke nur, dass zumindest heute z.B. selbst bei Opel und Ford aber eigentlich keine Nachbehandlung mehr nötig ist. Anders siehts natürlich bei etwas älteren Auto's aus, wenn es sich noch lohnt...

von RainerZ - am 24.04.2013 05:19
Zitat

Denke nur, dass zumindest heute z.B. selbst bei Opel und Ford aber eigentlich keine Nachbehandlung mehr nötig ist


Opel und Ford nicht mehr. ^^ Dafür eher mercedes und andere. ;) Bei den Koreanern schadets nach ein paar Jahren nicht. Gammel obenrum ist eher selten, dafür frisst halt unten rum auf Dauer, Radläufe, Schweller etc. zusammen. Muss man net haben wenns auch anders geht.

von Detektordeibel - am 24.04.2013 07:49
Meine Feststellungen: Hyundai Getz und Matrix - Hohlraeume perfekt konserviert, Unterbodenschutz weitgehend ordentlich. Hier sollte man nur erkannte Beschaedigungen durch Steinschlag usw. ausbessern und dann laufen die Dinger ewig rostfrei. Das gilt aber eigentlich fuer jedes Fahrzeug. Accent MK1 duerften inzwischen ueberwiegend so rostig sein, dass es kritisch wird. Ab MK2 sind sie fuer Gebrauchtkaeufer mit wenig Geld eine echte Empfehlung, zumal sie billiger gehandelt werden als gleichaltrige Getz. Lantra/Elantra waren in den ersten Baujahren stark streuend konserviert, einige ueberhaupt nicht und andere wieder ueberdurchschnittlich gut. Kuerzlich habe ich einen 1992er Hyundai Pony gesehen, der praktisch vom ersten Westgeld neu gekauft und nach alter Vaeter Sitte mit Elaskon-alt vollgejaucht wurde. Der rote Lack ist inzwischen matt und rosa, die Technik klapprig - die Karosserie aber weitgehend rostfrei. Hat mit dem kleinsten Motor 514 Tkm geschafft und im Dezember eine HU mit geringen Maengeln bestanden.

Daewoo Matiz bzw. Chevrolet - weitgehend ordentlich gemacht. Der groessere Kalos kann inzwischen schon Rostprobleme bekommen. Hier musste wohl gespart werden. Suzuki Ignis und Jimny - Unterbodenschutz stark streuend verarbeitet, gut gemachte Modelle sind aber fast perfekt konserviert. Beim Jimny einen Bogen und spanische Modelle machen, die waren z. T. ueberhaupt nicht konserviert. Wer damit ins Gelaende fahren will, der sollte die Fahrzeuge regelmaessig reinigen und entstandene Beschaedigungen ausbessern. Beim Ignis gilt, dass die japanischen Fahrzeuge besser verarbeitet und konserviert sind als die aus Ungarn. Der Wagon-R kam wie sein Bruder Opel Agila-I aus Polen, beide sind nahezu perfekt.

Peugeot 206: Modelle aus Frankreich sind durchweg gut konserviert, Modelle aus dem Vereinigten Koenigreich dagegen recht sparsam. Man sollte wissen, dass die britischen Modelljahre 2005 und 2006 von Arbeitern produziert wurden, die bereits wussten, dass sie mit dem Auslaufen dieses Modells auf der Strasse stehen und ihr Werk abgerissen wird. Dementsprechend streut die Verarbeitungsqualitaet wie auch die Rostvorsorge sehr stark. Zwischen akzeptablen Fahrzeugen und lausig zusammengeschmissenem Kram gab es alles. Das Heckklappenrostproblem haben sie aber alle.

Peugeot 107/Citroen C1/Toyota Aygo - kommen aus Tschechien, Rostvorsorge hat man grossteils eingespart. Unterbodenschutz nur im Steinschlagbereich bzw. dort, wo er aus Geraeuschgruenden (Droehnschutz) gebraucht wurde. Hohlraumkonservierung gibt es m. W. ueberhaupt nicht oder wirklich nur sehr sparsam. Sollte man nachholen - oder kalkulieren, dass das Fahrzeug mit ca. 6 Jahren HU-relevante Rostprobleme bekommt.

von PowerAM - am 24.04.2013 08:18
Zitat
PAM
Der groessere Kalos kann inzwischen schon Rostprobleme bekommen.


Vermute ich beim Aveo auch. Ab Werk lustlos und nur stellenweise aufgetragener Unterbodenschutz, Hohlräume, soweit man sie mit bloßem Auge einsehen kann, scheinen so gut wie gar nicht geschützt. Eine erste Roststelle habe ich am Fensterholm der Fahrertür (Falz).
Zum Unterbodenschutz gabs die Antwort vom Händler, heutige Autos würden nicht mehr Rosten, da braucht man sowas nicht :rolleyes:

von Japhi - am 24.04.2013 09:31
Kann durchaus sein, sofern die Bleche entsprechend behandelt sind. Konstruktiv kann man aber schon viel gegen die Rostnester der Zukunft machen und dann hat diese Aussage auch ihre Berechtigung. Beispiele: Die 2. Generation Audi 80 und der letzte Audi 100 (C4) waren so grosszuegig verzinkt, dass viele unfallfreie Exemplare auch vollkommen wartungsfrei (im Karosseriebereich) noch heute weitgehend okay sind. Diese Fahrzeuge sind 20 Jahre alt oder noch aelter. Gleiches traf auf die ersten Produktionsjahre des Opel Astra-G zu, der nach dem rostigen Vorgaenger-Astra unbedingt besser werden musste. Danach musste der Astra-G dann irgendwann billiger werden und man stellte das Konservierungskonzept auf konventionelles Wachs um.

von PowerAM - am 24.04.2013 11:05
Zitat

Eine erste Roststelle habe ich am Fensterholm der Fahrertür (Falz).


Türen und Kofferraumdeckel sind ne andere Geschichte. Da gibts immer mal wieder was an Nähten und Kanten auch bei ansonsten unauffälligen Fahrzeugen.

Zitat

Diese Fahrzeuge sind 20 Jahre alt oder noch aelter.


Och, alte Audis gammeln auch genug. Damalige Vollverzinkung ist zwar schön und gut oben rum. Aber an den "Problemzonen" hauts durch. Radläufe, Schweller, Heckdeckel. usw.

Was Hyundai angeht kommt auch immer an für welchen Markt die gedacht waren, die EU Autos waren untenrum oft "nackt". Andere wurden vom Importeur vor Auslieferung an die Händler nachversiegelt wie es ausschaut.. Der Sonata EF vergammelt in den Radhäusern großflächiger. und auch das erste Hyundai Coupe wird bei schlechter Pflege entsprechend zerfressen.

Zitat

Accent MK1 duerften inzwischen ueberwiegend so rostig sein, dass es kritisch wird.


Gibt grade vom Accent X3 noch sehr viele in erstaunlich gutem Zustand. Die Technik hat sich auch als überraschend standfest bewiesen. Dafür das die mittlerweile so alt sind und angesichts dessen das das Autos im heutigen Dacia-Segment war wirklich hut ab

Ist bei Autos wie mit allen anderen Sachen, wenn man sich nich drum kümmert, verkommts. Wenns lange halten soll also nacharbeiten, das ist immernoch billiger als später wegschmeißen müssen. Und 300-400tkm kann heute jeder Motor halten solang nix unvorhergesehenes passiert oder die Ingenieure im Werk nicht schon Mist gebaut haben.

von Detektordeibel - am 24.04.2013 14:22
Meinen Reiskocher habe ich am Sonntag mit den letzten zwei Kannen Elaskon vollgekippt. Gereicht hat es fuer Tueren, Heckklappe, Motorhaube, Wasserkasten, Laengs- und Quertraeger, Hilfsrahmen (traegt Motor und Vorderachse) und die hinteren Radkaesten (innenraumseitig). Der 'Duft' im Innenraum vernebelt einem auf Wochen die Sinne.

Die Aludosen sind aus 1987er Fertigung und ihr Inhalt liess sich mit wenig Verduennung wieder verfluessigen.

von PowerAM - am 11.03.2014 06:48
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