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vor 8 Jahren, 3 Monaten
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Bayrisch oder Bayerisch ???

Startbeitrag von Manager. am 25.07.2006 18:18

Eine Frage, die mich als Bayern-Fan schon lange interessiert:

Kann mir einer der vielen Bayern hier im Forum den Unterschied zwischen bayrisch und bayerisch erklären? Oder gibt es da gar keinen Unterschied?
Wann verwendet ihr bayerísch bzw. bayrisch?

Ich habe es bisher so verstanden, dass bayerisch die richtige Schreibweise ist [z.B. Bayerischer Rundfunk] und bayrisch eigentlich falsch ist, aber toleriert wird. Oder stimmt das so nicht? :confused:

Antworten:
Der Zwobotfisch hilft da weiter...
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,309638,00.html

von 88,7 MHz - am 25.07.2006 18:27
Ich bin definitiv für BayËrisch. ;)

von Wrzlbrnft - am 25.07.2006 19:42
Und wie der Zwiebelfisch richtig erklärt, gibt es auch noch »bairisch« mit i, was für die sprachliche Komponente zuständig ist und bei der Bezeichnung der bairischen Dialekte (also die Dialekte in Oberbayern, Niederbayern, der Oberpfalz, sowie in allen österreichischen Bundesländern außer Vorarlberg und auch in Südtirol) verwendet wird.


Jetzt in meinem Ohr: FM4 (Stereo Total – 後ろ姿が奇麗; Sendung: Chez Hermes)

von Brubacker - am 25.07.2006 22:19
Es heißt eindeutig "bairisch". Dass dort unten nicht die hellsten Köpfe wohnen, wissen wir spätestens nach den 60% für Stoiber. Dass sie nicht mal den Namen des eigenen Landes richtig schreiben können, ist nicht weiter verwunderlich.

von Alqaszar - am 26.07.2006 17:58
Zitat

bairisch oder baierisch

Wahrend man über i oder y wohl streiten wird können, ist der Verzicht auf das e ziemlich eindeutig.
Es gibt auch andere ähnlich gelagerte Beispiele, z.B. werden die Eigenheiten der Steiermark als steirisch, deren Bewohner als Steirer bezeichnet.
Der Name Steiermark kommt übrigens von der Stadt Steyr in Oberösterreich, deren Eigenschaften als steyrisch und Bewohner als Steyrer bezeichnet werden.

Zitat

...liegt nicht so sehr an ihrer eigenen Stärke...

Die größte Stärke einer Partei ist in der Politik sehr oft die Schwäche der anderen Parteien.

Zitat

Die CSU ist halt mal das kleinere Übel.

Und man sieht am vergleichweise guten Zustand des Landes, dass offensichtlich deren Politik nicht so schlecht gewesen sein kann.

von Wasat - am 27.07.2006 18:47
Wenn, dann hoasst des "boarisch", host mi! :cheers:

von DX-Fritz - am 27.07.2006 21:40
Vielen Dank für die sachdienlichen Hinweise. :spos:
Es ging mir übrigens nur um die Schriftsprache; nicht um die Aussprache.

Jetzt ist mir klar, worin der Unterschied zwischen bayerisch und bayrisch besteht.
=> Darauf ein echt bayrisches Weißbier :cheers: :D







von Manager. - am 28.07.2006 17:48
Es gibt durchaus eine bayerische Schriftsprache, allerdings keine Zeitungen, die auf bayerisch erscheinen. Insofern neigt man vielerorts dazu, bayerisch als Mundart oder Dialekt abzutun. Man kann zwar immer diskutieren, wo hört Dialekt auf und fängt Sprache an, bei bayerisch würde ich aber von einer eigenen Sprache sprechen. Vor allem das Südbayerische hat mit dem Hochdeutschen so ziemlich gar nichts zu tun.

Auf das bayerische Weißbier möchte ich heute ausnahmsweise mal verzichten, da ich bereits drei Andechser Doppelbock intus habe plus noch eine andere Halbe und ein Glas Sekt :-)

von MHM - am 28.07.2006 17:58
Im Fränkischen ist das viel einfacher, fränkerisch gibt's nicht :D

@alqaszar: ja das liebe ich immer, wenn die, die das "Falsche" wählen dann immer als die Dummen bezeichnet werden. Sehr demokratisch. Wenn dann die anderen sagen , in NRW kann es wegen 40 Jahre SPD auch nicht sehr hell sein, sind dann halt alle dumm... sehr effektiv.

Wie jkr schon sagte, viele hier sind sicher keine tiefschwarzen Bajuwaren (schon wieder ein anderes Wort ;) ) mich eingeschlossen, aber was soll man bitte sonst wählen ? Die SPD will ganz offensichtlich nicht regieren, die Grünen wollen mit der SPD also geht auch nicht und die Gelben sind non existent. Also wen soll man wählen ? ok man kann daheim bleiben, ist aber auch nicht so toll.

von Terranus - am 28.07.2006 19:46
Zitat
MHM
Es gibt durchaus eine bayerische Schriftsprache, allerdings keine Zeitungen, die auf bayerisch erscheinen. Insofern neigt man vielerorts dazu, bayerisch als Mundart oder Dialekt abzutun.
Eine baYErische Schriftsprache? Das hieße ja, eine Schiftsprache, die bairische, fränkische und schwäbische Dialekte abdeckt. Das glaube ich dann doch nicht. Vielleicht höchstens eine bayerisch-bairische Schriftsprache, wobei ich aber auch hier interessant fände, ob sich wirklich der komplette bairische Sprachraum in Bayern in einer Schriftsprache erschlagen lässt. Gibt's da denn irgendwas standardisiertes oder ein »Fernseh-Bayerisch-Bairisch«?

Zitat
MHM
Man kann zwar immer diskutieren, wo hört Dialekt auf und fängt Sprache an, bei bayerisch würde ich aber von einer eigenen Sprache sprechen. Vor allem das Südbayerische hat mit dem Hochdeutschen so ziemlich gar nichts zu tun.
Woran genau machst Du das denn genau fest? Ich finde das nämlich einen sehr interessanten Aspekt. Meine persönliche Muttersprache – auch ein Dialekt, wenn auch kein bairischer oder bayerischer – würde ich z. B. schon noch als Dialekt des Deutschen bezeichnen, weil es eben schon noch gut mit dem Standarddeutschen variierbar ist, wenngleich ich im Dialekt im Gegensatz zu meinem Hochdeutsch schon tlw. andere Begriffe und Redewendungen nutze.

von Brubacker - am 29.07.2006 01:44
bairisch oder bayerisch, erstes im Bezug auf die Sprache, letzteres im Bezug auf das Land.
Andere hochdeutsche Versionen kenne ich nicht.
In der eigenen Sprache heissts dann eh immer boarisch, wie's der Fritz schon richtig kundgetan hat.
alqaszar: Deine Hasstiraden gegen Bayern scheinen irgendwo komplexhaft zu sein.
Aber sei getröstet: Besondere Intelligenz kann ich der rheinländischen Landbevölkerung nach diversen Konversationen mit solchen Exemplaren auch nicht zuschreiben. Vor allem die Tatsache, daß sie immer versuchen, ihren Dialekt zu leugnen,was sich dann besonders putzig anhört.
"Isch sprääch doch Hochdeutsch, wa?!"
Was viel wichtiger ist: Die Bayern haben die besseren Feste und das bessere Bier.
Das muß ich als Schwabe sogar eingestehen.



von PeterSchwarz - am 29.07.2006 08:50
Wisst ihr was?
Ich frag meinen Professor für Sprachwissenschaft. Der muss es ja wissen. Dumm nur, dass seit heut Semesterferien sind. Aber ich bleib mal dran. Betrifft mich als Halbbajuware auch noch.

von Bengelbenny - am 29.07.2006 15:45
Zitat

Man kann zwar immer diskutieren, wo hört Dialekt auf und fängt Sprache an, bei bayerisch würde ich aber von einer eigenen Sprache sprechen.

Eigentlich ist das aber ganz einfach zu Unterscheiden:

Ist bayerisch offiziell zweite Amtssprache in Bayern? Soweit ich weiß nicht, also zählt das auch nicht als offizielle Sprache. Sind die Behörden verpflichtet, auf bay(e)risch gestellte Anträge zu bearbeiten, vor allem aber auch in bayrisch zu antworten (schriftlich)? Soweit ich weiß auch nicht.

Plattdeustch dagegen ist. z.B. in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, in den östlichen Niederländischen Provinzen und in Teilen Russlands ofzielle zweite Amtssprache. Plattdeutsch ist soweit ich weiß der einzige "Dialekt" in Deutschland, der offiziell eine eigene Sprache ist, alles andere sind Dialekte bzw. Mundarten.


von WiehengeBIERge - am 29.07.2006 15:57
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