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Schläger in Augsburg und München - und wo bleibt die Erziehung bei den Jugendlichen?

Startbeitrag von Radiopirat am 13.09.2009 08:38

http://www.merkur-online.de/nachrichten/bayern/schlaeger-leisten-widerstand-gegen-polizei-meta-465899.html

http://www.merkur-online.de/nachrichten/muenchen/jugendliche-pruegeln-50-jaehrigen-tode-465949.html

Wohin geht unsere Gesellschaft? Wo bleibt die Erziehung für die Jugendlichen, die glauben, sie müssten ihre Prügelhelden aus den Computerspielen in der Realität nachahmen.?????!!!!!!!

Antworten:

Das hab ich mir auch gedacht, als ich die Sache mit den Augsburger Schlägern gelesen habe, zumal das Ganze ja nur etwa 10 Fußminuten von mir entfernt stattgefunden hat und ich beinahe täglich dort vorbeikomme.

Das gibt einem schon zu denken. Es ist wirklich erschreckend, wie besoffen/bekifft oder was auch immer viele Jugendliche in sehr jungem Alter auch schon sind. Das Aggressionspotential wird immer größer.

Mich betrifft diese Problematik teilweise ja auch, da ich angehender Lehrer bin und diese Altersgruppe später handhaben muss. Ich kenne nicht wenige, die ihr Studium geschmissen haben, weil sie Angst haben, mit dieser Zielgruppe nicht mehr zurecht zu kommen. Ich kann ehrlich gesagt solche Entscheidungen nachvollziehen, ich überdenke mein weiteres berufliches Leben momentan auch häufig.

von Bengelbenny - am 13.09.2009 09:18
Ob das mit den Spielen zu tun hat sei mal dahingestellt...
Dass unter Jugendlichen wirklich mehr gesoffen wird und dass es allgemein aggressiver zu geht stimmt aber schon.
Zum Beispiel stehen in den letzten Jahren im Prinzip jeden Abend "Horden" von Jugendlichen (um die 16 Jahre alt) an den Bushaltestellen (warum auch immer die so beliebt sind) und sind meist schon so gegen 18:00 völlig besoffen (wenn nicht noch was anderes), und im Prinzip passiert jeden zweiten Abend etwas, entweder Vandalismus oder (nicht unbedingt harmlose) Schlägereien (oft genug mit unbeteiligten).
Klar, das hat es wohl schon immer gegeben, jedoch nicht so extrem. Ich dachte schon, dass es zu "meiner Zeit" (die ja nocht nicht ganz so lange her ist) heftig war, aber das ist irgendwie doch irgendwie nichts im Vergleich zu dem was heute los ist.
Gerade dieses "Bushaltestellen-Saufen" hat es zum Beispiel vor 10 Jahren hier nahezu gar nicht gegeben. Da wurde noch schön zu Hause gesoffen :verpiss: (wohl auch so viel wie heute - nur eben nicht jede Woche oder gar jeden Tag ;-) ...).



von WiehengeBIERge - am 13.09.2009 09:23
Ich hab mal so eine Horde besoffener Fußballfans ruhig gestellt, indem ich ihnen erzählt habe, wie asozial sie sich eigentlich benehmen. Sie meinten dann, mich einschüchtern zu können, was komplett in die Hose ging ("Wegen mir hol noch 100 dazu, dann hab ich länger Spaß", war mein lakonischer Kommentar.) Daraufhin war Ruhe.
Mein Kommentar zu diesem Pack wäre von Adenauerscher Qualität ("den Rotzlöffeln einfach links und rechts eine an die Backe...")

von Peter Schwarz - am 13.09.2009 10:33
Zitat

Ich kenne nicht wenige, die ihr Studium geschmissen haben, weil sie Angst haben, mit dieser Zielgruppe nicht mehr zurecht zu kommen.


Ey, schau doch mal wer auf Lehramt studiert. Das sind oft genug die Leute die als Kinder vom Schulgroßmaul mit dem Kopf gegen das Klettergerüst gehauen worden sind. Wenn man sich mit 30 nicht gegen ein paar Pickeldrücker durchsetzen kann weiß ich auch nicht.

Zitat

Es ist wirklich erschreckend, wie besoffen/bekifft oder was auch immer viele Jugendliche in sehr jungem Alter auch schon sind


War das früher so großartig anders? Naja.

Zitat

mussten die Beamten massiven körperlichen Einsatz zeigen und sogar zu Pfefferspray greifen


Bei besoffenen mit Pfefferspray rumsprühen bringt relativ wenig. Das man auch eine aufs Maul bekommen kann wenn man sich in Schlägereien von Besoffenen einmischt auch. da spielts auch gar nicht die Rolle wie alt die besoffenen sind. Eher die Frage wie die auf Alkohol reagieren.
Aber das sollte man als Polizist eigentlich wissen.

Zitat

Gerade dieses "Bushaltestellen-Saufen" hat es zum Beispiel vor 10 Jahren hier nahezu gar nicht gegeben. Da wurde noch schön zu Hause gesoffen


Zu hause dürfen die anderen aber nicht rein. :P Vielleicht kein Platz im Plattenbau.

Meldung wie die Münchner sind eher problematisch wenn sich Junkies am hellichten Tag trauen Leute mitten auf der Straße totzuprügeln. und sich erwachsene Menschen auch noch totprügeln lassen.

Natürlich wird jetzt wieder nach mehr Videokameras geschrien, als ob die Leute interessieren würde ob sie dabei gefilmt werden.

Alle keine Eier mehr in der Hose... Man gebe den Rotzlöffeln ein paar an die Backe.



von Detektordeibel - am 13.09.2009 11:22
@Detektordeibel: "Alle keine Eier mehr in der Hose... Man gebe den Rotzlöffeln ein paar an die Backe".

Der Kaufmann, der in München tot geprügelt wurde, hatte Eier in der Hose, denn er wollte Kinder vor den besoffenen Jugendlichen schützen und ist gerade deshalb jetzt nicht mehr am Leben.
Die Rotzlöffel waren wohl drogenabhängige Jugendliche, die Nachschub brauchten und dabei schon lange jede Gerenzen des Anstandes überschritten haben. Der Beschaffungsdruck, Alkohol und Gruppendynamok kommen da wohl zusammen. Wenn Du denen ein paar an die Backe gibst, ist das wie wenn Du eine Hornisse mal ein bischen ärgerst.
Das beste ist da sicher, am nächsten Bahnhof raus aus dem Zug und sofort mit dem Handy die Polizei anrufen.

von HeibelA - am 13.09.2009 11:35
Soso, schuld war also wiedermal der Alkohol und die Drogen... Schön, daß ihr da schon genau Informationen habt :rolleyes: . Nunja, da müssen wir mal nur härter gegen die bösen Haschgiftspritzer :D :wall: vorgehen und alles wird gut :rolleyes: :sneg: . Und wenn das nicht reicht, erfinden "wir" eben noch ein paar Argumente gegen Alkohol und vor allem Cannabis :sneg: .
Nachtrag: Und die Leiche ist noch nichtmal richtig kalt, da wird die auch schon als Dünger für politische Forderungen mißbraucht "Videoüberwachung". An dieser Stelle muß ich "Deibel" aber recht geben: Es hält die Täter davon nicht ab! Und in 10min ist auch keine Polizei vor Ort um schlimmeres zu verhindern, selbst bei guter Infrastruktur wie in München nicht.

von Thomas (Metal) - am 13.09.2009 15:24
Ich kann ehrlich gesagt solche Entscheidungen nachvollziehen, ich überdenke mein weiteres berufliches Leben momentan auch häufig.


Zu der ganzen Sache fehlen mir im Moment die Worte!
Bengelbenny,- wenn du diesen Beruf ergreifen solltest, denke daran, das es eine große Belastung sein kann, erkenne die Warnsignale und gibt den Job dann schnell auf!
Viele, die ich kenne, haben einfach zulange ausgehalten...


Wenn man sich mit 30 nicht gegen ein paar Pickeldrücker durchsetzen kann weiß ich auch nicht.


Ach, bei solchen Typen Jugendlicher fruchtet doch gar nichts mehr: Sieht man doch. Schon die Erziehung hat da versagt. "Empathie" fehlt da schon der Elterngeneration.

von 88,7 MHz - am 13.09.2009 15:48
@ sept secrets


genau das meine ich. Ich habe kein Problem damit, den Job zu ergreifen, da ich ihn schon immer machen wollte. Ich bin auch nervlich belastbar und traue mir die Klassenführung ohne weiteres zu.
Man braucht einfach ein sehr dickes Fell.

Nur gibt es für mich einfach Grenzen, die für mich existieren und die eine Entscheidungsfindung beeinflussen.
Ich schaue mich momentan auf einem recht weitläufigen Gebiet um. Als Mittzwanziger ist es dafür gewiss nicht zu spät-




von Bengelbenny - am 13.09.2009 16:00
Zitat

Der Kaufmann, der in München tot geprügelt wurde, hatte Eier in der Hose, denn er wollte Kinder vor den besoffenen Jugendlichen schützen und ist gerade deshalb jetzt nicht mehr am Leben.


Tollkühn ist vielleicht besser als feige, aber wer wo dazwischen geht und nach seinen Maßstäben hoch pokert der muss sich auch wehren können. Entweder viel Pech oder gleich mehrere Fehler auf einmal.
btw. hab auch schon einen 70jährigen 3 (nicht grade kleine) Skinheads aufmischen sehen.

Beschaffungsdruck? besoffen und zusätzlich an der Nadel hängen? Na dann müsste die Brieftasche ja auch fehlen, wäre dann ja Raubmord. Und dann gibts selbst unter Jugendstrafrecht 8-10 Jahre. Im Gefängnis gibts ja genug Drogen. Nicht so schlimm.


Zitat

Und wenn das nicht reicht, erfinden "wir" eben noch ein paar Argumente gegen Alkohol und vor allem Cannabis


Diese andauernde nölige Cannabisverharmlosung geht mir tierisch auf Sack, Nix dagegen das Leute Cannabis konsumieren, aber dann auch konsequent den Führerschein weg und zwar für immer. Fakt ist nunmal das es Stunden später nach Konsum Flashbacks geben kann, und da ist selbst Autofahren mit Restalkohol ein Witz dagegen.
Kommt selten vor, gibts aber, und das ist kein dummes Gequatsche sondern auch schon selbst erlebt (vor langer langer Zeit als kiffender und saufender Rotzlöffel) - aber das ist ne andere Baustelle.

Zitat

Und in 10min ist auch keine Polizei vor Ort um schlimmeres zu verhindern


Die Leute glauben bei Videokameras immer das wären menschliche Augen, und wo ne Kamera hängt wird geglaubt sie funktioniert, und wo sie funktioniert glauben die Leute auch das schaut sich ernsthaft jemand permanent und aufmerksam an. Videoüberwachung ist bestenfalls ein Hilfsmittel und ein Video ist als Beweismittel brauchbar. :P Aber wenn jemand zusammengeschlagen wird stehen meistens eh schon genug Leute daneben die zwar nix machen aber mit dem Handy filmen.

von Detektordeibel - am 13.09.2009 17:02
Jau, her mit den Rechtsstaatdiskussion: Überwachungsstaat, drakonische Strafen und Drogenverbote (die ja schon existieren) und ein Bullerich an jeden Bahnhof. Oder noch besser: Private Sicherheitsdienste, wo sich dumpfe Kampfsportfreaks mit Migrationshintergrund oder rechter Gesinnung so richtig austoben können. Kennt man ja schon alles.

Meine Güte, ja, der Verfall der Gesellschaft. Wenn ihr wüsstest, was es in früheren Jahrhunderten für Schlägereien auf Dörfern gab. Ein Bauer schlug den andern tot. Wegen Kleinigkeiten. Wie gesagt: Die Adenauersche Backpfeife wär manchmal das Beste. Aber die darf heute ja kein Lehrer mehr anwenden, ohne dass er selbst angezeigt wird.




von Peter Schwarz - am 13.09.2009 17:39
Zitat

Wie gesagt: Die Adenauersche Backpfeife wär manchmal das Beste. Aber die darf heute ja kein Lehrer mehr anwenden, ohne dass er selbst angezeigt wird.

Oh doch. Aber nur, wenn sich ein sonst ruhiger Schüler mal "vergreift".
Das habe ich zwei mal erlebt, da ist nie etwas passiert.


Ich denke mal, dass die Schuld an der Unzufriedenheit der Gesellschaft liegt.
Daher die Gewaltbereitschaft.
Man säuft und kifft sich dann zu, um gewaltbereiter zu sein. Gilt ja auch als cool.
Ich denke mal, betrunken waren auch früher (wie weit man das auch immer definieren mag) viele.
Nur waren die nicht alle so gewaltbereit, weil das Leben insgesamt sozialer war.

Heute geht es doch immer nur noch um das Materielle.
Und nur um das eigene Materielle.
Wenn der andere etwas hat, muss ich etwas besseres haben oder das des anderen schlecht machen/zerstören.

Und wenn jemand nicht zum Mainstream passt (in welcher Art auch immer), so muss der niedergemacht werden.
Stichwort Mobbing.

Was hier schief läuft, ist eine Grundeinstellung, die weitergegeben wird.

Eine Grundeinstellung, die genau so sinnlos ist, wie sich übers Wetter aufzuregen.
Beides verbreitet nur schlechte Stimmung.
Und Unzufriedenheit. Wobei die auch noch andere Ursachen hat.


von shianne - am 13.09.2009 18:50
Ich denke das grösste Problem der Politik ist das sie zwar immer mehr Sachen verbietet bis wir mal einen absoluten Verbotsstaat haben und Strafen erhöht, aber andererseits nicht wirklich viel unternimmt um Kindern und Jugendlichen Alternativen zu bieten, bei denen sie nicht nur bevormundet sondern auch erst genommen werden.

Das jetzt gerade jemand der Courage gezeigt hat verletzt, ja sogar tödlich verletzt wurden ist, ist umso tragischer.

von Martyn136 - am 13.09.2009 20:51
Zitat
Detektordeibel
Zitat

Und wenn das nicht reicht, erfinden "wir" eben noch ein paar Argumente gegen Alkohol und vor allem Cannabis


Diese andauernde nölige Cannabisverharmlosung geht mir tierisch auf Sack, Nix dagegen das Leute Cannabis konsumieren, aber dann auch konsequent den Führerschein weg und zwar für immer. Fakt ist nunmal das es Stunden später nach Konsum Flashbacks geben kann, und da ist selbst Autofahren mit Restalkohol ein Witz dagegen.
Kommt selten vor, gibts aber, und das ist kein dummes Gequatsche sondern auch schon selbst erlebt (vor langer langer Zeit als kiffender und saufender Rotzlöffel) - aber das ist ne andere Baustelle.

...was ich jetzt völlig anders sehe, aber damit OT wird. Gerade Führerschein weg für immer halte ich für falsch. Ansonsten wurden die Flashbacks schon wissenschaftliche untersucht und widerlegt, da sich der berauschende Stoff schon längt umgebaut hat, also nicht mehr psychoaktiv ist. Wenn es vom Gehirn selbst kommen soll, so könnte man dann jeden beliebigen (!) Flashback bekommen. Außerdem sieht man ganz gewiß keine weißen Mäuse oder ähnliches, was die Fahreigenschaften derart drastisch herabsetzen könnte. Und was ist Restalkohol? Wenn ich einen guten Abend mit 7-8 Bier bis um 11 hatte und frühs um 5 wieder raus muß? Da liegt man mit größter Sicherheit weit über dem Risiko eines angeblichen Flashbacks und auch über politisch korrekten 0,5 Promille (oder besser 0,0? :sneg: ).

von Thomas (Metal) - am 14.09.2009 06:10
Das was da passiert ist, ist ein Trägödie von unglaublichem Ausmass. Da zeigt jemand Zivilcourage und versucht Tennies vor alkoholisierten Jugendlichen zu schützen und wird dafür zu Tode geprügelt. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Ich mag mir kaum vorstellen wie es seiner Familie jetzt geht. Dieser Mann verdient die allergrösste Hochachtung. Ich wäre auch daür, dann man an dieser Stelle später eine Gedentafel errichtet. Für mich ist dieser Mann ein Held des Alltags. Ich wünschte es gäbe mehr solcher Menschen.

Dieser Fall muss in allen Schulen thematisiert werden. Sowas darf nicht wieder vorkommen.

Zitat
Meine Güte, ja, der Verfall der Gesellschaft. Wenn ihr wüsstest, was es in früheren Jahrhunderten für Schlägereien auf Dörfern gab. Ein Bauer schlug den andern tot. Wegen Kleinigkeiten.


Sehe ich anders. Schlag doch mal am Montagmorgen den Lokalteil deiner Zeitung auf. Was da wieder alles an einem Wochenende passiert ist, geht auf keine Kuhhaut. Von räuberischer Erpressung, über versuchte Vergewaltigung bis hin zu Massenschlägerein. In der Form gab es das früher nicht. Ich will damit jetzt auch nicht die fünhundertste "früher war alles besser" Diskussion anstossen, aber ich hab mitterlerweile auch schon ein sehr mulmiges Gefühl, nach 22 Uhr in einer Grosstadt allein unterwegs zu sein. Das hatte ich früher in der Form nicht.

von zerobase now - am 14.09.2009 07:02
Na ja, Statistiken wirst Du nicht finden. Früher trat die Gewalt weniger ans Tageslicht. Es gab sehr viel davon, auch hinter vier Wänden. Dass man es so offen zelebriert und tlw. noch stolz drauf ist, das mag eine neue Qualität sein.

von Peter Schwarz - am 14.09.2009 18:11
Also hier in Coesfeld ist es meinst sehr zivilisiert. Auf der Straße wird nicht gesoffen, man sieht nur mal welche am Wochende zwischen der örtlichen Disko und Mäkkes, was denk ich nichts besonderes ist. ;-)
Mehr als kaputtgeschmissene Glasflaschen auf Radwegen gibts hier nicht.

Achja: Dafür werden bei uns Rekruten gefoltert und Leute auf dem Campingplatz in Lette erstochen.

von inblubb - am 14.09.2009 18:57
Zitat
Dafür werden bei uns Rekruten gefoltert und Leute auf dem Campingplatz in Lette erstochen.


Siehst du. Noch nicht mal bei der Bundeswehr ist man sicher. :D;)

Im Ernst: Coesfeld ist sicherlich jetzt keine Stadt die man als Masstab nehmen kann. Im Ruhrgebiet geht's da schon anders ab

von zerobase now - am 15.09.2009 06:32
Zitat

Ansonsten wurden die Flashbacks schon wissenschaftliche untersucht und widerleg


Nicht nachweißbar, heißt nicht wiederlegt. ;)
Nein man sieht keine weißen Mäuse, aber man ist für ne Minute aus heiterem Himmel einfach wieder voll drauf. Was das für ein Vorgang ist und wie das im Gehirn funktioniert (ablagerungen?) kann man aber nichtmal bei ner Autopsie nachweisen. Fakt ist aber das es sowas gibt. Aber auf THC reagiert jeder nunmal anders. Wen ich früher mal "was geraucht" habe ist um mich herum immer alles verschwommen, und wenn du so weggeblasen bist das du kaum den Stuhl spüren kannst auf dem du sitzt, dann ist am Lenkrad herumdrehen unter Garantie ne ganz beschissene Idee.
Gibt auch leute die können noch mit 1,5 Promille autofahren ohne das sie aufällig werden würden, andere sind schon bei 0,5 promille "im Eimer" und können kaum noch gradeaus laufen. Gibt leute die werden von Alkohol entspannt und ruhig, gibt leute die werden von Alkohol agressiv und verlieren völlig den Verstand.
Die Drogengesetze sind halt nicht daran festgemacht wieviel jeder indivduell grade wovon verträgt. Das kann man auch nicht.


Zitat

Oder noch besser: Private Sicherheitsdienste, wo sich dumpfe Kampfsportfreaks mit Migrationshintergrund oder rechter Gesinnung so richtig austoben können.


Für 5¤ die Stunde gibts halt nur Leute die nicht mehr wie 5¤ wert sind. Warum auch seriöse Dienstleister beauftragen wenns billigste Unternehmer aus Ostdeutschland gibt und man jeden Tariflohn und Ausbildungsmindeststandard unterlaufen kann?

Zitat

Aber die darf heute ja kein Lehrer mehr anwenden, ohne dass er selbst angezeigt wird.


Richtig, deswegen benutzen Lehrer heute Psychoterror bis die Kinder mit ner Pistole und Rohrbomben in die Schule kommen. :schpamm:

von Detektordeibel - am 15.09.2009 12:52
Die räumliche Verteilung des entsprechenden "Publikums" verteilt sich. Wusste man früher, welche Straßen und Viertel einer Stadt man am besten meidet, heute ist das offenbar nicht mehr so räumlich begrenzt. Das führt dann auch zu einer stärkeren Wahrnehmung der Gewalt, weil auch immer wieder "Unbeteiligte" betroffen sind.

Insgesamt scheint es aber weniger Gewalt zu geben als beispielsweise in den 50ern. Nur zu dieser Zeit hat sich nicht einmal die Polizei um die entsprechende Klientel gekümmert, "Pack schlägt sich, Pack veträgt sich", und so waren die Familienfehden in den Ghettos (ja, die gab es damals, mehr als heute!) eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Heute wird Ghettobildung und Gewalt vielfach im Zusammenhang mit Ausländern und Drogen diskutiert. Das schreit ja förmlich nach BILD-Schlagzeilen und Stammtisch-Parolen, was eine zielführende öffentliche Diskussion natürlich erschwert.

Möglicherweise entsteht der Eindruck, dass "alles immer schlimmer wird" dadurch, dass wir vielleicht heute wieder mehr Gewalt haben als vor 20 Jahren. Zu dieser Zeit hat man sich mehr bemüht, diese Probleme bei der Wurzel zu packen. Genau dieser Ansatz aber wurde und wird ja heftig kritisiert, und es werden wieder mehr auf härtere Maßnahmen gesetzt.

Aber auch in der Pädagogik gilt der Energieerhaltungssatz: Je mehr Energie in ein System gesteckt wird, desto höher ist die "Spannung", und desto eher "schlägt der Funke über". Was rein geht, muss auch wieder raus.

Wobei alledings auch klar sein muss, dass eine gewisse Klientel in der Tat nur noch über dei Backpfeifen-Behandlung zu packen ist. Aber als generelles Handlungsmuster wird das die Lage nur verschlimmern.

von Alqaszar - am 16.09.2009 11:24
Zitat

Die räumliche Verteilung des entsprechenden "Publikums" verteilt sich. Wusste man früher, welche Straßen und Viertel einer Stadt man am besten meidet, heute ist das offenbar nicht mehr so räumlich begrenzt.


Sie verteilt sich nicht, sie wächst vielmehr.

Zitat

und so waren die Familienfehden in den Ghettos (ja, die gab es damals, mehr als heute!) eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit.


Von der Stammesfehde bis zum Ehrenmord.

von Detektordeibel - am 16.09.2009 16:55
Zitat
Detektordeibel
Zitat

Die räumliche Verteilung des entsprechenden "Publikums" verteilt sich. Wusste man früher, welche Straßen und Viertel einer Stadt man am besten meidet, heute ist das offenbar nicht mehr so räumlich begrenzt.


Sie verteilt sich nicht, sie wächst vielmehr.

Warum sollte sie sich nicht verteilen, wenn ein Abgleiten nach unten überall möglich ist? Mit dem Abgleiten nach unten ist das natürlich auch eine Sache: Ich erinnere mich aus Erzählungen, wo die Betroffenen aus Stolz z. T. nichts angenommen haben und ihr altes Leben inklusive der täglichen Abwesenheitszeit von zu hause für das Aufsuchen der Arbeit einhielten. Eigentlich auch krank. Auf der anderen Seite läßt man heute häufig völlig gehen, man fällt auch nicht mehr auf, die sogenannte soziale Kontrolle scheint völlig ausgehebelt zu sein.
Nun, das ist sehr theoretisch. Mir ist absolut unbekannt, aus welchen Verhältnissen die beiden kamen. Auch die Vorstrafen sagen darüber rein gar nichts aus. Aus dem Holligan-Bereich weiß man, daß es Schläger aus allen (!) Schichten gibt. Unabhängig, ob die ansonsten mit beiden Beinen in Beruf und Familie stehen! Dazu wurde ebenfalls schon viel untersucht, mich überzeugen die Ergebnisse nicht. Wenn einer am Boden liegt muß Schluß sein, das war angeblich auch "früher" bei allen Rauhbeinen so, es ist wohl auch im Tierreich der Standard. Welche Sicherungen sind da gebrückt? [und das frage ich mich auch als einer, der im April 1993 bei einem "tätlichen Angriff" ein Opfer war!!] Ich denke da vor allem an den Werteverlust der Gesellschaft. Werte, die auch die christlichen Kirchen gepredigt haben, aber es geht inzwischen auch mit Werte ohne Kirche? Ob man jetzt glaubt sei nach meiner Meinung jedem selbst überlassen (vielleicht ist darin schon der Fehler), aber alles andere erreicht offenbar nicht den Menschen.

von Thomas (Metal) - am 16.09.2009 21:06
Das ganze ist für mich schon lange ein wichtiger Punkt gegen den ÖPNV - in der Grünwalder Linie hätte ich dieses Publikum aber auch nicht vermutet. Wieso er mit dem Firmen-A8 nicht unterwegs ist aber genauso.

von muniX - am 16.09.2009 21:09
Meine Mutter die in einer Apotheke auf dem Land arbeitet erzählte mir heute, dass in den letzten Tagen plötzlich zahlreiche Leute nach Pfefferspray gefragt haben. :rolleyes:

von ANDREAS R-|-DJ - am 18.09.2009 17:11
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