Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant, Doomsayer

Meeeehr Bilders OEG (3 normale und ein Bonbon)

Startbeitrag von Lokleitungam 10.12.2004 19:46

Nochnbißchen OEG für die Website, zuerst mal Schriesheim - Viernheim und zum Schluss noch ein Bonbon.

Gt 97 fährt in der Großsachsener Ortsdurchfahrt dem IV entgegen, 15.01.1997. Leider sind die hier noch vorhendenen Reklameschilder ("Phoenix-Reifen") vor einigen Jahren entfernt worden:
Meeeehr Bilders OEG (3 normale und ein Bonbon)

Gt 82 im Bahnhof Großsachsen. Er war der einzige Gt8 der OEG in rot/weiß mit der "Jägermeister"-Werbung, 25.04.1993:
Meeeehr Bilders OEG (3 normale und ein Bonbon)

Gt 86 am 13.10.1992 zwischen Viernheim und Weinheim:
Meeeehr Bilders OEG (3 normale und ein Bonbon)


Und zum Schluss noch, von einem Streckenabschnitt, der eigentlich schon recht gut auf der rnlf-Seite vertreten ist, ein Bild, zu dem es eine Geschichte gibt.

Am 26. und 27.03.1991 waren in Neu-Edingen Bauarbeiten angesagt. Grund war der bevorstehende Abriss und Neubau der Brücke über die OEG-Strecke. Dazu waren unter der alten Brücke Fahrleitungsarbeiten notwendig und neben beiden Gleisen mussten provisorische Fahrleitungsmasten gesetzt werden.

Da die Stelle unter der Brücke mit straßengebundenen Baufahrzeugen praktisch nicht erreichbar ist, besann man sich bei der OEG auf eine sehr kreative Idee. Der LKW mit dem Greifer auf der Ladepritsche, der zum Einheben der Fahrleitungsmasten benötigt wurde, wurde kurzerhand mit Rampen auf den Flachwagen 373 draufgefahren und ordentlich festgezurrt. Der Bahnbetrieb wurde (außerhalb des Berufsverkehrs) zwischen Seckenheim und Edingen eingleisig durchgeführt - damals ging das tagsüber noch, es gab zwischen Edingen und Seckenheim noch keinen 10-Minuten-Takt. Auf dem gesperrten Gleis wurde der Strom zum Arbeiten abgeschaltet.

Ich hatte an beiden Tagen die Ehre, den Bauzug bis zur Brücke zu fahren. Am ersten Tag mit Tw 357 (ex 75), 373 und dem Flachwagen 699, der zum Transport der Fahleitungsmasten diente auf dem Gleis nach Seckenheim, am zweiten Tag dann mit Tw 74 (damals noch nicht umgezeichnet) und Bw 373 auf dem Gleis nach Edingen. Während der Stromabschaltung hatte ich dann einen recht ruhigen Dienst, der hauptsächlich im Ausfüllen von Kreuzworträtseln bestand ;-). Lediglich mittags wurde nochmal kurz zugeschaltet, um zum nächsten Feldweg hochzufahren und Schnellbeton zu laden, mit dem die Masten dann einbetoniert wurden. Allerdings wurde es am ersten Tag auch bitterkalt im stromlos ungeheizten Rastatter, am zweiten Tag war es etwas sonniger.

Vom zweiten Tag (27.03.1991) ist auch das hier gezeigte Bild, links Tw 74 und Flachwagen 373 mit dem LKW huckepack und dem Loch für den Fahrleitungsmast links daneben. Im eingleisigen Betrieb kommt auf dem Gegengleis gerade der Tw 357 (ex 75) vorbei, der den M8C 257 der HSB aus der ZWM nach Heidelberg bringt. Wenn man unter der Brücke durchsieht erkennt man dahinter die schon aufgebaute Behelfsbrücke.:

Meeeehr Bilders OEG (3 normale und ein Bonbon)

NB.: Ich habe an beiden Tagen zusammen nur 15 Dias aufgenommen :-(

Antworten:
Das Bonbon mundet außerordentlich ... wirklich mal eine Rarität, v.a. mit dem abgeschleppten M8C, sieht man ja nicht alle Tage ;) Wie "zieht" denn so ein Rastatter mit dem scheinbar recht schweren M-Wagen?

von Doomsayer - am 10.12.2004 20:44

Zugkraft Rastatter

die Rastatter Vierachser ziehen recht gut, immerhin hat man sie zu Anfang ihrer Karriere auch mal mit fünf besetzten Beiwagen behängt, oder, bis zum Schluss, mit zwei Beiwagen und einem geschleppten Triebwagen als Wendezug. Besonders gut sind dabei die drei Wagen mit den Plattformfahrschaltern (75, 76, 77 - heute 359, 357 und 358 8)).

Schwieriger ist das Bremsen, denn die angehängten 34 Tonnen schieben ganz schön nach, und wollen ja ausschließlich vom führenden Tw gebremst sein.

Früher, als noch alle HSB-Wagen zwichen HD und MA geschleppt wurden war der M-Wagen der "dickste Brocken"; die Düwags sind ja bedeutend leichter. Heute, wo die Düwags und die Niederflurwagen diese Strecke aus eigener Kraft zurücklegen können ist uns eben dieser "dickste Brocken" erhalten geblieben, weil es angeblich zu teuer wäre, ihm eine Umschaltmöglichkeit für das unterschiedliche Potenzial der OEG- udn MVV-Strecken nachzurüsten.



von Lokleitung - am 18.12.2004 19:00

Re: Zugkraft Rastatter

Folgende Zugzusammenstellung ist mir mal unter die Kurbel geraten:
Rastatter (358 )
2 Fahrradanhänger (Rastatter 4x-Bw)
Rastatt Gt8 80
4xSchotterwagen (2x, Fuchs 1925)

Der 358 hat zwar ein wenig gebrummt, aber es ging! :-)

Laut dem "kleinen grünen Taschenbuch" war die Zugkraft auf bis zu 7(!!) Bw ausgelegt.. (Bilder???)

Und ein Zuckerrübenzug dürfte auch nicht viel leichter wie ein M-Wagen gewesen sein. ;-)

Mit aufgeweckten Grüßen



von Heinrich Fuchs, ehem. Fabrikant - am 19.12.2004 08:08
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.