Startbeitrag von kimiam 30.04.2006 15:08
Für die Rückfahrt nach MA stand der 1032 mit der neuen "Einsteigen + Wohlfühlen"-Werbung bereit.
Selten bin ich so durchgeschaukelt worden.
Ich saß im letzten Zugabschnitt hinten bei den Tischen und musste mich zw. Bad D. Ost und Friedelsheim gut festhalten (sowie ab Maxdorf Bf. nen kurzen Abschnitt).
Der letzte Wagenabschnitt wurde auf gerader Strecke extrem aufgeschaukelt. Ka, wie viel Sachen der Fahrer drauf hatte, aber so etwas habe ich bisher noch nicht; auch nicht mit den Wackelwagen erlebt.
Woran kann sowas liegen?
Re: Am Wochenende mit RHB nach Dü??
2. Schlechte Wartung
Ist aber normal bei uns.
Hauptsache, Du bist angekommen.
von Dr. Düwag - am 30.04.2006 15:28
Re: Am Wochenende mit RHB nach Dü??
Wann ist wieder Qualität auf der RHB unterwegs ^^
von kimi - am 30.04.2006 15:32
Re: Am Wochenende mit RHB nach Dü??
Das Problem ist, dass herkömmliche Radsätze den (sehr gewünschten) Effekt haben, einen sog. Sinuslauf auszuführen, da ihre Laufflächen kegelförmig sind. So ist sichergestellt, dass in Geraden und leichten Kurven die Spurkränze nie am Schienenkopf anlaufen und diesen und sich selbst abnutzen. In engen Kurven funktioniert dies naturgemäß nicht mehr. Auch ein zweiachsiges Fahrgestell führt diesen Sinuslauf aus. Wenn man nun aber einen schweren, ausladenen Wagenkasten ohne oder mit nur sehr geringer Dämpfung fest an diesem Fahrwerk befestigt, dann wird der Wagenkasten durch das Drehen des Fahrgestells in eine Drehung versetzt. Doch die Kräfte, die durch den Sinuslauf auftreten und die ausreichen, ein Drehgestell wieder abzubremsen und in die Gegenrichtung zu drehen, reichen nicht aus, den schweren Wagenkasten wieder aus seiner Drehbewegung herauszuholen, bevor die Spurkränze mit voller Wucht auf den Schienenkopf auftreffen. Die Schiene federt etwas, das Rad auch, beides nur sehr schwach, dann geht es nicht mehr weiter. Somit wird der Wagenkasten in sehr kurzer Zeit aus seiner Drehbewegung gestoppt und quasi zurückgeschleudert. Daher rühren die harten Stöße, die nicht nur unangenehm sind, sondern auch das Fahrzeug und die Schienen mächtig abnutzen. Hiergegen gibt es nur ein Mittel: Schlingerdämpfer einzubauen, die das ganze etwas mildern.
Ganz weg kriegt man diese Stöße aber (z.B. bei Einfahrt in Kurven) nicht, hier hilft nur eine weichere Anlenkung des Fahrgestells am Wagenkasten, wie z.B. bei der Variobahn oder beim Cityrunner alias Flexity Outlook von Bombardier. Tatsächlich werden die Combinos im Zuge ihrer Sanierung auch mit weicheren Anlenkungen ausgestattet. Hier trat kein Schlingerproblem auf, weil die Wagen keine herkömmlichen Achsen besitzen, aber Stöße beim Einfahren in Kurven gibt es natürlich dennoch.
Am besten sind natürlich nach wie vor Drehgestelle.
Gruß,
Christian
von felix83 - am 30.04.2006 23:12
Re: Am Wochenende mit RHB nach Dü??
Eins steht fest: (Nein kein Eichbaum ;) ) Nach hinten hock ich mich in den Teilen nicht mehr...
von kimi - am 01.05.2006 10:46
Re: Da sind schon lange nachgerüstete Schlingerdämpfer drin, vorher ging richtig die Post ab.
von Fabegdose - am 01.05.2006 15:37
Re: Da sind schon lange nachgerüstete Schlingerdämpfer drin, vorher ging richtig die Post ab.
von kimi - am 01.05.2006 16:54
Re: Ruft halt mal in Rheingönheim an. (kT)
von Fabegdose - am 01.05.2006 18:19
als ob das was bringen würde
Am Samstag vormittag hat sich an der Kletterweiche am Luzenberg der Schienenkopf (in Form einer Lasche oder wie auch immer man das nennen soll) gelöst, Schweißnaht gebrochen. Heute am späten Nachmittag war der Gleisbau dann da, weil das fleißig weiter schaffte und am Bröseln und Biegen war. Die Anwesenheit eines VM am Samstag war wohl nicht ausreichend genug, daß da zeitnah was in die Gänge geleitet wurde.
von ferdifuchs - am 01.05.2006 18:34
Re: als ob das was bringen würde
Oder zumindest nicht weniger :) :) :)
von Fabegdose - am 01.05.2006 21:25