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Nahverkehr Rhein-Neckar
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11
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tw237, Lindenhöfer, Rastatter Kundendienst, Harald S, kloetzl605, pfaffengrunder, Daniel Wottringer

[PM] Neugestaltung der Planken (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 26.01.2012 13:41

Heute ist mal wieder was vom Plankenumbau zu lesen







Die neuen Vorschläge machen zumindest den Grafiken nach einen besseren Eindruck wie der Siegervorschlag von 2008, den ich damals hier vorgestellt habe: [20066.foren.mysnip.de]

Wa mir insbesondere positiv auffällt ist, dass man sich anscheinend einiges Gerümpel, dessen Unterhalt man wahrscheinlich eh vernachlässigen würde, gespart hat.
So macht das ganze einen offenen und schönen Eindruck. Auf die genaue Wahl des Bodenbelags darf man noch gespannt sein.

Was ich schade finde, ist das man die FuGäZo anscheinend doch nicht verlängert und dass man nun doch Masten aufstellen will.

Nun ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt, bis die RNV dann hingeht und eine Hochkettenfahrleitung reinknallt. Genau das was man eigentlich nicht wollte.

In Frankreich baut man Straßenbahnen die sich ins Stadbild einfügen und diesem auch optisch sehr dienlich sind. Man kommt mit einem an der Hauswand angeferigten einfachen Fahrdraht aus. Nur hier geht die RNV her und verschandelt mit ihrer Fahrleitungsarchitektur sämtliche urbanen Lebensräume. Besonders schlimm sind hier mal als Beispiel des Bahnhofsvorplatzes, des Paradeplatzes oder des alten Messplatzes. Mit ihren Tragwerken, fetten Masten und Abspannungen sollte man aus stadtgestalterischer Sicht besser ganz auf die Bahnen verzichten. Genau das werden die Straßenbahngegner dann dagegen vorbringen. Und verübeln kann mans ihnen nicht. Dabei hätte mans auch so machen können, dass die Straßenbahn etwas zum Stadtbild beiträgt.

Selbst wenn das jetzt einer bei der Stadt merkt, dauert es Jahre, bis die ganzen üblen Stellen beseitigt wären. Hoffentlich überlegt man sich das bei der Umgestaltung des Bahnhofsplatzes nochmal genau...
Antworten:
ist doch auch egal. hält eh nicht lange. Schau dir die Breite Straße an. Die Gehwegplatten sind so schlecht verlegt, dass sich so manche Fußgänger schon die Haxen gebrochen haben. Außerdem klebt Kaugummi und Öl von Autos dringt auch super in den damals ach so gelobten Granitstein ein. Die Parkbänke wurden so angeordnet, dass die Straßenbahn den verweilenden Menschen die Füße abfahren kann. Dreht man die Bank halt einfach um, Problem gelöst. Genauso die zu kleinen Mülleimer, Abfall einfach nebendran werfen, Problem gelöst.

Und gebaut werden soll das ganze auch noch in einem Abwasch binnen 18 Monate? Wieso nicht stückweise? Nein, eine Großbaustelle ist doch viel cooler. Da kann man schön angeben mit "in Mannheim tut sich was". Die letzten guten Läden die es in der breiten Straße damals gab, sind während der großen Bauphase hopps gegangen. Mal sehen wie es in den Planken aussehen wird. Da wird man wohl einen großen Rettungstopf zur Verfügung stellen müssen.

Nee nee, Mannheim ist reich, nicht an Geld aber an Ideen. Siehe auch Boulevard Hbf-Wasserturm. Eins muss man den Leuten im Rathaus lassen: Sie haben echt Talent, Geld aus dem Fenster zu schmeißen.

Mal sehen wohin das alles führt. In der Gartenstadt wird ja dank der neuen Straßenbahn ja bereits der Aufstand geprobt, wenn auch nur im kleinen Maßstab.

Vielleicht schaffen wir es ja, dass sich ein paar Aktivisten an die Laternen in den Planken ketten und ein paar Baumhäuser auf den Bäumchen in den Planken aufgebaut werden. Wer findet, dass man für einen Unterirdischen Bahnhof kein Geld ausgeben sollte, der sollte sich die Demo "keine Planken für eine blanke Stadt" auch geben :-D

von pfaffengrunder - am 26.01.2012 22:51
Zitat
schwetzinger
(... viel Text)


Da muß ich absolut zustimmen... Die Breite Straße sieht für das Geld, was da 'reingeflossen ist, ziemlich beschissen und nicht sehr einladend aus...


NACHTRAG: Die Masten sind ein Übel, auf das man sich leider einlassen muß. Die Montage von Oberleitungen an Hausfassaden bedarf immer der Zustimmung des Hauseigentümers. Und wenn der diese verweigert (was heute immer mehr tun) bleibt der RNV nichts anderes übrig. Man könnte ja auch die Supercaps austesten... Die Münchner Tram im Testbetrieb (wo der Kurs durch den englischen Garten simuliert wurde) hat IMHO ca. 20 km geschafft...

von Lindenhöfer - am 26.01.2012 23:54
m.W. muss der Hauseigentümer seine Wand dafür hergeben, da an der Fahrleitung ein offentliches Interesse besteht. Das ist wie mit einer Straßenbeleuchtung.
Ich finde momentan nur leider keine Quelle. Wenn ich sie habe, liefere ich sie nach.

Die Münchener Kiste hat meine ich auch keine Supercaps sondern Akkus oder so.

von Tw237 - am 27.01.2012 08:48
Auch wenn mein Beitrag etwas kritisch erscheint, begrüße ich die Sanierung. Das mit den Bahnsteigen als schwiriges Thema finde ich hat man gut gelöst. Denn darauf zu verzichten ist ja auch keine Lösung. Einziges Problem, das ich sehe, ist dass es dann zum Betriebshindernis wird wie in der Breiten Straße, da man mein die Doppelhaltestellen aufzuheben.
Bei dem Hang, den Mannheimer Fahrplaner zu Konvoifahrten haben wäre das sehr kontraproduktiv.

Die Müllschluckermülleimer finde ich eine besonders gute Idee. In Passantengröße könnten die in der Breiten Straße so manches Problem lindern :-P
Das einzige was mich momentan stört, sind einfach nur die Fahrleitungsmasten.

von Tw237 - am 27.01.2012 10:14

Fahrleitungsmasten...

Hmmm, auf der Grafik sind relativ schmale Masten dargestellt... Man muß sehen, für welche Form man sich entscheidet. Natürlich müssen die Masten eine gewisse Zugbelastung aushalten, aber ich bin mir sicher, daß mit einer geeigneten Materialauswahl auch dieses gelöst werden kann. Sollen wir froh sein, daß dort zumindest keine Mittelmasten aufgestellt werden... :-) (wobei diese auch etwas gutes hätten, dann würden nicht soviele Autos durch die Planken fahren...)

Ich habe nichts gegen Masten, solange es nicht diese häßlich- pinkfarbenen Dinger sind, die nun wirklich das Stadtbild verschandeln. Wer ist auf diese Idee gekommen? Leidet die Person an Störungen? Hat sie etwas schlechtes geraucht? Fragen über Fragen...


Heißt es eigentlich Masten oder Maste ohne n?

von Lindenhöfer - am 27.01.2012 11:31

Re: Fahrleitungsmasten...

Mast

Grammatik der Mast; Genitiv: des Mast[e]s, Plural: die Masten, auch: Maste

von kloetzl605 - am 27.01.2012 11:42
Zitat
Tw237
Die Münchener Kiste hat meine ich auch keine Supercaps sondern Akkus oder so.


Ja, das sind Akkus, die man im Betrieb auch nicht annähernd leerfahren sollte. Deshalb laden die im Gegensatz zu den Kondensatoren in den hiesigen Variobahnen recht langsam...

von Daniel Wottringer - am 27.01.2012 12:02

Drei Bemerkungen

1. Die Masten sehen auf der Grafik ja ganz nett aus. Ich befürchte jedoch, dass es nicht dabei bleibt. Sie werden am Ende doch durch dicke und hässliche Betonmasten ersetzt.

2. Offenbar werden die Straßenbahnen künftig von orange auf odol umlackiert.

3. Die Commerzbank in P3 wird bald abgerissen, nachdem sie von der Dresdner in P2 übernommen wurde. Weiß jemand, was dort hinkommt?

Gute Fahrt
Harald


PS: Es wurde doch mal diskutiert, die Strb ganz aus den Planken herauszunehmen ... Warum hat man diese Idee fallen gelassen?

von Harald S - am 29.01.2012 09:56

Re: Drei Bemerkungen

Zitat

Warum hat man diese Idee fallen gelassen?


Weil selbst in Mannheim manchmal, gaaanz gaaanz selten, aber doch manchmal, noch ein Bißchen Verstand vorhanden ist...

von Rastatter Kundendienst - am 29.01.2012 14:36

Re: Drei Bemerkungen

Wenn man jetzt mal vom Luisenring u.ä. absieht sind in MA verkehrspolitisch eigentlich immer schon gute Entscheidenungen getroffen worden, was man von den beiden Städten links und rechts daneben nicht gerade behaupten kann.

von Tw237 - am 29.01.2012 14:49
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