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Oberliga - Thüringen - Handball
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MGN, H.R.

Meiningen - Hermsdorf

Startbeitrag von H.R. am 28.09.2004 16:48

Quelle: [www.otz.de]

Lok stellt in Schlussminuten Spielverlauf auf den Kopf

Handball: SVH-Männer bieten Paroli - Start für zweites Frauenteam Oberliga, Männer: ESV Lok Meiningen - SV Hermsdorf II 29:24 (13:12). Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. Meiningen setzte sich erst in den Schlussminuten klar ab, als die Moral bei den Gäste gebrochen war. Knackpunkt dabei war die verloren gegangene 19:17-Führung der Hermsdorfer.

Ein Lob gab´s für sie trotzdem. Als krasser Außenseiter hatten die Gäste nichts zu verlieren. Meiningen musste hingegen gewinnen. Entsprechend nervös ging die Partie los, Tore ließen auf sich warten. So stand es nach zehn Minuten 4:4, nach 20 Minuten erst 8:8.

Beide Mannschaften standen da in der Deckung sicher, zunächst mit 6:0, Hermsdorf dann mit 5:1-Riegel. Meiningen verstand es vor allem, die Konter der Gäste zu unterbinden. Zwei Treffer gelangen deshalb nur über die beiden Außenpositionen.

Die Gäste hielten dennoch mit, ausgeglichen ging es in die Pause. Nach dem Wechsel gelang es dem ESV, erstmals davon zu ziehen. Hermsdorfs Trainer Lutz Klecha hatte davor gewarnt, war sich sicher, wenn seine Mannschaft die Anfangsphase übersteht, "ist was drin".

Und es war ja auch etwas drin. Dem 16:12 folgte der 15:16-Anschluss (35.) und der 17:17-Gleichstand (41.). Und auch nach schon erwähnter Szene kamen die Holzländer nochmals heran, erzielten zehn Minuten vor Schluss das 22:22. Doch dann wechselte der ESV seinen angriffsstarken Russen ein und wirbelte im Minutentakt die Gästedeckung auseinander.

Zehmisch, Schau; Werrmann (4), Schuldes (8), Dietzel, Escher (1), Kämnitz (2), Schreck, Gottwald (1), Parybyk (1), D. Sidortschuk (7); Resimius.
Antworten:
Quelle: www.fwmeiningertageblatt.de

Nichts für schwache Nerven
Meininger Oberliga-Handballer sicherten erst in den Schlussminuten den Sieg



Meiningen (dmu/wu). Einen Handballkrimi gab es im Oberliga-Punktspiel zwischen dem ESV Lok Meiningen und Hermsdorf II am Sonntagabend, den mit einer furiosen Schlussphase der Gastgeber schließlich mit 29:24 (13:12) gewann. Im wahrsten Sinne des Wortes bis zur letzten Minute in Atem gehalten wurden die Zuschauer in der Multihalle. Bis dahin war alles offen und alles möglich.
Die junge zweite Hermsdorfer Mannschaft verkaufte sich so teuer wie möglich. Sie trat nicht wie ein ängstlicher Neuling gegen die alten Oberligahasen aus Meiningen an.

Im Gegenteil, sie spielten herzerfrischend und diszipliniert ihre Spielzüge aus. Lange wurde der Ball gehalten, um die Lücke zu finden und dann den Treffer zu markieren. Und das glückte ihnen immer wieder. Die Meininger Deckung gab zunächst den Anschein, als sei sie überfordert. Unbeweglich, Probleme mit Übergabe und Abstimmung.

Kompakte Deckung

F. Anschütz und M. Jakob im Kasten hatten immer wieder das Nachsehen, weil die Hermsdorfer Angreifer ungehindert zum Wurf kamen und sich die Ecke aussuchen konnten. Die Gastgeber dagegen bekamen ihre Nervosität nicht in den Griff.

Im Bemühen, den Spielaufbau konzentriert vorzutragen, wirkten sie manchmal behäbig und zum Teil hausbacken. Die Gästedeckung stand kompakt und war schnell auf den Beinen. So waren die wirklich guten und erfolgversprechenden Chancen rar.

Trotzdem führte der ESV in der ersten Hälfte fast immer und ließ nur vereinzelt den Ausgleich zu. Aber statt nach mehrfach herausgekämpfter Zwei-Tore-Führung ruhig weiter zu spielen, wurde der Ball vertändelt und nach schlechtem Abspiel immer wieder verloren. Die Gäste nutzten diese Unsicherheiten immer wieder und erzielten einfache Treffer.

Sie verfolgten konsequent ihre Taktik, immer dranzubleiben. So auch kurz vor dem Halbzeitpfiff. Der ESV führte wieder mit zwei Toren, konnte aber erneut nicht verhindern, dass Sekunden vor Halbzeit der Anschlusstreffer durch den SV fiel.

Trainer Dieter Schulz wertete in der Kabine die Fehler aus und schickte seine Männer neu motiviert aufs Parkett. Drei Treffer in Folge gelangen (16:12/34.). Dass jetzt etwas mehr Sicherheit in das Spiel der Meininger kam, hatten alle erhofft. Aber wieder waren es die Hermsdorfer Spieler, die sich gegenseitig hoch puschten und um jeden Ball kämpften.

Dafür wurden sie belohnt und konnten sogar mit 19:17 (48.) in Führung gehen. Erst jetzt besann sich die Meininger Mannschaft. Dieses Spiel wollte man auf keinen Fall verlieren. Jetzt wurde gekämpft und ein Zahn zugelegt. Angesagte Spielzüge wurden erfolgreich abgeschlossen, jedenfalls einige. Thomas Kolbe marschierte in seiner unnachahmlichen Art durch die Deckung. Und wie schon eingangs erwähnt, wogte das Spiel bis in die 55. Minute hin und her.

Auf einmal führten die Meininger mit drei Treffern. Jetzt mussten die Gäste ihren Deckungsverbund öffnen, um noch mit schnellen Toren den angestrebten Punkterfolg zu erreichen. Das war die Einladung für Nilo Stüwe, der jetzt befreit von seinen Fesseln, drei Treffer in Folge in Minute 58 und 59 erzielte. Nach Spielende ging ein Aufatmen durch die Meininger Reihen.

Fazit des Trainers: „Wir haben gewusst, dass diese Hermsdorfer Mannschaft gut ist und wir haben uns gegen sie sehr schwer getan. Aber Sieg ist Sieg“.

Lok Meiningen: Anschütz, Jakob, Mjanowskij (1), Kolbe (3), Greiner, Hildebrandt (4), Stegner (3/1), Pfeiffer, Schütze (5/3), Stüwe (6), Jurina (7), Janda
Siebenmeter: Meiningen 4/3, Hermsdorf 1/1
Zwei-Minuten-Strafe: Meiningen 2, Hermsdorf 2
Schiedsrichter: Schäfer, Kraft (Jena)
Zuschauer: 255

von MGN - am 28.09.2004 19:14
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