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Forum Hamburg-Liga Handball
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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 3 Monaten
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Thorsten Richter

FC St. Pauli - TuS Esingen 1 32:30 (17:17)

Startbeitrag von Thorsten Richter am 16.01.2011 20:21

Germann erzielte fünf Tore - es reichte nicht

Hamburg-Liga Männer: FC St. Pauli 1 - TuS Esingen 1 32:30 (17:17)

Hamburg - St.Pauli / Tornesch (tr), 16. Januar 2011, 17:30 Uhr, Sporthalle Thedestrasse 100/Govertsweg: Hamburg - St.Pauli / Tornesch (tr), 16. Januar 2011, 17:30 Uhr, Sporthalle Thedestrasse 100/Govertsweg: Keine Parkplätze, keine Tribüne, kein Kampfgerichtstisch (stattdessen ein "Kasten" aus der Abteilung Sportgerät), eine funktionslose elektronische Zeit- und Spielstandanzeige, stattdessen, wie zu Großvaters Zeiten, eine Tischtennis-Tafel zum Umklappen. Das muss reichen für ein Spiel aus dem Bereich Herrenhandball in der höchsten Hamburger Liga. Die ursprünglich vorgesehene Halle war doppelt belegt, daher musste St. Pauli mit allen Heimspielen weichen.

Das Spiel:
Trotz der engen, tribünenlosen Halle fanden sich einige Zuschauer ein. St. Pauli mit dem Anwurf führte nach sechs Minuten mit 2:1. Diesen Vorsprung vergrößerten die St. Paulianer bis auf 10:5 – Kay Germann zog die Grüne Karte: Team-Time-out: 50 Sekunden um sich zu besprechen Die Gastgeber erzielten bis dahin die einfachen Tore, während Esinger Angreifer nicht auf ihre Chancen warteten und die unvorbereiteten Würfe meist leichte Beute des Torhüters waren. Ein Positionswechsel brachte mehr Stabilität im Abwehrverband, die sich ein wenig auch auf das Angriffsverhalten auswirkte. Beim Stand von 13:10 bekam Dennis Lißner (erster Einsatz nach seinem Mittelhandbruch) einen Strafwurf zugesprochen. Während St. Pauli für den bevorstehenden Siebenmeter den Torwart wechselte, tauschte Kay Germann das Trainer-Sweatshirt gegen ein Spielertrikot. Der Torwartwechsel brachte den St. Paulianern nichts, Julian Biehl verwandelte auch diesen Siebenmeter sicher. Beim Stand von 14:11 für St. Pauli und doppelter Unterzahl "für" Esingen wechselte sich dann Kay Germann selbst ein. Er erzielte zunächst drei Treffer in Folge, so dass sein Team den Rückstand wettmachte - 14:14. Dennis Vogt (Leihgabe der 2. Herren) traf sogar zur ersten Esinger Führung 15:14.
Mit 17:17 ging es in die Pause.
Nach dem 19. Esinger Treffer, der letzten Esinger Führung (19:18) in der 33. Spielminute, gelang Esingen bis zur 43. Spielminute nur ein Tor – dafür aber vier Pfostentreffer, ein verworfenen Siebenmeter und zwei „Fahrkarten“ frei vorm gegnerischen Tor. Trainer Kay Germann tauschte zunächst die Torhüter und ging danach selbst noch einmal auf das Spielfeld.
Fünf Tore betrug der Rückstand bei seiner Einwechselung, in der zweiten Hälfte gelang ihm selbst nur noch ein Tor und St. Pauli ließ sich den Vorsprung nicht mehr wegnehmen
Mit dem Schlusspfiff stand ein verdienter 32:30 Erfolg für die Gastgeber an der „Tischtennistafel“
Damit hat Esingen (16:10 Punkte) zunächst den Anschluss an die Spitzengruppe (HG Norderstedt / FC St. Pauli jeweils 22:4 Punkte) verpasst.
Einen Tag nach dem Soiel spürte Kay Germann die Folgen seines Einsatzes - Schmerz in der Schulter - körperlich. Sein Team nahm er nach der zweiten Niederlage in diesem Jahr in Schutz. Er hatte eine Leistungssteigerung gesehen und musste feststellen, dass "mehr zur Zeit eben nicht drin ist", verständlich, wenn man die Verletzten / Krankenliste betrachtet.

Spielfilm:
4:2 (8.Min), 5:4 (11.), 10:5 (14.), 12:8 (20.), 14:11 (25.), 14:15 (28.), 17:17 (30.) -
18:19 (33.), 25:20 (43.), 27:24 (50.), 28:26 (54.), 29:27 (57.), 31:27 (59., 32:30 (60.).

TuS Esingen:
Isaac Luarte Correas (34. - 43. Min.) und Alexander Witt (1. - 33.) und 44. -60.) im Tor, Jan-Philip Merkl, Daniel Günter (3), Julian Biehl (9/5), Arne Surrow, Dennis Lißner, Timo Kreckwitz (3), Nils-Oliver Himborn (6), Kay Germann (5), Daniel Abel (1), Jesko Semmelhack (n.e.), Dennis Vogt (2) und Tobias Lißner (1).

FC St. Pauli:
Christian Clausen (6) und Klaus Häfele (6/4) trafen für die Gastgeber am Besten

Wer für Esingen nicht mitspielte: Torsten Meyer (setzte aus im Tor), Daniel Quilitzsch (RA/RR), Jonathan Karow (RM/RL), Christoph Bökeler (RL/RR), Lennart Haas (RR/RA), Jan-Henning Himborn (RM)

Antworten:

Knickwurf schreibt Re: FC St. Pauli - TuS Esingen 1 32:30 (17:17)

Und hier der sportliche Beitrag des Knickwurfs, mit der Bitte um Entschuldigung. Meine einleitenden Worte waren weder Beschwerde, noch Gejammer, Zustandsbeschreibung war beabsichtigt. Für den Wechsel von der Budapester Str. an die Thedestr. kann der "Gastgeber" sicher nichts und wie weit es organisatorisch möglich gewesen wäre einen Tisch für das Kampfgericht zu besorgen weiß ich nicht. Ich kannte die Variante Kasten noch nicht. Dass in einigen Hallen die, wie in der Thedestr., vorhandene Anzeigentafel nicht funktionsfähig ist war mir allerdings bekannt. Schön finde ich das deswegen trotzdem nicht.
Hier also der Beitrag:
gelesen aufder Seite http://www.knickwurf.de/

FC St. Pauli 1 - TuS Esingen 1
32:30 (17:17)
(Jens) Guten Tag. Eure 1. Herren hat eine englische Woche hinter sich. Und die ging so:

Am Donnerstag trafen wir im Achtelfinale des Hamburger Handballpokals zunächst auf die erste Mannschaft des HSV.
Doch Hens, Jansen und die Gilles Brüder hatten sich offensichtlich in die Hose gemacht und ihre Kinder ins Rennen geschickt. (Im Pokal darf immer deren Regionalliga A-Jugend an den Start.) Ganz so blöd war der Schachzug allerdings nicht: Gegner, die in der Tat Falks, Inges, Klaus oder mein Nachwuchs sein könnten, bespielt man nicht so einfach: Man will ihnen ja nun nicht weh tun, sonst weint am Ende noch einer! Während wir diese Scheu nach 10 Minuten abgelegt hatten, konnten sich die Schiedsrichter davon 60 Minuten nicht frei machen und trugen auch ihren Teil dazu bei, dass das Spiel in der 2.Halbzeit nochmal eng wurde. Aber mit dieser Fanbase im Rücken, gastronomisch perfekt verköstigt von unserer überaus charmanten Tresencrew (vielen Dank nochmal!) liessen wir uns die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und spielten phasenweise genau den konsequenten Handball, den wir eigentlich Woche für Woche zeigen wollen. Alles in allem war dieses Spiel ein ordentlicher Aufgallopp dafür, was am Sonntag folgen sollte.

Zu Gast hatten wir die ewigen Nörgler und Jammerlappen aus Esingen. Nach dem letzten Spiel hatte sich ein Betreuer noch über unsere aus seiner Sicht viel zu harte Abwehr beschwert, dieses Mal störte man sich an mangelhafter Kampfgerichtausstattung und "fehlenden Parkplätzen vor der Halle". Dann lasst Eure Trecker das nächste Mal doch zu Hause.

Leider fielen auch wir vorrübergehend in das phlegmatische Gejaule mit ein. Denn der Trainer der Esinger, ehemaliger Bundesligaspieler dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, stellte sich aus lauter Verzweiflung selbst auf, um mit seinem mittlerweile beträchtlich in die Breite gegangen Hinterteil voran in heranstürmende Paulianer zu springen. In der nächsten Szene griff er dann noch beherzt in einen Wurfarm und riskierte eine schwere Verletzung. Man verstehe das richtig: wir beschweren uns hier nicht über Härte. Vielmehr verstehen wir diese (nennen wir sie mal) Tapsigkeit als ein Kompliment an unsere Schnelligkeit. Schade ist jedoch folgendes: man sieht genau, wie sich die jungen Esinger Spieler, die sich im Übrigen nicht an dieser Unsportlichkeit beteiligten, an diesem graumellierten Herren aufrichten. Und stellt dann mit Bedauern fest, dass dieser eine Vorbildfunktion einnimmt, der er gelinde gesagt nicht nachkommt. Irgendwie gut, dass Esingen mit dem Aufstieg nichts mehr zu tun hat.

Unabhängig vom zweifelhaften Auftreten eines Einzelnen stellt Esingen dennoch ein talentiertes Team auf die Platte. Die jungen, schnellen Spieler in den Griff zu bekommen, ohne sich auf das Kreisliga- Verständnis von Abwehrhärte einzulassen, stellt eine gewaltige Herausforderung dar. Genau diese Herausforderung haben wir bestanden. In den letzten Minuten, wo wir in den vergangenen Spielen selten mit Souveränität glänzen konnten, bekamen wir den Angriff der Esinger in den Griff und nutzen unsere Torchancen eiskalt. Wir haben im Vorfeld viel drüber geredet, hart trainiert und uns Mut gemacht, aber diesen Schritt dann letztendlich zu vollziehen, sich von Widrigkeiten nicht beirren zu lassen und in jeder Sekunde der letzen 10 Minuten zu beweisen, dass wir das bessere Team sind, dazu gehört einiges. Darauf sind wir stolz. Und dank eures Anfeuerns könnt ihr es auch sein.

Nächste Aufgabe: RedBlue (22.01.11, 17:00, Ernst-Anton-Straße 27, 21521 Aumühle). Da war doch was. Kommt ihr wieder mit?

Eure Erste.




von Thorsten Richter - am 18.01.2011 21:04
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