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Coach.Manni, DiWei

Spielberichte 5. Spieltag

Startbeitrag von Coach.Manni am 28.09.2009 09:29

HSV Haldensleben – SG Lok Schönebeck 30 : 24 ( 14 : 10 ) / Volker Musche :
"Es ist eine reine Kopfsache"
Die Queen-Hymne " We will rock you " schallte am Freitagabend vor dem Anpfiff der Begegnung zwischen den beiden Handball-Oberligisten HSV Haldensleben und SG Lok Schönebeck durch die Lautsprecherboxen. Die Ohrelandhalle " gerockt " hat aber nur der HSV, der sein erstes Heimspiel mit 30 : 24 ( 14 : 10 ) für sich entschied.
Haldensleben. Für die Schützlinge von SG-Trainer Volker Musche wurde HSV-Keeper Andreas Wichmann zum unüberwindbaren Hindernis, er hielt sein Team durch Glanzparaden im Spiel. " Dem Torhüter muss ich ein Lob aussprechen, der hat richtig gut gehalten ", so der Lok-Coach. Von den Qualitäten ist auch sein Trainer Enrico Nefe überzeugt, der ihn vom Regionalligisten HC Aschersleben nach Haldensleben holte. " Ein klasse Mann, der leistungstechnisch erst bei 75 Prozent steht ", weiß Nefe. " Über Linksaußen bekommt er noch zu viele Gegentreffer. " Das nutze die SG durch Christian Stark phasenweise gut aus. So kämpfte sich Schönebeck zurück in die Partie.
Mit voller Zuversicht starteten die Elbestädter und schienen von der Kulisse unbeeindruckt. Hendrik Grüning warf die Lok mit 1 : 0 in Führung ( 1. ). Nach zwei vergebenen Siebenmetern auf beiden Seiten stellte der HSV den Ausgleich her ( 1 : 1 / 4. ). Konzentriert und ruhig bauten die Gäste ihr Spiel auf. Sven Herrmann, Guido Weidner und Mario Seifert schlossen die Angriffe erfolgreich ab und brachten die Gäste mit 4 : 1 in Front ( 8. ). Erneut haderte Musche mit der Chancenverwertung : " Wir haben stark begonnen und mussten eigentlich mit 7 : 1 führen. Wir haben einfach klare Möglichkeiten liegen gelassen. " Im Gegenzug kämpfte sich der HSV mühsam wieder heran. " Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeitet ", so Nefe. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Torhüter Christian Schuster und Wichmann zu den Hauptdarstellern wurden. Nach dem Ausgleich zum 9 : 9 durch Stark ( 23. ) kippte die Partie zugunsten des HSV. Mächtig viel Sand geriet ins Getriebe der Lok, die bis zur Halbzeitpause fünf Gegentreffer kassierte und selbst ihre Möglichkeiten nicht effektiv nutzte. " In der Anfangsviertelstunde haben wir vernünftigen Handball gespielt und sind danach komplett auseinander gebrochen ", resümierte der Trainer. In die Pause ging es mit einem Vier-Tore- Rückstand.
In Durchgang zwei spielten die Gastgeber weiter druckvoll auf, setzten sich gegen die 6-0-Abwehr der Gäste konsequent durch und mit 18 : 13 ab ( 36. ). Dann folgte eine starke Phase der SG, die zum 19 : 17 verkürzte ( 41. ). " Die Mannschaft schien das gar nicht mitbekommen zu haben ", so Musche. Die Hoffnung wurde durch fünf Treffer des HSV in Folge im Keim erstickt ( 48 ). " Christian Stark war der einzige im Team, der die Partie noch umbiegen wollte. Die anderen zogen nicht mit ", schätzte Musche ein. " Ich habe den Eindruck, wenn wir hinten liegen, dann hakt die Mannschaft die Partie innerlich ab. Es ist eine reine Kopfsache. " Von diesem Rückschlag erholte sich die Gäste bis zum Schlusspfiff nicht mehr und verloren die Partie mit 30 : 24. Insgesamt zählte der Lok-Coach 17 technische Fehler und 16 Fehlwürfe. " Damit kam man weder ein Auswärts- noch ein Heimspiel gewinnen ", sagte er abschließend. Für Nefe war der Sieg " wichtig, da wir nach einem schwachen Saisonstart so langsam in Schwung kommen. "
Haldensleben : Wichmann – Hilliger ( 6 ), Schöttke ( 4 ), Tysack, Schufft ( 3 ), Papendiek, Große ( 4 ), Teßmann ( 6 ), Jagla, Krug ( 4 ), Beyer ( 3 ), Krüger
Schönebeck : Schuster / Jonas / Borchardt – Rabe, Krüger, Stark ( 5 ), Seifert ( 7 ), Grüning ( 1 ). Herrmann ( 4 ), Kazmierowski ( 3 ), Bauer, Schulz, Barby ( 1 ), Weidner ( 3 )
Siebenmeter : Haldensleben 3 / 1 – Schönebeck 6 / 3 ; Zeitstrafen : Haldensleben 3 – Schönebeck 5

SG Spergau – HV Rot-Weiss 26 : 26 ( 14 : 12 )
Einladungen zur Aufholjagd
Stefan Wiederhold war wirklich nicht zu beneiden. Bei sieben Bällen im gesamten Spiel war der Keeper mit Hand, Arm, Fuß oder Bein am Leder – und es prallte doch ins Netz. Der 25-Jährige hatte solch einen starken Tag erwischt, musste sich aber in die Paraden immer wieder hineinkämpfen. Lobende Worte erhielt der Torwart des Handball-Oberligisten HV Rot-Weiss Staßfurt von seinem Trainer Jürgen Wartmann. Schließlich war es auch Wiederhold zu verdanken, dass die Bodestädter gestern zu einem 26 : 26 ( 14 : 12 ) bei der SG Spergau kamen. Wiederhold hielt sein Team nämlich im Spiel, vor und während der Aufholjagd.
Zur ersten Aufholjagd hatte aber Staßfurt eingeladen. Wartmann musste auf Eike Rach ( Zahn-OP ) verzichten, stellte nur einen Linkshänder mit Jörg Friedrich, der stach, der sticht schon seit Saisonbeginn. Er glänzte auf Rechtsaußen wie auch auf Halbrechts, sechs Tore waren der Lohn. Aber glänzend war nicht alles. " Alexander Ernst hatte nicht seinen stärksten Tag, aber das muss man ihm zugestehen ", so Wartmann. Er kommt aus der Verbandsliga, er konnte nicht trainieren, er schuftet beinahe 60 Minuten durch. Auch wegen seiner mäßigen Quote hielt Staßfurt die Führung ( 7 : 10 ) nicht, Spergau hatte zuvor gesündigt mit den Chancen. Rot-Weiss sündigte ebenso, aber es schloss auch die Lücken zu den Halbpositionen nicht schnell genug. Zudem agierte der Gast in den letzten vier Minuten der ersten Hälfte in Unterzahl – und fragwürdige Entscheidungen folgten auch nach dem Wechsel. Das Spiel selbst war absolut fair.
Und es folgte ein 21 : 15 ( 43. ). Während Spergau den ersten Saisonsieg vor Augen hatte, lahmte Staßfurts Angriff. Die klasse Anspiele von Matthias Schröder auf Oliver Jacobi in der ersten Hälfte blieben nun aus. Nur Wiederhold hielt den Abstand in Maßen. Und dann : " Es war toll, wie die Mannschaft zurückgekommen ist ", sagte Wartmann. Spergau erlitt einen Kraft- und Konzentrationsverlust, konnte selbst eine doppelte Überzahl in 48 Sekunden zu keinem Tor nutzen, leistete sich leichte Fehlpässe, die Tobias Ortmann und Schröder zum 25 : 26 nutzten. Drei Sekunden vor dem Ende, und auch diese Entscheidung war fragwürdig, traf Marcus Pöritz per Siebenmeter zum 26 : 26-Endstand. Wartmann war ob des Kraftakts in Hälfte zwei mit dem Punkt nicht unzufrieden – " er war hochverdient ".
Spergau : Kemnitz / Malisch – Hesse ( 3 ), Schwarz ( 2 ), Herfurth ( 3 ), Weber ( 2 ), Thäle, Rohde, Schellbach, Gruhn ( 3 ), Bartsch, Aboczki ( 4 ), Voigt, Oöritz ( 9 / 2 )
Rot-Weiss : Wiederhold / Schliwa – Richter, Wartmann, Ortmann ( 5 ), Friedrich ( 6 ), Halfpap ( 2 / 1 ), Jacobi ( 7 ), Ernst ( 5 ), Schröder ( 1 ), Scholz, Hoppe
Siebenmeter : Spergau 3 / 2 – Staßfurt 3 / 1 ; Zwei Minuten : Spergau 4 – Staßfurt 9

SG Seehausen - BSV Magdeburg 26 : 27 ( 13 : 9 )Bittere, vermeidbare Heimniederlage für sehr gut mithaltende SG-Männer
Seehausen. Eine Niederlage der besonders bitteren Art mussten die Handball-Oberligamänner der SG Seehausen am Sonnabend in der Wischelandhalle hinnehmen. Im zweiten Heimspiel in der neuen Spielklasse gab es gegen den BSV Magdeburg ein 26 : 27. Dabei war sogar ein Sieg für die Altmärker gegen den Favoriten aus der Landeshauptstadt drin.
Der bestimmte das Geschehen in der Anfangsphase, lag zum Beispiel mit 3 : 1 und 4 : 2 vorn. In der zehnten Spielminute wurde der zuvor langzeitverletzte Alexander Söhnel zu seinem ersten Saisonspiel eingewechselt. Der in der ersten Halbzeit äußerst stark aufspielende Christian Werneke ( 2 Tore ) sowie Steven Fothke mittels Heber sorgten für einen Führungswechsel. Die Magdeburger schauten anschließend nicht schlecht, als die Seehäuser die Partie beherrschten. Das gelang durch eine ausgezeichnete Deckungsleistung mit zwei sehr guten SG-Keepern ( Sebastian Schulz, Sebastian Kramer ) sowie einem immer schwungvolleren Angriffsspiel gegen eine nun wahrlich nicht unerfahrene BSV-Abwehr.Der Gastgeber münzte diese Vorteile in dieser Phase auch in Treffer um und ging mit 9 : 7 ( Siebenmeter Thomas Hofmann ) und kurz vor der Halbzeitpause mit 13 : 9 in Führung.
In der Kabine müssen bei den Magdeburgern sehr klare Worte gesprochen worden sein. Der BSV kam wie verwandelt aus der Kabine, zeigte sich nunmehr entschieden konzentrierter. Das betraf sowohl die Abwehr, die effektiver arbeitete, als auch den Angriff. Da setzten die Gäste jetzt mehr auf den Kreismittespieler. Seehausens Deckungsakteure wurden ein ums andere Mal mit Täuschungen herausgelockt, so der Kreisspieler frei- und angespielt. Mit diesem sehr einfachen Mittel vor allem gelang es den Gästen nach einer Seehäuser Auszeit in der 42. Minute zum 19 : 19 auszugleichen. Anschließend setzten die Magdeburger ihren Siegeszug fort, führten mit 21 : 19. War das die Wende ?
Nein, es begann ein Kampf auf Messers Schneide. Gastgeber Seehausen setzte auf seinen generell ganz starken Rückraum, ging selbst noch zweimal ( 23 : 22, 24 : 23 - jeweils Christian Cornehl ) in Front. Der BSV warf knapp zwei Minuten vor Spielschluss von der Kreismitte zur 27 : 26-Führung ein. Eine ausgesprochen gute Kontermöglichkeit vergaben die Seehäuser gut 30 Sekunden vor Spielschluss, als Hofmann seinen Pass zu hoch ansetzte. Wie intensiv die Partie geführt wurde, das bekam besonders auch SG-Physiotherapeutin Antje Resas mit, die unter anderem die Brüder Daniel und Christian Cornehl, Thomas Hofmann und Christian Söhnel jeweils für längere Zeit zu pflegen hatte.
Beleg für die Hitze in diesem Spiel ist auch, dass " Matze " Schönfelder mit seinem Wischer insgesamt 29 mal ausrücken und mehr oder weniger große Schweißlachen entfernen musste.
SG Seehausen : Schulz, Kramer - A. Söhnel 1. Werneke 8, Ch. Söhnel 6, Hennigs 2, Fothke 1, Wagener 3, Hofmann 3, Dieterich, Ch. Cornehl 2, D. Cornehl, Claus.

Radis gönnt sich wieder Sonnenplatz
Jessen und Wittenberg jubeln über Heimerfolge

WITTENBERG/MZ. Freud und Leid lagen am Wochenende dicht beieinander, vor allem in Wittenberg. Denn zu der Freude bei den Herren von Grün-Weiß mischte sich Frust bei den Oberligadamen.
TuS 1947 Radis SV Irxleben 1919 27:26
Gerade so, aber es reichte. Der Radiser Coach Thomas Eckleben und seine Jungs hatten ihr Hauptziel, die Zähler zu behalten, in den letzten vierzig Sekunden der Partie erreicht. Der Torwart des Gastgebers, Friedrich Schröter, hielt den Sieg im wahrsten Sinne des Wortes fest. Dass man durch diesen Erfolg wiederum die Spitze der Tabelle zurückeroberte, empfand Eckleben als "angenehmen Nebeneffekt". "Sind wir doch mal ehrlich, dass wir auf Platz eins stehen, ist ein Umstand, den wir so nicht geplant haben. Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt, alles, was wir an Punkten jetzt mitnehmen können, nehmen wir." Und der Coach hätte sich bereits am Sonnabend über ein Unentschieden nicht unbedingt gewundert. "In dieser Begegnung waren bei uns eine Menge individueller Fehler zu sehen, die uns den Sieg hätten kosten können. Ich würde sogar sagen, dass es unser bisher schlechtestes Spiel war."
Jessener SV 53 SV Friesen Frankleben 27:25 Es war die erwartet schwere Partie. Begünstigt durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Technikfehlern der Hausherren kamen die Gäste zu leichten Kontertoren und führten über weite Strecken der ersten Hälfte (3:5, 6:8, 8:10). Auch die Defensive um Chef Guido Apfelbaum wies noch keine Festigkeit nach. Doch dann gewann das JSV-Spiel an Sicherheit, und die Elsterstädter gingen mit einer knappen 12:11-Führung in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff dann die stärkste Phase der 53er. Fast zehn Minuten gestattete man dem Kontrahenten keinen Treffer, kam dafür selbst zu sehenswerten Gegenstoßtoren. Resultat war ein 17:11. Doch dann: Die Abwehr mit einem erneut starken Kevin Zwicker im Gehäuse funktionierte zwar weiterhin, was sich der JSV jedoch in der Offensive an Fehlleistungen erlaubte, ließ die Zuschauer fast verzweifeln. Gleich reihenweise wurden beste Möglichkeiten vergeben, und Frankleben kam sogar noch zum 22:22-Ausgleich. In der dramatischen Endphase legten die Elsterstädter stets vor, doch erst das spektakuläre Rückhandtor von Jens Werner zum 26:24 bedeutete die Spielentscheidung.
Grün-Weiß Wittenberg SV Langenweddingen 27:26
Das war knapp, sehr knapp sogar. Mit einer regelrechten Zitterpartie zum Schluss sicherten sich die Wittenberger auf heimischem Parkett endlich einen Sieg. Und nach dem sah es zunächst nicht aus. Denn der Gastgeber begann sehr holprig und wirkte in den ersten zwanzig Minuten vor allem in der Deckung sehr schwach. So verwunderte es nicht, dass Langenweddingen zur Halbzeit 16:13 führte. Nach dem Wechsel kehrten die Grün-Weißen allerdings zurück in die Partie, zeigten Kampfgeist. Dieser ließ den Vorsprung der Gäste schmelzen. Doch beinahe wäre das Projekt Heimsieg schief gegangen. Denn erst der durch Christian Brandt gehaltene Siebenmeter verhinderte ein Davonziehen von Langenweddingen. Der in der letzten Spielsekunde verwandelte Strafstoß von Christian Peschek sicherte die beiden so wichtigen Punkte

Was für eine lausige Berichterstattung in der MZ...:hot: . Oft nicht einmal 10 Sätze pro Oberliga - Team ist es den "Heimatzeitungsmachern" wert. :rolleyes: Oben mal der Vergleich zur Volksstimme, wo auch stets ein Foto pro Mannschaft zu finden ist.
Wenigstens die Mannschaftsaufstellungen gehören doch wohl zu einer halbwegs seriösen Chronistenpflicht!!! :sneg::sneg::sneg:

Antworten:

... wenn sich keiner beschwert.....

Die MZ ist einfach kein Heimatblatt mehr!


von DiWei - am 28.09.2009 09:36

Nachzügler: OEB vs. Calbe / WB vs. LWD

SV Oebisfelde 1895 - TSG Calbe 40 : 24 ( 25 : 14 )
CALBE GEHT BEIM TITELANWÄRTER UNTER

Eine 40:24 Klatsche kassierten Calbes Oberligahandballer beim SV Oebisfelde und fielen dadurch in der Tabelle auf Rang 5 zurück. Calbe enttäuschte auf der ganzen Linie und konnte nur phasenweise an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Trainer Eckhard Rätzel zog folgendes Fazit: „Nach drei Siegen in Folge war dies heute ein rabenschwarzer Tag für uns. Man kann in Oebisfelde sicher verlieren, aber über die Art und Weise der Niederlage müssen wir intern noch reden. Der Meisterschaftsfavorit hat uns jedenfalls deutlich unsere Grenzen aufgezeigt“.
Oebisfelde begann druckvoll und mit einer schnellen 4:1 Führung. Calbe fand schwer ins Spiel, blieb vieles schuldig und so nahm Trainer Rätzel bereits beim Spielstand von 7:4 (7.) eine frühe Auszeit, um seine Mannschaft wachzurütteln. Dies half aber nur bis zum 9:7 (10.), danach dominierten die Gastgeber nach Belieben und setzten sich immer weiter ab. Jeder Gästefehler wurde eiskalt bestraft, ein Konter folgte dem anderen und auch im Posibtionsspiel und der Durchschlagskraft besaßen die Gastgeber klare Vorteile. Calbe stand schwach in der Abwehr, agierte ideenlos und unkonzentriert im Abschluss. Zudem versuchte man es im Angriff immer wieder ohne Erfolg über den starken Mittelblock der Gastgeber. Da konnte auch der Ausfall von Regisseur Rene Hulha (Muskelfaseriss) keine Ausrede sein. Insgesamt leisteten sich die Gäste 28 Fehlwürfe und zahlreiche Technik- und Regelfehler. Damit war kein Blumentopf zu gewinnen. Beim Halbzeitstand von 25:14 war die Partie bereits gelaufen. Aus Calbenser Sicht konnte es nur besser werden. Nach deutlichen Worten in der Kabine hatten die Gäste dann nach dem Wechsel ihre beste Phase. Calbe agierte jetzt besser und arbeitete sich bis auf 29:21 (40.) heran. Doch diese gute Phase konnte die TSG in der Folgezeit nicht fortsetzen und verfiel in alte Fehler. Die Schlussviertelstunde entschied der Regionalligaabsteiger wieder klar für sich und landete am Ende einen 40:24 Kantersieg. Für Calbe heißt es jetzt, die Partie gründlich auszuwerten und sich auf das nächste Heimspiel zu konzentrieren. Am kommenden Sonnabend um 17.30 Uhr will sich die TSG dann gegen den Jessener SV wieder in Normalform präsentieren.
TSG: Bertram, Knörich - Sowa (2), Doll, Hulha, Kaiser (3), F.Kralik (8), M.
Kralik., Roost, Deumeland (1), Rätzel (6/4), Hübner (4)

GW Wittenberg-Piesteritz - SV Langenweddingen 27 : 26 ( 13 : 16 )
Bitter: Sichere Punkte in den Schlusssekunden verloren

Die Oberliga-Handballer des SV Langenweddingen standen nach einem Spiel, das sie bis in die Schlussphase hinein beherrschten, am Ende mit leeren Händen da. Archivfotos (2): Stefanie BrandtDie Revanche verpasst, einen vom Spielverlauf her sicher geglaubten Sieg verschenkt und wieder einmal ohne Punkte vom Auswärtsspiel heimgereist, so könnte das Fazit der Oberliga Handballer des SV Langenweddingen nach der Oberligapartie bei GW Wittenberg-Piesteritz lauten. Bei der schmerzlichen 27 : 26-Niederlage lag der SVL nur beim 0 : 1 und 18 : 19 zurück, dann gelang Wittenberg mit dem Schlusspfiff per Strafwurf der Siegtreffer.
Langenweddingen. Der SVL, angereist ohne den verletzten Tino Bzdok, musste zusätzlich auf Sebastian Höppner ( Sperre ) und Steffen Lange ( Arbeit ) verzichten. SVL-Trainer Markus Deinert standen nur elf Spieler zur Verfügung. Trotzdem war seine Mannschaft auf diese Begegnung hervorragend eingestellt.
Vor mehr als 200 Zuschauern setzten die Gäste von Beginn an die Akzente. Eine aggressive und gegen den Wittenberger Rückraum offensiv ausgerichtete Abwehr, mit Matthias Krüger als sicherem Rückhalt im SVL-Tor dahinter, ließ den Gastgeber verzweifeln. Über 1 : 2, 3 : 4, und 5 : 8 hatte der SVL das Spiel im Griff. Es kam eigentlich nie der Gedanke auf, dass hier etwas daneben gehen könnte, obwohl David Stolze ab der 20. Spielminute in Manndeckung genommen wurde. Dies war nun das Spiel für Stefan Schult. Mit schnellen Eins-gegen-Eins-Aktionen setzte er seine Nebenleute gekonnt in Szene, musste aber auch eine Mengel " Prügel " einstecken. Mit einem 13 : 16 ging es in die Pause.
In Hälfte zwei agierte Wittenberg auf Augenhöhe und schaffte beim 18 : 18 nicht nur den Ausgleich, sondern ging auch mit 19 : 18 in Führung. Der SVL schlug zurück. Durch wichtige Treffer von Nick Bollmann und David Stolze drehte man über 20 : 22 das Spiel und schien beim 21 : 25 wieder auf der Siegerstraße.
Doch das hatte viel Kraft gekostet. Im Abschluss fehlte jetzt mehrmals die Konzentration. Drei Minuten vor Spielende führte der SVL noch mit 26 : 23. Zwei Fehlwürfe von Außen und einen Lattentreffer von Bollmann nutzte der Gastgeber zum 25 : 26-Anschluss.
Nun ging es Schlag auf Schlag : 50 Sekunden vor Spielende hatten die Sülzetaler mit einem Konter die Chance zum 25 : 27, doch der Torhüter der Grün-Weißen hielt. 30 Sekunden vor Schluss fiel der Ausgleich. Der SVL kam noch einmal in Ballbesitz, Stefan Schult holte einen Strafwurf heraus, doch David Stolze, der vorher alle Siebenmeter sicher verwandelte, versagten die Nerven. Wittenberg rannte nochmals auf das Langenweddinger Tor zu, fand den freien Mann, welcher nur mit einem Foul am Wurf gehindert werden konnte. Folgerichtig bekam der Gastgeber mit dem Schlusspfi ff einen alles entscheidenden Strafwurf zugesprochen. Christian Peschek trat an und verwandelte zum Entsetzen der Langenweddinger.
" Das war brutal. Ein Spiel, welches wir 58 Minuten lang klar bestimmt hatten, mussten wir noch abgeben. Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Am Ende fehlte einfach die Kraft, wir waren im Abschluss zu unkonzentriert ", so der enttäuschte SVL-Trainer Markus Deinert nach Spielende.
Langenweddingen : Krüger, Heuer – C. Bzdok ( 2 Tore ), Stolze ( 7 ), R. Schult ( 1 ), N. Bollmann ( 8 ), Schneider, Herrmann ( 4 ), Heine ( 1 ), Rohr ( 2 ), S. Schult ( 1 ).



von Coach.Manni - am 29.09.2009 07:34

Manche sind noch später: Unser Spiel aus Friesen - Sicht

SPERGAU/JESSEN/MZ/RK/TP. Während Friesen Frankleben beim Jessener SV antreten musste, bestritt Spergau nach zwei Auswärtspartien in Folge das erste Heimspiel der Handball-Oberligasaison. Gegner war in der Jahrhunderthalle Regionalligaabsteiger Staßfurt.

Sieg gegen Rot-Weiß war möglich
Gegen einen der Meisterschaftsfavoriten, den HV Rot-Weiß Staßfurt, erreichte die SG Spergau ein 26:26-Unentschieden. Das Remis ging in Ordnung, stellt allerdings für die SG Punktverlust dar, denn ein Sieg war möglich.
Man kam recht langsam in die Gänge (4:4, 12.). Den spielstarken Rot-Weißen war doch eine gehörige Portion Respekt gegenüber der SG anzumerken. Auf beiden Seiten dominierten die Abwehrwürfe, wobei die Keeper im Mittelpunkt standen. Durch wiederum zahlreiche Fehlwürfe und vergebene Konterzüge konnte sich der HV etwas absetzen (10:7, 22.). Verwunderlich waren zwei schnelle Zeitstrafen gegen Abwehrchef Schellbach und nicht geahndete Angreiferfouls der Rot-Weißen. Die SG spielte zu Ende der ersten Halbzeit konzentrierter und konnte durch den sehr guten Rechtsaußen Pöritz und einem guten Kreisspiel von Gruhn ausgleichen (11:11, 28.) und bis zur Pause mit 14:12 in Führung gehen.
Nach dem Wechsel hatte die SG ihre stärkste Phase. Das Tempo wurde erhöht, die Kombinationen liefen zwingender und der Gegner wurde unter Druck gesetzt (21:15, 43.). :eek: Die Partie schien entschieden. Anstelle den komfortablen Vorsprung zu verwalten, wurde der HV zu Kontern eingeladen. Der Vorsprung schmolz trotz großem Kampfgeist. In der 58. Minute konnten die Rot-Weißen zum Entsetzen der zahlreichen Zuschauer ausgleichen. Pöritz bewahrte das Team durch zwei eiskalt verwandelte Siebenmeter vor einer negativen Überraschung.
SG Spergau mit: Kemnitz, Malisch, Hesse (3), Schwarz (2), Herfurth (3), Weber (2), Thäle, Rohde, Schellbach, Gruhn (3), Bartsch, Aboczki (4), Voigt, Pöritz (9 / 2).

Auswärts wieder ohne Punkte
Leider konnten die Friesen auch bei ihrem zweiten Auswärtsspiel der Saison in Jessen nicht punkten und unterlagen wieder knapp mit zwei Toren (25:27). Ohne Schindler, der berufsbedingt fehlte, hatte man sich weitaus mehr vorgenommen. Frankleben zeigte sich von Beginn an selbstbewusst und dominierte das Spiel. Aus einer sicheren Abwehr, mit einem gut aufgelegten Theile im Tor, zwang man die Hausherren zu Fehlern und schaffte mit Tempo-Gegenstößen den Gegner auf Distanz (5:3, 10:7) zu halten. Schmerzhaft war jedoch der frühe Ausfall von Gerlach (Platzwunde) nach einem Zusammenprall mit seinem Gegenspieler nach wenigen Minuten. So fehlten dem Spiel nach vorn wichtige Impulse. Aber man stemmte sich mit Kampf gegen den stärker werdenden Gastgeber und verteidigte den Vorsprung bis kurz vor der Pause.
Nach dem Wechsel leisteten sich die Friesen eine hohe Fehlerquote. Jessen baute die Führung zum 17:11 aus. Eine Auszeit sollte die Friesen wachrütteln. Im Angriff war ein starker Holzapfel mit 14 Toren leider zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen, aber die Abwehr stand wieder sicherer. Man erkämpfte sich wieder den Anschluss und konnte sogar noch zum 22:22 ausgleichen (52.). In der dramatischen Schlussphase legte Jessen jeweils vor und die Friesen glichen aus. Mit dem 26:24 war aber die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber gefallen. Mit einer konzentrierteren Spielweise wäre auch ein Sieg möglich gewesen.
Friesen mit: Klose, Theile, Schmidt (2), Wasner, Gora (2), Bautz (1), Schubert (1), Benne, Gerlach, Barnickel (4), Graßmeyer (1), Holzapfel (14)



von Coach.Manni - am 01.10.2009 14:49
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