Startbeitrag von Nordhöreram 14.08.2012 17:36
NDR 1 Niedersachsen
16:45-18:45
16:43 Adriano Celentano Azzurro
16:46 Johnny & The Hurricanes Red River Rock
16:54 Amy MacDonald This is the life
16:57 The Searchers Sweets for my sweet
17:12 Limahl Never ending story
17:15 Nena Laß mich dein Pirat sein
17:21 Abba Take a chance on me
17:24 Reinhard Mey Ich bin Klempner von Beruf
17:28 Elton John Song for Guy
17:34 Caro Emerald A night like this
17:38 IBO Ibiza
17:41 Terry Jacks Seasons in the sun
17:45 Santana Samba pa ti
17:52 Münchener Freiheit Ohne dich
17:55 Hollies Bus stop
18:07 Barclay James Harvest Life is for living
18:10 Westernhagen Weil ich dich liebe
18:14 Gerry & The Pacemakers Ferry cross the Mersey
18:17 Geier Sturzflug Bruttosozialprodukt
18:22 Al Stewart On the border
18:26 Richard Sanderson Reality
18:34 Nick Kamen I promised myself
18:38 Hubert Kah Sternenhimmel
18:42 Orchestre Symphonique de Montréal Die Bären sind los
NDR 1 Welle Nord
16:45-18:45
16:45 Heinz Rudolf Kunze Aller Herren Länder
16:50 Roxette Dangerous
16:53 Fleetwood Mac Don't stop
16:56 Alphaville Forever young
17:11 Taio Cruz World in our hands
17:14 Roxy Music Jealous guy
17:19 Cassandra Steen & Adel Tawil Stadt
17:22 Europe The final countdown
17:27 Chicago If you leave me now
17:35 Inner Circle Sweat
17:38 Albert Hammond Everything I want to do
17:43 Kim Carnes Bette Davis eyes
17:46 Monkees I'm a believer
17:50 Colbie Caillat Bubbly
17:53 Shakin' Stevens This ole house
17:56 Milli Vanilli Girl I'm gonna miss you
18:07 Brooke Fraser Something in the water
18:10 Stevie Wonder You are the sunshine of my life
18:13 Abba Super trouper
18:17 Udo Lindenberg & Clueso Cello
18:22 Los Del Rio Macarena
18:26 Smokie Lay back in the arms of someone
18:28 Everly Brothers Bye, bye love
18:34 Madonna Cherish
18:38 America Sister Golden Hair
18:44 Atomic Kitten Whole again
NDR 90,3
16:45-18:45
16:45 Spider Murphy Gang Skandal im Sperrbezirk
16:50 Israel "Iz" Kamakawiwo'ole Over the rainbow
16:53 Boney M. No woman, no cry
16:57 Diana Ross & The Supremes Stop! In the name of love
17:08 John Kincade Shine on me woman
17:11 Bangles If she knew what she wants
17:15 Prinzen Alles nur geklaut
17:18 Everly Brothers Bye, bye love
17:21 Erasure Always
17:26 Bellamy Brothers Satin sheets
17:33 Bachman-Turner Overdrive You ain't seen nothing yet
17:37 Julio Iglesias Amor
17:43 Elvis Presley Such a night
17:46 Spliff Carbonara
17:51 Reamonn Tonight
17:54 Elton John & KikiDee Don't go breaking my heart
17:58 Cliff Richard Congratulations
18:06 Sister Sledge We are family
18:13 Bee Gees You win again
18:16 Xavier Naidoo Dieser Weg
18:25 Hollies Bus stop
18:28 Al Bano & Romina Power Felicità
18:36 Pink Floyd Another brick in the wall
18:42 Jason Donovan Too many broken hearts
NDR 1 Radio MV
16:45-18:45
16:35 LES, SINGERS HUMPHRIES MEXICO
16:38 KILLERS HUMAN
16:46 UDO LINDENBERG REEPERBAHN
16:53 BONEY M. DADDY COOL
16:57 JERMAINE JACKSON & PIA ZADORA WHEN THE RAIN BEGINS TO FALL
17:07 MIKE & THE MECHANICS SILENT RUNNING
17:13 HERBERT GROENEMEYER LAND UNTER
17:22 ISRAEL "IZ" KAMAKAWIWO'OLE OVER THE RAINBOW
17:26 GILBERT O'SULLIVAN GET DOWN
17:35 BELLAMY BROTHERS LET YOUR LOVE FLOW
17:40 LIONEL RICHIE JUST FOR YOU
17:45 QUEEN I WANT TO BREAK FREE
17:53 PUHDYS ALT WIE EIN BAUM
17:57 ARCHIES SUGAR SUGAR
18:05 HAMMOND & WEST GIVE A LITTLE LOVE
18:12 BRUNO MARS GRENADE
18:19 EXILE HOW COULD THIS GO WRONG
18:23 MATTHIAS REIM ICH HAB GETRAEUMT VON DIR
18:27 CHER IF I COULD TURN BACK TIME
18:34 BEE GEES ALONE
18:38 STEFAN WAGGERSHAUSEN & ALICE ZU NAH AM FEUER
Ich kann es mir nicht verkneifen, in diesem Zusammenhang auch die Playlist von SWR 4 RP (gleiches Datum, gleicher Zeitraum) dazuzustellen:
SWR 4 RP
16:45-18:45
16.44 Airport (Dich wiederseh'n)Udo (feat. Jan Delay) Lindenberg
16.47 Hand aufs Herz Ireen Sheer
16.52 Carolina komm Costa Cordalis
16.55 La Solitudine Laura Pausini
17.05 Wir sind immer noch gut Andreas Martin
17.08 Möchte bei dir sein Vivian Lindt
17.15 San Francisco Bay Smokie
17.18 Rauh und ruppig Ines Adler
17.23 Alles okay (... am Baggersee) Paveier
17.27 Nächstes Mal am Ende der Welt Valerie's Garten
17.35 Manchmal Peter Kraus
17.37 Bye bye bye Eilfeld, Annemarie
17.41 So ist das Leben Sebastian, Peter
17.47 König von Mallorca Jürgen Drews
17.52 Wo kommen die Träume her Claudia Jung
17.55 Ein Stern (Der deinen Namen trägt) DJ Ötzi & Nik P.
18.06 Nun sag schon Adieu Schöner, Hannes
18.10 Ritmo de la noche Mirjana
18.14 Wie viele Sommer noch? Michael Holm
18.17 La Isla Bonita Jonak, Tanja
18.21 Ich brauch kein Déjà Vu Adams, Uwe
18.24 Schmetterling Nana Mouskouri
18.33 Die Lady und der Tramp Truck Stop
18.38 Ich schieß dich auf den Mond Andrea Berg
18.41 Das 1000 Sterne Hotel Christoff
Ich finde es traurig, dass der NDR den deutschen Schlager so rigoros verbannt!
Ich denke, es gibt auch im Norden noch genug Schlagerfreunde, so dass der NDR als öff-rechtl. Sender für Norddeutschland eigentlich ein Schlagerprogramm anbieten sollte, wenn nicht gar müsste, deutscher Schlager ist immerhin ein Stück unserer deutschen Kultur.
Wie ist es zu rechtfertigen, dass es mit NDR Kultur ein Programm für Klassikfreunde (Klassik = Kulturgut) gibt, nicht aber eines für Schlagerfreunde (dt. Schlager = ebenfalls Kulturgut), zumal die Zahl der Schlagerfreunde deutlich größer sein dürfte als die der Klassikfreunde!? (Nicht falsch verstehen: Ich will damit nicht sagen, dass der NDR auf Klassik verzichten sollte, aber meines Erachtens muss er genauso auf Schlager setzen, in welchem Programm auch immer...)
Das Ganze gilt in ähnlicher Form freilich auch für andere öff.rechtl. Anstalten...
Du schreibst es schon sinngemäß - Musikkultur !
Und dort sollte man ansetzten, und zwar am besten bei NDR-Kultur.
Unglücklicherweise wird im deutschsprachigem Raum insbesondere auf den ÖRs "Kultur" immernoch gleichgesetzt mit "Klassik" (was zweifelsohne auch schöne Musik ist!), und man bekommt schnell das Gefühl, bei gewissen Wissensdefiziten im Bereich der klassischen Musik auch auf historischer Ebene eben nicht zu den oberen 10.000 zu gehören, obwohl man sich selbst eigentlich nicht zur bildungsfernen Fraktion zählt.
Und Du schreibst schon vollkommen treffend, daß es sich bei den verschiedenen Musikrichtungen um Kulturgut handelt. Also warum nicht alles in hörerfreundlicher Weise auf NDR-Kultur (stellvertretend für die anderen Kutur-ÖRs)?
Gute Ansätze gibt es auch bei den ÖRs en masse, wenn man den "Nachtclub" auf NDR-Info, den "Zündfunk" im BR, den Plan B auf WDR 1Life, Soundgarden auf RBB-Fritz usw. vor Augen hat - allerdings meistens zu den besch...sten Sendezeiten, wo man glatt dankbar sein kann, in der Nachtschicht arbeiten zu dürfen, um solche wirklichen Perlen des guten ÖR-Musikjournalismus zu genießen.
Was zum Beispiel hat Elektro nach Mitternacht auf NDR-Info verloren? Warum werden wirklich kompetente Moderatoren wie Paul Baskerville oder Ruben Jonas Schnell ins nächtliche NDR-Info-Programm verbannt (immerhin!!) und haben keinen Sendeplatz zu einer vernünftigen Sendezeit auf NDR-Kultur?? Denn das, was diese beiden stellvertretend für die anderen Nachtclub-Moderatoren bieten, ist (Pop-, Rock, Elektro-, Independent-, usw.) Musikkultur !
Und selbiges könnte man auf Schlager, Volksmusik usw. auf den Kulturwellen ausweiten !
Die ÖRs sind musikalisch längst nicht so schlecht, wie hier im Forum oft behauptet wird. Was allerdings fehlt, ist eine vernünftige (Programm-) Struktur und am besten eine Programmreform in vielerlei Bereichen, nicht nur, was das Musikalische auf Tageszeiten abgestimmt, angeht. Konsequenterweise muß man nach alter Manier das Programmschema durchforsten, um im ÖR die guten Sachen zu genießen. Aber leider Gottes meint bekanntlich vor allem so manche Service- und auch Jugendwelle, mit flachen MoShow-Gags und enger Musikrotation (NDR 2, SWR 3, Jump, N-Joy usw.) zwecks morgentlicher Quote die Privaten kopieren zu müssen, statt einen gewissen auch musikalischen (!) Informations- und Bildungsauftrag zu erfüllen.
von Mathias Volta - am 14.08.2012 18:15
Im Ansatz schon recht gut, aber auch beim rbb verflacht zunehmend der Anspruch an die eigenen Programme. Ich würde endlich die ganzen Schnittmengen entsorgen, ich brauche nicht dieselben Hits auf NDR 1, NDR 2 und No-Joy. Der rbb hat ja immer noch den Luxus über mehr Frequenzketten als der NDR zu verfügen, zumindest was Berlin angeht, da kann man ja sogar noch die Antenne BB dazuzählen.
Ich würde die Programme musikalisch und inhaltlich endlich wieder klar trennen, die Regionalprogramme auf die gesetzte Hörerschaft ausrichten, mit Schlagern, Oldies und sonstiger volkstümlicher Musik, NDR 2 dann zu einem anspruchsvollen Programm mit Pop, Rock, Alternative und Konsorten bestücken und N-Joy endlich zu einem Jugendradio umbauen, nach einem der unzähligen großen Vorbilder welche es Europaweit zu hören gibt.
Ich denke an eine Struktur wie bei der BBC, da gibt es solche merkwürdigen unpassenden Mischverhältnisse nicht, Radio 1 für die Jungen, Radio 2 für die Älteren, Radio 3 für Klassik und Kultur und Radio 4 für Kultur, Comedy, Hörspiele. Und das beinhaltet ja nur das UKW-Angebot, die Locals mal außen vorgelassen, via AM und DAB geht es ja noch munter weiter.
Das ist halt nach wie vor daß große Problem unser rundfunktechnischen Kleinstaaterei, einen wirklichen Gefallen tut man sich damit nicht. Man braucht auch Programme welche einfach Bundesweit eine Klientel ansprechen, Programme mit bundesweit bekannten Persönlichkeiten, dann würde das Nischendasein des Radios in unserem Lande vielleicht endlich ein Ende finden können.
So allerdings, sehe ich für den NDR leider keine Möglichkeit, und auf Besserung setze ich schon lange nicht mehr.
von RoboCop - am 15.08.2012 11:55
Heute ist NDR 2 ins andere Extrem verfallen - von den Privaten kaum zu unterscheiden.
Die NDR 1 - Landesprogramme sind ein wohltuendes Gegengewicht zum Dudelfunk der Privatern und NDR 2, NDR 90,3 hat einen großen Titelpool, den ich mir bei NDR 1 Niedersachsen auch wünschen würde - da läuft ständig das selbe.
Hier wurde auch das tolle Nachtprogramnm von NDR 4 angesprochen. Auch ich würde mir wünschen wenn Musik wie man sie aus dem "Nachtclub" und der "Nightlounge" kennt tagsüber auf NDR 4 liefe; eben halt Musik und Informationen. Die ständige Info-Dauerschleife am Tag kanmn nicht der Weißheit letzter Schluß sein.
von Longus Schöningen - am 15.08.2012 14:23
was hat das auf einer Heimatwelle zu suchen? dafür läufts auf NDR 2 bestimmt nur ein einziges Mal im "Soundcheck neue Musik", wobei der Intrpret falsch ausgesprochen wird und N-JOY spielts bestimmt erst in einem halben Jahr wenn es längst bereits 2 Nachfolgesingles gibt...
sicher muss es nicht immer Roland Kaiser, Bernhard Brink oder Iren Sheer sein, aber es gibt ja auch GUTE zeitgenössische Musik in deutscher Sprache ABSEITS von Rosenstolz, dem Humpe-Gejaule, Unheilig und anderem KATZENJAMMER ! und von dem neuen Lindenbergkram ist man mittlerweile auch nirgends mehr sicher wenn ich mir den Eintrag bei SWR4 so anschaue. ... von deren Hörern kennt bestimmt kein Schwein Jan Eißfeld!
z.b. Klee oder Mark Forster, Andreas Bourani oder Fabian Buch um mal einige zu nennen...
der NDR sollte sich mal dringend überlegen wo er hinsteuert. das was da auf NDR 1 NDSläuft war nämlich früher - bis auf einige Ausnahmen die dafür mit Rockklassikern wie Europe oder Bon Jovi angefüllt waren - die Playlist von NDR 2
zum Thema "Radiokultu" - so würde ich behaupten das FM 4 seinen Hörern mit engl. Nachrichten usw. mehr Kultur bietet als der NDR auf seinen 8 Wellen seit mehr als zehn Jahren!!!
von ParadiseFM - am 16.08.2012 09:18
1. NDR 1 Niedersachen ist nicht im gesamten NDR-Empfangsgebiet empfangbar.
2. Keiner muß mit irgendwelchen Tatsachen leben, aber das ist die typisch deutsche Mentalität, auch im Bezug aufs Radio und sowohl seitens der Macher als auch der Hörer.
3. wurde gelöscht von mir (Robert S.)
von RoboCop - am 21.08.2012 16:40
von Nordhörer - am 12.09.2012 21:43
Bei der sog. "Ballermann-Mucke" ist bei mir recht schnell die Saettigung erreicht. Kein Problem bei gelegentlich eingestreuten Titeln dieses Genres - aber nicht am Stueck! So viel und so schnell kann ich mich nicht betrinken, dass es mir als Dauerbeschallung nicht mehr auf die Nuesse geht.
Um meinen Musikgeschmack zu definieren muesste ich etwas weiter ausholen: Deutschsprachige Schlager mag ich sehr, gern von den 1920ern beginnend bis hin zu ganz aktuellem Material. Das, was man hier landlaeufig als "Oldies" einzusortieren versucht, passt durchaus dazu. Gern neben englischsprachigen Titeln auch mal franzoesischsprachig, italienisch oder nederlandstalig. Die Musik meiner Kindheit, dazu zaehle ich die spaeten 1970er genauso wie die 1980er und fruehen 1990er, wuerden mich ebenfalls gut unterhalten. Darueber hinaus verschliesse ich mich auch gegenueber Sachen aus dem Bereich "Eurodance" nicht, was die meisten Schlagerfans allerdings nicht mehr tolerieren wuerden.
Tatsaechlich konsumiere ich im Buero arbeitstaeglich NDR1 Niedersachsen, das ich schaetzen und lieben gelernt habe. Die schleichende Adaptierung des Formats hin zu mehr "Oldies" vermag ich noch zu verdauen, schliesslich ist die Musikmischung nach wie vor sehr breit aufgestellt und bislang auch nicht ueber weite Strecken vorhersagbar. Die Moderation vermag zu unterhalten und geht mir auch nach Stunden nicht auf die Nerven. Und ich habe nicht das Gefuehl, schlecht informiert zu sein, trotzdem man regional bezogen eher auf Suedniedersachsen ausgerichtet ist. Die regionalen Informationen darf mir dann mein Heimatsender Antenne Brandenburg waehrend der einstuendigen Heimfahrt aus dem Autoradio liefern.
von PowerAM - am 13.09.2012 04:40
Ich denke, ein drive-orientiertes Schlagerprogramm spricht schwerpunktmäßig die jüngeren Schlagerfreunde mehr an als ein Programm a la SWR 4, daher könnte ich mir ein "Radio Paloma" bundesweit über DAB+ eher vorstellen als einen "privates SWR 4", weil das wohl eher die älteren Hörer begeistert und die wiederum sicherlich schwerer dazu zu bewegen sind, sich ein DAB+-Gerät zuzulegen.
von Nordhörer - am 13.09.2012 10:55
Vervollstaendigt wird das mit den guten Nachrichten des BR und der Uebernahme verschiedener Magazin- und Journalbausteine anderer BR-Programme. Das alles macht das Programm abwechslungsreich und man fuehlt sich breit informiert. Der Blick in die BILD informiert und bildet mich dagegen mehr als die Nachrichten bei Radio Paloma. Auch das Pauschalwetter, das sich bloss nicht festlegen will, ist eigentlich wertlos. Okay, es ist auch nicht leicht, Nachrichten und Deutschlandwetter so knapp zu fassen, dass die Nachrichten bei der Marke von 180 Sekunden auch garantiert zuende sind. Das ist naemlich das Zeitfenster, dass dafuer im Programm eingeplant ist.
Bei Bayern plus wirken nur die Volksmusiksendungen wie ein harter Schnitt im Programm. Die gebotenen Sachen sind mit Geschichten und Geschichtchen, Hintergruenden und vielem mehr angereichert, das Volksmusikformat ist aber sozusagen "Hardcore". Es ist eben nicht volkstuemlicher Schlager, der auch sonst den Weg in die sehr breite Rotation fand, es ist richtig urspruengliche Volksmusik. Dass die nicht jedermanns Sache ist kann ich akzeptieren.
von PowerAM - am 13.09.2012 11:08
Ich könnte mir eine folgende Programm-Neustrukturierung vorstellen:
NDR Musik Plus >> wird zu >> NDR Welt (Arbeitstitel)
Die Funkhaus-Europa-Schiene wandert von NDR Info Spezial ab zu NDR Musik Plus, das sich zu einem Welt-Sender weiterentwickelt (Musikrichtungen aus versch. Regionen der Welt, darunter auch Jazz etc., dazu dann eben auch Nachrichten und Beiträge aus der Welt und in verschiedenen Sprachen).
NDR Info Spezial >> wird zu >> NDR Heimat (Arbeitstitel)
Die normalen NDR Info-Nachrichtenstunden laufen künftig nur noch auf NDR Info, nicht mehr auf NDR Info Spezial. Funkhaus Europa-Sendungen wandern, wie erwähnt, zu NDR Welt, die nächtlichen Jazz etc. Sendungen sind künftig nur noch auf NDR Info und zusätzlich auf NDR Welt zu hören. Somit ist Platz geschaffen für ein Schlager-Programm mit nordtypischen Musik-Spezial-Schienen (wie erwähnt: Shantys, Platt, Friesische Musik usw.). Gelegentlich unterbricht NDR Heimat sein reguläres Programm und strahlt - wie bisher NDR Info Spezial - Politik-Sitzungen oder Fußball-Übertragungen aus. Ist zwar dann ein starker Bruch, aber irgendwo muss das ja laufen, und wenn's z.B. ein Nordderby ist, hat das ja auch ein Stückweit was mit Heimat zu tun.
Hmm, ich find die Namensideen NDR Welt und NDR Heimat gar nicht schlecht :-))
von Nordhörer - am 13.09.2012 13:33
Zumindest Radio P4 aus Dänemark war früher eine Alternative: Dänische, deutsche, romanisch-sprachige Schlager (Ricchi e Poveri, Al Bano usw.), Oldies.-..
Ist auf Rügen flächendeckend empfangbar, jahrelang war das sogar auf Mittelwelle möglich in jedem Keller.
Aber wenn man seit 2007 mal in dieses Programm reinhört stellt man fest dass acuh dort mittlerweile dänischer Rap, aktueller Pop und Chart-Hits eingeschlichen haben. Dänische Schlager oder gar deutsches findet man ALLERHÖCHSTENS noch bei Cafe Haak oder am Sonntagnachmittag
Zumindest die Polen wissen (wie alle ehem. Sowjetrepubliken übrigens!!!) Ihre Sprache zu schätzen: Egal ob Pop, Oldie, Schlager, Dance oder Rock: Ein weiter Teil der Playlist (mindestens 15 %) sind polnischsprachige Titel u Künstler. Nur kann diese merkwürdige Sprache a á "russisch light" leider dank der fehlenden Grenzüberwindung in den Köpfen und Schulen der Menschen wohl kaum jemand in MV verstehen!
Im Norden Schleswig-Holsteins wo kein Radio Niedersachsen mehr geht, sieht es ähnlich trübe aus: Erst war es RSH das die deutschsprachige Musik KOMPLETT verdrängt hat (mittlerweile laufen wieder Ich-und-ich sowie der übliche Humpedreck), dann Radio Nora und zu guter Letzt RADIKAL auch die Welle Nord.
Zum,indest auf Sylt höre ich Radio Sydvest. Das ist noch ein echter dänischer Lokalsender der alten Schule. Dort laufen gefühlt 10 % deutsche Schlager, der Rest dänische oder nachgesungene Oldies auf Dänisch. Und auch auf die Fussballergebnisse von "HSV Hamborg" oder "Mönken glaadbak" muss dort niema d verzichten am Wochenende !!!
von ParadiseFM - am 10.12.2012 13:23
Und "schlecht" ist das Programmangebot von ARD/ZDF auch nicht, ich finde darin immer noch mehr Angebote als mir Zeit zum Schauen zur Verfügung steht...
Mit dem Hörfunk-Angebot der ö.r. Sender kann ich allerdings größtenteils nichts anfangen, mit den privaten Angeboten allerdings noch weniger!
Der größte Gegner eines Werbeverbotes bei den ö.r. dürfte allerdings die Werbewirtschaft sein ;)
Schließlich wurde die Werbung in den ö.r. damals auf deren Wunsch eingeführt...
http://www.markenverband.de/kompetenzen/werb-und-medien/werbung-in-oeffentlich-rechtlichen-sendern-werbung-und-sponsoring-zeitgerecht-und-akzeptiert
von iro - am 18.12.2012 18:17
Beide spielen zumeist 1 Jahr alte Schnarchmusik im Wechsel mit Billigrock (Linkin Park, Sunrise Avenue usw.)
Beispiel für NDR 2:
Beispiel für N-JOY:
Beispiel für NDR 1 Welle Nord:
Beispiel für NDR 1 Radio MV:
Fazit: Diese 4 Programme, die sich in weiten Teilen des Sendegebiets überschneiden, haben sich in den letzten 5 Jahren derart aneinander angenähert, dass sich die Musik zu 70 Prozent überschneidet! Dabei ist NDR 2 zumeist progressiver und auch aktueller als N-JOY (verwendet meist nicht die aktuelle Single, sondern die davor oder davor und viele viele Recurrents wie Kelly Clarkson usw.)
Entschuldigung, aber da bekomme ich das Kotzen!
Was haben Katy Perry, Lady Gaga und Kate Ryan auf den Landeswellen zu suchen???
Was linkin Park, Tayo Cruz und Cro bei NDR 2 ???
von ParadiseFM - am 25.12.2012 10:50
genuscheltmoderiert, Herr YXZ berichtet in reinstem Audio aus einem der zahlreichen Büros around the world, abmoderiert wird dann wieder mit ner Decke im Mund. Alter...Unheilig löppt u.a. auch auf NDR1 NDS (wobei die ja noch ein Programm mit dem Stempel "altbacken" fahren - von irgendwelchen Inna-Experimenten abgesehen).
NDR2 hat schon länger Dance im Programm. Es gibt ja auch nur noch wenige bekannte (getestete?) Namen die Popmusik oder Black Music auf den Markt schmeissen. Alle Ne-Yos dieser Welt stehen bei Guetta & Co Schlange um ihre neuen Platten von ihnen produzieren zu lassen. Dagegen ist prinzipiell ja auch nichts einzuwenden, die Radiosender stürzen sich dann auf diese Produktionen (siehe Radio NRW) und klingen progressiver. AAAABER: ich verstehe nicht, warum ein Titel so lange haltbar ist. Seit ziemlich genau einem Dreivierteljahr werde ich täglich mit NDR2 beschallt sobald ich mein Büro verlasse. Und seiher höre ich jeden Tag mindestens einmal "Somebody That I Used To Know". Im Sommer hat dann ein Berater Avicii - Levels und Ei Folloh Riwäs in den Computer geladen. Auch mit diesen Titel werde ich täglich beglückt. Muss das eigentlich sein? Okay, auf Slam FM dudelt seit mindestens nem Vierteljahr "Million Voices". Das geht mir doch leicht auf den Sack. Zum Glück kann ich meine Tür schliessen und mich mit Radio 2, 3FM oder Slam!FM auseinandersetzen. Auf Radio 2 gibt gelegentlich auch Schlager, diese sind allerdings nicht auf Deutsch (und ein Abschaltgrund für mich). Und ich nehme Titel nach spätestens 10 Wochen aus der Hot-Rotation, damit Dauerhörer nicht immer mit der gleichen Musik beschallt werden. Spätestens dann tauchen die Titel dann bei den anderen Sendern auf.
von Staumelder - am 26.12.2012 11:42
von ranello - am 29.12.2012 13:48
Das wissen auch jüngere nicht. Sieht man ja dARAN schon recht gut dass hier immer noch von "NDR Musik +" die Rede ist wo die Station doch seit geraumer Zeit NDR Blue heisst.
Die Generation 14-25 hört ausschliesslich Musik über Handy, Smartfon, Iphone, IPod und was es da sonst noch alles geht., höchstens noch nen Internetstream oder im Auto UKW und daheim via Sat - aber garantiert kein DAB. Da sieht ja auchg keiner mehr durch: Mal abgeschaltet, dann findet der die alten kennungen aber es bleibt stumm usw. Es sind sicherlich durch die Umstellung einige interessante Sender dazugekommen die frühr nur mit Rauschen (Kiss FM) oder gar nicht empfangbar waren (NRJ), aber was bringts wenn ich dafür das Radio auf ein Fensterbrett stellen muss oder ne Dachantenne brauche??? Radio muss überall verfügbar sein!
Auch wer es nicht glauben mag: DAB wird sich in Mittel- und Osteuropa niemals durchsetzen , dafür sind die Länder wie Serbien und Romänien schon viel zu weitläufig. Mit 30 oder 60 kW kann man da ganze Landstriche wie die Bukovina versorgen, auf DAB wären etliche 100 Masten nötig!
nein nein, der NDR hätte die Länderwellen so lassen sollen wie es früher (bis 1999 ) war: Sympathisch, hörernah , vermittelt Heimatgefühl. Damals gab es alles da: Plattdütsch, Friesisch, Kindersendungen, Kinorätsel, Kunstkaten, Wunschsendungen, Kirche und vieles mehr!!
Ein solches Programm für ALLE auf einer Welle bieten heute nur noch Radju Malta und die Färöer an. Und haben gute Quoten damit
von ParadiseFM - am 30.12.2012 09:03
Das obige Zitat stammt aus einem Posting vom September, da hieß es tatsächlich noch so!
Das muss ja auch keiner wissen, für alle Hörer außer uns ist das Angebot entscheidend, nicht der Übertragungsweg. Die norddeutschen Zeitungsleser und TV-Zuschauer dürften allerdings mittlerweile vom "Digitalradio" gehört oder gelesen haben.
Der NDR dürfte theoretisch ja noch ein weiteres digital ausgestrahltes Programm veranstalten, wenn die beteiligten Länder das entsprechend (staatsvertraglich) regeln, es sind ja 4 Länder - aber bislang nur 3 zusätzliche Programme. Derzeit darf er das aber nicht!
Mir nicht... die Nachfrage ist ja vorhanden. Vielleicht ist der MDR als "Ostzonensender" :D dafür prädestiniert, englisch war ja die Sprache des Klassenfeindes. Der Osten ist musikalisch ganz anders vorgebildet, das wirkt auch noch 22 Jahre danach (vermutlich auch noch weitere 22 Jahre).
Überangebot an Schlagersendungen im TV würde ich auch nicht unbedingt sagen - das scheint mir eher ein gefühltes Überangebot zu sein als ein tatsächliches...
Ich hab das vor einiger Zeit mal in Sachen "Volks(tümliche) Musik" zusammengezählt (von der das ja auch immer wieder behauptet wird), im Beobachtungszeitraum kamen ARD & ZDF gerade mal auf 2,08% der Sendezeit. Das dürfte bei Schlager nicht viel anders sein... Vielleicht mag das mal jemand auswerten?!?
Inseln mit 400000 bzw. 50000 Einwohnern kann man wohl nicht mit der Situation in einem 80 Mio. Einwohner-Land vergleichen. Allein schon aus Kostengründen ist klar, daß man sich keine 5 verspartete Vollprogramme leisten kann.
von iro - am 30.12.2012 10:47
Hör dir mal Radio Tirana 2 über Webstream an, was da an Sachen läuft...DJ Musik aus der ganzen Welt, Metal, Alternative Rock,...englische Jingles, werbefrei...so stelle ich mir ein ö-r Jugendprogramm vor! Das hat ausser dem Namen rein GAR nichts mehr mit Staatsrundfunk zu tun.
Das kann ich auch nicht stehen lassen. Bei der Wunschsendung von Uta Bresam (meine Eltern schaun das regelmässig) kommen immer öfter Anfragen von (weit) ausserhalb des Sendegebiets. In der letzten Ausgabe waren neben einem Musikwunsch aus dem tschechischen Aussig (was nicht verwundern mag, grenzt doch Sachsen direkt an die Tschechei) immerhin Hörerbriefe aus Überlingen am Bodensee, dem Ruhrpott und sogar Altötting vorgelesen. Also Anfragen aus ganz Deutschland, das zeigt, dass sich auch Bewohnder anderer Länder eine solche Musikauswahl durchaus öfter wünschen denn gerade WDR, BR und SWR bringen kaum solche Sendungen.
von ParadiseFM - am 30.12.2012 12:31
Auf NDR1 NDS bin ich ja gespannt. Nach anfaenglichen 'Versuchen' mit Snap, DJ Bobo usw. eine Verjuengung 'mit Gewalt' durchzudruecken, hat man diese ja bereits im Dezember wieder grossteils wieder unterlassen. Die von anderen als 'altbacken' bezeichnete Moderation hat in meinen Augen ihre Berechtigung, Jens Krause hat z. B. deutlich mehr 'Tiefgang' in seinen Aeusserungen. Zuweilen vermag nicht jede einfach gestrickte Natur seinen z. T. rabenschwarzen Humor verstehen. In meinem (terrestrischen) Empfangsradius ist NDR1 NDS noch immer eines der hoerenswerten Programme. Ich erklaere mich auch zum Schlagerhoerer, muss mir aber nicht unbegrenzt die darauf ausgerichteten Spartenprogramme antun. Da ist mir z. B. die sehr ueberschaubare Playlist von Paloma einfach mal zu langweilig. Einige Perlen haben sie drin, unstrittig, nur kommt mir deren 'Hot Rotation' zu schnell wieder. Das ist mir bislang, trotz mehrstuendigem Zuhoeren am Stueck, bei der Schlagerhoelle nicht aufgefallen. Die Moderatoren streuen breit von absolut gut klingenden Profis und mich zum Wegschalten bewegenden Laberbacken. Auf die Nachrichten- und Wetterkompetenz lege ich bei denen keinen Wert: "Morgen wird es in Deutschland zwischen 2 und 10 Grad warm. In einigen Bereichen kann es regnen." - Danke, da bin ich so schlau wie zuvor!
von PowerAM - am 06.01.2013 18:15
Ich habe mich früher bis die Privaten auf Sendung können oft absolut nicht mit dem Programm von NDR 2 anfreunden können, weil da z, B. ellenslange Wortsendungen und Volksmusik liefen. Das ändete sich erst als ffn als erster Privatsender auf Sendung gegangen ist.
Nun würde ich mir auch ein NDR 2 wie "früher" mit Günter Fink, Carlo oder Volker Thormälen wünschen mit Musik von 10CC, The Sweet und auch neuen Sachen. Aber das funktioniert laut NDR nicht.
Deshalb bin ich zumindest froh, dass auf NDR 1 Niedersachsen nun vermehrt diese Musik läuft - gestern z. B: "Right back to where we started from" von Maxim Nightingale; ich war richtig baff. Aber es wird sicherlich dauern bis NDR 1 NDS das "Rentnerimage" los wird. Wenn ich im Bekanntenkreis sage, dass ich in letzter Zeit verstärkt dort rein höre ernte ich nur Kopfschütteln - es muß sich rumsprechen dass in Hannover eine "modernere Schiene" gefahren wird.
Mir geht aber gehörig auf den Keks dass zu oft das gleiche läuft; ich emfinde es als Frechheit z. B. von den Tremeloes ständig "Silence is golden" zu dudeln, obwohl die so viele tolle Songs produziert haben.
Der NDR wäre aber gut beraten über DAB+ eine Welle für die älteren einzuführen wo zum Großteil Schlager laufen; der BR macht es auch. Dafür könnte man ohne weiteres den Verkehrskanal opfern.
Aber sicherlich kann es der NDR nicht allen recht machen, nur: NDR 2 und NJoy sind sich in der Tat zu ähnlich.
Dadurch das ich DAB+ im Auto und auf der Arbeit habe höre ich Radio BOB und nunmehr auch ab und an NDR 1 Niedersachsen.
von Longus Schöningen - am 19.01.2013 16:24
das war Anfang der 90er, da gab es noch ein abwechslungsreiches NDR 2 mit sympathischenModeratoren (aber erst ab nachmittag, vormittags liefen bei meiner Oma Nordschapp und Leichte Brise auf NDR 1 - RMV...wurde eben mitgehört) und im Sommer natürlich die NDR Ferienwelle wo dann eben PSB und solche Sachen liefen. ansonsten seeehr viel NRJ Hamburg (ging bisEnde der90er anzuhören) und MDR Sputnik (war bis etwa 97 rum erträglich) aus der Kabeldose
am Sonntag wurde RMV gehört, mit den Kinderprogrammen, Sendungen auf platt, Entenjagd usw.
dass der NDR um95 rum die geschichtsträchtige und durchaus sehr erfolgreiche Ferienwelle eingestellt hat, nehme ich den Hamburgern bisheute noch ÜBEL !!!:mad:_
94 kam dann Njoy dazu, der lief dann bei uns fast von morgens bis abends..ich weiss dass dasmeinen Eltrern ziemlich aufdie Eierging aber in der Schule hatte den jeder an. Zu dieser Zeit (gegen 95) war NDR 2 auch schon auf dem Abstieg zum Dudelfunk.
nach dem Umzug aufs Dorf dann zunächst mangels Antenne zugegebenermaßen vielDudelfunk a laAlsterradio (die hatten damals noch ein Schlager/ Melodieformat mit JamesLast usw.!!!) , BB Radio, Antenne NDS(eigentlich nur" Hinnerk und co"), R. Brocken, Eins Live über Sat (Partyservice, Kultkomplex, Der große Radiosonntag) usw.
und um 97 herum hab ich dann Fritz entdeckt, da kam mir nichts anderes ins Radio! Sonntags lief der den ganzen Tag eigentlich durch angefangen beimHörerkrimi über Luci in the sky, die Neuvorstellungssendung (Popagenten), Hörercharts bis abends zumStahlwerk!
damals hat man sich noch richtig Mühe gegeben, jedes Jahr wurde zur LP eine mehrtägige Sondersendung auf die Beine gestellt.
irgendwann um 2001 rum hab ich dann das erste Mal die Dänen gehört. das war aufregend. da kamen schon ab 18 Uhr Housemixe im Sommer ohne jegliche Unterbrechung oder Jingles.. sowas gab es hier nicht! irgendwann hat sich denn auch der erste Norweger hierherverirrt . es lief "Where are u" von Anne Marie Almedaal auf der 98.7...
unvergessen:)
http://www.youtube.com/watch?v=PgRXbpA1-_Q
und auch auf Mittel- und Langwelle gab es damals noch einiges zu hören. Ich erinnere mich gut an Radioropa 2.6.1. oder Power Radio aus Kiel. Man, wie hab ich diesen Sender geliebt. die sendeten ja immer nur von 6 bis 18 (im Sommer bis 19 ) Uhr! weil danach dann Litauen drauf war...und jeden Abend gab es DJ-Mixe. die kamen meistens von CD, aber manchmal war dann tatsächlich ein DJ imSophienhof in Kiel. und hat dort aufgelegt.
das war ein tolles Gefühl. auch BFBS hab ich gerne gehört. dakonnte man immer mitmachen, mailen, anrufen..irgendwie warman auch als Civilist immer "live" dabei
ich muss sagen, Radio kann durchaus auch Spaß machen. wenn ich heute über Internet zb Radio Malta 1 oder Utvarp Föroya einschalte..das ist ein herrliches Gefühl, so unaufgeregt und vielseitig. da kommt nach ner halben Stunde Klassik schonmal Hard Rock oder ein Wunschkonzert
von ParadiseFM - am 21.01.2013 23:44
Nicht so begeistert war ich von NDR 2 zu Zeiten als ich beim Bund in Munster war (1980 - 1982); das Vormittagsprogramm war zwar top, aber der Nachmittag grauenvoll - Tanzmusik, Chansons etc.
Damals wurden auf NDR 1 gerade die Landesprogramme gestartet und in Munster konnte man die Hamburg-Welle empfangen die ich morgens sehr toll fand.
Damals habe ich auch gerne bei hr3 reingehört; mit Dachantenne war ein ganz passabler Empfang möglich.
Wehmütig in Erinnerung habe ich zu dieser Zeit noch die Überreichweiten: da kamen die Berliner Sender hier in Schöningen volles Brett an (88,75 SFB 1, 92,40 SFB 2, 94,30 RIAS 2) sogar im TV das damals andere TV-Regionalkprogramm.
Aber so wie das Radio damals klang würden heute viele nicht einschalten, weil sich die Gewohnheiten ändern - aber zumindest eine Welle wie früher würde ich mir wünschen. Da NDR 2 und NJoy gleich klingen, wäre ein NDR 2 mit Musik der 70er und 80er eine feine Sache. Das bleibt aber Utopie.
Deshalb freut es mich das zumindest NDR 1 vermehrt so klingt wie NDR 2 früher, der eine oder andere Schlager stört dabei nicht. Was nur stört ist, dass zu oft das gleiche läuft.
von Longus Schöningen - am 22.01.2013 15:27
Das kann man heute auch nicht mehr pauschalisieren, denn eben diese Leute waren z.B. 1988 gerade mal MItte 30 und haben zu Hier kommt Alex bereits richtig abgerockt, bzw. waren 1982 in den Gründerjahren der Band gerade mal ende 20 und können mit "Gitarrenlärm" sehr wohl etwas anfangen, da es bereits die Musik ihrer Jugend war. Daher haben m.M.n. die Hosen durchaus ihre Daseinsbereichtigung auf NDR 1, SWR 4 usw.
Und geh mal heute auf ein Depeche Mode-Konzert und beobachte mal, wieviele 60+er dort ordentlich feiern, das sind nicht gerade wenig. Entsprechend hat mich am vergangenen Mittwoch auf NDR 1 NDS (bzw. bereits NDR 1-Nacht, da nach 22:00h) People Are People von DM im Mix mit zahlreichen anderen 80ern ohne einen einzigen deutschen Titel eine 3/4 Stunde lang, bis ich aus dem Sendegebiet raus war, nicht mehr sonderlich gewundert. Und das wird in fünf Jahren noch intensiver werden, selbiges gilt auch für andere vergleichbare Bands dieser Zeit, die heute und in den kommenden Jahren noch Musik machen werden bzw. Konzerte geben. Und vom Seniorenheim raus aufs (Rock-) Konzert, um etwas zu erleben, sofern eventuelle gesundheitliche Handicaps nicht daran hindern: Auch das wird es in den kommenden Jahren sicher vermehrt geben. Die heutigen Senioren hängen mit Sicherheit nicht nur vor der Glotze und ziehen sich ausschließlich "Rote Rosen", "Tiger, Erdmännchen & Co.", Lafer kocht" usw. rein. ;-)
Die bisherigen Pauschalisierungen wie "ältere Leute hören nur Volksmusik oder Schlager" gelten aus meiner Sicht nicht mehr in der Weise wie früher. Ich denke mal, daß wir uns an gewisse Aufweichungen bzw. Anpassungen in den Programmen gewöhnen müssen, auch wenn es etwas gewöhnungsbedürftig ist und ich behaupte mal, daß der demographische Wandel in den kommenden 10-20 Jahren noch so einige Umstellungen insbesondere im Privatradio bringen wird, wenn das Privatradio weiterhin die "werberelevante Masse" der 14-49-jährigen und nicht die kommende (allerdings auch sehr solvente !!) Rentnergeneration ansprechen möchte.
Und auch der größere Teil der heutigen 60+er nutzt statt dem guten alten Vinyl (welches heute mit aktuellen Tonträgern eher die Daseinsberechtigung für Liebhaber hat !) die heutigen Medien wie CD, mp3 usw. und kommuniziert vom Samsung Galaxy u.ä. per Facebook usw. mit den beruflich fortgezogenen Kindern, Enkeln, usw. Die heutigen Senioren leben längst nicht mehr hinter dem Mond und sind häufig ausreichend technikaffin für die Medien unserer Zeit. ;-)
Dazu auch:
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15515,1015936,1017286#msg-1017286
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15515,1010505,1011001#msg-1011001
von Mathias Volta - am 02.02.2013 16:20
Dieses Thema ist aus meiner Sicht ohnehin ähnlich komplex wie die Musik selbst und die Problematik kann auch kaum mit 150-Titel-Rotationen gelöst werden, von der Tatsache abgesehen, daß der Radiosender, der es allen recht macht, auch kaum erfunden werden kann. ;-)
Und hier fängt es bereits an:
Ich kenne hier in der emsländischen Provinz genügend junge Leute um die 20, die sich wie jeck schon Monate vorher auf ein Helene Fischer-Konzert freuen, auf den regionalen (Schützen-) festen darauf abfeiern und entsprechend häufig neben dem eigentlichen Chartgedudel auf N-Noy auch gerne NDR 1 NDS oder Schlager- / Partysendungen auf der Ems-Vechte-Welle einschalten.
Und es ist sicher gerade für einen Sender wie N-Joy schwierig, solche wohl eher provinziellen Ansprüche mit urbanem Szenebedürfnis u.a. in Großstädten wie Hamburg unter einem Hut zu bekommen, wobei bei letzterem N-Joy ebenfalls versagt, das Ganze jedoch wieder durch den NDR-Info "Nachtclub" mit seinen profunden Szene-Spezialsendungen abgefangen wird.
Die "Soundfiles" auf N-Joy sind alle schön und nett, den derzeit auf NDR-Info laufenden "Nachtclub" könnte man jedoch z.B. ähnlich wie bei 1 Live Plan B in abendlichen Spezialsendungen zu zivilisierten (!) Uhrzeiten im Programm unterbringen, um urbanes Publikum anzusprechen genauso wie eine samstagabendliche "Partynacht", die eher die provinziellen Hörer von N-Joy anspricht und auch mal Helene Fischer und Konsorten auflegt, um auch junge Schlagerfreunde anzusprechen. Ich wüßte nicht, wo bei einem werbefreien und gebürenfinanzierten Jungend-Programm hier ein Problem liegt. Unendgeltlich arbeitende DJs / Moderatoren z.B. auf Sendern wie der Ems-Vechte-Welle schaffen es interessanter Weise auch, hier in der Region mit entsprechender musikalischer Kreativität die Massen zu begeistern.
von Mathias Volta - am 02.02.2013 18:28
Ihr beide habt es erfasst: Es passt eben nicht in die Welt der Berater dass eben NICHT mehr die heute 40-60 Jährigen den dt. Schlager hören (da sind es oftmals die Beatles, Stones, Who usw) sondern es auch Junge Menschen gibt (20-39) die Schlager hören (man schaue sich nur mal an was auf den ganzen Ü30 Partys abgeht wenn da ein "Tausendmal Belogen" oder "I sing a liad für di" aufgelegt wird!! - da ist der Schuppen rappelvoll!) und eben die Generation 70 plus die gerne ihre volkstümliche Musi (Hinterseer, Spatzen, Ursprung Buam usw. - also GANZ anderes Kaliber) hören mag.
das ERSTE (Fox, Dancepop mit dt. Texten wie zb die Remixe vom Christian Anders, sämtliche Bohlenproduktionen für Berg, Zimmermann und Co) ließe sich wunderbar mit einem Programm für junge Erwachsene vereinen wie zb NDR 2 . Die Aussage "Deutsch = uncool" finde ich falsch, nur leider wird sie immer noch in den Koepfen der Verantwortlichen statfinden.
immerhin liefen ja in den 80ern auch Nena, Lage, Westernhagen, Grönemeyer, Engler, Remmler, CLowns&Helden, Reincke, Kunze usw. auf diesen Sendern!!!!
dafür müsste man aber im selben Atemzug N-JOY radikal verjüngen.
dann ginge es auf, die 1er Wellen analog wie SWR1 auf die Oldies der Mittfünfziger bis 80er auszubauen wobei Sachen wie "Roll over Beethoven" oder "Rock around the clock" durchaus dort reinpassen finde ich.
damit dürfte doch jeder bedient sein, denn selbst die ganz Alten finden sich dann in den modernen Schlagertiteln wieder.
für die Hardcore-Volksmusik sollte es zumindest wie in Dänemark "DR Dansktop" einen rein deutschsprachigen Sender im digitalen Packerl geben, so wäre auch das Schattendasein dieses Mediums vom Tisch. Bayern Plus macht vor wie es geht.- denn dass VoMu-Sendungen auch heute druchaus noch ihre Hörerschaft haben zeigen Ö2 Salzburg und Tirol
von ParadiseFM - am 03.02.2013 20:03
Nicht erwähnt wird, dass der NDR mit NDR2 bereits ein Mainstream-Quotenprogramm flächendeckend in Schleswig-Holstein verbreitet, das sogar Werbung ausstrahlt. Dass viele Oldies bei der Welle Nord laufen ist ja vielleicht noch zu verstehen, schließlich hat man ja dort keinen weiteren Oldiesender wie Bayern 1, SWR1... Aber LADY GAGA???
Man kann die Situation allerdings auch einmal anders betrachten: Wenn der NDR die Zielgruppe der Älteren nicht mehr bedient, was NORA, RSH und Co. ja (zu Recht) kritisieren, wäre dies die Chance für die Privaten, eine Schlagerwelle ähnlich RPR2 zu gründen und bspw. auf den Frequenzen von Radio NORA auszustrahlen.
Wäre solch eine Umformatierung medienrechtlich in S-H möglich?
Wenn ja, ist es für die Privaten rentabel, vor allem älteres, finanzstarkes Publikum zu gewinnen?
Als einst RPR2 durch das Jugendprogramm Big FM in Rheinland-Pfalz ersetzt wurde, war die Situation aus meiner Sicht eine andere als heute. Fast alle öffentlich-rechtlichen Landesprogramme hatten damals noch viele Schlager im Programm und es war schwierig, die älteren Menschen zum Wechsel zu einem Privatsender zu bewegen. In S-H hat man jedoch nun diese Lücke und auch auf DAB+ werden keine Schlagersender ausgestrahlt.
Generell verstehe ich nicht, dass quasi alle Musik-Programme, ob privat oder öffentlich-rechtlich, immer mehr englischsprachige Musik im Radio senden und die deutsche Sprache auch in der Moderation immer mehr verdrängt wird ("Trafficscan", "Weatherscan"...). Ich denke nicht, dass die breite Masse das so haben will. Für mich ist außer SWR4 kaum mehr ein Programm auf UKW hörbar, obwohl ich durchaus nicht nur Schlager höre. Mich stört v.a. auch, dass kaum mehr deutschsprachige Titel laufen. Möglicherweise hilft dagegen wirklich nur noch eine gesetzliche Verpflichtung wie in Frankreich. Besonders brisant für mich, dass in den ARD-Jugendradios die deutsche Musik immer mehr verdrängt wird, was man bei einem Blick auf die Playlist von z.B. YOU FM leicht feststellen kann. Warum lässt man sich so etwas von irgendwelchen Beratern aufschwatzen? Für meine Zwangsgebühren will ich v.a. Musik die ich verstehen kann (OK, ich verstehe auch Englisch ;), die Amtssprache hierzulande ist aber nun einmal Deutsch - den Eindruck bekommt man leider nicht, wenn man das Radio einschaltet.:sneg:
von Hunsrücker - am 17.02.2013 20:18
In der Tat erstaunlich, dass der Rundfunkrat die extremen Überschneidungen gerade zwischen NDR 1 SH und NDR 2 einerseits (bei den Hörern um die 30-40), aber auch zwischen NDR 2 und N-JOY (bei den Hörern zwischen 20 und 30) duldet.
Vielleicht wird auch klar warum, wenn man bedenkt, dass der Welle Nord-Reformator V.T. , der für den radikalen Ausbruch aus dem Schlagerkorsett verantwortlich war, viele Jahre, gar Jahrzehnte bei NDR 2 war und offenbar bei NDR 1 auch seine Lieblingsmusik hinterlassen wollte.
Die private Konkurrenz verhält sich übrigens proportional dazu: Das einstige Melody-Format NORA (Nordostseeradio) hat bereits um 2003 herum mit "Hits und Oldies" angefangen, die Oldies und dt.Titel zu verwässern um sich enorm dem großen Bruder RSH anzunähern. Sinnvoll ist das nicht, denn angesichts der schlechteren technischen Reichweite würde sich der Hörer eh immer für das Original entscheiden, wobei der Unterschied gering ist und sich auf einige wenige 60er / 70er (damals) bzw. 80er / 90er (heute) beschränkt.
Auch Deltaradio, eins Alternative-Sender, fing zunächst mit dem "besten Rockpop von heute" an, damals liefen dann so Sachen wie 2 Princes - Spin Doctors oder Bandits - Dont forget to catch me. Und vor einigen Jahren kamen im Zuge der Aktion "wir haben den Rock aufgepoppt" Robbie Williams, Rihanna und Lady Gaga dazu.
Resummeee: Nirgends ist sich die Radiolandschaft mit gleich sechs landesweiten AC-Formaten (RSH, Nora, Delta, NDR 1, NDR 2, NJOY) so ähnlich wie in SH. Selbst in HEssen unterscheiden sich die Programme deutlicher voneinander.
Sachen wie Lady Gaga, Maroon 5, Kate Ryan oder gar Bloodhoundgang haben nichts, aber auch gar nichts in einem Sender wie der Welle Nord oder auch Radio MV zu suchen, schon gar nicht, wenn es mit NDR 2 eine Alternative gibt.
Das LFH Schwerin entschuldigt diesen Schritt damit, dass NDR 2 in Meckpom / im "Osten" kaum gehört wird (gilt halt als Lokalsender für den Großraum Hamburg - und das hört man auch nicht zuletzt bei Wetter und Verkehr) und man daher den Schnitt runter Ri. NJOY machen muss.
Aber weshalb die Welle Nord als letzter Sender in SH vor einigen Jahren die dt. Schlager aus dem Programm gekickt hat., verstehe bei der Werbefreihit wer will !!!
Warum nicht? Die Privaten machen doch eh was sie wollen. Energy Frankfurt ist als Wirtschafts- und Nachrichtenradio gestartet, NRJ Hamburg sendet untr Lizenz der Jazzwelle Plus, spielt aber schon seit Jahrzehnten kein Jazz mehr ! Ausserde war ja Radio Nora als es damals als "NORDOSTSEERADIO" gestartet ist ein Melodyformat mit Sclagern und Oldies der 60er Jahre !!!
Die Privaten werden aber einen Scheiß tun weil der dt.Schlager dort verpöhnt ist. Kein Vertreter der Plattenlabels würde denen die neue Helene Fischer vorstellen. Es landen nur Williams, Gaga, Perry und Co in der Rotation.
Dabei würde sich ein reines dt.-sprachiges Programm als landesweiter Sender heute echt rentieren!!! Aber nicht als so ein Nischensender wie Radio Paloma im Kabel oder Blubberband.
Das mag auf die damalige Ostseewelle zutreffen, die erst 95 als einer der letzten dt. Landesweiten Sender gestartet ist und nie erfolgreich war mit dem Schlager/Melodieformat. Damals gab es ja auch ein gut gemachtes RMV.
RPR 2 war damals aber durchaus sehr erfolgreich, konnte konstante Quoten nachweisen und es gab zahlreiche Proteste bei der Einstellung.
Mittlerweile wurde ja RPR 2 sogar wieder der großen Nachfrage wegen als Webchannel gestartet!
Die Nachfrage war also da. Ebenso war sie da, als die landesweiten Networks mitte der 90er anfingen ihre dt. Titel aus dem Programm zu werfen, allen voran Alsterradio, spreeradio, Antenne NDS, R. Brocken und Antenne Sachsen.
Man wollte halt cool und hip sein. und daher klingt heute alles gleich. Big FM ist dabei der wohl überflüssigste Sender da durch ein medienrechtliches Schlupfloch mittlerweile auch in RP und SAAR-LOR-LUX etabliert und völlig belanglos aus musikalischer Sicht.SWR 3 macht es besser
Bringt nix. Dann liefen halt Ich&Ich, Unheilig, Herre, Poisel, Bourany, Culcha Candela usw. in Endlosschleife wie heute ohnehin fast schon. Aber eine Rückkehr von ECHTEN Künstlern wie Udo Jürgens, Roland Kaiser , Matze Reim oder Reinhard May würde das nicht bewirken.
von ParadiseFM - am 19.02.2013 09:12
Was mir partout nicht in den Kopf will, ist: Warum macht der NDR seiner Werbewelle NDR 2 in zunehmendem Maße Konkurrenz durch eigene, werbefreie Wellen wie Welle Nord oder N-Joy?
Und wenn es schon so sein muss, warum startet der NDR keine Schlagerwelle auf DAB+, so wie es der BR gemacht hat? Man hat durchgeboxt, drei Zusatzprogramme fahren zu dürfen, indem man sich des Passus "Pro Land ein zusätzliches Programm" bedient hat. Demnach könnte man aber nach NDR Blue, NDR Info Spezial und NDR Traffic noch ein viertes Programm durchboxen.
Wobei der bessere Weg natürlich wäre, den Schlager zurück auf UKW zu bringen, am besten wieder in die Landesprogramme. Denn gäbe es eine Schlagerwelle auf DAB+, würde NDR 1 NDS wohl gänzlich schlagerfrei werden :-(
Übrigens: Wenn ich Radio Bremen wäre, hätte ich die Chance genutzt und auf DAB+ "Bremen Melodie" als Schlagersender wieder aufleben lassen anstatt Bremen Next (mit Bremen 4 hat RB schon ein Jugendprogramm, das sollte doch reichen!). Ich weiß, Next ist ein Festplattendudler, für mehr fehlt das Geld. Aber man hätte ja auch "Bremen Melodie" zumindest als solchen Festplatten-Dudler neu starten können. Stündliche Nachrichten, ein bisschen was Lokales von Bremen 1 und Nordwestradio rein, vielleicht die TV-Sendung Butten & Binnen abends als Radioton übertragen - und gut! Ich bin sicher, das Programm würde bei den Hörern (auch im angrenzenden Niedersachsen) auf Interesse stoßen - und der NDR würde sich ärgern...
von Nordhörer - am 19.02.2013 11:18
Interessanterweise ist man gerade bei den am häufigsten kritisierten Sendeanstalten resistent. Gleiches gilt auch für MDR Jump, wenngleich sich dort offenbar eine minimale Verbesserung zeigt. Der NDR wird seit Jahren zu Recht wegen seiner Kommerzialisierung und dem Ignorieren der deutschsprachigen Musik angeprangert, sei es in Leserbriefen oder bei der regelmäßigen Propagandasendung "Der NDR im Dialog".
Hier zeigt sich: Sämtliche (zumeist sehr sachliche) Kritik wird heftig und entschieden abgeschmettert, ohne auch nur einmal darüber nachzudenken oder geringfügige Änderungen der Musikauswahl zuzulassen. Die Totschlag-Argumente, die immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt werden sind:
-Deutscher Schlager, Shanty und Volksmusik sind out.
-Die Menschen wollen nur aktuelle Chartmusik hören.
-Der NDR ist mit seinen Hörfunkwellen gut aufgestellt.
-Regelmäßige Researches bestätigen die Musikwahl.
-Die MA und Millionen Hörern geben dem NDR Recht.
-Kritiker sind von gestern und wollen keinen Fortschritt.
-Wir spielen ja nachts Musik abseits des Mainstreams.
-Es gibt doch den NDR 4-Nachtclub und N-Joy Abstrait.
-Außerdem bietet der NDR ja auf DAB noch NDR Blue.
-Die Musiklandschaft hat sich mit der Zeit gewandelt.
Dabei kann doch schon bereits anhand des Auswertens der Playliste deutlich gezeigt werden, dass
-zwischen NDR 2 und N-joy mittlerweile eine Übereinstimmung von fast 70 % besteht
-zwischen NDR 2 und RMV / Welle Nord eine Überschneidung von etwa40 % herrscht.
Zudem frage ich mich seit Jahren, woher der NDR ständig die guten MA-Zahlen bei RMV und der Welle Nord hat (gilt auch für die Quoten von NDR 4 und Njoy). Da diese Programme ja keine Werbung ausstrahlen, tauchen sie auch in der Analyse gar nicht auf! Wer berechnet also die Hörer dieser Wellen???
Kultur ja, Klassikdudler NEIN!
Schliesslich zeigt gerade der NDR mit seinem Klassikradio-Verschnitt "NDR Kultur" wie man es nicht macht!
Zur Kultur zähle ich
-vielfältige Musik von Blues, Funk, Soul über Jazz bis hin zu Latino, Balkanpop und Liedermacher.
-ganze Opern, Operetten, Symphonien usw.
-Buchlesungen und nicht nur 3 Min. Buchtipps der bekannten Verlage
- Hörspiele, Reportagen, Reiseberichte, Krimis, usw.
-Soundtracks und Filmmusik
-Kino und DVD-Rezitationen
-Presseschau
-Satiren, Kritiken und Kommentare zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen
Das alles bietet NDR Kultur nicht oder nur in sehr geringem Umfang!
Wozu benötigt eine Minderheit von wenigen 1000 Menschen bundesweit, die klassische Musik hört, eigene Wellen wie NDR 3 oer B4 während Millionen von Fans der Lieder in ihrer Landessprache zu kurz kommen?
Warum heult der NDR über den Rückgang der norddeutschen Dialekte, weitet aber nicht die Sendungen in friesischer Sprache und Platt deutlich aus?? Warum nicht mal Musik aus diesen Sprachen spielen wie de Plattfööt ?!??!?!
Was rechtfertigt eigene Klassikwellen, wo doch klassische Musik auch im Deutschlandradio läuft und die "Häppchenhörer" und "Laufkundschaft" ohnehin lieber Klassikradio konsumiert???
Mit genau der Begründung "Versorgungsauftrag" könnte man auch einen ClassicRock- oder Disco-Sender rechtfertigen! Der ÖR-Rundfunk hat nicht die Aufgabe, ausschließlich Minderheiten und bildungsferne Schichten (Njoy, youfm, Jump) zu versorgen, dafür aberMillionen von Menschen zu ignorieren!
Ein sehr gut gemachtes Kulturradio ist WDR 5, ein auch sehr gut gemachter Mix aus Information und Kultur war das alte Hr1.
Auch beim Nordwestradio (als Kooperation mit Radiobremen) zeigt der NDR; dass auch er ein gutes und ansprechendes Kulturradio machen kann!!!
Dass der NDR die Verkehrsansageschleife als eigenes Programm rechtfertigt ist ohnedies ein Witz!
Beim BR läuft dieser Computerkanal unter ferner Liefen.....und NDR Spezial ist mindestens genauso überflüssig.
Einzig beim Radio Bremen muss ich sagen dass ich mit dem alten RB3 / Melodie so gar nichts anfangen konnte wie auch mit dem RB 2. Hier ging es mir wohl wie vielen anderen auch, sonsthätte man nicht umstrukturiert.
Die dabei entstandenen RB Eins (Hansawelle war auch gut, ganz klar, aber deutlich kommerzieller) und Nordwestradio sind wirklich hörenswert und ein tolles Aushängeschild für eine so kleine Anstalt!!
von ParadiseFM - am 19.02.2013 12:05
Das hat aber der Gesetzgeber im Staatsvertrag festgelegt, nicht der NDR.
Dazu kommt noch, daß bei der "3 Zusatzprogramme erlaubt"-Regelung NDR Traffic als "Programm" gezählt wird. Da ist der WDR klar im Vorteil, bei dem wird "VERA" nicht als "Programm" gewertet. Man könnte also vorerst auch bei der 3-Programm-Regelung bleiben, wenn "Traffic" nicht gewertet würde (leider steht "NDR Traffic" explizit im Staatsvertrag drin :( )
und wieso stehen sie dann in der MA drin ?!? Wie übrigens auch ein Haufen weiterer Sender, die KEINE Werbung ausstrahlen (z.B. hr2)...
http://www.reichweiten.de/index.php?mainSel=sendernutzung
Umstrukturiert hat man wegen der Kosten, nicht wegen fehlender Hörer. RB3 weine ich zwar keine Träne nach, aber RB2 wird heute noch von vielen schmerzlich vermisst, da das NWR die hinterlassene Lücke nicht vollständig füllt.
von iro - am 19.02.2013 12:13
1. Wir werden nie Freunde. ;)
2. Dieses Klangzeichen ist sowas wie eine Marke. Eine Marke fokussiert die Erwartungen des Konsumenten auf sich, lebt aber zu einem grossen Teil auch vom eigenen Ruf.
Eine Marke aufzugeben kommt fuer ein Unternehmen immer nur als allerletzten Schritt in Betracht. Naemlich dann, wenn der Ruf dieser Marke, durch was auch immer, unwiederbringlich beschaedigt oder gar zerstoert ist. Immer dann kann es mit dem Sterbenlassen einen Neuanfang geben. Entweder ueberlebt man den - oder man geht drauf! Schliesslich faengt man in der grossen weiten Welt mit seinem Neustart auch erstmal bei Null an.
Nenn' mich einen Ewiggestrigen. Von mir aus! :rolleyes: NDR1 Niedersachsen war bisher eine der letzten oeffentlich-rechtlichen Oasen, die erstzunehmende Radiostimmen mit einer durchaus inzwischen als Nische zu bezeichnenden Musikfarbe kombinierte und noch dazu den Eindruck hinterliess, regionalbezogen mit etwas mehr Tiefgang zu berichten.
Eine weitere Oase mit vergleichbarer Ausrichtung ist (noch?) SWR 4 RP. Der Rest wurde inzwischen umformatiert, berateroptimiert und ist beliebig geworden. Mein Hassbeispiel, man verzeihe mir diesen Begriff, ist NDR 1 MV. Die Nachrichten kann man sich dort durchaus anhoeren, ueber weite Strecken auch die Moderation. Allerdings ist die Musikzusammenstellung bereits seit einigen Jahren ein schwungvoller Schlag ins Gesicht des Hoerviehs.
Bloss warum hoeren trotzdem noch so viele das Programm? Einerseits, weil es "ihr" Regionalprogramm ist und andererseits deshalb, weil man es schon immer gehoert hat. Viele werden nachschieben, dass die Musik frueher schoener war und sie mit dem immer gleichen Genudel aus Oldies und Gutmenschenpop nicht gluecklich sind. Aber schliesslich haben sie "ihr Programm" ja schon immer gehoert.
An den Bundeslandesgrenzen, wo die Regionen staerker verwachsen sind und eine Bundeslandesgrenze rein menschlich eine geringere Bedeutung hat, duerften die entsprechenden Programme der Nachbaranstalt durchaus noch einige Hoerer haben, die damit zum fuer sie angenehmeren Programm gefluechtet sind. Rechts der Elbe mag es der Blick ans andere Elbufer und der Griff zu NDR1 Niedersachsen sein. Ich weiss auch, dass man in Sachsen-Anhalt lieber zum Programm aus Hannover greift als sich sein MDR (1) Radio Sachsen-Anhalt anzutun. Dort bedient man sich ein- bis zweimal taeglich fuer die Regionalnachrichten und das Wetter. Dort, wo der Sender Pritzwalk noch genug Signal macht, koennte auch die Brandenburgantenne so einige Hoerer in Mecklenburg-Vorpommern haben. In der Niederlausitz orientiert man sich teilweise zu MDR (1) Radio Sachsen, dort ist Dresden eben naeher als Potsdam.
Ob sich das Landesfunkhaus Hannover da einen grossen Gefallen tut, wenn es NDR1 Niedersachsen komplett umkrempelt, das wird sich zeigen! Ich habe an meinem Dienstort im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark einen etwas hoeheren Antennenaufwand fuer den Empfang der 98,00 MHz vom Torfhaus getrieben. Warum? Weil mir als Langzeithoerer mit ueberwiegender Buerotaetigkeit das Tagesprogramm zwischen 6 und 15 Uhr 30 nicht auf die Nuesse geht und ich mich bislang trotzdem gut unterhalten fuehlte. Die Moderatoren waren durchweg angenehm zu hoeren, auch wenn z. B. nicht jeder mit Art und Auftreten eines Herrn Jens Krause umgehen kann. Es gab bisher kein haemmerndes Musikbett unter den Nachrichten und auch keine Werbung. Die zu einigen Zeiten mehr als abnervende Werbung bei der Brandenburgantenne ist fuer mich inzwischen ein K. O.-Kriterium, hauptsaechlich wegen der penetrant immergleichen Werbekunden. Sie haben es geschafft, dass ich niemals ein Auto bei "Dinnebier", niemals Moebel bei "Mulldiebollstah" und auch keinesfalls Muesli von "Seihdenbacha" kaufen werde. Die Werbung hat zwar ihr Ziel erreicht und sich eingebrannt, zeitgleich aber auch eine totale Abneigung gegen die beworbenen Marken erzeugt. Wenn sich der Antennenaufwand fuer Harz-West kuenftig nicht mehr lohnt, dann wird abgeruestet. Fuer Band III langt mir eine kleine Antenne und die braucht dann auch nicht mehr nach draussen. Dann duerfen mich eben vermehrt Bayern plus und die Schlagerhoelle unterhalten.
von PowerAM - am 19.02.2013 15:05
Expansionen von Sendern wie Radio Paloma und der Schlagerhölle beweisen eindrucksvoll das Gegenteil.
Selbst wenn, hat man ja immer noch NDR2 und NJOY. Das müsste fürs erste reichen.
Weil es kaum Alternativen in den betroffenen Gebieten gibt. Oftmals eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Im Zweifelsfall fällt die Wahl dann eben doch auf das jeweilige (NDR-)Landesprogramm.
Deutsche Schlager sind jedoch nach wie vor erfolgreich - ein Blick in die Alben-Charts genügt.
Auch ich habe nichts gegen Klassik. NDR Kultur kommt jedoch schon verdächtig nah an private Konkurrenz wie Apollo Radio oder Klassik Radio heran. Es muss mehr gesprochenes Wort (Kultur) ins Programm.
Ist zwar hart ausgedrückt, trifft inzwischen aber leider zu. Ein öffentlich-rechtliches Jugendprogramm sollte sich nicht an Hauptschülern aus Neukölln orientieren, sondern ein anspruchsvolles Programm gestalten. ON 3 Radio zeigt, wie es geht.
SWR4 RP hat sehr viele Hörer im Saarland, jedoch auch in Hessen und NRW. SWR4 BW wird gerne im Grenzgebiet zu Bayern gehört. Das merkt man an den vielen Anrufen aus diesen Gebieten. Für mich auch ein sehr hörenswertes Programm - ohne großen Antennenaufwand. :D
von Hunsrücker - am 19.02.2013 16:37
Ich denke, dass mein Musikgeschmack schon recht vielseitig ist. Aber so wie jeder seine Vorlieben hat, gibt es auch genug Sachen, die ich absolut nicht mag. So wie ich mit dem Lounge-Programm im Bundesmux nichts anfangen kann, so wenig wuerde ich mir anspruchsvollen Jazz als Tagesunterhaltung im Buero wuenschen. Das ist etwas, das mich bei Veranstaltungen, Konzerten usw. durchaus begeistern kann, mich als Ganztagsversorgung aber wohl recht schnell wegschalten lassen wuerde.
Viel mehr nervt mich, dass alles gleichgeschaltet und egalisiert werden muss. Oft genug wurde kritisiert, dass sich NDR2 und N-Joy tagsueber nicht ergaenzen sondern kopieren. Genauso wurden die anderen NDR1-Wellen auf geringeren Abstand an NDR2 herangeholt. Was brachte das? Klar, noch weniger Abwechslung bzw. Vielfalt. Wenn dir NDR1 MV gefaellt, dann ist das schoen. Ich hab' NDR2 auch mal gern gehoert. Aktuell kann ich mit NDR1 MV jedenfalls nichts anfangen. Das, was man mir dort bietet, bietet man mir auch auf zahlreichen anderen NDR-Programmen.
Was die Hoerer tatsaechlich gern hoeren, das erfaehrt man dann, wenn man sie mitmachen laesst! Nichts ist einfacher zu machen und billiger mit Inhalt zu fuellen als eine Gruss- und Wunschsendung. Wenn man dann dort die Zensur unterlaesst und nich vorab schon aussortiert, was nicht ins selbstauferlegte Format passt, dann kriegt man einen guten Ueberblick ueber das, was den Hoerern sonst im Programm fehlt. Abgeschreckt hat man sie immerhin noch nicht, sonst wuerden sie auch die Moeglichkeit des Musikwunsches nicht mehr annehmen. Aber man braucht sich da i. d. R. nicht zu wuenschen, was einem zuhauf tagsueber in die Ohren geblasen wird. Neben einigen wirklichen Ausreissern hoert man in diesen Wunschsendungen haeufig Perlen und Raritaeten, die wirklich nicht alltaeglich gespielt werden. Aber man darf seitens des Programmveranstalters an dieser Stelle eben nicht zensieren.
Falls technisch moeglich, hoer' mal beim "Musikchef-Marathon" (taeglich nach 19 Uhr) bei der Ostseewelle rein. Dort ist, rein subjektiv, die Vorselektion zwar sehr ausgepraegt, man laesst aber trotzdem noch vieles zu, was es in der gewoehnlichen Rotation eben nicht gibt. Gibt zwar immer wieder genug Nachtjacken, die unbedingt Titel aus der aktuellen Hot Rotation wuenschen, dann ist es aber meist aus irgendeinem persoenlichen Bezug zu diesem Titel heraus und mit einem konkreten Gruss verbunden. Ansonsten kann ich mir nicht erklaeren, warum 'Gangnam Style', 'Lila Wolken' usw. unbedingt auch als Musikwuensche laufen muessen. Na ja, wenn's denn gewuenscht wird...
von PowerAM - am 19.02.2013 16:59
Ich hab mich zwar in der Vergangenheit gerne mal über NDR 1 Niedersachsen und sein "Rentner"-Image amüsiert, aber ich hab nie den Existenzgrund des Programms in Frage gestellt. Wieso der NDR aber immer weiter durchdreht und alle Radiowellen mit einem Verjüngungswahn verschandeln muss, lässt sich nur schwer verstehen. Und umso mehr sich alle Wellen einander annähern, umso mehr muss die Frage gestellt werden, wozu es jedes einzelne Programm dann noch braucht!? Die NDR 1 Wellen sollten sich auf ihre Vergangenheit besinnen und deusche Schlager bzw. Volkstümliche Musik nicht aus ihrem Angebot verdrängen. Schließlich ist es, so finde zumindest ich, ihre Aufgabe diese Musiksparten zu bedienen, zumal es ja bekannt ist wie viele Leute sowas noch gern hören. Für moderne Popmusik gibt es schon NDR 2 und N-JOY. NDR 1 jetzt noch in die Richtung zu entwickeln ist falsch und vor allem überflüssig. NDR 1 NDS würde es darüber hinaus besser zu Gesicht stehen, das jüngst begonnene Claiming schnell wieder zu entfernen. Mit Sprüchen wie "Verkehrsnachrichten: Bei uns schon vor den Nachrichten!" oder verkrampften Aussagen wie vor ein paar Tagen von Michael Thürnau ("Hier ist NDR 1 Niedersachsen, bei uns hören Sie die beste Musik" ) begibt man sich auf ein Dudelfunkniveau, dass man doch eigentlich gar nicht nötig hat. Schade. Denn auch wenn NDR 1 für mich nie mehr als ein Kukidentsender war - an Seriösität war das Programm bislang mehr als erhaben.
Der NDR hat bei mir in den letzten Monaten sehr an Stellenwert verloren, und ein Ende ist nicht in sicht.
von Dr. Antenne - am 23.02.2013 14:01
Moderation? Wo gibt es bei RMV denn noch Moderation???
Oder meinst du Sätze wie "Die größten Oldies, die meiste Abwechslung gleich mit Unheilig und Geboren um zu leben..." oder "Jeder Blitzer, jeder Stau, NDR 1 Radio MV" oder "Und gleich hören Sie den NDR 1 Radio MV Kulthit der Stunde, für uns in Mecklenburg-Vorpommern,,,"
sorry aber bei diesem unerträglichen Werbesprech den die da seit etwa 2005 an den Tag legen und dem grässlichen Geclaime nach wirklich JEDEM Titel krieg ich das Würgen!
Ja die Hamburg Welle hatte schon immer ein ganz eigenes Händchen, was nie zu sehr schlagerlastig aber auch nie zu oldielastig war. Der Sender klang immer heimatverbunden, bodenständig und dennoch weltoffen. Bin mal gespannt wie lange man Carlo noch ans Mikro lässt. Gibt es eigentlich noch die Übertragung vom Hafenkonzert??? Das passt ja nun auch nicht mehr so wirklich isns neue Programm...
Der NDR war schon seit etwa 1992 die schlechtese deutsche Sendeanstalt. Bis auf ein paar Propagandaformate wie Panorama, Extra 3 und das Medienmagazin Zapp ein Armutszeugnis für schlecht recherchierten, polemischen Journalismus (oder warum hat man den schnöseligen Thomas Kausch von Sat 1 für NDR AKtuell geholt?) , Mainstreamprogramm und eine Arroganz mit der man am Zielpublikum vorbeisendet (zb trotz heftiger proteste die Sesamstraße zu einer Uhrzeit auszustrahlen wo alle Kinder in der Schule sinbd).,.. dann dafür Gebührengelder für Njoy Geheimkonzerte mit so "bleibten" Bands wie Silbermond rauszuwerfen . Pfui Geier!
Sehe ich nicht so problematisch, zumal man die nicht bezahlt also nicht nutzen MUSS. FFN war schon immer viel jünger, sowohl von der Musik her als auch von der Ansprechhaltung. Und FFN hatte glaub ich doch auch zum Sendestart kein derart schlagerlastiges Programm wie damals die Antenne. Antenne ist aber seit rund 15 Jahren viel älter als FFN, und vor allem eines: Der Dauerdudler für 80er von Phil Collins und Co
von ParadiseFM - am 24.02.2013 00:01
Bei Deinem Vorschlag nach NOCH einer Welle mit SEICHTER Musik könnte man sich an den Kopf schlagen, wenn man nicht wüßte daß Du nur trollen möchtest...
von RoboCop - am 25.02.2013 19:03
SR 3 kenne ich zu wenig. Haeufig hoere ich noch den Rest vom ARD-Nachtprogramm von denen. Das ist um Hoerernaehe und musikalische Vielfalt bemueht.
Ich habe ich im Tagesprogramm neu orientiert und lasse mich von BR plus beschallen. Man waehlt musikalisch eher die softe und seichte Schiene, zeigt sich aber allen moeglichen Musikrichtungen offen. Das ueberwiegende Format ist von deutschem Schlager gepraegt. Man waehlt sparsam auch ganz aktuelle Werke aus, bedient sich zeitgleich aber auch bei den anderswo wenig gespielten Oldies und fremdsprachigen Schlagern. Schwerpunktmaessig italienisch, franzoesisch oder englisch - was schwedisches ist aber ebensowenig ausgeschlossen. Instrumentaltitel, frueher bei NDR1 NDS gern gespielt, ergaenzen die Musikfarbe. Vormittags macht Muenchen ein buntes Magazinformat mit eingestreuten Beitraegen anderer ARD-Anstalten und dem Griff in die eigenen Nachrichtenschmieden. Auch wenn BR plus zeitweilig recht preiswert produziert klingt - da steckt doch Seele dahinter. Den Hoerern gegenueber ist man in Muenchen per Mail oder Telefon sehr aufgeschlossen und hilft wo man kann. Mal ist es der Hinweis auf irgendein Volksfest am Wochenende, mal ein schlichter Musikwunsch.
von PowerAM - am 26.02.2013 18:57
"Vom Schlager zum Oldie" - was hat das zu bedeuten, noch weniger Schlager als jetzt geht ja praktisch gar nicht. Will man wohl wie einige andere NDR-Landesprogramme auch noch die Schlagerparade am Sonntagabend - die einzige Sendung auf NDR1 Niedersachsen, in die ich gelegentlich reinhöre - aus dem Programm verbannen. Oldiegeneration hin oder her - erstens GIBT es noch genügend ältere Menschen, die Schlager hören möchten, ich schätze das sind nicht weniger Leute als "die Oldie-Freaks", nur denkt man beim NDR offensichtlich die würden nicht existieren oder können sich schlichtweg kaum wehren; zweitens gibt es auch eine nicht unbeträchtliche Zahl JUNGER Menschen die gerne Schlager hören, sich die dauerrotierenden Oldies aber eher nicht antun wollen. Und drittens wäre da noch das mit den Dudelsendern :D - mehr Geclaime bringt nicht automatisch mehr Hörer und bessere MA-Daten, sondern löst eher ein genervtes Ab- bzw. Umschalten aus. Doch wohin soll man schalten - Antenne NDS, FFN, NDR2, NJOY, Antenne MV, RSH usw. bringen doch mittlerweile alle den gleichen Dudelsalat. Einzig in Hamburg dürfte das Angebot etwas größer sein, echte Schlagerprogramme sucht man jedoch auch dort vergebens.
Ich kenne keine Rundfunkanstalt, die ihre UKW-Frequenzkapazitäten so schlecht nutzt wie der NDR.
Hat man bei der "Umwandlung" von Radio MV nicht damals gesagt, dass NDR2 wegen des "Hamburger Lokalsenderimages" in MV kaum gehört werde und man daher ein Dudelprogramm braucht, das auch eingeschaltet wird? Anstatt mal drüber nachzudenken, WARUM es (NDR2) in MV dieses schlechte Image hat und ggf. ein Programm für den ganzen Norden zu machen, hatte man ratzfatz die Schlager aus dem Landesprogramm raus - die braucht ja eh keiner, man kann ja auf die kaum vorhandene DAB-Versorgung dort zurückgreifen. ;)
Nein, diese Art Verständnis von Grundversorgung und Hörernähe ist mir unbegreiflich.
Wie gut man sich auf einmal fühlt, im noch mit Schlagern versorgten Rheinland-Pfalz zu leben. :D :D
von Hunsrücker - am 27.02.2013 13:42
Das selbe Spiel hat man im vergangenen Jahr bei Bayern 1 getrieben, als in einem weiteren Schritt Richtung Oldiedudler die Wunschsendung und die Schlagerparade ins Digitalradio zu BR Plus abgeschoben wurde. Auch die Operetten- und Chanson-Sendung hat man entfernt und auf B4 Klassik entsorgt.
Ganz genau! Man muss nur mal schauen, was abgeht, wenn bei der Ü30-Party ein Andreas Gaballier oder eine Linda Hesse aufgelegt werden...
Das Gegenteil ist der Fall!
Dort gibt es mit Radio Hamburg, Alsterradio, Energy, Oldie95, Antenne MV, Antenne NDS, Ostseewelle, FFN, Nora, Rsh und Delta die volle Dröhnung Kommerzpop der letzten vier Jahrzehnte! Das Schlagerformat, das einst auf Alsterradio gesendet wurde, hat man bereits vor Jahren gekippt.
Kein Radiomarkt ist so langweilig wie der Hamburger. Nimmt man den NDR dazu, wird es auch nicht besser - eher schlimmer!
Anstatt mit NDR 1 MV gegen NDR 2 anzustinken (man weiß dank der Werbefreiheit und der lokalen Nachrichten / Berichte sofort, wer hier den Kampf gewinnen wird!), hätte man einfach mal NDR 2 vernünftig ausrichten sollen. Stattdessen ging es dort seit 1995 immer mehr Richtung Boulevardjournalismus. Wetter- und Verkehrstechnisch werden nur der Großraum Hamburg und teilweise noch Hannover bedient, der große Teil des Sendegebiets (die Lüneburger Heide, das Wendland, das Weserbergland, Vorpommern, Friesland, Holstein) muss sein Heil in den Landesprogrammen suchen, die sich zu allem Überfluss musikalisch immer mehr einander annähern. Somit besteht auch keine Rechtfertigung mehr, für drei annähernd identische Programme im Raum Hamburg gleich fünf Frequenzen zu belegen (89,5 / 90.3 / 103.2 / 104.5 / 106.4)
Das hat man vor ein paar Jahren wieder eindrucksvoll gesehen, als nämlich in einer Spezialsendung dem Mauerfall gedacht wurde. Damals lief neben O-Tönen aus dieser bewegenden Zeit auch "die Musik von damals" - natürlich nur Westkünstler wie Kunze oder Grönemeyer. Kein einziger Karat-, Silly-, City-, Puhdys-, oder Keimzeit-Titel war damals zu hören! Eine Schande!!!
von ParadiseFM - am 27.02.2013 14:57
Im Fall SH wüsste ich nicht, was stattdessen kommen sollte. Für eine eigene ö-r Rundfunkanstalt ist SH in einer Zeit, in der übers Sparen geredet wird, meines Erachtens zu klein.
Anders sieht es im Fall Niedersachsen aus: Niedersachsen könnte sich vom NDR abspalten und man könnte aus Radio Bremen eine Anstalt (z.B. Nordwestrundfunk / NWR) für den gesamten Nordwesten (also HB und NDS) machen. Ich denke, das Niedersachsen in den länderübergreifenden Programmen (z.B. einer Pop-/Servicewelle NWR 2) inhaltlich deutlich stärker vertreten wäre als dies jetzt bei NDR 2 der Fall ist - insofern könnte das durchaus im Interesse des Landes Niedersachsen sein.
Weiterer Vorteil eines NWR: Das wäre die Rettung für Radio Bremen! Den Bremern fehlt derzeit an allen Ecken das Geld und ich fürchte, dass RB eines Tages wohl oder übel im NDR aufgehen wird - dann bleibt vom RB wahrscheinlich nur Bremen Eins als Landesprogramm NDR 1 Bremen übrig, vielleicht behält man zusätzlich noch das Nordwestradio bei. Bremen 4 wird wie einst die MV-Ferienwelle zu einem Ein-Stunden-Fenster auf N-Joy ("Live aus Bremen") und irgendwann still und heimlich wird vielleicht sogar diese Bremer Stunde eingestellt. Würden Bremen und NDS aber eine gemeinsame Anstalt betreiben, würde Radio Bremen deutlich stärker unter neuem Namen (Arbeitstitel Nordwestradio / NWR) weiterleben.
Im TV-Bereich könnten NDR und NWR ja weiter ein gemeinsames Programm machen, das wäre sicherlich sinnvoll, wird ja auch jetzt so gemacht (NDR Fernsehen / radio bremen tv sind ja eigentlich das gleiche, sprich ein Gemeinschaftsprogramm (von regionalen Fenstern am Abend abgesehen), früher hatte man ja sogar den einheitlichen Namen N3 für das Programm.
Im Radiobereich würden bei einem NWR die Programme NDR 1 NDS und Bremen Eins als Landesprogramme erhalten bleiben (Bremen 1 ist eh mehr oder weniger ein Oldie-Sender, NDR 1 NDS ja nun neuerdings auch, kann dann meinetwegen so bleiben, sofern man einen neuen Schlagersender auflegt, dazu gleich mehr (als Arbeitstitel spreche ich jetzt einfach mal von NWR 1 Bremen statt Bremen Eins und NWR 1 Niedersachsen statt NDR 1 Niedersachsen).
Bremen 4 würde das Jugendprogramm für Bremen und Niedersachsen werden (Arbeitstitel von mir: NWR 4). Damit Bremen und Niedersachsen weitgehend gleichberechtigt sind, was das Veranstalten von Programmen betrifft, würde Bremen Vier (NWR 4) weiterhin aus Bremen kommen. Aus Hannover würde demgegenüber die Pop-/Servicewelle für Bremen und Niedersachsen kommen (an Stelle von NDR 2, nennen wir sie mal als Arbeitstitel NWR 2). Das jeweils andere Funkhaus sollte aber Beiträge zuliefern, also Bremen an NWR 2 und Hannover an NWR 4.
Das bisherige Nordwestradio würde man frequenztechnisch auf ganz Bremen und Niedersachsen ausdehnen, es wäre dann das gemeinsame Kulturprogramm (Arbeitstitel NWR 3). Es könnte wie schon jetzt aus Bremen kommen, und Hannover steuert weiterhin Beiträge bei.
Fehlen noch eine Schlagerwelle und - um weiterhin was für die bisherigen NDR Info-Hörer zu bieten - eine Info-Welle bzw. ein Wortprogramm, da sollte man dann auch nochmal drüber nachdenken, ob es weiterhin ein Viertelstunden-Nachrichten-Dudler (mit längeren Wortsendungen abends und am Wochenende sein soll) oder insgesamt eher so etwas wie z.B. WDR 5. Als Arbeitstitel für dieses Info/Wort-Programm wähle ich jetzt mal NWR 5, und meinetwegen könnte man das dann wiederum in Hannover ansiedeln (mit Zulieferungen aus Bremen). Vielleicht ließe sich sogar beides (News-Dudler UND Wort-Welle) realisieren, nicht unbedingt als zwei ganz eigenständige Programme, aber man könnte vielleicht ein NWR 5 und ein NWR 5 Spezial (ähnlich NDR Info und NDR Info Spezial) machen. Wobei dann ab 16 Uhr auf NWR 5 Spezial nicht FH Europa laufen müsste; FH Europa könnte man vielleicht in HB und NDS landesweit auf DAB+ übertragen.
Mit NWR 6 würde man schließlich noch ein Schlagerprogramm on air bringen, ob aus Hannover oder Bremen sei jetzt einmal dahingestellt.
Auf DAB+ könnte man zusätzlich noch WDR Kiraka in HB und NDS landesweit übertragen (RB macht es ja in Bremen jetzt schon).
Wir hätten also:
NWR 1 Niedersachsen (Oldies, Regionales NDS)
NWR 1 Bremen (Oldies, Regionales HB)
NWR 2 (Pop)
NWR 3 (Kultur)
NWR 4 (Jugend)
NWR 5 (Info 24h)
NWR 5 Spezial (Info/Wortmagazine/nachts Musik Spezial ähnlich NDR Info nachts)
NWR 6 (Schlager, Regionales NDS und HB, Stichwort: Heimatwelle)
Funkhaus Europa
KiRaKa
Ich weiß, ich bin weit vom eigentlichen Thema des Threads abgekommen, aber ein Stückweit doch wieder zum Thema zurückgelangt, indem in meiner Skizze eben auch ein neues Schlagerprogramm zumindest für NDS und HB auftaucht.
HH, SH und MV hätten aber natürlich auch eine Schlagerwelle verdient...
von Nordhörer - am 28.02.2013 00:54
Fazit: Wenn ich mehr musikalischen Querschnitt mit hoerbarem Schlageranteil bei gleichzeitig krawallbetonter Verpackung und Moderation haben will, dann kann ich auf die Brandenburgantenne schalten. Die hat stellenweise sogar richtigen Drive, nervt mich aber mit viel Reklame genau dieser Reklametreibenden, die mich am meisten nerven. Verfuegbar auf DAB und UKW, Versorgung sehr gut. Gut gemachtes oeffentlich-rechtliches Radio mit einer herzlichen Moderationsart, deutlichem Schlagerschwerpunkt bei gleichzeitig breit gefaecherter Musikzusammenstellung - das alles bekomme ich ueber DAB von Bayern plus. Schlager-Formatradio mit abschnittsweise etwas rumpeliger Darbietungsform kann ich bei der Schlagerhoelle bekommen. Thematisch und musikalisch etwas unorientiert scheint mir Radio B2. Bei denen weiss man immer nicht so genau, wohin sie eigentlich mit ihrem Programm genau wollen. Radio Paloma ist mir mit zu kleiner Playlist und Claimaufsagern statt Moderatoren inzwischen nicht mehr so hoerenswert wie frueher.
von PowerAM - am 02.03.2013 22:02
Welche Chance selbst hinzugeschriebene Titel haben ? Gar keine ! Vor ein paar Tagen bekam ich von einer Bekannten einen Anruf. Eine Freundin von ihr ist die Mutter einer leider viel zu jung verstorbenen Schlagersängerin, die früher oft in NDR1 NDS gespielt wurde. Sie wollte sich gerne mit diesem Formular bei NDR1 NDS im Internet einen Titel ihrer Tochter wünschen. Fehlanzeige ! Obwohl ganz klar auf der Seite steht, dass man sich auch einen eigenen Titel wünschen darf und auch im Radio immer wieder darauf hingewiesen wird, wird man immer wieder auf das Formular mit den 500 Titeln zurückgeleitet. Meine Bekannte hat es ebenfalls probiert, bei ihr war es das gleiche. Sie wollte dann von mir wissen wie es funktioniert, weil beide dachten sie hätten vielleicht was falsch gemacht. Also probierte ich es auch ... Es funktioniert definitiv NICHT !!! Probiert es alle aus. Dieser Sender ist absolut das Allerletzte :mad: :heul:
von Rosenelf - am 06.03.2013 12:11
Und längst nicht jeder hört heute schon über Internet und Satellit Radio. DAB und Kabel bieten im nördlichen Niedersachsen ebenfalls keine Alternative, Radio Paloma ist hier in keinem Kabelnetz mehr vorhanden.
SWR4 und hr4 bekommen es ja auch noch hin Wunschtitel zu spielen. Bei SWR4 genügt eine Mail ins Studio, meist wird der Wunsch schon nach wenigen Minuten gespielt. Beim NDR dagegen muss man sich als Gebührenzahler sogar verhöhnen und beleidigen lassen.
Ich zähle mit 42 auch noch nicht zu der "angeblichen" Seniorengruppe die gerne deutsche Musik hört, aber ich kenne sogar viele Leute die mit Anfang 20 total auf Schlager (auch auf ältere !) stehen. Aber das wird beim NDR vollkommen ignoriert.
Die haben doch einen an der Waffel, wenn sie von Udo Lindenberg nur noch zwei Lieder spielen und von den Flippers gar keins mehr, auch nicht wenn der gleiche Musikwunsch mehrfach gewünscht wird. Vor allem diese unverschämte Art wenn man im Funkhaus Hannover anruft "Wünschen sie sich nur das, was wir auch spielen".
Wozu soll ich mir was wünschen, was die jeden Tag mehrfach runterdudeln ? Dafür soll man auch noch den Rundfunkbeitrag leisten. Mir fällt da echt nichts mehr zu ein.
von Rosenelf - am 07.03.2013 14:57
Jedoch will man sich weiterhin die flächendeckende Verbreitung eines reinen Klassikdudlers UND eines reinen Nachrichtendudlers leisten, anstatt beides endlich zu einem anspruchsvollen Kultur- und Informationsprogramm (wie SWR2) auf UKW zusammenzufassen und einem aus meiner Sicht unverzichtbaren Schlagersender eine der Ketten freizumachen. So haben die Klassikliebhaber, die sowieso zum Großteil gezielt einschalten werden, ihre Programmstrecken auf UKW und meinetwegen rund um die Uhr Klassik auf DAB+, vielleicht würde das dem Digitalradio sogar einen zusätzlichen Schub nach vorne geben. Längere Informationsstrecken mehrmals am Tag sowie Wort-Spezialsendungen am Abend müssten natürlich auch eingebaut werden. Wer rund um die Uhr Informationen braucht, kann auf DAB+ oder Mittelwelle umschalten.
Somit hätte man folgende Programme:
NDR1 Niedersachsen/NDR90,3/NDR1 Welle Nord/NDR1 Radio MV: Landesprogramme mit Schwerpunkt Oldies und regionalen Informationen
NDR2: Hitwelle
Dritte UKW-Kette: NDR3 Kultur mit mehr Wort
Vierte UKW-Kette: NDR4: Schlager (und norddeutsche Volksmusik)
5. UKW-Kette: NJOY: Jugend
DAB+: NDR Info Spezial, NDR Klassik, NDR Blue, NDR Traffic
von Hunsrücker - am 08.03.2013 16:26
Was ich mich dabei aber frage, ist: Wie war es in den 80ern und frühen 90ern mit den Sendern innerhalb einer Anstalt?
Waren es da mehr Spartensender oder wurde hier auch schon auf eine bestimmte Altersgruppe geschaut?
Wenn es Spartensender waren (wovon ich mehr ausgehe, auch wenn die Moderation natürlich von Sender zu Sender mal dynamischer, mal weniger aufregend war), kann man ganz klar sagen, dass mittlerweile gewisse Sparten (und diese Erkenntnis wird nicht neu sein), kategorisch ausgeschlossen oder vernachlässigt werden, während andere (teilweise bis zum Erbrechen) bevorzugt behandelt werden. Hier müsste wieder eine größere Differenzierung unter den Sendern erfolgen, sodass ein Grund entsteht, genau diesen Sender innerhalb einer Anstalt zu hören.
Wenn schon damals Wert drauf gelegt wurde, dass bestimmte Sender unterschiedliche Altersgruppen ansprechen sollten (also quasi "Music Of Your Life" ), kann man sagen, dass die Modernisierung teilweise nicht behutsam genug, teilweise nicht zu Ende gedacht wird. Beispiel NDR: Die Einser-Wellen werden zu schnell umgebaut, während sich NDR 2 und N-Joy nicht gleichzeitig mitbewegen. Folgen: Die "ganz Alten" werden quasi vertrieben, da ihre Inhalte (Musik wie auch Themen) zu schnell aus dem Programm vebannt werden. Gleichzeitig werden die Wellen für die "ganz Jungen" bzw. Menschen "mittleren Alters" nicht angepasst, sodass die Überschneidungen (zu) groß werden. Hier müsste vor allem der Wille unter den einzelnen Sendern innerhalb einer Anstalt vorhanden sein, "gemeinsam mitzuziehen". Das bekommt - wenn letztere Vermutung mit der Altersgruppe stimmt - bislang keine Anstalt so richtig hin. Gerade die Sender für das "mittlere Alter" trauen sich nicht, sich zu verjüngen. Aber auch die Jugendsender klingen mittlerweile altbacken und erreichen daher ihre Zielgruppe nicht (mehr).
Das waren nur ein paar Überlegungen meinerseits vor dem Zubettgehen. Sie beziehen sich auch (meist) auf das Begleitprogramm tagsüber. Gezielte Einschaltsendungen haben immer bestimmte Hörer und waren daher jetzt von mir nicht gemeint. Man kann sie aber gern unter Berücksichtigung der "passenden Welle" mit einbeziehen. Wünsche Euch einen schönen Wochenstart!
P.S.: Kleine Anmerkung noch zur Liste (daher auch das dritte Edit meines Beitrags). Die ersten 100 Titel weisen einen erhöhten Anteil deutscher Songs auf (1:2 bis 1:3). Die meisten anderssprachigen Titel liegen erst dahinter (ab Nr. 101 ca. 1:7 bis 1:8). Dies scheint ein Indiz dafür zu sein, dass "duitstalige" Musik doch noch gern gehört wird.
von NurzumSpassda - am 25.03.2013 00:26
Ich frage mich: Ist dies wirklich notwendig bei einem werbefreien Landesprogramm? Dass man bei NDR2 voll auf Kommerz setzt kann ich ja noch verstehen, doch was will man bei der Welle Nord damit?
Man kann es nie allen Recht machen! Ich erwarte jedoch, dass sich eine ÖR Anstalt deutlich von den Privaten unterscheidet, in erster Linie natürlich durch seriöse und ausführliche (Regional)-Berichterstattung, aber auch durch eine breit gefächerte Auswahl an Musikstilen und so wenig Überschneidungen wie möglich. imho also allerhöchstens EINEN Dudelpopsender, es gibt genug andere Musikstile die kaum im Programm vertreten sind, wieso stopft man also alles mit diesem Kommerzpop voll?
Die Krönung ist natürlich noch die Verbannung des deutschen Schlagers - das Argument, dieser würde nicht mehr gewollt ist definitiv unhaltbar! Ich würde mich als Einwohner des NDR Sendegebiets weigern dass auch nur ein einziger Cent meiner Zwangsabgabe an den NDR geht - meinetwegen stattdessen alle Radio-Gebühren ans DRadio.
von Hunsrücker - am 12.04.2013 18:35
Einige Hörer monierten den erhöhten Anteil an internationaler Musik, so frage ein Hörer an ob künftig auch noch die Nachrichten in englisch gesendet werden. Eckhard Pohl antwortete dass er den Unmut des Hörers zwar verstehen könne, gab aber dann dass NDR 1 NDS in den letzten Jahren kaum Hörer von 50 Jahren aufwärts dazugewinnen konnte und deshalb reagieren mußte. Er fragte dann noch wie alt der Anrufer und seine Bekannten die das Programm kritisieren sein - er antwortete 75. Da entgegnete Eckhard Pohl das eben diese ältere Generation mit Schlagern aufwuchs und jetzt die "Rockpop"-Generation nachwächst.
Im Prinzip finde ich die neue Musikausrichtung vollkommen richtig, aber wenn einem Tag für Tag die selben Titel um die Ohren gehauen werden, dann ist das einfach nur armselig, da kann man sich selber noch so über den grünen Klee loben (das ist noch lächerlicher).
Der NDR sollte NDR 4 und NDR BLUE zusammenfassen und dafür eine Schlagerwelle anbieten, dann könnte NDR 1 für uns "mittelate" senden und die neue sechste Schlagerwelle für die Hörer von 70 aufwärts, die den deutschen Schlager bevorzugen.
Wenn man aber ständig "Lemon Tree" oder "Love in the Air" ertragen muß, dann wäre es besser rund um die Uhr einen Meßton aufzuschlaten, denn der hat einen höheren Unterhaltungswert als die ständig gleiche Einheitsgrütze.
von Longus Schöningen - am 21.04.2013 07:28
Aber: zur von vielen so hochgelobten Zeit von Lutz Ackermann war die Playlist noch viel kleiner. Da wurde noch öfters gnadenlos das gleiche täglich rauf- und runtergedudelt.
Power AM: Die große Schlagerlastigkeit von NDR 1 NDS war mit ein Grund dass kaum neue Hörerschichten von 50 aufwärts generiert werden konnten, das hat Herr Pohl gestern auch erläutert.
Auch ich mit meinen 54 Lenzen konnte dem Programm das fast nur Schlager (und immer die gleichen) sendete nichts abgewinnen. In meiner Kindheit bin ich noch nicht mal mehr mit den Beatles und den Stones großgeworden, sondern mit Sweet, Slade, Bay City Rollers, Middle of the Road ets.
Nun hört man z. B. von "The Sweet" fast täglich "Funny Funny" oder "Poppa Joe", das wars aber auch. Unglaublich so eine Ignoranz- was ist mit Little WIlly, Alexadner Graham Bell oder Block Buster?
Diese Ausführungen kann man auf jede Band bzw. Interpret übertragen.
Es ist mir auch rätselhaft warum jede Stunde nicht zumindest ein neuerer Titel läuft; nur Oldies ist ja wohl auch nichts. Da sind die Schwesterprogramme und zwar alle drei den Hannoveranern um Längen voraus.
Ich dachte mit Henry Gross wird das Musikprogramm vielfältiger. Das ließ sich auch am Anfang so an mit der Verjüngung, aber wenn weiterhin trotzdem immer nur das gleiche läuft dann höre ich lieber meine mp3s.
Und: die Top 500 mit der man sich so beweihräucherte war an Langerweile nicht zu überbieten. Nicht ein einziger Titel neben den Vorschlägen war plaziert und Classic Rock suchte man vergebens. So aber ist das Programmw eder Fisch noch Fleisch. Die älteren die gerne Schlager hören fühlen sich nicht genug berücksichtigt und die jüngeren (mitteljungen) die es poppiger mögen, bleiben auch auf der Strecke.
von Longus Schöningen - am 21.04.2013 10:10
Man hätte können - genau das ist aber das Ziel des NDR: Das Image, nah bei den Hörern zu sein, und gleichzeitig nicht auf Hörerbeschwerden ernsthaft reagieren und seinen Plan durchziehen zu wollen.
Dass man bei Hörer-Call-in-Sendungen die Musik auf 2-3 Titel beschränken kann, um auch mit möglichst vielen sprechen zu können, zeigt in hervorragender Weise z.B. SWR4, in dessen Hörersprechstunde von 11-12 Uhr samstags - jede Woche natürlich.
Soweit waren und sind wir im deutschsprachigen Rundfunk ja tatsächlich schon: man denke nur mal an SPUTNIK und FM4. Und auch bei den anderen Radiosendern, privat wie öffentlich, wird immer mehr "Denglish" gesprochen, zudem laufen kaum deutsche Titel, auch aktuelle nicht. Man will sich von seinem Bestreben, ein Formatradio nach amerikanischem Vorbild zu sein, eben nicht abbringen lassen. Die eigene Kultur und Sprache zählt kaum mehr etwas.
Dann sollte man vielleicht nicht immer die gleichen alten Schlager spielen sondern auch regelmäßig neue dazunehmen und nicht immer dieselben 2-3 Titel pro Künstler.
Nochmal: Ich bezweifle nicht, dass die Mehrzahl der über 70-Jährigen Schlagerhörer sind und sich jetzt viele von denen über die Reform beklagen. Bei dem Argument der "Rockpop"-Generation muss ich Herrn Pohl aber definitiv widersprechen: Schlager sind zeitlos, auch zur Zeit als die heute 50-, 40-, 30-und 20-Jährigen aufgewachsen sind gab es Schlager. Nur waren dies eben nicht dieselben 50er-60er-Jahre Schlager die NDR1 NDS immer wieder bringt. Viele "junge" Menschen hören gerne Schlager, deswegen bin ich auch gegen eine klare Ausrichtung nach Altersgruppen, sondern eher nach Musikgeschmäckern und Interessen. Ein Sender wie Radio Paloma spricht auch viele jüngere Menschen an. Nur sollte man: 1. vom Rentnerimage wegkommen, d.h. ein klares Bekenntnis auch zu jüngeren Zuhörern, 2. anstatt sich von Schlagern abzuwenden, moderne Schlager ins Programm integrieren, mit denen jüngere Menschen "aufgewachsen" sind. Mit denen können sich die älteren noch eher anfreunden als mit "Feten-Oldies".
Meinetwegen auch das, es leistet sich ja nicht jeder den Luxus eines Infodudlers UND eines Klassikdudlers auf UKW. Den Infodudler brauchts in anderen Ländern wie NRW oder dem SWR-Sendegebiet offensichtlich auch nicht auf UKW, auf Schlager wollen hingegen viele nicht verzichten. Auch wenn der Verlust von NDR INFO auf UKW dem ein oder anderen schmerzt: entweder auf DAB+ umsteigen (sofern verfügbar), oder sich einfach überlegen was den Mehrwert bringt. Ich jedenfalls kann für Nachrichten auch bis zur vollen Stunde warten, oder schaue in mein Schmachtfon was es neues gibt.
:spos:
Und zu der Zeit gab es keine Schlager? OK, ich wiederhole mich...
Das ist in der Tat nicht schön, aber mittlerweile sind fast alle deutschen Musiksender auf diesem Wege. Möglichst viele Wiederholungen der immergleichen Titel, um Himmels Willen dem Hörer seinen Horizont erweitern, er soll mit den immergleichen 800 Titeln zufrieden sein und (mangels Alternativen) weiterhin seinen örtlichen Dudler hören.
Genau das, was alle hier im Forum geahnt haben: Natürlich werden die meisten ein paar der 500 Titel anklicken oder sich gar nicht die Mühe machen, die eigenen Wunschtitel hinzuzufügen. Das Konzept wählte der NDR im Wissen darum, am Ende damit prahlen zu können, mit der Reform dem Willen der Hörer entsprochen zu haben.
von Hunsrücker - am 21.04.2013 18:06
Gibt es diese Sendung schon in der NDR mediathek zum Nachhören? konnte nichts dazu finden und die letzte Sendung von NDR 2 damals ist bereits wieder gelöscht worden
keine schlechte Idee. macht FM4 ja auch so. wäre vor allem für die Lokführer sinnvoll:D
Wozu`?`??? braucht der NDR dann NEUN (!) Wellen ???
die Landeswellen sind dafür da, Melodieformate anzubieten. Die tollen Rockklassiker und Schmuseoldies gehören zum AC Format, das ist NDR 2
Nur weil man dort keine Ahnung hat in HH und die Landeswellen knallhart gegen NDR 2 UND (!) N-JOY positioniert sollen jetzt NOCH eine Welle her und die Hörer IHR NDR 4-Nachtprogramm opfern?
Solche Mucke gehört auf NDR 2 und da lief sie auch bis etwa 2005 . damals hat man wirklich eine breite musikalische Auswahl an ROCK und POP gespielt. bis man irgendwann mal der Meinung war, 70er und 90er komplett rauszuschmeißen und auf die Landeswlelen zu packen
von ParadiseFM - am 21.04.2013 19:18