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Senderbau und HF Technik
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18
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Power-FM, Fuffzehn (ehem Terminico), Shunth, ampliphase, Frannek, carkiller08

Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?

Startbeitrag von Power-FMam 25.07.2009 17:31

Nach langer Zeit melde ich mich hier auch mal wieder zu Wort ;-).
Seit einiger Zeit versuche ich, mir meine Platinen für meine HF-Schaltungen selbst zu ätzen. Vorher war meist Dremeln meine Methode, selten auch mal Inseln kleben oder die "Cutter-wegbrenn-Technik" ;-). Und für nicht-HF halt Lochraster. Bei den wenigen Bauteilen ist das ja auch noch vertretbar, nur es sieht halt doch nicht so gut aus wie geätzt.

Nun habe ich vor einiger Zeit mal angefangen, Platinen nach der Edding-Methode zu ätzen.
Leider ist das Ergebnis bisher immer noch nicht wirklich zufriedenstellend:

Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?

Als Ärtmittel nehme ich Natriumpersulfat, zum Aufzeichnen der Leiterbahnen einen säurefesten Edding (3000?).
Soweit kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen.
Etwas unprofessionell ist meine Erwärmungsmethode, ich nehme da einen alten Wasserkocher mit Wasser (Deckel ist entfernt), lasse in diesem Wasser kochen und darüber befindet sich die Schüssel mit dem Ätzmittel.
Und jetzt kommt der erste Knackpunkt: Ich erwärme das ganze nur nach "Gefühl", denn irgendwie traue ich mich nicht so recht, den Metallfühler meines Thermometers in die Säure zu tun ;-).
Daher weiß ich nie, ob ich wirklich im Bereich von 45-50°C bin.
Könnte das schon das Problem sein? Auffällig ist, dass der Ätzvorgang immer recht ange dauert, fast 30 minuten. Das ist ja eigentlich zu lange, bei dem wenigen Kupfer, was auf solchen Platinen weg muss.
Oder kann dass auch am Edding liegen, also dass der nicht Deckfähig genug ist? Bläschen oder so auf den ausgemalten Flächen gabs nicht.
Oder kann es auch sein, dass das einfach an der Platinenqualität liegt? Es sind diese von Reichelt ohne Herstellerangabe verkauften Europlatinen.
Aber ich vermute fast, nur an dem Ergebnis kann man schlecht erkennen, woran es liegt, da zu diesem Ergebnis diverse Fehler führen können...

Bevor ich das so nicht vernünftig hinbekomme, brauche ich mit dem Foto-Verfahren oder Toner-Verfahren gar nicht erst anfangen. Da sieht ja sogar gefräßt besser aus ;-).
Antworten:
Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?
Bild falsch eingestellt.

von Power-FM - am 25.07.2009 17:33
Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?

von Power-FM - am 25.07.2009 17:34
Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?
Bild ging nicht

von Power-FM - am 25.07.2009 17:35
Das Bild

Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?


von Power-FM - am 25.07.2009 17:51
(Ich kann dein Bild nicht sehen)

30min sind viel zu lange. Du mußt das Ätzbad hin und her bewegen, damit das
Ätzmittel das sich bildende Kupfersulfat "herunterwäscht".
Außerdem ist es wichtig, daß die Temperatur nicht zu weit sinkt.
Hierzu bietet es sich an, das Ätzgefaß (z.B. Fotoschale) selbst in einem
heißen Wasserbad (Waschbecken mit heißem Wasser) zu lassen während des Ätzvorgangs. Dann sollte das ca. 10-15 min dauern.



Die Temperatur des Atzbades bestimme ich nach Gefühl.
45-50°C sind halt etwas wärmer als das Wasser zum Duschen oder in der Badewanne.

Ich stelle meine Platinen nach dem Fotoverfahren oder - bei kleineren Sachen -
mit Klarlack (noch aus DDR-Zeiten aus diesen Ätzmittel-Sets) und Nullenzirkel zum Zeichnen her.

Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?

von carkiller08 - am 25.07.2009 18:50
Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?

Ich möchte halt erst mal mit der Edding Methode vernünftige Ergebnisse bekommen, bevor ich mich an die Foto-Methode wage.
Sonst kommt nur sowas raus wie das hier:
Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?
Hier im Forum entdecktv (Sorry Kickbusch). Und das will ich vermeiden.

von Power-FM - am 25.07.2009 19:17
Ergänzung:
Das obere Bild ist mein Versuch, dass untere von Jemand anders.

von Power-FM - am 25.07.2009 19:20
Hallo,
....ich kann dir nur sagen, dass ich anfänglich auch Probleme hatte. Der Edding ist auch nicht so das Erfolg versprechende. Mit der Toner Methode wirst du auch Probleme bekommen. Das Belichten einer Leiterplatte erfordert noch mehr Erfahrung da hier die Belichtungszeit genau stimmen muß. Der nächste Schritt wird dann sein, dass du versuchen wirst, deine Folien herzustellen. Hier scheiterst du dann wieder denn du bekommst die nicht Lichtdicht. Dann gibt es die Methode aus dem Netz, mehrere Folien übereinander zu legen......funktioniert auch nicht wirklich......und dann rechne mal die Zeit und das Material was du "vergeigt" hast.....Ich habe mir dann ein Belichtungsgerät (aus einen alten Philips Gesichtsbräuner ) gebaut. Ein Ätzgerät bei Reichelt bestellt und die Folien lasse ich generell in einer hiesigen Druckerei herstellen. Für eine DINA4 Folie (da gehen ein paar Platinen drauf) zahle ich 6 Euro. Ich entwickel die Schaltbilder mit TARGET (EAGLE geht auch aber für Free-User werden nur kleine Platinenmaße unterstützt) lasse die drucken, belichte und ab ins Ätzbad (Natriumpersulfat) Das ganze dauert ca. 20 min. und du wirst mit einer schönen Platine belohnt. Klar, wenn du nur so bastelst ist diese Sache sehr kostenintensiv. Manchmal lohnt es bei EBAY zu schauen. Dort werden Ätzgeräte manchmal billig angeboten. Ich finde als Basismaterial aus DDR Zeiten war der Klarlack nicht schlecht. Den hast mit Tinte eingefärbt (ist ja sonnst transparent) und gezeichnet. Ich denke bei deiner Platine (sind ja nur Flächen) kommst du besser du nimmst diese kleinen Reparaturlackflaschen aus den Baumarkt. Das ganze muß etwas länger trocknen und es stört nicht wenn die Platine doch etwas länger im Ätzbad liegt. Mit der Temperatur habe ich es so gehalten, dass ich immer je ein Ätzbad mit 60 Grad Wasser angesetzt habe. (einmaliger Gebrauch!) Das alles in eine Fotoschale und immer schön bewegen........naja dass nimmt mir jetzt alles die Maschine ab und ich gehe nebenbei Kaffee trinken..

Gruß Andre

von Shunth - am 26.07.2009 08:24
Nur mal kurz der Hinweis, ich hab das nicht mit Absicht so oft gepostet, irgendwas stimmt da mit dem Forum nicht. Der Beitrag erschien erst gar nicht und dann 2 Stunden später auf einmal...
Zitat

Der Edding ist auch nicht so das Erfolg versprechende.

Ist schon klar, aber für die paar "Inseln" bei Endstufen oder so, die ich ja auch nicht in Serie baue, sondern nur mal gelegentlich eine oder so, ist alles andere zu aufwendig . Wenns mal was anspruchsvolles wird, dann lasse ich die Platinen sowieso immer von Leuten herstellen, die wissen, was sie machen.
Aber mit Edding muss es doch auch zumindest etwas besser gehen, siehe z.B.
Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?
Die Platine hat nämlich überhaupt keine "Löcher". Oder sieht das nur so aus ;-)?


von Power-FM - am 26.07.2009 09:18
Meine Platinen mit Edding sahen auch nie so wirklich toll aus,
Da muss ich auch noch mal schauen, was ich da falsch gemacht habe.
Vielleicht könnte broadcaster ja mal eine Anleitung posten, er kann das ja echt gut :)

von Fuffzehn (ehem Terminico) - am 26.07.2009 09:55
Ich benutze übrigens einen Edding 8300, keinen 3000. Könnte das auch ein Grund sein? Weil der 8300 wird als "Säureresistent" beworben, der 3000er nicht. Obwohl scheinbar alle den 3000er nehmen...

von Power-FM - am 26.07.2009 10:45
....der sollte schon Säurefest sein! Wenn du die Platte gemalt hast muß der Edding richtig "ausgehärtet" sein. (ich habe die Platine dann einfach kurz in den Backofen bei 180 Grad gelegt) Viel wichtiger ist der Ätzgang selbst. Die Konsistenz der Lauge (Natriumpersulfat) und die Temperatur sind wichtig, als auch die Bewegung unter Sauerstoffzufuhr. Wenn die Platte zu lange im Ätzbad liegt, überäzt du die Platte. Entweder frist sich die Lauge unter den markierten Edding (franzt aus) oder der Edding löst sich im Bad und die Platte bekommt "Ätzpunkte" auf der Fläche. Ich sage doch, mit richtigen Lack wirst du keine Probleme haben. Da kann die Platte auch mal länger im Ätzbad bleiben. Außerdem habe ich bemerkt, das bei der Edding Sache durch die Bewegung der Platine sich selbiger löste. Vielleicht versuchst du (weil du den teuren Edding gekauft hast...:-) ) mal nach den Trocknen eine zweite oder gar dritte Lage aufzutragen. Möglicherweise führt das zum Erfolg. Wichtig!!!! Die Lagen sollten wirklich ausgetroknet sein denn sonnst ziehst du beim drübermalen diese wieder runter.

Mfg

von Shunth - am 26.07.2009 11:57
Ich glaube, ich habe es jetzt raus ;-):

Platinen ätzen (Edding-Methode) - Was mache ich verkehrt?

Ist zwar nicht perfekt, sieht aber schon ganz anders aus als mein Versuch von gestern. Das "Geheimnis" ist, dass ich die Platine vorher mit Ajax gereinigt bzw. geradezu "geschliffen" habe und dann das Layout aufgetragen habe. Zum testen übriegens die eine Seite mit Edding 8300 und die andere mit 3000.
Macht überhaupt keinen Unterschied. Auf jeden Fall hat die Platine so gut wie keine Löcher mehr :-).
Den Ätzvorgang selbst habe ich also wohl schon richtig gemacht, denn daran habe ich dieses mal nichts anders gemacht als letztes mal.

von Power-FM - am 26.07.2009 15:14
Das mit dem vorher reinigen ist ja auch logisch. Den nman überlege was passiert mit Lack 8und demnach auch bei nem Edding) wenn du über eine Fettige stelle malst bzw lackierst? Jap, es bilden sich mehr oder weniger Augen. Ist sicher schon jemandem mal aufgefallen der dein Auto oder seine Felgen lackierte und vorher nicht entfettet hat :-)
Bei uns ist es eben das Fett der Haut etc die die Platte verunreinigt haben ;-)
TiPP: Nimm nicht unbedingt ein Scheuermittel: Kauf dir Bremsenreiniger, das bewirkt wunder.

von Frannek - am 05.08.2009 09:11
Es ist ja nicht so., dass ich die Platinen sonst nicht auch vorher gereinigt hätte, nur halt nur mit Spiritus oder Spülmittel.
Das brachte dann immer solche Ergebnisse wie ganz oben, obwohl die Edding"lack"schicht super dicht ausgesehen hat.
Den Tipp mit dem Scheuermittel und eher "schleifen" denn nur drüberputzen hat mir ein Kollege gegeben. Scheinbar hatte er recht...


von Power-FM - am 05.08.2009 18:33
So, hab das jetzt auch mal mit Scheuermilch probiert und es klappt super.
Nur Aceton/Spiritus sollte man nach dem Ätzen nehmen, um den Edding abzumachen. Habs erst mit Scheuermilch probiert, das gab aber komische Flecken.
Die Platine sieht auch recht gut aus, nur hab ich da jetzt den 400mW Sender draufgelötet und der sendet nicht so wie er sollte. Der Puffer/die Endstufe machen da leider noch Probleme.

von Fuffzehn (ehem Terminico) - am 03.09.2009 03:25
Für solch einfache Platinen nehme ich das dünne, braune Klebeband, mit dem man sonst Päckchen zupappt. Dieses flächig mit etwas Überlappung auf die Kupferseite geklebt, mit dem Skalpell die Kanten der Kupferinseln eingeritzt und die entspr. Stellen abgezogen. Geht schnell (zumindest bei solch simplen Endstufenplatinen) und gibt eine kantenscharfe Ätzung (sieht bei etwas Sorgfalt sogar professionell aus).

Probiert es mal aus, es lohnt sich.

von ampliphase - am 25.09.2009 15:22
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