Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Senderbau und HF Technik
Beiträge im Thema:
36
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Karl 3, Power-FM ne, Oszillatormann, OkiDoki, tubeman, Radiopirat, Wobbler42, Power-FM nE, Power-FM ne., Der einsame Pirat

40 Watt MW Sender

Startbeitrag von Karl 3 am 19.08.2012 19:48

Hallo, ich habe mich in den vergangenen Wochen mit diesem Projekt beschäftigt.
Ich unterteilte den Aufbau in 2 Schritte. Als erstes war der Modulator fertig, dieser wurde erfolgreich an einer Langdrahtantenne, welche mittels Ladespule angepasst wird, getestet. Alleine mit diesem Aufbau ist ein Empfang in 3-4 km Radius möglich. Dies reicht mir aber noch nicht. Also baute ich die dazu gehörige Endstufe auf. Mit dieser gibt es nun leider Probleme. Am Ausgang fehlt die Leistung. Ich habe an P3 die Kollektorspannung auf genau 40 Volt eingestellt. Ohne Ansteuerung habe ich an den Basen der Endtransistoren 0,700 Volt gemessen= diese müssten im Leerlauf also voll durchsteuern. Schalte ich nun die Ansteuerung (Modulator) zu, so sinkt die Basisspannung auf ca. -0,600 Volt. Anhand von P2 (Gegenkopplung) kann ich die Stromaufnahme beeinflussen. Schließe ich mein Oszi am Ausgang an, so erhalte ich nur einen „Sinus im Sinus“, das heißt auf der eigentlichen Sinuswelle sind nochmals Spitzen in unterschiedlicher Höhe. Die Ausgangsspannung ist auch eher gering, sie ist kleiner als der Output des Modulators.

Vom den Vorgaben auf der Internetseite bin ich nur geringfügig abgewichen:

- Als Endstufentransistoren verwende ich BUX 10.

- Die Spannungszuführungsdrossel besteht bei mir aus diesem Ringkern bewickelt mit 1 mm CuL

- Der Eingangsübertrager besteht nicht aus dem Material N 30 sondern M 33


Ich hoffe das Ihr mein Problem versteht und mir hoffentlich auch weiterhelfen könnt.



MfG Karl

Antworten:

Hallo, da niemand so richtig weiter weiß habe ich selber noch etwas geforscht.
Ein Problem konnte ich dadurch lösen. Nämlich das mit dem verzerrten Sinus. Dieses Problem lies sich durch nichts an meinem Versuchsaufbau beseitigen. Also blieb nur noch das Stromnetz als Übeltäter. Und tatsächlich, betreibe ich die Anlage an einer anderen Phase so sind diese Erscheinungen verschwunden.


Nun bleibt noch das Problem fehlennder Leistung welchem ich bis jetzt nicht auf die Spur kommen konnte. Hoffentlich fällt Euch dazu noch etwas ein.

Villeicht liegt es am falschen Kernmaterial des Eingangsübertragers oder der Spannungszuführungsdrossel ?????


MfG Karl

von Karl 3 - am 21.08.2012 10:40

UKW-Sendernachbau

Hallo Ihr da draußen,
ich bin eigentlich schon sehr lange mit dem Hobby "Elektronik" vertraut und habe mich seit vielen Jahren wieder einmal darangemacht einen schönen kleinen UKW-Sender zu bauen.Eigentlich habe ich ja gedacht, daß das alles doch gar nicht so problematisch sein kann.Ich habe mit dem kleinen Sender "150 mW" angefangen.Habe auch alles prima zum laufen gebracht.Allerdings mit LED in Sperrrichtung.Hat aber funtioniert. Nun war mir das zu wenig und habe die 1Watt Ampl-Stufe gebaut und am 150mW Sender nachgeschaltet. Es kam natürlich ein höllisches HF-Signal heraus.Es etwa eine halbe Stunde super funktioniert und ab dem Zeitpunkt sind mir nur noch sämtliche Transistoren(BFR 91 und BRF 96) kaputtgegangen. Es fing an mit einem knistern und rumpeln,dann kamen nur noch Sörgeräusche über das ganze FM-Band. Wer hat damit Erfahrung und kann mir Tips geben, für die ich unsagbar sehr dankar wäre.
Dann habe ich den Stendor und Yellowbeard in mein El.CAD-Programm eigegeben, aber es ist nicht zu einem Aufbau gekommen.
Ersatzweise habe ich mir dann den 25 Watt Sender vorgenommen und die einzelnen 1. beiden Sufen gebaut. Habe auch ein vernünftiges HF Signal herausbekommen aber leider alles ohne NF- Modulation.Weiß auch hier jemand einen Rat, warum bei mir keine verrnünftige Modulation gelingt?
Ich benutze allerding stets die angegebenen Originalwerte und Teile.
Nun als jetzt letztes Projekt habe ich mir die Mühe gemacht und den 3-3,5 Watt -Sender in meinen PC eingegeben das Platinenlayout hergestellt und somit dann auch die Platine selbst mit oben auf-Kupfer-Lötung. Die Platine ist 100X160 mm groß und habe alles gut und übersichtlich untergebracht.Auch kommt wieder ein einigermaßen gutes HF-Signal, allerding wieder mit nur gekrächze als Musik.Habe die richtige BB-405 Diode und auch die Richtigen Transistoren.Was mache ich falsch?Hat jemand erfahrungen mit diesen angegebenen Sendern? Ich wäre sehr dankbar für ein Re.
Viele Grüße an alle sendet Wobbler
Bilder der fertigen Platinen schicke ich gern.

von Wobbler42 - am 21.08.2012 13:44
Dafür wäre wohl ein separates Thema besser geeignet.
Aber dennoch:
Zunächst ein mal müsste man wissen, ob du die Sender / Verstärker jeweils an einem korrektem "Abschlusswidestand", also Dummy oder abgestimmte Antenne getestet hattest oder einfach so ("wird schon gehen mit ein paar Metern Draht dran").
Hattest du das nicht, ist es ganz natürlich, dass die End- und Treiberstufen das nicht lange mitgemacht haben.
Hast du ein Stehwellen-Messgerät? Das ist ein ziemliches wichtiges Messinstrument beim Senderbau, ohne wird es sehr schwierig.

Ich würde davon abraten, selbst neue Layouts für die Schaltungen zu entwickeln und besser die hier angegebenen nutzen, sonst baut man gerne mal versehentlich Umwege für die Hochfrequenz ein (die einem aus NF oder Gleichspannungssicht gar nicht als solche auffallen).
Oder sich zumindest an den vorhandenen orientieren.
Welchen 3 Watt Sender hast du denn gebaut (den PiRa oder den anderen)?

Wenn du mit einem Radio dein Signal überprüfst, achte auch darauf, dass das Radio nicht zu nah am Sender bzw. der Antenne steht, die meisten Radios machen dann ziemlich schnell dicht.

Zu dem Modulationsproblem:
Das ist echt merkwürdig, sowas hatte ich im Laufe der Jahre noch nie. Egal, was ich als Varicap missbraucht LED; FET; Z-Diode usw.) oder genommen habe.
Kann es vielleicht sein, dass du einfach zu viel NF-Pegel drauf gibst? So ein Oszillator braucht ja nur extrem wenig Pegel, wie wir vom Oszillatormann gelernt haben ;-).

Zum eigentlichen Thema (Mittelwellensender):
Da kann ich leider nicht helfen, außer in sofern, dass mir immer von Sendern mit Vorstufenmodulation und folgender Linearverstärkung abgeraten wurde (also solchen Schaltungen wie der aus deinem Link). Da kann man wohl beim Nachbau ziemlich viel falsch machen. Hast du schon mal andere Mittelwellensender ohne Vorstufen-Modulation gebaut?
Das geht bedeutend einfacher und mit höherem Wirkungsgrad.

Der Autor der verlinkten Schaltung ist allerdings Techniker bei einem Mittelwellensender, also wird in der Schaltung schon alles korrekt und auch mehrfach durchdacht sein.

von Power-FM nE - am 21.08.2012 14:50
Hallo Karl 3,

Du hast die Spannungszuführungsdrossel mit dem Ringkern T106-2
aus dem eBay Angebot realisiert, dieser Ringkern hat aber nur 0,135µH / Windung.
Du benötigst aber 1mH / Windung, also den Kern R25 Material N30 (siehe dazu den Link).
http://www.darc-c12.de/system/files/kwt_1997_dk3yd_0.pdf
Dass der Kern bifilar gewickelt ist, ist Dir klar.
Achte auch auf die richtige Verdrahtung, siehe dazu die Punkte im Schaltplan

Du schreibst, dass Du den Eingangs-Übertrager mit Material M33 statt N30 aufgebaut hast,
verlangt wird aber gemäß Schaltplan ein RM 6 Übertrager mit Material N49;
http://www.farnell.com/datasheets/18572.pdf
diese Übertrager sind nicht mehr so einfach zu beschaffen.

Ich würde diese beiden Punkte noch mal überprüfen und ggf. die richtigen
Ferrite / Eisen Materialien verwenden.

Zu den alternativ eingesetzten Transistoren kann ich nicht viel sagen.
Der BUX10 hat Ptot 150 W der BUX20 Ptot 350 W

Wünsche noch viel Erfolg bei diesem Projekt

Gruß, tubeman

von tubeman - am 22.08.2012 06:41
Hallo Power-FM nE,
Vielen Dank für Deine Antworten,jedoch hast Du Recht,daß mein Problem nicht unbedingt zu diesem Chat passt.Dennoch hätte ich noch viele Fragen,auf die ich gerne Antworten wüsste.Da ich ja kein studierter Elektroniker bin und "nur ein leidenschaftlicher Elektronikbastler", habe ich natürlich auch nicht das Wissen, was man für den Senderbau braucht.Ich bin eben ein Prakmatiker und kein Theoretiker.All mein Wissen habe ich mir selbst beigebracht, sei es durch Bücher oder dem Internet.Mein erster Sender war vor vielen Jahren der Bausatz "HF 65 von JOSTYKIT" der allerdings noch Heute funktioniert mit dem 2N2219.Später habe ich CB gefunkt und habe auch noch alle 3 Geräte, die auch noch funktionieren. Nun zu Deinen Fragen:
Ich habe natürlich keine großartigen Messgeräte,jedoch weiß ich,daß man ohne Belastunge der HF-Stufe viel Schrott produzieren kann.Deshalb habe ich stets eine simple Wurfantenne angehängt.Außerdem habe ich mir diesen "LED-Indikator" aus aus "Diverses" zusammengelötet und siehe da, die LED leuchtet mal heller, mal weniger hell und somit habe ich einen kleinen Überblick was aus meinen Schaltungen herauskommt.
Gebaut habe ich den PiRa und dieser hat mir viele Transistoren gekostet,nachdem ich den kleinen Verstärker mit 1Watt Ausgangsleistung angehängt hatte.Nun habe ich den PiRa noch einmal aufgebaut ohne Verstärker und siehe da, er läuft sehr vernünftig allerdings noch mit etwas Netzbrummen, was ich mit einem Filter noch zu beseitigen versuchen werde.
Der Verstärker ist der " 1Watt Amp mit 2SC 4427 allerdings mit dem 1970.Dann woltest Du noch wissen welchen 3Watt-Sender ich gebaut habe? Es ist der 3 W FM Sender , von dem jemand ein Layout hätte.Dieser Sender wird sehr heiß und brauch man dafür schon ein vernünftiges Netzgerät und gute Kühlsterne.
Ich würde gern mit Dir Kontakt aufnehmen, nur weiß ich nicht, ob man hier so ohne Weitere seine EMailadresse oder Tel. Nr. preisgeben kann.Es wäre schön,wenn wir technisch ein wenig übers Net fachsimpel könnten.
Ich fahre morgen Früh weg und bin zum Wochenanfang wieder zurück.Vielleicht hast du eine Idee, wie wir Konbtakt aufnehemne können.

Bis bald Euer Wobbler42

von Wobbler42 - am 22.08.2012 13:16
Hallo, ich werde also versuchen die falschen Kernmaterialien gegen die Richtigen zu tauschen. Bei der Spannungszuführungsdrossel habe ich schon einen neuen Kern bestellt welcher morgen ankommen müsste. Der Eingangsübertrager stellt aber noch ein Problem dar, ich finde kein passendes Kernmaterial. Ich werde berichten was sich tut.


@Wobbler: Ist nicht böse gemeint, mach aber bitte Dein eigenes Thema auf. Unsere Themen passen so gar nicht zusammen. So kann jeder gezielt nach den Informationen Fragen die er für sein Projekt braucht. Vielleicht bastelt uns ein netter Admin die beiden Themen auseinander.


MfG Karl

von Karl 3 - am 22.08.2012 17:24
@ Wobbler42
Dann lass uns das mal in einem extra-Thema besprechen, hier passt es wirklich nicht hin. Vielleicht kann der Admin ja deine Beiträge hier rausnehmen und in ein neues Thema packen? (Ich habe keine Ahnung, ob die Forumssoftware das hergibt).

Das ganze außerhalb des Forums zu besprechen fände ich nicht so gut, weil ich ehrlich gesagt auch keine Leuchte in Sachen Elektrotechnik und HF bin (auch, wenn ich das vor Jahren mal gelernt habe, aber in der Praxis eher nicht brauchte). Da könnten sich dann auch andere dran beteiligen.
Deswegen Warte ich mit meinen konkreten Antworten auf deine Fragen erst mal, bis wir dafür ein neues Thema haben. Hier geht das auch irgendwie etwas unter.

von Power-FM ne. - am 22.08.2012 18:46
Hallo, ich habe nun das Material der Spannungszuführungsdrossel gegen diesen hier getauscht. Ich hoffe es ist das richtige. Mit der Beschaltung der bifilar gewickelten Anschlussdrähte habe ich jedoch Probleme.
Wenn ich von unten auf den nach oben zeigenden Ringkern schaue, kann man da sagen das links oben z.B. der Eingang und links unten der Ausgang ist (analog dazu rechts) oder wird dieser doch anders beschalten. (Siehe Bild)


MfG Karl


von Karl 3 - am 24.08.2012 06:29
Hallo Karl 3,

Du meinst, wenn man auf die fertig bestückte Platine wie auf dem Foto abgebildet schaut

http://senderbau.egyptportal.ch/forum/data/media/1/Endstufe.jpg

Ich denke dass Du das richtig verstanden hast.

Verdrille die beiden Drähte gleichmäßig bevor Du Sie auf den Kern wickelst.
Man sieht auch auf dem Foto, dass die Drähte verdrillt auf den Kern gewickelt sind.
Du wirst Dir leichter tun, wenn Du zwei verschiedenfarbige Drähte verwendest.

Ich meine, dass die Punkte im Schaltplan zu L5 nicht richtig gezeichnet sind.
Der Punkt bei Wicklung 3 - 4 gehört zu 4 nicht wie gezeichnet zu 3.

Sollte die Endstufe an dieser Stelle keine Leistung abgeben,
vertausche die unteren Anschlüsse, also aus rechts wird links und umgekehrt.

Gruß tubeman

von tubeman - am 27.08.2012 12:18
Hallo, ich will Euch nicht in Unwissenheit lassen. Ich habe das Problem gelöst! Es lag tatsächlich an der Spannungszuführungsdrossel. Ich habe immer das falsche Kernmaterial verwendet. Nachdem ich das richtige gefunden, und richtig bewickelt habe funktioniert die Endstufe auch vorschriftsmäßig. Leider scheint meine Antenne nicht wirklich einen guten Wirkungsgrad zu haben ( 56 Meter CuL in 10 m Höhe). Ich komme höchstens 10 km Luftlinie.


MfG Karl 3

von Karl 3 - am 07.09.2012 18:51
Antennen für Mittelwelle sind bei begrenztem Raum (der nahezu immer der Fall ist) recht schwierig. Ich habe es selbst auch noch nicht wirklich gut hinbekommen. Man muss da ja zwangsläufig auf elektrisch verkürzte Antennen zurückgreifen.
Der Wirkungsgrad ist dann oftmals nicht so toll.
Ich komme mit ca. 15 Watt auf der MW mit einer elektrisch verlängerten Drahtantenne (die aber bezogen auf die Wellenlänge wirklich vieeeel zu kurz ist) auch nur ein paar hundert meter weit.

Da suche ich auch noch nach einer besseren Lösung, weil mit 15 Watt nur ein paar hundert meter zu kommen, das wäre auf UKW undenkbar^^.

von Power-FM nE - am 07.09.2012 19:33
Hallo Karl 3,

wollte nur mal nachfragen, wie es mit Deinem MW-Projekt steht.
Freut mich übrigens, dass es mit der Endstufe (Kernmaterial) soweit geklappt hat.

Gibt es bezüglich Sender und evtl. Antenne schon neue Erkenntnisse zu berichten?
Wie viel Leistung gibt Dein BUX10 Pärchen an 50 Ohm ab?
Erreichst Du die angestrebten 40 Watt?
Hast Du auch ein Konzept für einen Oberwellenfilter?

Wenn nicht, hier vielleicht eine Anregung:
http://senderbau.egyptportal.ch/forum/data/media/1/OWF_fr_MW.jpg

Die Spulen könntest Du aus Ringmaterial T68-2 machen,
32 Windungen gleichmäßig über den Ring gewickelt ergeben 5,84 µH.
Die beiden 894 pF Kondensatoren, können auch 1 nF groß sein.
Die Kerne T68 sind groß genug um auch mehr als 40 Watt zu ertragen.
Die Bandwidth liegt bei diesem Filten bei ca. 2,2MHz.

Weiterhin viel Erfolg mit Deinem Projekt!

Gruß, tubeman

von tubeman - am 22.09.2012 14:14
Hallo tubeman, danke für Dein Interesse!
Also der Sender läuft sehr zuverlässig. Ich betreibe ihn mehrere Stunden am Stück und bis jetzt ist nichts passiert.
Die Reichweite konnte ich nicht weiter steigern, dazu ist meine jetzige Antenne einfach im Wirkungsgrad zu schwach. Ich plane aber gerade eine neue Langdrahtantenne mit der es hoffentlich besser wird.
Der Sender erreicht mit den jetzigen Endtransen leider nicht die angestrebten 40 Watt. Man kommt gerade auf ca. 20 Watt.

Einen OW-Filter verwende ich bis jetzt keinen. Dafür ist die Reichweite der Grundwelle einfach schon zu gering um mit der 1. Oberwelle jemanden zu stören. Deinen Vorschlag werde ich aber umsetzen, rein aus Vorsicht. Ich will natürlich niemanden stören!

Als nächstes werde ich die Frequenz in den oberen MW Bereich verlagern. Dort erhoffe ich mir einen besseren Wirkungsgrad der Antennen und damit eine bessere Reichweite.
Was ist an Frequenzen eigentlich im bereich von 1000-1600 kHz für Deutschland koordiniert und frei ?


MfG Karl 3

von Karl 3 - am 22.09.2012 19:36
1512 ist relativ frei. ansonsten geh doch ins "X-Band", oberhalb von 1611. Da tummeln sich auch die anderen MW-Piraten aus dem westlichen Nachbarland^^.

von Power-FM ne - am 07.10.2012 18:30
Hallo, ich muss zwar erstmal die Kap.-Diode gegen die Richtige tauschen, ansonsten scheint 1512 kHz tatsächlich frei zu sein. Die nächsten Sender stehen in Italien und Norwegen.
Meld mich wieder wenn neue Antenne und Diode in Betrieb sind.


Mfg Karl 3

von Karl 3 - am 08.10.2012 14:44
Hi Karl,

ich höre wohl oft auf der Mittelwelle. Allerdings hab ich auf 1512KHZ immer so komische Störgeräusche drauf. Ich würde auch über die 1600KHZ gehen. Da sind auch genug andere Piraten. Kann auch gerne mal schauen, ob du hier noch zu empfangen bist. Auf der Mittelwelle ist ja mit wenig Leistung schon viel möglich...

MfG OkiDoki

von OkiDoki - am 08.10.2012 17:27
Auf der Mittelwelle ist das (ohne gescheite Antenne, da bin ich übrigens immer noch für Tips dankbar!) so eine Sache.
Ich komme zum Beispiel hier mit ca 10 Watt nicht mal aus dem Ort raus - das ist aber ein eindeutiges Antennenproblem, leider ist mein SWR-Meter im MW-Bereich recht taub und reicht auch mit 10 Watt noch nicht mal ganz auf SET...

Auf KW (48m) ist es bedeutend einfacher, da komme ich mit einer inverted-v (die für 48 Meter gar nicht mal mehr so schrecklich groß ist) jedes mal ~ 100-400 km weit per Raumwelle.

Auf Mittelwelle dagegen schaffe ich es nur knappe 3-4 km per Bodenwelle, mangels gescheiter Antenne.

von Power-FM ne - am 08.10.2012 18:47
Hallo, ich komme mit viel Mühe und ordentlich abgestimmter Antenne ca. 18 km weit (Luftlinie). Da ist auch die Modulation noch wahrnehmbar. Ein befreundeter Funkamateur kann meinen Träger noch in 25 km aufnehmen. Mehr geht zur Zeit nicht.
1512 kHz habe ich gestern Abend mal probiert, hier ist sie vollkommen frei, Störungen sind nicht vorhanden. Über 1600 kHz will ich nicht unbedingt gehen, dort kann ich mich nicht mehr mit einem normalen Radio hören. Ich müsste immer den Degen nehmen.

Das Projekt auf Kurzwelle auszuweiten wäre ich auch nicht abgeneigt. Hast Du Unterlagen, Schaltpläne oder ähnliches dazu? Gern per Mail oder PN. Wenn ich mich in 200 km noch hören könnte- wäre schon geil!


MfG Karl3

von Karl 3 - am 09.10.2012 10:33
Tach nochmal,

wann testet ihr denn? Tagsüber empfange ich hier auf der Mittelwelle auch nicht viel, aber abends ist immer was los. Auf der Kurzwelle bekommt man auch tagsüber schon eher was rein. Ich empfange übrigens auf Kurzwelle mit einer Loopantenne nach Anleitung von Radio Morningstar. Kann ich nur empfehlen. Auf Mittelwelle empfange ich mit einem verkürztem Dipol. Das ist nicht ganz das gelbe vom Ei...

MfG OkiDoki

Achja, was ich noch fragen wollte. Wie lang muss die Inverted V Antenne für 48Meter sein? Habt ihr da eine Formel, die auch in der Praxis einigermassen passt?

von OkiDoki - am 09.10.2012 18:20
@ Karl 3

Auf der KW habe ich einen kleinen Sender mit ~ 7-10 Watt gebastelt, ganz grob orientiert an dieser Schaltung hier: http://senderbau.egyptportal.ch/mw-mit-hc240.htm , allerdings dann noch mit einer PLL-Steuerung versehen und noch etwas verbessert in Sachen Abblockung und Filterung.
Man könnte aber auch erst mal mit Quarzen arbeiten, z.B. 6,4 MHz ist ja ein gängiger Wert.

Mit dem Teil gelingt es mir relativ oft, dass das Signal in ~ 100 km das erste mal zu hören ist (per Raumwelle) und in weiteren Abständen dann manchmal noch mal mehrmals (Mehrfachrefelxion). Eine Empfangsstation in ~ 400 km Entfernung kann zumindest meinen Träger fast jedes mal nachweisen (nur mit der Modulation hapert es da etwas, da ich im Moment nur so auf maximal 60% modulieren kann).

@ OkiDoki
Als Antenne ist da eine inverted-v dran, und da eine inverted-v eigentlich nichts großartig anderes ist als ein offener Halbwellendipol ist dieser einfach auf beiden Seiten ca 12 Meter lang und per Try & Error auf so weit gekürzt worden, bis das SWR gut wurde.

Sowas für Mittelwelle ohne Verlängerungsspulen aufzubauen ist meiner Meinung nach auf normalen Grundstücken nciht zu realisieren, und die Verlängerungsspulen gehen wieder zu Lasten des Wirkungsgrades.
Da kann man wohl mit einem Draht gegen einer guten HF-Erde mehr Wirkungsgrad erreichen.
Geschafft habe ich das aber noch nicht. Aber andererseits kann das so schwer auch nciht sein, denn die X-Band Piraten aus Holland schaffen das ja auch, von den Funkamateurren ganz abgesehen.

von Power-FM ne - am 09.10.2012 18:54
Faustregel: Strom strahlt! Eine verkürzte Antenne mit Anpasspule hat aber vor allem Spannung, wenig Strom.

Bei stark verkürzten Antennen kann man eine "Dachkapazität" verwenden, damit genug Strom in der Antenne fliesst.

Das heisst am offenen Ende der Langdrahtantenne montiert man ein Stück Blech oder ein Gitter.

Wikipedia: Dachkapazität

von Der einsame Pirat - am 10.10.2012 06:49
Hallo, ich teste immer bei Tag. Ich produziere aufgrund der geringen Leistung garkeine Raumwelle. Jedenfalls glaube ich das nicht.

MfG Alex

von Karl 3 - am 10.10.2012 14:20
Du produzierst aufgrund deiner Sendezeit tagsüber keine Raumwelle, s. Wellenausbreitung.

Gruß,
Oszillatormann

von Oszillatormann - am 10.10.2012 18:45
Hallo, glaube ich fast nicht. Ich werde aufgrund der zu geringen Leitung gar nicht in die reflektierenden Schichten der Atmosphäre kommen. Deshalb gibt es keine Raumwelle.
Oder vielleicht doch? Ist mit einer Reflektion in ca. 200 km Luftlinie zu rechnen ? (Entfernung Sender-Empfänger)

MfG Karl

von Karl 3 - am 11.10.2012 15:42
@Alex, Karl
Das Verhältnis der Leistungen von Bodenwelle zu Raumwelle ist tageszeitabhängig. Das kennst Du doch vom Mittelwelle-Rundfunkempfang!

von Oszillatormann - am 11.10.2012 18:30
Hi Karl,

versuch das mal abends und du wirst dich wundern. Mit 40 Watt auf der Mittelwelle müsstest du eigentlich, bei einer relativ guten Antenne und guten Bedingungen, fast in ganz Europa zu hören sein. Zumindest in Mitteleuropa...

MfG OkiDoki

von OkiDoki - am 14.10.2012 17:33
Hallo,
ich habe den Test gemacht und den Sender in der Nacht laufen lassen.
Währenddessen bin ich 250 km !!!!! mit dem Auto gefahren. Im Radio war natürlich immer meine Frequenz eingestellt. Ich habe mich nur beim losfahren in eben 18 km Radius gehört. Weiter weg war nichts zu machen. Der Sender läuft mittlerweile auf 1512 kHz und wird mittels Drehko an den Langdraht angepasst. Eine Fahrradlampe in die Antennenleitung eingeschleift ist kurz vorm durchbrennen wenn die Antenne auf Resonanz ist. Der Langdraht ist ca. 48 m Lang. Wird aber demnächst umgebaut.



MfG Alex

von Karl 3 - am 16.10.2012 07:23
Hast Du schon eine magnetische Loop als Sendeantenne in Betracht gezogen? Die erreichen bei kompakten Abmessungen bessere Wirkungsgrade als lange Drähte im Garten ohne Erdnetz etc.
Ein Berechnungsprogramm dafür gibts hier:

http://www.dl0hst.de/magnetlooprechner.htm

Demnach hat eine Loop mit nur 3m Durchmesser bei 1,6MHz (Wellenlänge ist ca 200m !!) schon 0,92% Wirkungsgrad (alle Werte im Prg ansonsten auf default). Mit 5m Durchmesser werden es schon 4,8% Wirkungsgrad, mit 10m Durchmesser 31%. Die Wellenlänge ist 200m. Das ist -bezogen auf die relativ kompakten Abmessungen - extrem gut. Einen Kupferrohrring mit 10m Durchmesser wirst Du aber leider kaum vertikal aufstellen können...

Gruß,
Oszillatormann

von Oszillatormann - am 16.10.2012 15:14
Ich glaube nicht, dass man mit 40 Watt auf der Mittelwelle eine brauchbare Raumwelle hinbekommt, zumindest nicht mit elektrisch verkürzten Antennen.

von Power-FM ne - am 16.10.2012 17:48
RTL hatte auf 1440 kHz mit 1 MW gesendet. Da war natürlich brauchbarer als 40W. Und einevertikale 3m Magn. Loop mit 1% Wirkungsgrad strahlt dann 0,4 W ab. Das ist 64 dB schwaecher als 1 MW.

von Oszillatormann - am 16.10.2012 19:27
ich habe auf MW oder KW bisher nie was laufen gehabt, bisher nur UKW.
Den Eigenbau und die Abstimmung für MW / KW traue ich mir nicht zu. Daher die Frage: gibt ihr einen fertig aufgebauten Sender ab?

von Radiopirat - am 17.10.2012 22:22
der fertig aufgebaute Sender wird dir nicht helfen (das ist auch gar nicht soo das Problem). Vielmehr die Antenne...
Und vor dem Problem stehst du mit einem fertigen Sender genau so wie mit einem selbstgebauten...

Ach ja: der Roskam (jeder mag über ihn denken was er will ;-)) bietet fertige MW-Sender an, einfach auf das Banner oben klicken. Habe aber (direkt) bei ihm noch nie was gekauft, kann also nichts über die Qualität sagen...

von Power-FM ne - am 18.10.2012 06:38
ich würde ja auch eine komplette Anlage, also mit Antenne, die bereits abgestimmt ist, suchen. Das ist sollte ja dann so möglich sein...

von Radiopirat - am 18.10.2012 09:29
Tach nochmal,
hier findest Du eine gute Mittelwellenantenne:
http://www.frieloo.nl/schema/Rondstraler/rondstraler.html
Hab ich zwar selber nie gebaut, ist aber auf holländischer Seite sehr verbreitet. Natürlich ist eine passende Langdrahtantenne oder ein Dipol besser, aber wer hat schon so viel Platz.
Ich glaube übrigens, dass deine Modulation viel zu schwach ist. Du müsstest viel stärker einsteuern, damit man auf Abstand noch was hört... Ist halt AM.

MfG OkiDoki

von OkiDoki - am 19.10.2012 15:37
Mit so einer vertikalen Spulenantenne erzeugst du eine gute Bodenwelle, aber nur eine schwache Raumwelle, das hängt mit dem Abstrahlwinkel zusammen.

von Power-FM ne - am 19.10.2012 17:08
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.