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Handball Verbandsliga Staffel 1
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vor 3 Jahren, 4 Monaten
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InsideOWL

Mennighüffen/ Hüllhorst

Startbeitrag von InsideOWL am 26.05.2011 04:53

"Die Entscheidung war richtig"
Wie Ex-Trainer André Torge den Abstieg des VfL Mennighüffen beurteilt
VON JÜRGEN KRÜGER

Die Mennighüffener Spieler Arne Kröger (v.l.) und Julian Peitzmeier bejubeln gemeinsam mit ihrem Trainer Frank Käber und der Mannschaft den grandiosen 43:32-Erfolg über die Ibbenbürener Spvg. 08.
Aufschwung | FOTO: JÜRGEN KRÜGER

Löhne- Mennighüffen. Im Jahr der Silberhochzeit steht die Trennung an - so etwas passiert schon mal im richtigen Leben. Für den Handball-Oberligisten VfL Mennighüffen ist es sportlich eine schmerzhafte Loslösung nach 25 Jahren Zugehörigkeit zum westfälischen Oberhaus. In der kommenden Saison greift der VfL in der Verbandsliga an und trifft am Sonntag, 11. Dezember im Nachbarschaftsduell auf die HSG Hüllhorst. Bei den Hüllhorstern wird mit Trainer André Torge der Mann auf der Bank sitzen, der bei Mennighüffen im Dezember des vergangenen Jahres das Handtuch warf.

"Ich würde es genauso machen. Die Entscheidung war richtig", sagt der 38-Jährige rückblickend. Als Torge seinen Rücktritt einen Tag vor Heiligabend erklärte, hatte der VfL 2:24 Punkte auf dem Konto. Die Winterpause stand bevor, und das letzte Hinrundenspiel gegen Verl, die ebenfalls mit 2:24 Punkten hatten, stand am 15. Januar vor der Tür. "Ich habe viele meiner Spieler nicht mehr erreicht. Es war eine Blockade in den Köpfen spürbar, und es hätte zu lange gedauert, diese Blockade zu lösen", sagt Torge. An der Zusammenstellung der Mannschaft lässt der B-Lizenzinhaber nicht rütteln. Viele Verletzungen, wie die von Mittelmann Henrik Bolte (Bandscheibenvorfall) und ein äußerst ungünstiger Spielplan hätten eine Bewegung in Gang gesetzt, die er selber nicht mehr stoppen konnte. "Die ersten fünf Spiele hatten wir gegen Mannschaften von ganz oben. Wir mussten also damit rechnen, dass wir mit 0:10 Punkten starten. Das kam auch so, aber wir haben trotzdem nicht schlecht gespielt. Gegen Augustdorf/Hövelhof und Lemgo II haben wir nur knapp verloren. Allerdings wirkten sich die Niederlagen auf unser Selbstvertrauen aus. Als wir dann zu Hause gegen Riemke (21:24 am 18. Dezember, Anm. d. Redaktion) unser schlechtestes Spiel gemacht haben, hinterfragt man sich natürlich selber", sagt Torge.

Als Konsequenz folgte der Rücktritt, und mit Dr. Frank Käber zauberte der VfL einen ehemaligen Bundesliga-Kreisläufer und B-Lizenzinhaber aus dem Ärmel, der sich per E-Mail beim VfL beworben hatte. Den in Bückeburg lebenden Hand-Chirurgen hatte es beruflich nach Bad Oeynhausen verschlagen. Käbers Einstand verlief unglücklich, weil sich mit Till Orgel Mennighüffens Linkshänder im Rückraum nach der 27:31-Niederlage beim TV Verl mit sofortiger Wirkung dem Drittligisten TuS Spenge anschloss. Nun stand Käber mit seiner neuen Mannschaft vor demselben Problem wie André Torge: Die ersten fünf Begegnungen der Rückrunde gegen die oberen fünf standen an. Käber erbat sich Zeit bis nach diesen Spielen. Er stellte sein neues Konzept vor und setzte es nach und nach mit harter Trainings-Disziplin um. Prunkstück ist eine achtsame, immer offener werdende Deckungsformation, die den Gegner zu falschen Entscheidungen zwingen soll. Das geht mal gut, male weniger gut. Immerhin gewannen die Mennighüffener neues Selbstvertrauen, begünstigt sicherlich durch die späten, aber deutlichen Erfolge gegen Hahlen (44:31), Schwitten (34:26), Ibbenbüren (43:32) und Verl (46:26). Zwei Punkte vom Spiel in Riemke gab es nachträglich noch am grünen Tisch, so dass der VfL Drittletzter wurde. Bei vier Absteigern war der Gang in die Verbandsliga früh klar. Zum rettenden Ufer fehlten Mennighüffen zehn Punkte. "Ich habe vor der Saison dem Vorstand gesagt, dass es an ein Wunder grenzen würde, wenn der VfL den KLassenerhalt in diesem Jahr schafft. Die Mannschaft brauchte Zeit und wurde auch dahingehend zusammengestellt, bei einem möglichen Abstieg in die Verbandsliga etwas Neues aufzubauen. Das wird jetzt auch so kommen, und Mennighüffen gehört für mich zu den Mannschaften, die ganz sicher um den Titel mitspielen werden", sagt André Torge, der mit sich und seinem VfL im Reinen ist und sich auf seine neue Aufgabe in Hüllhorst freut.

Neue Westfälische Löhne
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