Vorbericht Halle - Braunschweig / Verärgerung in Halle über den DHB

Startbeitrag von Frank Paulat am 15.09.2005 06:48

HC Einheit Halle empfängt Braunschweig
Immer noch keine Freigabe für Mikalauskas / Skandalöse Verhältnisse im DHB sorgen für Verärgerung beim HCE

Von Frank Paulat

Am kommenden Samstag um 19.30 Uhr steht für den HC Einheit Halle das zweite Heimspiel der Regionalligasaison auf dem Programm. Gast im BiZ ist das Team aus Braunschweig.

Der MTV Braunschweig kreuzte bereits vor drei Jahren die Klinge mit dem HCE, spielte man dazumal doch noch in der Staffel Mitte. Beide Mannschaften konnten damals ihre Heimspiele gewinnen. Doch seit dem hat sich sowohl beim HCE, als auch beim MTV einiges getan, so dass aus dieser Bilanz für den heutigen Abend keine vorschnellen Rückschlüsse gezogen werden dürfen. Der MTV geht mit der Zielstellung eines einstelligen Tabellenplatzes in die Saison und belegte im letzten Jahr Platz 9 in der RL Nord. Vor der Saison wurde der Kader des MTV kräftig durcheinander gewirbelt, denn sechs Abgängen stehen sieben Neuzugänge gegenüber, von denen gleich drei der eigenen Nachwuchsarbeit entstammen. Wohl interes-santester Neuzugang der Gäste dürfte der Litauer Donatas Puikis sein, der in der U-23-Auswahl seines Landes steht. Er sollte am Samstag eigentlich auf seinen Landsmann Tautvydas Mikalauskas treffen.
Der HCE hatte bis zuletzt darauf gehofft, dass der Neuzugang aus Litauen endlich seine Spielgenehmigung erhalten würde, doch machte man die Rechnung leider ohne den Deutschen Handballbund, denn die für internationale Verbandswechsel zuständige Sachbear-beiterin im DHB brachte es tatsächlich fertig, den Antrag des HC Einheit Halle eine Woche unbearbeitet liegen zu lassen.
Die Verantwortlichen des HCE hatten am 7.9. nach Eintreffen der Abmeldebestätigung des Heimatvereins und Ausstellung der Aufenthaltsgenehmigung die Antragsunterlagen wie vorgeschrieben zunächst an den zuständigen Handballverband in Magdeburg abgesandt. Von dort wurden sie noch am gleichen Tag nach Dortmund zum DHB verschickt.
Am 12.9. erkundigte sich HCE-Coach Röder beim DHB über den Bearbeitungsstand, wurde von der dort zuständigen Sachbearbeiterin, Frau Harjes jedoch wegen angeblicher Arbeitsüberlastung auf Mittwoch vertröstet. Die Nachfrage am vergangenen Mittwoch förderte dann mehrere widersprüchliche Aussagen zutage. Zunächst erging die überraschende Aussage, dass beim DHB gar kein Antrag des HCE vorliege. Eine prompte Nachfrage beim Landesverband ergab jedoch, dass die Antragsunterlagen von dort am 7.9. per Fax an den DHB abgesandt wurden. Nichtsdestotrotz forderte Frau Harjes vom DHB eine nochmalige Einreichung der Unterlagen, da diese angeblich nicht eingegangen seien. Nachdem über den Landesverband die Antragsunterlagen erneut zum DHB gefaxt wurden erklärte Frau Harjes nunmehr zur großen Überraschung des HCE, dass sie sich nun doch daran erinnern könne, dass der Antrag bereits am 7.9. eingegangen sei, aber nicht lesbar gewesen sei und deshalb unbearbeitet blieb. Schließlich sei sie ja beim DHB nicht als „Hieroglyphen-Leserin“ ange-stellt. Sie hielt es jedoch nicht für erforderlich, den HCE oder den Landesverband in Magdeburg über ihre „Leseschwäche“ zu informieren. Verwunderlich nur, dass während des Ge-spräches am Montag hiervon keine Rede war.

Auch wenn der Landesverband dem HCE die Lesbarkeit des Antragsformulars bestätigte, blieb den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als am Donnerstag den Antrag nochmals einzureichen, in der Hoffnung, dass die Spielgenehmigung zumindest rechtzeitig vor der schweren Auswärtspartie in Duderstadt am 24.9. vorliegt.
Auch wenn sich der HCE nun beim Vorstand des DHB über die skandalösen Zustände beschweren will, hilft dies Neuzugang Mikalauskas wenig. Er muss sich nun noch mindestens eine weitere Woche gedulden.

So ist denn Röder wie schon in den Vorwochen auf der halblinken Angriffseite zum Improvi-sieren gezwungen, baut wie schon in Hannover auf Christian Lingk, der in dort mit 8 Treffern zu überzeugen wusste.
Doch trotz der personellen Misere, weiterhin fehlen mit Radkevitsch, Zänsler und Schöne verletzungsbedingt drei Stammspieler, gibt sich Röder mit Blick auf den Samstag kämpferisch: „Wir haben im Training am Abwehrverhalten gearbeitet und gehen optimistisch in die Begegnung. Ich hoffe, dass meine Jungs begriffen haben, dass Torewerfen allein nicht reicht, um ein Spiel zu gewinnen“, so Röder weiter und spielt damit auf die miserable Abwehrleistung im Spiel gegen den TSV Anderten an.

Das Aufgebot des HC Einheit Halle für den 17.09.2005:

Tor: Huhnstock, Pajung
Rückraum: Auer, Gast, Lindt, Lingk
Kreis: Hollstein, Suchanke
Außen: Grundmann, Kühnel, Pöritz, Steinbach
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