HG 85 Köthen gegen VfL Hameln weiter auf der Siegerstraße

Startbeitrag von Jpg. am 30.09.2006 19:16

Das ist auf der Homepage der HG 85 zu lesen (www.hgkoethen.de)

Spiel auf hohem Niveau - Sebastian Loske gefeiert

hhös. Die HG 85 bleibt auch nach 180 Spielminuten unbesiegt. Im eigenen „Wohnzimmer“ rang sie am Samstagabend den VfL Hameln verdient nieder. Der bot in einem sehr interessanten, intensiv und spannend geführten Spiel verbissen Paroli, konnte jedoch den 32:27 (16:14)-Erfolg der Bachstädter nicht verhindern. Mit Leidenschaft und Fitness lag die HG 85 ab der 19. Minute bis zum Schluss, wenngleich auch zeitweise nur knapp, in Führung. Erst nach dem Torhüterwechsel von Patrick Tuchen zu Sebastian Loske (46.) und der roten Karte gegen Hajo Wulff (48.) entschied sich die Partie zu Gunsten des Gastgebers, der fortan den Gegner beherrschte. Der Erfolg stützte sich neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung, ein überlegenes Zweikampfverhalten eingeschlossen, auch noch auf die Superleistung von Sebastian Loske, der zwischen der 53. und 58. Minute vier freie Bälle in glänzender Manier parierte. Ebenso brillierte der Litauer Donatas Puikis in Halbzeit eins als erfolgreichster Werfer (7/1) und Juniorennationalspieler Georg Eulitz, der seine Klasse auf Rechtsaußen offenbarte. Beide drückten der ersten Hälfte ihren Stempel auf. Aufseiten der Gäste waren es der wurfgewaltige Hajo Wulff und Domenic Leinhardt, die je vier Treffer erzielten
Beide Teams lieferten sich von Anfang an einen Schlagabtausch. Klug geführt von Marcel Kilz suchten die Bachstädter geduldig ihre Chancen, die sie auch zu nutzen wussten. Gleiches taten aber auch die Gäste. Entscheidende Vorteile konnte sich keiner verschaffen. Dem Treffer auf der einen Seite folgte der nächste auf der anderen. Ausdruck dessen war der siebenmalige Gleichstand bis zur 17. Minute (9:9). Dann erhöhten die Köthener ihre Konzentration und ließen in der Folge keinen Zweifel daran, wer die Halle als Sieger verlassen würde. Die Abwehr wirkte beweglich, auf dem Weg nach vorne wurden die Mitspieler passgenau erreicht und mit einem Donatas-Hattrick zwischen der 25. und 28. Minute zum 15:12/28. verschaffte man sich ein kleines Polster.

Gleich nach Wiederanpfiff zeigte der 18-jährige VfL-Torhüter Robert Drechsler sein Können, als er die beiden Geschosse von Rene Uelsmann und Donatas Puikis entschärfte. Der Druck des Siegen-Müssens lag weiterhin bleischwer auf den Schultern der Hamelner, sodass sich zwangsläufig Negativ-Erlebnisse häuften. Hajo Wulff ballerte in der 32. und 36. Minute daneben. Besser machten es Donatas Puikis, Georg Eulitz und Sebastian Tietz, die ihre Mannschaft weiter auf Erfolgskurs hielten (19:16/35.). Und, nachdem Marcel Kilz auch seine Torjägerqualitäten zweimal hintereinander im gleichen Kombinationsablauf in die Waagschale warf, war der erstmalige Vier-Tore-Vorsprung (22:18/40.) gesichert. Doch im weiteren Spielverlauf schwächelte der bis dahin gut haltende Patrick Tuchen. Die Folge: Der VfL verkürzte auf 25:24/46.. Trainer Jens Große erkannte die Situation und beorderte Sebastian Loske Spiel entscheidend ins HG 85-Gehäuse. Kurz darauf hin folgte die nächste, das Spiel entscheidende Szene: Hajo Wulff schlug Georg Eulitz, der sich in einem Konterlauf befand, auf die Wurfhand und erhielt prompt die rote Karte. Die Bachstädter behielten die Übersicht. Nach dem gekonnten Anspiel von Thomas Thiele auf Sebastian Tietz (27:25/52.) war alles wieder im „grünen Bereich“. Was dann folgte, forderte die Zuschauer zu stehenden Ovationen heraus: Sebastian Loske parierte vier „Freie“: Zweimal gegen Christian Raddatz, je einen gegen Jörg Michalewicz und Majk Skoric, die Heinz-Fricke-Sporthalle glich einem Tollhaus. Jetzt wurde das Spiel aus der eigenen Abwehr heraus belohnt. Recht zügig war ein Polster von uneinholbar fünf Toren (58.) herausgeworfen. Die HG 85 spielte die Partie nervenstark herunter. Den Gnadenstoß für die Gäste, die so ihre dritte Niederlage in Folge kassierten, gab Georg Eulitz, der in der Schlussminute dem gut klassigen Spiel mit seinem siebten Treffer die Krone aufsetzte. Beim Schlusspfiff der die Partie souverän leitenden Schiedsrichter Geyer/Smolka gab es minutenlang prasselnden Beifall. Der verdiente Sieg stürzte nach Spielende Zuschauer und Mannschaft in einen kollektiven Freudentaumel.

Stimmen zum Spiel

Präsident A. Auerbach: „Als das Spiel zu kippen drohte, hat Sebastian Loske durch seine Einwechslung das Spiel gewonnen.Dazu ist der Torhüter auch da. Er hat in der Vorbereitung auf die Saison gezeigt, dass er ein guter Torwart und gleichwertiger Ersatz ist. So muss das sein. Wenn einer der beiden Torhüter schwächelt, muss der andere stark sein.“

Torhüter Sebastian Loske : „Die ganze Mannschaft gewinnt, nicht der einzelne.“

Thomas Karl : „ Es war ein gutes Spiel auf hohem Niveau. Ich hatte nie die Befürchtung, dass wir das Ding verlieren.“

Trainer Peter Eddelbüttel:“ Jeder hat gesehen, dass wir heute gewinnen wollten. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Wir haben in der Schlussphase der 1. Halbzeit in der Abwehr etwas nachlässig gearbeitet.

Zwei Dinge haben das Spiel entschieden: 1. die rote Karte gegen Hajo Wulff, dessen Foulspiel nicht bösartig war. Die Karte kann man, muss man aber nicht geben.

2. der Torhüterwechsel bei den Gastgebern. Der Torwart Loske hat vier Würfe hintereinander von sechs Metern frei gehalten. Wenn man solche Chancen nicht nutzt, verliert man. Köthen hat hervorragend gekämpft. Vielleicht hätten wir auch einen Punkt entführen können.“

Jens Große: Es war ein sehr, sehr gutes Handballspiel auf hohem Niveau.Wir verfügen über einen ausgeglichenen Kader zu dem 16 Spieler, inklusive zwei gute Torhüter, gehören. Damit kann man im Training gut arbeiten, Qualität sichern. Die hat sich heute auch gezeigt.“

Aufstellung:
Patrick Tuchen, Sebastian Loske; Georg Eulitz 7, Andreas Grube 1, Thomas Karl 1, Marcel Kilz 3, Donatas Puikis 9/1, Mario Schellbach, Thomas Thiele 4, Sebastian Tietz 5/1, Rene Uelsmann 2
Siebenmeter:
Köthen 5/2 - Hameln 2/2
Zwei-Minuten-Strafen:
Köthen 2 / Hameln 6 (Rote Karte: Hajo Wulff/ 48. Minute)

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