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vor 9 Jahren, 4 Monaten
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HB_HB

HSG Schwanewede/Neuenkirchen

Startbeitrag von HB_HB am 04.09.2008 04:51

"Jugend forscht" das Motto der "Schwäne"
Talente des Verbandsliga-Neulings HSG Schwanewede/Neuenkirchen stehen vor einer großen Belastung

Von Olaf Kowalzik


SCHWANEWEDE. Das Auftaktspiel ist für die Verbandsliga-Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gleich ein Hammer: Der Aufsteiger spielt abends bei der heimstarken SG Neuenhaus-Uelsen an die niederländische Grenze, die sich unter anderem mit dem bundesligaerfahrenen Dennis Leissink verstärkt hat und ganz andere Saisonziele anstrebt als die zunächst auf den Klassenerhalt fixierten "Schwänen".

Nur knapp 17 Stunden nach dem Abpfiff muss die Schwaneweder A-Jugend, die inzwischen immerhin einen beträchtlichen Teil des Teams stellt, dann auch noch zur Regionalliga-Premiere in Hannover-Anderten ran. Reisestress pur also für die Youngster im Dress des Aufsteigers, von der physischen und psychischen Belastung ganz schweigen.

Die Eingewöhnungszeit an die neuen Ligen tendiert daher praktisch gen null, oder? "Wir machen in dieser Saison sicherlich eine grenzwertige Erfahrung, die unter der Rubrik ’Jugend forscht’ einzugliedern ist", gibt HSG-Spielertrainer Michael Wallrabe zu. "Aber das ist ja auch genau das, was wir für unsere jungen Talente wollen: Ihnen den Platz und die Chance geben, um sich an den gestiegenen Anforderungen weiterzuentwickeln", bleibt er standhaft bei seinem System. Denn eins ist für den spielenden Coach, mit 36 Jahren inzwischen der älteste Akteur im Team, klar: "Sollte sich unser junger Rückraum in der Liga etablieren, dann können wir vielleicht in zwei bis drei Jahren unser nächstes Ziel in Angriff nehmen."

Doch von den Oberliga-Träumen ist man in Schwanewede momentan noch weit entfernt, das weiß auch der HSG-Trainer selbst, schließlich hat die Mannschaft zunächst erst einmal ihren Leitwolf Torsten Stellmann zu ersetzen, der das Team bisher immer mitriss und allen auf den Platz den richtigen Weg zeigte. Jetzt hat der erfahrene Zweitliga-Akteur die Handballschuhe endgültig ausgezogen.

Eine klaffende Lücke, die erst einmal geschlossen werden will, denn der HSG-Rückraum bestehend aus Rafael Dollowski (24 Jahre), Syver Theuerholz, Benjamin Probst (jeweils 22), Kolja Pietsch, Bastian Kroog (jeweils 21) und Torben Lemke sowie Jan Mühlbrandt (beide 18) weist in der Verbandsliga alles andere als einen großen Erfahrungsschatz auf. "Da fehlt mir jetzt natürlich jemand mit der nötigen Routine, der in den richtigen Momenten die Ruhe in unser schnelles Spiel bringt, der das Team aber andererseits auch wieder richtig mitreißen kann", kennt Wallrabe den derzeitigen wunden Punkt seiner Mannschaft nur allzu genau. "Einen neuen Führungsspieler gibt es aber eben nicht auf Knopfdruck, sondern das ist ein längerfristiger Entwicklungsprozess. Trotzdem muss sich meine Mannschaft in der Liga natürlich schon schnell finden", weiß Wallrabe um die Problematik seiner "forschenden Jugend".

Immerhin: Die Spielpläne sind inzwischen so aufeinander abgestimmt, dass es zwischen den Partien der A-Jugend und der Herren keine Überschneidungen gibt. Damit sind die Voraussetzungen für einen komplett besetzten, qualitativ guten Kader schon einmal gegeben. "Wer dann aber aus der A-Jugend spielen wird, das entscheiden wir immer erst kurzfristig von Fall zu Fall", möchte Michael Wallrabe die Belastung möglichst gut dosieren.

Auf der Bank kann sich der HSG-Kreisläufer in seinen Einsatzzeiten wiederum auf Henning Schomann verlassen, mit dem er sportlich "auf einer Wellenlänge ist." Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn der frühere Grambker Zweitliga-Akteur auf dem Spielfeld für Ruhe und Ordnung sorgen will und dabei trotzdem nicht der Überblick von der Außenlinie verloren gehen soll.

quelle: die norddeutsche

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