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Eisenbahnforum Nordostbayern
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Erster Beitrag:
vor 6 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren, 4 Monaten
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Neuenmarkt, Gradausfahrer, Cargonaut, Vierkant, Eisenbahner1, passauer, VT 22

Weidenberg: Zug soll nur noch mit tiefen Ton pfeifen - Ergebnisse der Lärmdiskussion

Startbeitrag von Neuenmarkt am 23.07.2011 09:31

hier das Ergebniss vom Mittwoch:


Ortstermin am Bahnhof: Lämgeplagter Bürger tragen Landrat Sorgen vor
GÖRSCHNITZ/WEIDENBERG. Bei seinem Besuch in der Marktgemeinde Weidenberg hatte Landrat Hermann Hübner auch ein offenes Ohr für die Sorgen der Bürger. So stand auch ein gemeinsames Probehören des Zugpfeifens am Bahnhof von Görschnitz in seinem vollen Terminkalender.

Nach intensiver Diskussion mit Bürgermeister Hans Wittauer, betroffenen Anwohnern in Görschnitz und auch Untersteinach, Entscheidungsträgern und Fachleuten der Bahn (DRE, Agilis) sowie des Landratsamtes wurden „erste Nägel mit Köpfen gemacht“.

ä So soll der Zug künftig nur noch in der – von vielen als weniger störend empfundenen – tieferen Frequenz pfeifen.

ä In der Gemeinderatssitzung am 1. August soll über das Auflassen von vielleicht verzichtbaren Bahnübergängen beraten werden. Denn weniger Streckenquerungen bedeuten weniger Zugpfeifen.

ä Die Bahn soll noch einmal die sogenannten „Sichtdreiecke“ der Kraftfahrer an den Streckenübergängen prüfen. Denn nur wenn ausreichend Sicht gegeben ist, ist ein Zugpfeifen zur Warnung der Verkehrsteilnehmer rechtlich nicht vorgeschrieben. Hier könnten möglicherweise auch private Grundstückseigentümer durch Heckenschneiden zu einer Verbesserung beitragen.

Von der Bahn erbeten wurde zudem – aus optischen Gründen – das häufigere Mähen des Unkrauts im Görschnitzer Bahnhof.

Die langwierigste Aufgabe hat das Landratsamt in Verbindung mit Diplomingenieur (FH) Michael Fuchs. Es soll an sämtlichen Bahnübergängen in Görschnitz und Untersteinach verlässliche Verkehrszählungen erheben. Diese sind wertvolle Planungsgrundlage für die Zukunft. Denn bei Verkehrszahlen unter 100 könnte bei ausreichender Sicht ein Pfeifen entbehrlich sein.

Sicherung zu teuer

Eher utopisch schätzen dagegen die Fachleute das Erreichen eines so hohen Verkehrsaufkommens ein, dass der Weg frei wäre zu Zuschüssen für technische Sicherungsanlagen. Allein ein Bahnlicht an einem einzigen Bahnübergang kostet rund 170 000 Euro. Wäre es mit einem einzigen getan, wäre das eine Überlegung, meint Bürgermeister Hans Wittauer. Doch die Gemeinde könne es sich angesichts der Vielzahl der momentan vorhandenen, technisch ungesicherten Bahnübergänge wohl kaum leisten, ein Fass ohne Boden aufzumachen. Die Bahn ihrerseits betont, ihren rechtlichen Verpflichtungen nachgekommen zu sein.

Eine gemeinsame Bürgerversammlung mit dem Landrat im Herbst soll den Betroffenen die Möglichkeit geben, die Politiker auf die Einhaltung der in Görschnitz zugesagten ersten Maßnahmen hin zu überprüfen. Fest stehe, dass die Mehrzahl der betroffenen Bürger zu einer sachlichen Diskussion bereit ist und keinen Krieg gegen die Bahn führen will, so der Landrat. Die meisten erkennen die Vorteile des neuen Stundentakts – vom störenden Pfeifen abgesehen – durchaus an. Auch wenn vereinzelt schon einmal erbost die Frage nach der Verhältnismäßigkeit gestellt wird, das Wohl der Anlieger mit dem der Wochenendbahntouristen verglichen wird. Verlässliche Zuggastzahlen liegen derzeit noch nicht vor, wie Agilis betont. Die Fahrgastzählung in den Zügen soll erst eingeführt werden, Fahrkartenkäufe alleine seien nicht aussagekräftig.

Fakt ist auch, dass das Zugsignal einen vorgeschriebenen Dezibelwert von rund 120 hat, ein Pfeifsignal rund 30 Sekunden dauern soll und es neben den vorgeschriebenen Warnungen auch immer noch die subjektive Perspektive des menschlichen Empfindens gibt. Der Zugführer betätige das Signal lieber einmal zu viel, wenn Menschen nahe den Gleisen sind. Zu oft werde hier die Situation falsch eingeschätzt, eine Gefahr gesehen, wo keine Gefahr ist, beschweren sich dagegen die betroffenen Bürger. Die Bahn will hier noch einmal Rücksprache mit den Zugführern halten, doch Sicherheit geht in jedem Fall vor.

Bürgermeister Hans Wittauer plädiert für mehr Miteinander. So seien bereits Grimassen oder gar Stinkefinger in Richtung Zug gesichtet worden.stn

© Nordbayerischer Kurier
[www.bt24.de]



Anmerkung von mir: Stinkefingern von Anwohnern und anderes ist alltäglich

Antworten:

Ein P-Signal dauert 30 Sekunden?
Qualitätsjournalismus...

von passauer - am 23.07.2011 09:55
Servus,

dann scheint da oben ein neues Signalbuch zu gelten. Bisher ist beim Signal Bü 4 "etwa 3 Sekunden lang" zu pfeifen. Bei 30 Sekunden würd ich auch ausrasten.
Noch interessanter ist aber dass da oben der Zugführer pfeift! Vermutlich hat der dann eine Mitfahrpflicht im Führerraum; weil neben Bü 4 kann immer wieder mal ein Grund für ein Zp 1 gegeben sein. Und das muss ja dann auch der Zugführer geben.

Ich warte nur drauf, dass mal was passiert, weil der Zug eben KEIN Achtungssignal gegeben hat. Dann ist das Gejaule wieder groß.


von Gradausfahrer - am 23.07.2011 09:55
Mein Gott. Vielleicht schon mal was von einen Tip-Fehler gehört.
Und es wird garantiert so geschrieben, das es jeder versteht. Und ob da Zugführer oder Lokführer steht ist doch im Prinzip so was von egal. Man kann es auch mit den Meckern übertreiben.

von Eisenbahner1 - am 23.07.2011 10:39

Zugführer/Lokführer

In dem Fall stimmt es aber so auch, da ja bei agilis (wie vielerorts) generell ein Tf auch die Aufgaben des Zf in Personalunion wahrnimmt ;-)

MfG VT 22

von VT 22 - am 23.07.2011 15:35
Interessanter als die üblichen Fehler in oberfränkischen Käsblättern finde ich dass der infrastrukturbetreiber "die bahn" ist und nicht "die DRE". Gut für den normalbürger ist da wahrscheinlich auch kein Unterschied..

von Vierkant - am 23.07.2011 17:15

ist ja auch eine Bahn

der Name ist ja nicht gepachtet und wenn sie davon schreiben das mit der Bahn redet dann meinen sie freilich die DRE aber es ist ja auch ein Bahnbetreiber.

Wie weiter unten der Schlömener schreibt, so sagen die Leute ja auch nicht ich fahre mit dem Alex nach München sondern ich fahre mit der Bahn nach München.

Ich sag ja auch nicht ich fahre mit dem Viol oder Hammon in die Stadt sondern ich fahre mit dem Bus in die Stadt und da fährt halt einmal die BVB und dann wieder mal der Viol oder sonst wer, wie halt je nach Uhrzeit die die Linien vergeben wurden.

von Neuenmarkt - am 23.07.2011 17:37

Re: ist ja auch eine Bahn

nur mit dem einzigen unterschied, das die DB sich selbst auch als "Die Bahn" bezeichnet..

von Vierkant - am 23.07.2011 19:26

Re: ist ja auch eine Bahn

Servus,

genau das ist der Fehler. Es muss nämlich sehr wohl unterschieden werden.

Fährt nämlich z.B. ein Tf des EVU xyz über ein haltzeigendes Signal, hat nicht "die Bahn" Scheiß gebaut sondern das EVU xyz.
Umgekehrt hat wenn was gut läuft, nicht die Bahn was gut gemacht, sondern auch das EVU xyz.

Und wenn z.B. der Busbetreiber Viol dreckige Sitze hat, dann ist nicht Busfahren unangenehm, sondern das Fahren mit dem Viol.

Aber es ist natürlich viel einfacher alles über einen Kamm zu scheren.

mfg
gradausfahrer

von Gradausfahrer - am 23.07.2011 19:35

und bei "Die Bahn" ist alles Gold was glänzt

ach hör mir doch auf mit den Parolen, bevor ich zur fahrenden Zunft gewechselt bin, bin ich fast 20 Jahre mit der DB gefahren , teilweise mit der schwarzen Mamba, ich weiß wie der Laden läuft oder nicht läuft, dazu kommen 4 Jahre pendeln MH-NBY, da kann ich Bände schreiben was da alles abgegangen ist, brauchst auch nur mal die Berufspendler zu fragen die hier täglich unterwegs sind.

Ich kann hier auch aus der Sicht des Fahrgastes schreiben und darum habe ich schon bei der S-Bahn die Fahrgäste als Gäste und Kunden gesehen während andere Kollegen nur vom "Frachtraum" und höchstens Beförderungsfälle geredet haben, auch dazu könnte ich Dir einiges erzählen, aber das gehört nicht hierher.


Ich kann mir deswegen schon mal ein Urteil erlauben was Kundenservice usw. bedeutet, glaub es mir, will hier nicht ins Detail gehen - es gibt überall Licht und Schatten mal mehr mal weniger - auch bei den Busfahrern, aber man sollte auch mal die Brille abnehmen und es mal aus Kundensicht sehen - ich verweise auch nochmal auf das BEG Ranking.

Dazu gehört auch wenn ich als TF was gefragt werde und eigentlich Pause habe dem Kunden eine Auskunft zu geben und nicht zu sagen

" Das geht mich nichts an, bin Lokführer und habe Pause" oder wenn ein DB Lokführer nach einer Agilis Verbindung gefragt wird dann wurde z.B. Kunden gesagt " Die fahren doch eh wie sie wollen und das geht mich auch nichts an", das wurde mir vom Kunden brühwarm erzählt.



In diesem Sinne einen schönen Abend

von Neuenmarkt - am 24.07.2011 17:26

Re: und bei "Die Bahn" ist alles Gold was glänzt

Servus,

ich versteh den Zusammenhang nicht. Nimm bitte Deinen Grant auf die DB, salz ihn Dir ein und häng ihn in ´nem Bilderrahmen auf. Aber mich lass damit in Ruh, bitte!



von Gradausfahrer - am 24.07.2011 17:32

Re: und bei "Die Bahn" ist alles Gold was glänzt

Es gibt hier keine Grant sondern hier werden die privaten von "alten" Bahnern ständig angegangen und es wird abgetan das bei der großen alles besser ist, so wie die omninöse Geschichte mit den Kinderfahrad oder die ganzen Kindern die von den Kins aus den Zügen befördert wurden.

Im übrigen ging der Ausgangsbeitrag um das Thema Peifen, und es wurde ein Kindergartenbeitrag daraus, denn anstatt sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, das hier nach Lösungen gesucht wird, wie z.B. Aufflassung von BÜ, Sichtdreiecken usw.

zieht man hier den Zeitungsbericht durch den Dreck und reitet auf "ZF pfeifft", "30 Sek Pfeiffen" und den Begriff "Bahn und nicht DRE " rum.

Das ist kleinkariert und hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, genauso wie wenn der Jan ein Bild reinsetzt und jeder irgendeinen Pixel falsch findet, es ist kein Fotoforum hier, für die Profiknippser gibt es ja im DSO ein Fotoforum wo die Experten unter sich sind.

von Neuenmarkt - am 24.07.2011 17:39

Re: und bei "Die Bahn" ist alles Gold was glänzt

Es geht doch nur darum, die Leute mal zu sensibilisieren. Das fände ich auch ok, weile s eben nunmal leider nicht nur EINE Bahn mehr gibt. Das komische ist nämlich, das die Reisenden sehr wohl unterscheiden können, wenn es besser wird, die neuen Anbieter dafür verantwortlich zummachen. Wenn aber etwas scheiße läuft, dann ist DIE Bahn die böse. Nur das wurde angeprangert und das zu Recht. Das hat rein gar nichts mit Deinen Pendelerlebnissen zu tun.

MfG

von Cargonaut - am 24.07.2011 21:23

Re: und bei "Die Bahn" ist alles Gold was glänzt

Zitat
Cargonaut
Es geht doch nur darum, die Leute mal zu sensibilisieren. Das fände ich auch ok, weile s eben nunmal leider nicht nur EINE Bahn mehr gibt. Das komische ist nämlich, das die Reisenden sehr wohl unterscheiden können, wenn es besser wird, die neuen Anbieter dafür verantwortlich zummachen. Wenn aber etwas scheiße läuft, dann ist DIE Bahn die böse. Nur das wurde angeprangert und das zu Recht. Das hat rein gar nichts mit Deinen Pendelerlebnissen zu tun.

MfG



Wo er Recht hat, Hat er Recht.

von Eisenbahner1 - am 25.07.2011 07:01

ich empfehle diesen Radiobeitrag

wer bremst die Bahn ? Bitte mal reinhören : [on3.de]


und hier gibts was zum lesen:

Ganz interessant, eine 3 Wöchige Studie:
[blog.br-online.de]






Bahnsteigverfehlungen
[blog.nn-online.de]

von Neuenmarkt - am 25.07.2011 08:43

und ich empfehle, endlich mal richtig zu lesen

... denn ich könnte meinen Beitrag hier gleich nochmal wortwörtlich drunter schreiben, weil auch das mit der Diskussion, um was es hier speziell in dem Fred geht, nichts zu tun hat. Hier geht es um was anderes, was Du nicht begreifen kannst oder willst.

Im Übrigen, ein Zeitungsreporter findet in jeder Stadt der Welt an jedem Bahnsteig der Welt und zu jedem Thema der Welt immer Leute, die das bestätigen können, obwohl der Vorfall nicht der Wahrheit entspricht. Und das ist jetzt nicht auf den Beitrag aus Forchheim bezogen, denn da ist es zweifelsohne passiert, daß ein RE mal über das Ziel hinausgeschossen ist. Nur ob die Häufigekeit wirklich so groß ist, möchte ich aus einem Zeitungsbreicht und angeblichen "Zeugen" nicht herausbeurteilen. Und das lehrt mich meine 5jährige Erfahrung mit Reisenden, die mir so manche Sache erzählen wollten, die sich als Lüge herausgestellt hat.

MfG

von Cargonaut - am 25.07.2011 09:10
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