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Das Metalforum von Heavyhardes.de
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
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marty mosh, David, Beda, Andreas, Kara, oxygenius

Die Realisation einer Metal-Kneipe in Muc

Startbeitrag von oxygeniusam 13.08.2002 07:06

hi leutz,

nach allerlei gesprächen mit freunden und bekannten bin ich letzten endes zu dem schluß gekommen, dass eine REINE Metalkneipe sich in muc kaum über wasser halten kann ..

... also wäre die "bessere" Idee, eine Alternative-Kneipe a la Flex aufzumachen, bei der aber im gegensatz zum selbigen nicht punk/ska/indie-sound vorherrscht, sondern eben Metal (also eine gute Mischung aus allem ... AUCH new metal!).

wo wir gerade bei der musik wären: wenn sich soundmäßig eine gute mischung aus metal, gothic + co. reinpacken ließe - ich weiß ja nicht so genau, wie's bis dato lief, aber für die meisten meiner Bekannten in der Gothic-Szene war das Inside eher unattraktiv ... ob nun von der räumlichen Enge her oder einfach weil "zuviel Metal" lief. :-/

ergo sollte es wohl bei einer solchen neukonzeption auch genügend GUTE alternativen geben, zb. einen FESTEN Gothic/BatCave/Deathrock-Abend, und ebenfalls wieder was mit Industrial ..

ein anderes probi dürfte sicher auch die promo fürs Inside gewesen sein: viele Leute in meinem Bekanntenkreis, die nicht aus, sagen wir mal Oberbayern stammen, wußten noch nicht einmal, dass das Amok dicht gemacht hat.
DIe miese - ja, richtig: MIESE - Homepage und das unfreundliche Gebahren der "Webmaster" dürfte dazu sicherlich beigetragen haben.

So machten die ersten Monate oder so die meisten Seiten keinen (guten) Eindruck - von den meisten Leuten dürften sie einfach als LEER angesehen worden sein - obwohl nur irgend so ein IDIOT schwarze Schrift auf SCHWARZEM hintergrund verwendet hatte ... tse...

und natürlich das Engagement der Kundschaft: wenn sowas wirklich BESTAND haben soll, müssten alle Leuts zusammenhelfen - ich weiß, anfangs war das auch beim Inside SEHR WOHL der fall, aber nach und nach flaute das doch irgendwie ab, die eignerin hatte offenbar nur noch Geldmachen im Sinn, und schließlich wurde die nächste kneipe dichtgemacht.

Ich selbst würde sofort unterstützend herbeieilen, falls sich einige Leute zusammentun würden, und eine bereits bestehende Kneipe "übernehmen" oder gar eine eigene in dieser Richtung aufmachen würden.
Ich kann hierfür folgendes bieten:

- Speicherplatz OHNE Werbung, mit PHP4/Perl 5, möglicherweise sogar mit Domain (je nach kostenfaktor)
- meine Webdesign-Künste (die nicht ohne sind -- siehe etwa: [www.candies-boutique.de] .. neue Homepage des CANDIES, München-Schwabing ;))
- Flyer- und Visitenkarten-Design
- Promotion auf meinen ("schwarzen") Homepages
- Promotion-Services (z.B. Bannerdesign, Linktausch organisieren, Toplists, etc.)
- DJing (bevorzugt: Metal (DM/BM/Doom), Gothic (Gothic/NDW/BatCave/Deathrock/...)) - siehe dazu auch: [www.goth2.de]

so, wie stehts mit euch? Was meint Ihr? Was brachte das Inside zu Fall - was könnte man in Zukunft besser machen, um eine "mainly Metal"-Kneipe auf Dauer am Laufen halten zu können? Hat jemand irgendwelche konkreteren Vorschläge, Ideen...?

jo, ma bis denne,
cu all, w0lf.

-- Gothic Connection Munich | [www.goth2.de]
Antworten:
My piece of mind:

Das Problem mit reinen Metalkneipen in Muenchen ist, dass die Metalszene recht klein ist und halt auch nicht so arg zahlungskraeftig. Welcher Student kann sichs denn leisten, oefter als 2-4 mal im Monat wegzugehen und spuerbar Umsatz zu machen? Und welcher Berufstaetige geht auch unter der Woche richtig weg?

Eine bloße groeßere Ruecksichtnahme auf die Goths faende ich ueberfluessig. Es gibt in Muenchen genug fuer Goths: das Titanic City, den Tempel, diverse Veranstaltungen wie zb der Totentanz im Feierwerk oder wie das hieß...

Bessere Promotion waer schon mal ein Schritt, aber um Geld zu machen, muss man seinen Horizont halt erweitern.
Man schaue sich die Rockfabriken an, Augsburg und Nuernberg: Einen Abend in der Woche 70er-Rock, einen Abend Hardrock bis Poprock, einen Abend Alternative/Crossover, einen Abend Metal, einen Abend Indie/Goth/EBM/Darkwave. Metal allein reicht schlicht nicht.
Plus ein gemuetliches Ambiente. Mit Verlaub: so arg gemuetlich war das Inside nun auch nicht. Sah aus wie die Saeuferkneipe von der naechsten Straßenecke, wo halt ein paar Poster an die Waende gehaengt worden waren.

Solange die Szene in Muenchen nach ner reinen Metalkneipe schreit, obwohl sie diese nicht dauerhaft ueber Wasser halten kann, wirds auch nicht klappen.

Gruß
Kara

von Kara - am 13.08.2002 09:45

Die Überlegung hatte ich auch schon mal...

...und zwar am 03.06.02:

"Eigene Kneipe?
Autor: Andreas
Datum: 03.06.2002 15:10

Ich hab mir ja schon öfter durch den Kopf gehen lassen, selber was aufzuziehen, hab das dann aber aus folgendem Grund nicht gemacht:

Geld!

1. Hab ich kein Geld
2. Bekomm ich kein Geld
3. Wenn ich doch welches bekomm, besteht die Gefahr, dass mich die Zinsen auffressen - so wie es scheinbar bei der Karin der Fall ist

Mit anderen Worten: ich scheue das unternehmerische Risiko. Mit mehreren Leuten wär das dagegen schon einfacher aufzuziehen, aber wer hat mal eben ein paar tausend Mark auf der Kante, um sich damit an einer Kneipe zu beteiligen?

Eben!

Ausserdem sollt's was gemütliches sein, ohne Brauereibindung (tödlich!) und eine gute Infrastruktur aufweisen, bzw. auch Laufkundschaft ansprechen. Idealerweise kein Wohnhaus.

Zum anderen ist man natürlich dauernd gebunden, Urlaub kann man nur machen, wenn sich eine Vertretung findet usw. "
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Das Problem ist doch ganz einfach, dass wenn sich kein potenter Geldgeber findet, der das Geld langfristig und vor allem zinslos vorstrecken kann, sowas nur sehr schwer zu realisieren ist.

Ich glaube Mietkosten ab 1800 Euro sind für eine Kneipe mittlerer Grösse als durchaus realistisch anzusehen, lasse mich aber gern eines besseren belehren. Dazu kommen die Startkosten (Kaution, Werbung, Maklerprovision, Gläser, Ausschank, Getränke, Anlage, evtl. Einrichtung bzw. Ablöse usw.)

So kommt man schon mal schnell auf 40000 Euro Startkosten, die irgendwie finanziert werden wollen. Natürlich könnten sich jetzt ein paar Leute zusammentun, aber dann fangen doch schon wieder die Schwierigkeiten an, weil sich jeder benachteiligt fühlt, wenn einer jetzt mehr dazu beiträgt als andere, oder einer bildet sich plötzlich ein, der Chef zu sein, oder was auch immer.

Wenn man jetzt allerdings vorhat, 40000 Euro mal eben schnell von der Bank zu beschaffen, steht man vor den nächsten Problemen. 40000 Euro ohne Sicherheiten... Naja, ich weiss ja nicht. Dann kommen natürlich die Zinsen dazu. Weiss jemand den aktuellen Zinssatz für Kredite? Egal, sagen wir einfach mal 15 %. Das sind dann im Jahr 6000 Euro, nur für Zinsen, ohne Tilgung, monatlich 500 Euro. 500 Euro, die zusätzlich zur Miete erwirtschaftet werden müssen und die quasi in den Wind geschossen sind. Dann sollten natürlich auch noch DJs auflegen, weil SamplerCDs nicht wirklich befriedigen, das sind pro Abend, na, sagen wir 50 Euro am WE, weil wir sind ja nett zu unseren DJs. Unter der Woche gibt's dann halt bloss 25 Euro. Am Wochenende brauchen wir noch jemanden, der mit ausschenkt, dem bezahlen wir... äh, 15 Euro/Stunde? Wie auch immer, pro Wochenende 10 Stunden mal 15 Euro. Das macht dann:

Miete: 2000 Euro
Zinsen: 500 Euro
DJs: 4 Wochenenden -> 400 Euro + unter der Woche (3 x geöffnet) 300 Euro = 700 Euro
Aushilfe(n): 600 Euro

Das sind dann Fixkosten/Monat von 3800 Euro. 3800 Euro, die erwirtschaftet werden wollen. Getränke muss man auch erst kaufen, bevor man sie verkaufen kann, also kommen die auch noch dazu.

Wie die Kara schon bemerkt hat, ist es auch alles andere als leicht, unter der Woche ZAHLUNGSKRÄFTIGES Publikum anzulocken. Es kann also schon mal sein, dass man nicht mal die Kosten für den DJ reinholen kann.

Wie auch immer, 3800 Euro Fixkosten... Wenn ich an einem Bier sagen wir mal zwei Euro verdiene, muss ich schon mal 1900 Bier verkaufen, dazu kommt noch, dass ich ja auch noch was verdienen will für die Zeit, in der ich mir die Füsse in den Bauch stehe. Eine private Krankenversicherung will darüberhinaus auch abgeschlossen werden und in die Rentenversicherung sollte auch eingezahlt werden. Ob sich das noch lohnt, steht auf einem anderen Blatt. Irgendwann sollte auch damit begonnen werden, den Kredit zurückzuzahlen...

Sorry, falls es etwas länger geworden ist. Sollte ich noch irgendwo einen Denkfehler haben, oder mich mit irgendwelchen Beträgen extrem getäuscht haben, dann korrigiert mich!

Andreas

von Andreas - am 13.08.2002 10:49

Geschichte der Münchner Metal Clubs

Hi,
also ich hab mittlerweile ja schon ein paar Metal-Kneipen und Metal-Discos kommen und gehen sehen. Und damit auch jüngere so ungefähr wissen wie es zu der Situation in München gekommen ist, folgendes:
Das Cosy am Rindermarkt, das die Besitzerin abgefackelt hat, das Fantasy in Neu Aubing, hier meinten die Besitzer mehr Geld mit Techno verdienen zu können und benannten es in Twister um. Als sie dann zwei Jahre später feststellten, dass dies auch nicht mehr Geld bringt, heiß es dann wieder Fantasy, aber die Leute lassen sich halt nicht alle verarschen und so war die Stammkundschaft weg und heute steht ein Lidl dort und das Fantasy vegetiert irgendwo in der Pampa weiter aber ohne Metal.
Was aus dem Rock Cafe in der Hansastraße und aus dem U2 am Frankfurter Ring geworden ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Das Red Bull II wurde zugemacht da es nicht so viel einbrachte wie das AMOK und zuviel Stress für die Besitzern bedeutete beides zu führen.
AMOK: 5 Jahre super Laden, leider hatte die Besitzern danach keine Lust mehr den Laden weiterzuführen oder einen neuen aufzumachen und einen Nachfolger gab es auch nicht.
Dann entstand durch eine Initiative von ehemaligen AMOK-Stammkunden die Möglichkeit im Inside eine neue Heimat für die Münchner Metaler einzurichten. Dies wurde anfangs mit viel Einsatz gemacht, versackte aber zusehends, da auch das Interesse der Besitzern nicht gerade groß war etwas in den Laden selbst zu investieren (z.B. Werbung, gute Musikanlage usw.) Zu guter letzt war die Besitzern pleite und der Laden machte dicht.
Jetzt gibt es in München nur noch so halbgare Möglichkeiten für Metaller ihre Musik zu hören.
Doom, alle 14 Tage am Donnerstag Metal, Fr und Sa nicht wirklich Metal sondern mehr Hard Rock, NDH und Nu Metal.
So wie auch im Backstage Club
Flex, mehr eine Punkerkneipe in der ab und zu mal Metal läuft, aber viiiiiiel zu leise.
Titanic City, nur am Samstag Metal und auf Grund von wirtschaftlichen Überlegungen seitens der Geschäftsleitung auch Nu-Metal und NDH sowie Lieder die man schon 1000mal gehört hat.
Diese Mischung wird auch im Titty Twister am Donnerstag geboten.
Was bleibt ist, es gibt keine Heimat für die kleine Gemeinde der Metaler hier in München.
Daher find ich Deinen Aufruf sehr lobenswert. Aber nur mit einer Intranetseite wird es nicht getan sein. Es braucht Leute die sich in den Laden jeden Abend reinstellen um zu arbeiten, vielleicht auch neben ihrem normalen Job. Und du brauchst Geld, viel Geld für Einrichtung, Anlage und für schwere Zeiten, damit du nicht gleich schließen musst wenn es mal einen Monat nicht so läuft.
Aber die Hauptschwierigkeit wird sein, einen Laden zu finden, der allen, oder zuminderst der Mehrzahl der Leute, recht ist und auch noch das richtige Bier ausschenkt.
cu
Beda

von Beda - am 13.08.2002 11:21
weiss jemand, was aus ricos plänen geworden ist (objekt war glaub ich in der
landsbergerstr. gegenüber vom newbackstage)?

von marty mosh - am 16.08.2002 12:58
Ich schliesse mich der meinung von Oxygenius an, dass man mehr "open minded" an die Sache gehen müsste. Das Ambiente ist für mich persönlich auch wichtiger, als ob jetzt Slayer oder The Doors im Hintergrund läuft. Das Amok war in Sachen Ambiente unschlagbar, aber ein bischen klein. Mir würde ein etwas erwachsenerer Laden gefallen, der weniger New Metal und Mittelalter spielt, dafür mehr Rock, Metal und Independent. Dunkel, stilvoll, gemütlich.
Aber ich hör jetzt auf zu träumen und mach wieder Platz für eine ernsthafte Diskussion ;-)

von David - am 16.08.2002 14:30
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