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Oberliga SH, Hochdonner

Sg HoSüBu - VfL Bad Schwartau 2 28:27

Startbeitrag von Hochdonner am 01.11.2008 17:31

Hochdonn gewinnt in einem spannendem Match 28:27 gegen Bad Schwartau 2 und verdient.

Antworten:

Sehr schön! :spos: Hätt` ich ja nicht mit gerechnet...Denke mit 4:6 Punkten zum Saisonstart kann man ganz zufrieden sein. :cheers:

von Oberliga SH - am 01.11.2008 17:47
Der alte Mann und das Mehr
Michael Stieper führt die SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg zu einem verdienten Sieg über den VfL Bad Schwartau II
Burg (sko) Vielleicht war er es, der den Ausschlag gab. Eigentlich hatte sich Michael Stieper nach dem Wiederaufstieg der SG Hochdonn/Süderhastedt/Burg in die Handball-Oberliga zurückgezogen, doch als sein Klub nun in personelle Nöte geriet, sprang der 41-Jährige gleich ein. Am Ende durfte auch er über das 28:27 (17:14) über Mitaufsteiger VfL Bad Schwartau II jubeln, das bei aller Dramatik hochverdient war. Der alte Mann und das Mehr.
In Hemingways ähnlich klingendem Meisterwerk geht es um einen Fischer, der auch nach langer Durststrecke immer wieder zum Fischfang hinausfährt und dann tatsächlich belohnt zu werden scheint. Soweit lassen sich durchaus Parallelen ziehen zu den Dithmarscher Handballern, die aber dann doch einen entscheidenden Vorteil gegen jenen fiktiven Santiago haben: Sie behielten –– anders als der Fischer seinen Fang – die Punkte.
Dessen aber durfte man sich nie wirklich sicher sein, weil es die Gastgeber vor 120 Zuschauern nicht verstanden hatten, den Sack zuzumachen. „Dass bei einer offensiven Deckung Fehler passieren, ist klar“, sagte Torsten Till hinterher angesichts so manches Ballverlustes in der Vorwärtsbewegung.
Hochdonns sportlicher Leiter lobte die konsequente Abwehrarbeit seiner Spieler, die in der Tat beherzt und clever zugepackt und so Bastian Burchert doch einige Arbeit abgenommen hatten. „Wir haben deren Rückraum auf Distanz gehalten. Die Torwartleistung machte trotzdem 50 Prozent aus“, resümierte Hochdonns Trainer und dachte da an die nicht wenigen Hundertprozenter, die Burchert den Ostholsteinern in wichtigen Pahsen abgekauft hatte. „Die wurden ja immer nervöser.“
Zweimal hatten die angesichts der Tabellenkonstellation leicht favorisierten Gäste geführt, doch aus dem anfänglichen 1:2 machte die Spielgemeinschaft alsbald ein 6:2, von dem sie trefflich zehrte. Bad Schwartau wusste aber auch wirklich nicht, woher es kam. Mal traf Burg über die Außen, mal tankte sich Philipp Rill durch und oft war es Stieper, der im Rückraum all seine Routine ausspielte. „Ein Jahrzehnte-Handballer“, scherzte Thorsten Rill hinterher, während sein Kollege Roman Judycki alles andere als begeistert war und hart mit seiner jungen Mannschaft („Dadurch wird sie lernen“) ins Gericht ging: „Wenn man nicht abwehrt, kann man auch nicht gewinnen.“
Hinzu kam, dass Rill ins Gefecht schicken konnte, wen er wollte: Ausfälle gab es keine und alle eingesetzten Spieler sind auch unter den Torschützen zu finden. „Es gab nie einen Bruch“, freute sich der Coach, der noch den ein oder anderen Mutmacher für die kommenden Spiele registriert haben dürfte. Denn als nach dem Wechsel zunächst vorne nichts gelang, vollendete Hendrik Meyn ausgerechnet einen Kempa-Trick mit Philipp Rill. Den Glauben an die eigene Stärke dokumentierte Meyn auch neun Sekunden vor Schluss, als er einen Siebenmeter zum Sieg verwandelte. Michael Stieper, der die ersten Würfe vom Punkt ausgeführt hatte, bis er scheiterte, hatte einen jungen Helfer gefunden. Der alte Mann und mehr. So war es bei Hemingway auch.

Quelle: www.sh-nordsee.de

von Oberliga SH - am 03.11.2008 10:52
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