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Beiträge im Thema:
15
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Daniel H., Olaf, Heimwerkerking, Andreas, DocPolo, IG-Arosa-Lupo

Bremsscheiben

Startbeitrag von Daniel H. am 24.04.2002 11:42

Hallo!

Hab mal ein paar Fragen zu Bremsscheiben. Muss in naher Zukunft die Scheiben meines Lupo 1.4 16v Bj. 11/98 austauschen und das nach nur 40000km. Wie kann sowas denn sein? Baut VW mittlerweile Scheiben ein, die eine miesere Qualität haben oder wieso sind die so schnell runter?
Bei meinem Golf III hab ich nach 75000km das erste Mal die Beläge austauschen müssen, die Scheiben hätten nochmal solange gehalten.

Dann wüßte ich doch gerne, was ich als Alternative zu Original-VW-Ersatz-Scheiben habe?! Habe vor dieses Jahr noch des öfteren auf der Nordschleife zu fahren und hatte an gelochte Scheiben gedacht, aber wer bietet die an, was würden die im Vergleich zu Original-Scheiben kosten und wie sind eure Erfahrungen mit diesen oder anderen Scheiben?

Dank Euch schon mal im Voraus!

MfG, Daniel H.

Antworten:

Hallo,

öfters auf der Nordschleife unterwegs sein und sich dann wundern, daß die serienmässigen Bremsscheiben "schon" nach 40 TKm runter sind, soso...

Nichts für Ungut, aber kann es seien, daß das bei dieser Beanspruchung normal ist???

Gruß
Andreas

von Andreas - am 24.04.2002 12:06
Hallo!

Hab fast mit der Antwort gerechnet, hab den Wagen aber im November erst gekauft, und bin bis jetzt erst 5 Runden gefahren, weil ich mir auch erst vor 3 Wochen einen Satz schmalere Reifen zum Verheizen gekauft habe.
Daran kann's also nicht liegen, zumal ich die Beläge schon vor den letzten 3 Runden gewechselt habe und mir da die ausgeprägten Ränder an den Scheiben aufgefallen sind.

Habe die Fragen gestellt, wiel ich ab jetzt vorhabe öfter zu fahren.

Habe grad eben auch noch den Thread über die Antwort von Sandtler zu den gelochten Scheiben gelesen, muss ich vorher wohl übersehen haben. Hat denn jemand Erfahrungen mit diesen Scheiben?

Nichts für ungut zurück und viele Grüße!

Daniel H.

von Daniel H. - am 24.04.2002 12:21
Erfahrung noch keine, aber ich werde wohl die ATE Power Disk als nächstes bei mir drauf machen.
40.000km ist doch gut, ich hab damals bei mir am Polo nie mehr als 30.000km drauf bekommen, dann waren sowohl scheiben als auch beläge platt. Mußte jedes Jahr neue drauf machen.
Zu meinem Fahrstiel sag ich jetzt aber nicht... *grins*
DocPolo

von DocPolo - am 24.04.2002 12:25
Bin mit den Original-Scheiben eigentlich ganz gut gefahren, hab nicht oft Fading gehabt, will aber mehr Reserven haben. Kommt natürlich ganz auf den Preisunterschied und eure Erfahrungen an!

MfG, Daniel

von Daniel H. - am 24.04.2002 14:12
Hi!

40.000km bei forschem Fahrstil ist doch mehr als gut. Allein schon das Fahren auf der Nordschleife frißt viel Material (das kommt durch die permanente Wärme in der Scheibe, reibt sich schneller ab). Das gleiche gilt auch für Ferodos. Wenn du dir die 2000er Serie von Ferodo anguckst: bei normaler Fahrt halten die ewig, bei richtig fiesem Heizen (im Straßenverkehr) sind die nach spätestens 3000km platt!!!
Von Sandtler die Typ S sind nicht schlecht (aber leider ohne ABE soweit ich weiß), RS und GT mit ABE (aber schweineteuer im Vergleich zur Serie).

Ich würde Serienscheiben fahren und dann eben öfter wechseln!



von Heimwerkerking - am 24.04.2002 14:33
Hab mich gerade mal erkundigt, ATE Powerdiscs kosten für meinen 65,90€ + MwST., Originale liegen bei etwa 55€ + MwSt. , ich denke, da erübrigt sich die Überlegung, bei dem geringen Aufpreis werd ich mir wohl ATE's zulegen, ich hoffe nur, die halten, was sie versprechen (in bezug auf Fading)

Eure Meinungen sind aber trotzdem noch sehr gefragt!

MfG, Daniel

von Daniel H. - am 24.04.2002 14:47
Ich habe die normalen belüfteten Scheiben und Klötze von ATE drauf und bin sehr zufrieden, da die Fadingempfindlichkeit nachgelassen hat. Der Preis liegt in etwa gleichauf mit den Originalteilen.

Grundsätzlich ist aber zu sagen das die Fadingempfindlichkeit zunimmt je weniger Material auf Scheiben und Klötzen vorhanden ist.



von IG-Arosa-Lupo - am 25.04.2002 09:28
Moin Daniel,
wie Du ja weißt, fahre ich auch hin und wieder auf der Nordschleife. Qualifiziert kann ich mich leider nur zur großen Bremsanlage vom 100 PS 16V und TDI (256mm) äußern. Interessant finde ich, daß beim Kais Wagen die einfachen ATEs wirklich besser zu sein scheinen. Ansonsten sind die VW-Scheiben in punkto Haltbarkeit eigentlich nicht von einer Rennsportbremsanlage zu schlagen. Die greift nur bissiger, fadet weniger und verschleißt aber auch schneller. Klar, daß auch die VW-Anlage schneller verschleißt, wenn man sie häufig zu heiß bremst. Das schafft man aber bei einem mehr oder weniger flüssigem Fahrstil auch auf der Nordschleife nur, wenn mans forciert. Benutz mal einfach nen bissl mehr das Getriebe. Wenn Du vernünftig einkuppelst und bei Bedarf mal kurz Zwischengas gibst, stört das Getriebe und Kupplung überhaupt nicht.. und die Bremse wird geschont. Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Leute, die von sich behaupten, am defensivsten zuu fahren, in der Regel die meisten Bremsenprobleme haben. Das ewige "Schleifenlassen" der Bremse, um möglichst "sanft" anzuhalten, ist Gift. Dadurch wird sie nur heiß und verschleißt (solche Leute haben beim Lupo zumindest die Beläge oft schon nach 25000 bis 30000 km im Eimer). Für langsames Verzögern ist das Getriebe da. Einer der Hauptgründe, warum viele ältere Automatikgetriebe nicht wirklich überzeugen können. Ich habe selber den Test gemacht und bin 20000 km an jeder Ampel in die Bremse gestiegen und danach 20000 km habe ich mit dem Getriebe nachgeholfen. Der Veschleißunterschied war mehr als krass.
Übrigens, nach 70000 km sind meine Bremsscheiben knapp zur Hälfte verschlissen. Als der erste Satz Bremsbeläge am Ende war nach 55000 km, hat es leichte Riefen in der Scheibe gegeben, die sind durch die neuen Beläge (die übrigens noch keinen wirklich meßbaren Verschleiß aufweisen) wieder weg.
Mein Fahrstil ist ansonsten eher rasant, allerdings stehe ich nicht dauernd auf der Bremse und nutze die Sicherheitsabstände. Ferner halte ich mich nicht lange hinter leuten auf, die sehr unregelmäßig fahren, überhole also oder halte viel Abstand. In der Stadt brauche ich die Bremse eigentlich nur unter 30 km/h (fahre immer so um die 70, wenn Platz ist und keine Blitze rumsteht). Bin mit dem Wagen außer Nordschleife auch ca. 18000 km Paßstraßen in den Alpen und Pyrenäen in flottem Tempo gefahren. Zumindest bin ich in der Zeit nur auf 2 Leute gestoßen, die auf Dauer schneller unterwegs waren (ein leerer Fiat Panda bergab in Italien und ein auch leerer A6 in Spanien, ich war dagegen immer mit 2 Leuten und reichlich Gepäck gut vollgeladen).

Hoffe, Ihr könnt Euch nen Bild machen und auf Euren Verschleiß schließen .

Olaf

P.S.
Ich fahre die Bremsbeläge immer bis zum Ende (bis es schleift). Bei mir wollte VW auch gleich die Scheiben wechseln, weil sie mir nicht geglaubt haben, daß ich nach dem ersten Schleifen die Bremse nicht mehr benutzt habe bis zum Werkstattbesuch. Mußten aber selber feststellen, daß an den Scheiben nix war.
An die ABS-Leute: Habt Ihr auch das Problem, daß bei nasser Straße bei unter 40 km/h das ABS viel zu stark abregelt und den Bremsweg künstlich extrem verlängert! Ist besonders nervig, wenn im Wohngebiet oder in der Stadt irgendein Fußgänger plötzlich vors Auto springt. Anhalten kann man dann nur, indem man beherzt die Handbremse zieht! Selbst die bringt wesentlich mehr Bremskraft (ohne Blockieren der Hinterräder) als ne ABS-Bremsung aus niedriger Geschwindigkeit mit voll getretenem Pedal! Find ich schon schwach, inbesondere, wenn man auf den Preis vom ABS mal schaut. Frag mich, ob ich das tüvig hinkriege, die Geschichte per Knopf über dem Schalthebel abschaltbar zu machen für den Fall der Fälle. Eigentlich bin ich ja gegen son Behelfskram, aber der Bremsweg hätte bei mir 2 mal schon nicht gereicht ohne Handbremse. Man rechnet ja auch nicht damit, da der Wagen bei höherer Geschwindigkeit ja so gut bremst.

von Olaf - am 25.04.2002 11:09
Sorry, kleiner Rechenfehler, waren nur 15000 km auf Paßstraßen...

von Olaf - am 25.04.2002 11:54
Olaf schrieb:

Zitat

P.S.
Ich fahre die Bremsbeläge immer bis zum Ende (bis es
schleift).

Hi!
Sagmal, wie kannst du solche bekloppten Tips in ein Forum schreiben. Es ist schlimm genug, dass es schon hin und wieder vorkommt, dass Leute aus Geiz oder Nachlässigkeit ihre Bremse so runterbremsen, dass nix mehr drauf ist.
Solche Vögel wie du sind dann die, die mir in einer Gefahrensituation hinten draufkleben !!! Die Bremse und Reifen sind das einzige, was dir den Arsch rettet, wenn's drauf ankommt (fährst du Reifen auch bis das Gewebe rauskommt???). Deswegen sollte man gerade bei diesen Fahrzeugteilen immer darauf achten, dass sie technisch in einwandfreiem Zustand sind!

ALSO: Reifen, Bremsen und Fahrweksteile regelmäßig überprüfen (oder wenn man keine Ahnung hat vom Fachmann überprüfen lassen)!!


von Heimwerkerking - am 25.04.2002 17:08
Hallo,

ganz Deiner Meinung, was die Tips von Olaf angeht!

Gruß
Andreas

von Andreas - am 26.04.2002 05:38
Regt euch ab, das war kein Tip sondern eine einfache Anmerkung, die illustrieren sollte, daß die Scheiben nicht so schnell den Geist aufgeben, wenn man sie bestimmungsgemäß gebraucht... und zwar auch nicht, wenn man sie bis zu ende fährt (und wenn es schleift, sind sie ziemlich am Ende). Keiner hat von Euch verlangt, das auch so zu machen, geschweige denn das empfohlen. Außerdem sehe ich nicht den Sicherheitsapekt. Wenn es an der Kante schleift, sind auf den Belägen noch ca. 6 mm drauf. Wenn man dann eben mal sehr heftig aus hoher Geschwindigkeit bremsen muß, hat man schlimmstenfalls nen Kratzer in der Bremsscheibe und muß die beim nächsten Service tauschen. Ist zwar ärgerlich, die Sicherheitsrelevanz sehe ich aber nicht wirklich. Klar, dünnere Beläge setzen die Fadinggrenze herab, aber das wars auch schon. Finde, da sind die ganzen Scherzbolde mit den miserabel eingestellten Fahrwerken oder gar nur Federn, die in Kürze butterweich sind) eher ne Gefahr.

Hoffe, jetzt ist allen klar, daß ich niemanden dazu bringen wollte, ohne Bremse zu fahren.

Olaf

von Olaf - am 26.04.2002 18:45
Wieso sind wenn es schleift (meinst du Bremsklotzträgerplatte an Bremsscheibengrat?) noch 6mm auf den Belägen drauf??? Das hieße ja, dass du insgesamt 12mm schon von der Scheibe runtergebremst hast. Benutzt du die Innenbelüftung als Indikator: wenns rubbelt ist die Scheibe runter? ;-)



von Heimwerkerking - am 27.04.2002 08:20
Da ich entgegen Eurer Annahmen nicht lebensmüde bin, bremse ich nicht so viel runter, daß man ernsthaft erkennen kann, wo es nu wirklich schleift. Aber ich denke, Du liegst mit Deiner Prognose nicht ganz falsch. Könnte auch irgendein Draht in dem Bremsbelag selber sein. Bisher hatte ich bei meinem Lupo die Beläge bei der Werkstatt tauschen lassen und danach nicht gesehen. Offiziell darf ich ja bis auf 7mm (mit Trägerplatte) runterbremsen. Ab ca. 6mm fängt es an, irgendwo zu schleifen, wenn man den Bremsdruck stark erhöht. Dann tausche ich spätestens die Beläge. Ich weiß, daß einige Autohersteller (vor allem Japaner) ihre Bremsbeläge sogar so konstruiert haben, daß irgendein Draht ab einem bestimmten Verschleißstadium immer beim Bremsen an der Flanke der Scheibe schleift, damit der Faher so genervt ist, daß er die Beläge tauscht.
Das mit den 12 mm kommt mir viel vor, kann aber gut sein. Weiß nicht mehr ausm Kopf, wie dick die Teile von Haus aus sind, kann aber gut hinkommen, die Beläge sind ja schon recht dick. Deswegen war ich ja schon überrascht, daß gerade bei den immer langsam fahrenden reinen "Stadtautos" Beläge und Scheiben so schnell weg sind. Kann das halt so gar nicht bestätigen, obwohl ich ja auch viel Stadt fahre. Und viele Bekannte fahren noch wesentlich mehr km mit einem Belag. Z.B. 89000 km auf nem Civic war kein Problem, und der Mensch heizt doch nen bissl mehr als ich. Der ist jetzt auf Civiv R-Type umgestiegen. Bin mal gespannt, wie die Bremsen da halten. Zupacken tun sie ja mehr als gut.

Gruss

Olaf

von Olaf - am 28.04.2002 10:41
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