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ADHS ADS Selbsthilfe
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10
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jennylo75, Biene66, Margit H., Sandra278, Himbeerkatze, Yvonne_R.

Angst allein zu sein und wär ich doch nicht auf dieser Welt!

Startbeitrag von Jennylo75 am 17.04.2007 21:39

Hallo allerseits,

mein Sohn kann überhaupt nicht alleine sein. Ich kann noch nicht mal mein Benzinrechnung in der Tasnkstelle bezahlen,
ohne das er panisch heult im Auto, ich kann nicht mal schnell zum Automat um Geld zu ziehen,
ohne das er kreischend an der Scheibe hängt und heult. Wenn er mich im Haus nicht gleich sieht, läuft er heulend,
kreischend durch den Garten ( der recht groß ist ) und schreit immer wieder " mama,mama".
Den Tag saß ich auf der Toilette, er hatte nicht mal im Haus nach mir gerufen oder seine Schwester gefragt, geschweige denn die Räume abgeklappert. Er ist sofort panisch raus, hoch rot am heulen,
völlig außer
sich und schrie nach mir. Ich hab ihn gehört, konnte aber nicht sofort hinter her. Wenn ich ihn Frage warum er das macht, meint er immer nur er hat Angst das ich nicht wieder komme.
Auch die Fahrerinen von seinem Kindergartenbus haben mir ähnliches berichtet.
Woran liegt das? Ich hab ihm nie sowas angedroht oder bin Nachts einfach mal weg, so das er mich richtig suchen musste. Ich oder mein Mann waren und sind doch immer in seiner Nähe!

Manchmal kommt er an und fragt warum er auf dieser Welt ist, er wollte nicht geboren sein ( meistens in solchen Situationen wo es nicht so klappt wie er will ), er mag lieber tot sein.

Kennt ihr auch sowas? Wie geht ihr damit um?

Für seine Schwester ist es total blöd, immer ist sie diejenige die mal im Auto kurz warten muss und wenn sie dafür eine Belohnung bekommt, ist er auch noch eingeschnappt.

LG Jenny

Antworten:

Hallo Jenny,

bei meiner Tochter und mir gibt es ähnliche, jedoch nicht ganz so drastische Situationen.
Vor zwei Jahren war es fast das Gleiche in grün, doch das hat sich etwas gegeben.
Aber noch immer lässt sie die Tür offen stehen...egal ob auf dem Klo oder im Kinderzimmer.
Keine fünf Minuten hält sie es alleine im Zimmer aus...ständig steht sie neben oder hinter mir...egal was ich gerade zu tun habe.
Oft drehe ich mich um und bin total erschrocken weil sie genau hinter mir steht und ich es nicht bemerkt habe.

Besonders unangenehm ist es, wenn wir Besuch haben und sie sich Waschen soll oder auf der Toilette sitzt und dabei die Badtür weit auf steht.
Mache ich die Badtür zu gibt es mächtiges Geschrei.
Auch wenn ich mal schnell Einkaufen muss und die Wohnung verlasse, gibt es Geschrei. Dabei ist sie nie alleine daheim!

Auch die Sache mit dem eingeschnappt sein, wenn sie sich benachteiligt fühlt, kenne ich nur zu gut.
Sie möchte zwar nicht hören oder das tun, was man von Ihr möchte...aber belohnt werden will sie trotzdem! (da kommt dann die kleine Zicke durch *grins!)

Ich kann mir in etwa vorstellen wie nervenaufreibend es für Dich sein muss.

Meine Tochter klammert zwar auch sehr, aber ich habe schnell herausgefunden, daß es nur so ist wenn ich gehe oder sie mich nicht sieht.
Aber wenn ich meiner Tochter Aufgaben erteile wie z.B. Müll runter bringen oder mal schnell Brötchen beim bäcker nebenan zu holen...das funktioniert.

Warum das so ist verstehe ich auch nicht!

Wie alt ist dein Sohn?
Versuch doch auch mal ihm altersgerechte Aufgaben zuzuteilen, dioe er alleine machen kann.
Vielleicht lernt er so (mit Spaß und Freude an der Sache) mal alleine zu sein.

Vermutlich werde ich dir keine große Hilfe sein.
Ich drück Dich und wünsche dir viel Kraft. ;-)

Liebe Grüße Yvonne

von Yvonne_R. - am 18.04.2007 05:04
Hallo Jenny !

oje - das ist ja superstressig für Dich und ich kann mir vorstellen wie anstrengend das sein muß, wenn man nicht mal in Ruhe aufs Töpfchen gehen kann, ohne daß das Kind panisch wird. Da kann ich mir vorstellen, was in Dir vorgehen muß, wenn Du eben nicht gleich reagieren kannst und zeigen kannst, daß Du doch da bist bzw. bei der Tankstelle - daß Du auch wiederkommst. Und wehe, man steht dann noch in der Schlange und muß warten............

Ich habe das Problem nicht, daß mein Sohn schreit, wenn er mich nicht sieht. Aber was mein Sohn auch schon gesagt hat, ist genau das, was Dein Sohn losgelassen hat: " daß er nicht geboren sein will, daß er lieber tot sein will" und dann kommt noch ein Schwall von Demütigungen gegen sich selbst. Mein Sohn ist erst 6 und es macht mich fix und fertig, wie man in diesem Alter solche grausamen Gedanken haben kann - wobei das in jedem Alter furchtbar ist. Keine Frage.
Und - mein Sohn kann nicht im Dunkeln sein. Heißt: abends im Bett muß der Rolladen hoch, das Licht im Flur an, die Türe sperrangelweit auf. Erst wenn er endlich eingeschlafen ist, ist es OK das Licht auszumachen. Wacht er dann nachts auf, macht es ihm nichts aus. Wobei er seit ca. 1,5 Jahren nachts dann bei mir im Schlafzimmer antanzt und bei mir schläft. Scheinbar hat er da auch Angst alleine zu sein. Sobald er neben mir liegt, ist er in Null-Komma-Nix eingeschlafen.

lg Biene

von Biene66 - am 20.04.2007 17:18
Hallo Biene


ja das kenn ich, Rollläden ein Stück hoch, Nachttischlampe an und Nachts zu uns gekrochen kommen.
Zwischenzeitlich sind wir zu 5 im Bett, und morgens dementsprechend gerädert.

Mein Sohn wird jetzt 6, aber sowas erzählen tut er schon länger. Heute hat er mir mindestens dreimal gesagt das er mich hasst,
2 das ich blöd bin, mehrmals das er nicht geboren werden wollte und ungefähr 5 mal hat er mir wörtlich gesagt,
das ich wie eine Stiefmutter bin.
Aber spätestens nach 5 min, fragt er mich immer wieder ob ich ihn noch liebe und wir wieder Freunde sind. Dann hat er heute
mal wieder angedeutet mich treten zu wollen, also mir in die Augen schauen, Bein heben und in meine Richtung schwenken, ohne mich richtig zu treffen.
Und alles nur weil er mal wieder nicht kurz im Auto warten wollte, und trotzdem eine Belohnung ( die ich seiner Schwester fürs brave warten gebe ) wollte. Als er bei Real mit tausend Spielsachen ankam und ich jedesmal nein sagte, war es bei ihm ganz vorbei.
Heute war ein schlechter Tag, er war sehr schlecht drauf. Mal schauen wie es morgen wird.
Setz ich zuviel Hoffnung auf das erste mal ??
LG JEnny

von Jennylo75 - am 20.04.2007 20:52
Hallo Jenny !
Mich hat mein Sohn (bisher) noch nie verbal oder auch körperlich angegangen . Ich würde meinem Kind dann allerdings versuchen klar zu machen, daß ich ihn immer liebe (wenn er wieder zur Versöhnung kommt) - aber auch daß er mir damit sehr weh tut wenn er solche Sachen zu mir sagt. Wenn er gegen mich körperlich angehen würde, würde ich ihn erst mal zum Abreagieren ins Zimmer schicken - und dann noch mal in Ruhe reden, warum er dies tut und wie wir das gemeinsam in den Griff kriegen. Vielleicht hat er auch einen Vorschlag.

Ich hatte das Thema nur, weil mein Sohn oftmals aus Frust, die er sich von anderen Kids geholt hat, dann auf seine Schwester (4) losgeht. Da reicht es, wenn sie irgendwas sagt, was ihm gerade nicht passt. Ich hab ihn erst mal in sein Zimmer - er durfte nach 15 min. dann wieder runterkommen. Entschuldigte sich freiwillig bei seiner Schwester. Abends (da spricht er am liebsten, tagsüber tut er das nie) haben wir dann geredet und er sagte mir: "Da ist so was in mir, Mama, das sagt mir immer, daß ich schlagen soll - ich weiß nicht warum. Ich glaube, wir müssen mal zu einem Arzt........"
Das wiederum hat mich ziemlich schockiert, weil ich nicht weiß, wie er überhaupt darauf kommt, daß ein Arzt ihm dabei helfen könnte.........hm.....Was mal wieder zeigt: Kinder machen sich wohl auch mit 6 Jahren schon enorme Gedanken.
Denn von mir kann er das nicht haben - zumindest nicht verbal - denn ich rede vor meinen Kindern (bisher) nie über die AHDS-Geschichte, Kipsy und Therapie.

Das mit dem Belohnen - das ist halt so ne Gratwanderung. Gerade bei deinem Beispiel mit dem Warten im Auto. Warten und Geduld gehört ja nicht gerade zu den Stärken unserer Hypies. Aber lernen müssen sie es trotzdem. Eine Belohnung zu geben, wenn er es schafft zu warten und eben konsequent zu bleiben, wenn er es nicht aushält und keine Belohnung zu geben - das ist in meinen Augen schon richtig. Allerdings - da die Schwester eine Belohnung bekommt - könnte man forcieren, daß daraus nicht der Lerneffekt fürs Warten hervorgeht - sondern eine Wut auf die Schwester, weil sie - vielleicht sogar wie immer - so brav war". Der Schuss könnte dann auch nach hinten losgehen für die Geschwisterbeziehung.
Ist schwierig - was meinen die anderen dazu ??

lg Biene

von Biene66 - am 24.04.2007 09:10
Hi Jennylo,

also helfen kann ich Dir leider auch nicht, nur Dich drücken.

Soweit ich weiß, ist das mit dem Klammern schon recht häufig bei unseren ADSlern - vielleicht liegt das eben an der anderen Wahrnehmung.

Wie alt ist Dein Sohn?

Meiner ist jetzt 7 und wir hatten/haben das Thema auch in wechselhafter Abstufung - mal besser, mal schlechter.

Mein größter Luxus wäre einmal ungestört duschen oder gaaaanz alleine mit geschlossener Tür auf die Pipibox - vielleicht wünsche ich mir das zu Weihnachten.

Bei uns ist auffällig:

Wenn ich da bin, klebt er neben mir und wandert mit mir und all seinem Spielzeug (oder auch nur mit mir *ächz*) durch alle Räume in denen ich mich grade aufhalte.

Ganz wichtig ist, dass ich ihm immer genau sage, wo ich hingehe - kurze Ausflüge in den Keller (ähm, gerade 1 Stockwerk) ohne genaue Ansage, die auch angekommen ist (!!) enden in Katastrophe. Also sage ich jetzt für alles penetrant Bescheid und zwar so, dass auch eine Rückmeldung kommt.

Das mache ich nun konsequent seit 6 Monaten und kann nun nicht nur alleine in den Keller gehen sondern (oh Wunder) seit kurzen sogar alleine 500 m zum Zigarettenautomaten.

Dieses Verhalten verstärkt sich total in ungeahnte Höhen bei Veränderungen im Leben.....und wie gesagt, ultra wichtig ist die angekommene Ansage.

Trennung an sich ist okay - er in Kiga, er in Schule, er zu Freunden (auch gerne über Nacht seit klein!), ich aushäusig, aber dann Babysitter. Niemals er alleine. Nur geht es bei uns besser - Auto warten an der Tanke ist kein problem...

Wie gesagt,, bei mir hat Zeit, konsequente Rückmeldung und Ruhe im familienleben echt geholfen.

LG
Himbeerkatze

von Himbeerkatze - am 24.04.2007 21:52
Hallo Jenny & Biene!

Bekommen eure Kinder Ritalin o.ä.?

Mein Sohn hat nämlich auch ADHS - heute war das erste richtige Gespräch mit dem Arzt und er will ihm unbedingt Concerta verschreiben... wovon ich aber gar nicht begeistert bin :-(

Meine Frage an euch: Wie geht ihr damit um, wenn ihr hört, das Kind möchte lieber tot und gar nicht auf der Welt sein?
Ich, sein Vater und die Lehrerin hören das ständig von meinem Sohn (er ist jetzt 7) - unter anderem sagt er auch dauernd, dass ich ihn nicht lieb habe, wenn ich ihn schimpfe.
Der Arzt und auch seine Lehrerin meinen, dass es sehr besorgniserregend ist, dass er solche Aussagen macht und er auf jeden Fall Ritalin bzw. Concerta nehmen soll...
Wie viel Gewicht gebt ihr solchen Aussagen eurer Kinder?

lg,
Sandra!

von Sandra278 - am 25.04.2007 20:14
Hallo allerseits,

also mein Sohn wird jetzt 6 und nimmt seit Samstag Methylpheni TAD .

@ Biene, wirklich geschlagen oder getreten hat er mich auch noch nicht, halt immer nur angedeutet.
Das Problem ist, das ich meiner Tochter irgendwie zeigen muss das ich es ganz toll finde das sie wartet. Denn irgendwann reicht es ihr auch, natürlich würde sie auch lieber mitkommen. Sie wird ja auch erst 6. Vielleicht muss ich halt einfach in den sauren Apfel beißen, aber wenn er hört das sie eine Kleinigkeit bekommt, will er es ja auch versuchen?!?
@ Himberrkatze
Ich sage ihm immer wo ich hingehe, oder wenn es im Erdgeschoss ist, lass ich die Türen auf. Aber manchmal passiert es dann doch mal, Toilettentür zu und das Drama geht los.

@ Sandra

Wegen solchen Aussagen bekommt mein Sohn die Medis nicht.
Ich war die ersten male schockiert und hab geheult. Inzwischen sag ich ihm das es quatsch sei, und zähle ihm die schönen Sachen des Lebens auf und fange an mit ihm Quatsch zu machen, dann nehm ich ihn ganz fest in die Arme und frag ihn nochmal.
Die nehme die Aussage ernst aber bewerte sie nicht über.
Wenn ich ihm was verbiete, oder schimpfe, dann wirft er mir inmer vor, das ich mich wie eine Stiefmutter verhalte.
Mein Sohn hat mich auch schon mal gefragt warum er in meinem Bauch war, und nicht bei Oma!

Solche Fragen treffen mich natürlich, andererseits weiss ich das er nach dem Schlafwochenende bei meiner Mutter immer darauf wartet das ich ihn endlich abhole, und wehe ich bin nicht pünktlich.

LG JEnny


von Jennylo75 - am 25.04.2007 21:02
Hallo Sandra !

Als mein Sohn zum ersten Mal gesagt hat, daß er tot sein möchte - nicht auf der Welt - lieber bei den Engeln im Himmel......... da ist mir erst mal das Herz stehen geblieben. Ich war wie gelähmt und hab zuerst mal nachgefragt, wer denn sowas sagt - denn ich konnte nicht glauben, daß man mit 6 Jahren schon so einen Gedankengang hat.
Aber er sagte, das käme von ihm.
Ich hab mich ans Bett gesetzt (bei meinem Sohn kommt das immer erst abends raus, wenn er im Bett liegt), gefragt, warum er denn zu den Engelein will. Und der Grund war - wie immer, wenn er leidet - weil keiner mit ihm spielen will. Ich habe ihm erklärt, daß ich ihn doch so sehr brauche und ihn so sehr liebe - und was ich ohne ihn machen sollte. Dann wären seine Schwester und ich so traurig, daß wir nie nie nie wieder lachen könnten, wenn wir ihn nicht hätten. Und daß ich ganz sicher bin, daß er noch ganz viele Freunde finden wird - aber daß gute Freundschaften sich meist erst in der Schule bilden (hab mal gesagt 2., 3. Klasse - damit er jetzt zur Einschulung nicht so darauf fixiert ist nur in die Schule zu gehen um einen Freund zu finden). Und ich habe ihm gesagt, daß ich sogar erst mit 13 Jahren Freunde gefunden habe - aber dafür ganz klasse Freunde mit denen ich ganz tolle Dinge unternommen habe.
Und dann - nach einer Weile, da heitert er wieder auf, überlegt, daß er ja im Himmel keine Freunde findet, die mit ihm an den Baggersee schwimmen gehen oder Wilde-Kerle-Fußball spielen. Und so nach und nach gehts ihm dann wieder besser.

Gott sei Dank kam es mit dieser Aussage erst 2x vor - aber einmal war mir schon zuviel ! Das hat mir Angst gemacht - und ich suche das Gespräch noch mehr mit ihm als so schon - um am Ende - vor dem Einschlafen - ihn nochmal zu Lachen zu bringen und die bösen Gedanken wegzublasen. Heute gabs auch wieder Tränen - wegen dem gleichen Grund. Und ich habe eine Handpuppe genommen (hilft auch ganz gut zum Reden - denn oftmals erzählt mein Sohn gerne im Spiel mit der Handpuppe Pinocchio was ihn bedrückt) - und auch mal über die doofen Jungs geschimpft, die nicht mit ihm spielen wollen - und daß sie ganz bestimmt irgendwann mal merken werden, was für ein toller Junge er ist und dann wollen Pinocchio und er aber nicht mehr mit den doofen Jungs spielen......... Das gefällt ihm dann auch, wenn ich mal über die Jungs - mit Pinocchio - mich lustig mache. Und er steigt mit ein in das Spiel und da fallen ihm noch ne Menge Dinge ein....... und wir kommen wieder auf die heitere Seite. Und dann schläft er friedlich ein - und es hält ein paar Tage. Und wenn es wiederkommt - dann bin ich da und hör ihm zu. Ich kann ihm keine Freunde zaubern - sonst hätten wir schon die Bude voll - aber ich versuche ihm den Rücken zu stärken. Und ich hoffe, daß es mir gelingt.

Hast Du ihn mal gefragt warum er tot sein will ? Was tut ihm so weh, daß er nicht mehr leben möchte und daß er Euch das immer wieder sagt ?? Was sagt der Kipsy dazu ?

Wir haben noch keine Medis - zuerst mußten die Untersuchungen stattfinden. Blutergebnisse waren OK - morgen kommt noch EKG und EEG. Und danach das Rezept für Equasym Retard - wenn alles OK ist. Sollte das so sein, werden wir Freitag anfangen.

lg Biene






von Biene66 - am 25.04.2007 21:46
Liebe Sandra!

Keiner hier im Forum macht es sich leicht, indem er seinem Kind Medikamente gibt, die es nicht braucht. Deshalb lann ich Deine Vorbehalte gegen die Medikation gut verstehen.

Weshalb möchte der Arzt Deinem Sohn Concerta verschreiben? Wegen der gehäuften Aussage, er wolle sich das Leben nehmen? Weil er hibbelig ist, oder eben völlig unkonzentriert?
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Kinder besser mit sich selber klarkommen, wenn sie eingenommen haben. Ich muß aber dazusagen, daß ich bisher noch nicht "das Vergnügen" hatte eine Rebound mitzuerleben.
Bei meinem Sohn, der eben auch sehr impulsiv ist, erlebe ich, daß er Situationen reflektieren kann, daß er doch ein bisschen besser die Zeilen trifft,... alles ein bisschen gemäßigter und ein bisschen besser.
Er hat keine seiner liebenswerten Eigenschaften verloren oder eingebüst. Im Gegenteil, er kommt jetzt eher mal und schmiegt sich an mich zum Kuscheln.
Die Medikament unterdrücken seinen Charakter nicht, sie helfen ihm aber seine Kräfte einzuteilen, und nicht nur für die Konzentration zu verbrauchen.

Die Medikamente ersetzen ja auch nicht die Geborgenheit und Liebe von uns Eltern, oder Therapien, die nötig sind.
Würdest Du Dich weigern, Deinem Sohn eine Brille aufzusetzen, wenn er schlecht sieht?

Ich wünsche Dir die Kraft, eine Medikation nicht als Kapitulation zu betrachten, sondern als klare Entscheidung für einen Weg.

lg
Margit

von Margit H. - am 27.04.2007 20:24
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