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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Zeusi, Krümel01, C_C_W, Monkele, Himbeerkatze

Welche hilfen sind wichtig für uns???????

Startbeitrag von Krümel01 am 08.09.2007 21:00

hallo,
ich habe vor einiger Zeit schon mal hier geschrieben.
Da man hier so nette und hilfreiche Antworten bekommt,würde ich gern mal wissen,da das ganze für mich ja neuland ist,wo man evtl Hife bekommen kann,bzw anfordern kann.

Mein Lasse ist 7 und wurde vor kurzem mit ADHS diagnostiziert,er bekommt jetzt 20 Medikinet retard morgens.

Da er z.z. noch in der Therapie ist,geht es noch sehr ruhig bei uns zu,aber ich habe schon ein grauen,wenn er in 2 Wochen wieder in die Schule muß.
Allerdings würde es mich natürlich sehr für ihn freuen,wenn dann mal alles etwas besser laufen würde,als vor der Therapie.
Aber ich will positiv denken.

Nun bin ich am überlegen,ob ich mir irgendwo hilfe holen kann,denn wenn er entlassen wird,stehe ich bestimmt wieder allein vor allem,da mein Mann ja immer erst spät abends nach hause kommt.

Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für mich.

Lieben gruß
Krümel01

Antworten:

Hallo Krümel,

ist Dein Sohn derzeit stationär?

Ich kann Dir grundsätzlich nur absolut zu einer begleitenden VT raten - und zwar aus ganzem Herzen.

Ich habe hier irgendwo schon öfter darübergeschrieben, wie sehr unsere VT uns und vor allem auch mir hilft.

Sie arbeitet mit Sohnemann spielerisch grundsätzliche Dinge auf wie seine Verletzung, stärkt sein selbstwertgefühl, arbeitet ans einer Frustrationstoleranz und setzt ihm Regeln. Und bei akuten Notfällen greift sie helfend mit ein - so dass ich entlastet werde bzw so dass es eine zweite helfende Hand gibt, die von anderer Seite miteingreift und auch mir ganz konkrete Tipps gibt.

LG
Himbeerkatze
(Leider wg. Stress derzeit nur selten da - aber ganz ganz liebe Grüße an alle!!!)

von Himbeerkatze - am 09.09.2007 19:45
Hallo,
mein Sohn ist teilstationär.

Was bitte ist eine VT???

Ich bin blutiger ADHS anfänger...
gibt es noch mehr,was ich machen kann?

lieben Gruß
krümel01

von Krümel01 - am 09.09.2007 20:35
Hallo Krümel,

VT = Verhaltenstherapie

Zu den anderen Möglichkeiten wie Familienhelfer oder Schulbegleitung kann ich Dir leider nichts schreiben, da ich da keine Erfahrung habe.

Du kannst ja mal die Suchfunktion bemühen und wenn Du dann konkrete Fragen hast nochmals nachfragen. Es gibt hier mehr, die diese Hilfen haben.

Einfach in der gelben Navigationsleiste auf Suche gehen, dann z.B. "Familienhelfer" eingeben, am besten alle Foren und Zeit 90 Tage oder so, dann müßte auf jeden Fall was kommen.

Liebe Grüße

Monkele

von Monkele - am 09.09.2007 20:42
Hallo Krümmel,

uns hat man seitens der KJP eine heilpädagogische Ganztagsgruppe (nach der Schule) empfohlen. Das muss man beim Jugendamt beantragen. Es gibt auch soziale Gruppen. Den Unterschied weiß ich allerdings auch noch nicht. Beides läuft über das Jugendamt und findet nach der Schule statt. Dort wird sehr intensiv mit den Kindern gearbeitet. Also erst einmal Hausaufgaben machen und dann Programm. Der Stellenschlüssel ist meisten 1:4 oder 1:5. Also nicht wie im Regelhort 1:10. Dadurch werden die Kinder intensiver betreut. Ist eine sehr kostenintensive Angelegenheit und wird ungern von den Ämtern befürwortet - zumindest die Ganztagsgruppe. Zur Zeit ist Junior noch im Regelhort, weil über die Sache noch entschieden werden muss. Hier gibt es lange Wartelisten...

Darüber hinaus hat man uns für ein Elterntraining empfohlen und für Junior ein Konzentrationstraining. Hier stehen wir nun auf den Wartelisten.

Also, wenn Dein Sohn zur Zeit in der KJP o.ä. ist, dann dort sofort ansprechen, was für Möglichkeiten nach der Therapie bestehen. Die sollen dann von dort schon eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Das erleichert die Sache ungemein.

Viel Glück
Zeusi

von Zeusi - am 10.09.2007 08:00
Hallo Krümel,

für ganz wichtig halte ich auch ein Elterntraining. Denn am Tag sind die Kinder ja aufgrund der Medikamente noch lenkbar. Ich kann mit meinen Sohn morgens, vor der Medikamentengabe, und nachmittags nach dem die Wirkung nachgelassen hat am schwersten umgehen. Da verliere ich oft die Beherrschung, obwohl ich eigentlich ruhig bleiben sollte, weil er ja nichts für seine Krankheit kann.

Im Elterntraining lernt man, den Tag zu strukturieren, und mit positiven Verstärkern, statt mit Strafen zu arbeiten. Das ist gar nicht so einfach, weil man doch am liebsten schimpfen will, wenn Junior wieder mal nicht hört.

In der Tagesklinik müssten sie eigentlich Adressen für das Elterntraining haben. Bei mir wurde es von der Krankenkasse bezahlt, aber oft muss man auch etwas bezahlen. Doch das kann man dir dort auch sagen.

Viele Grüße, Conny

von C_C_W - am 10.09.2007 08:28

Re: Welche hilfen sind wichtig für uns???????NACHTRAG

mir ist gerade noch etwas eingefallen...

Unser Sohn wird durch den "Mobilen Dienst" - Pädagogin einer Sonderschule für Verhaltsauffällige Kinder - 1 x wöchentlich in der neuen Schule begleitet. Sie hat vor der Therapie einen Smilie-Plan mit Junior entwickelt und durchgeführt etc.

Vielleicht mal beim Schulamt nachfragen, ob es bei Euch auch so etwas gibt. Sie ist im Grunde genommen die "Anwältin des Kindes" und vermittelt zwischen Schule, Eltern, Kind etc.

Gruss
Zeusi

von Zeusi - am 10.09.2007 12:39
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