Startbeitrag von Sai43am 13.02.2008 10:11
bisher habe ich noch keine hilfe bekommen, egal wo ich mich informieren wollte
eine dienstaufssichtsbeschwerde ginge nicht mehr über das schulamt sondern über den schulrat. der schulrat ist der mann der auch entscheiden wird, ob said anhand des gutachtens in die förderschule oder auf die normale grundschule weitergehen kann.
auf eine grundschule in der stadt kann ich ihn nicht bringen, da nur diese eine grundschule für die schüler des dorfes zuständig ist.
der rechtsanwalt hat auch nichts unternohmen, weder informationen gegeben noch dort angerufen oder sich mit der lehrerin in verbindung gesetzt.
ein zweites gutachten konnte ich bisher noch nicht bekommen, da ich schlicht und einfach niemand erreichen kann.
auch von der emgs habe ich noch nichts gehört.
ich fühle mich im moment richtig besch....
der termin für die förderschule ist am freitag. ich habe keine lust mitzugehen, gehe aber trotzdem mit, da mein mann ausländer ist, um aufzupassen damit da nichts unterschrieben wird oder ähnliches.
im letzten diktat neulich hatte said nun einen fehler, die mathetests wie gesagt macht er mit meist null fehlern. in der förderschule wäre er vollkommen unterfordert, und was das soziale angeht, so wird dort nur mit kindern die ein aggressives verhalten an den tag legen gearbeitet. nicht mit
adhs kindern.
auffallend vielleicht noch, das erst probleme da sind, seit er bei dieser lehrerin in der klasse ist.
mfg
sai
ich vermute, dass bei deinem Sohn eine Überprüfung auf Erziehungshilfe stattgefunden hat, nicht auf Lernhilfe. In einer Schule für Erziehungshilfe wird der ganz normale Lehrplan unterrichtet, nur in kleineren Klassen.
Schau dir doch mal ganz vorurteilsfrei die Schule an und frage, wie man dort deinen Sohn fördern will. Danach hast du eine Menge Informationen und Eindrücke und musst deine Entscheidung nicht nur aus dem Bauch heraus treffen.
In Hessen müssen die Eltern einer Überweisung des Kindes an eine Förderschule zustimmen, sonst bleibt das Kind in seiner Klasse. Aus welchem Bundesland kommst du? Frage doch mal bei deinem zuständigen Landeselternbereirat nach, wie bei euch die Regelung ist. Ebenso muss in Hessen das Gutachten den Eltern ausgehändigt werden. Dann weißt du, welche Tests durchgeführt wurden und mit welchem Ergebnis.
Viel Erfolg :-)
von Dagmar D. - am 13.02.2008 16:51
vielen dank für deine antwort.
nein, es war keine prüfung auf erziehungshilfe. ich habe jetzt hilfe von einer nachbarin, die mir eben auch sagte,das diese lehrerin dafür bekannt ist adhs kinder loszuwerden.
morgen haben wir einen termin in der förderschule für lernbehinderte. danach gehe ich zu ihr und wir werden alles weitere besprechen.
die schule habe ich mir schon angeschaut, sie ist auch allgemein bekannt.
meine nachbarin sagte, wenn du ihn dahin gibst, wird er als behinderter gesehn auf dem arbeitsamt.
ich könnte es mir leicht machen und sagen ok schick ich ihn dahin und hab meine ruhe. aber so bin ich nun mal nicht.
die tests waren ein iq test sowie lesen, schreiben, mathe etc.
das gutachten werde ich morgen dann ja sehn. aber wie auch immer, sie will ihn lossein, mit meinen andern kindern haben sie es ja auch so gemacht, die wollten sie auch lossein.
also werde ich versuchen die rektorin zu besänftigen indem ich ihr vorschlage meine kinder auf eine andere grundschule zu bringen.
lg
sai
von Sai43 - am 14.02.2008 11:05
mein Sohn hatte auch die Grundschule nach Beginn des 4. Schuljahres gewechselt. Er geht jetzt in der Nachbargemeinde zur Grundschule. Dazu brauchten wir noch nicht mal die Genehmigung des Schulrates.
Es gab am Anfang des Schuljahres eine große Gesprächsrunde, bei der wir Eltern, unser FH, die Schulpsychologin, der Schulleiter und die KL anwesend waren. Es ging darum, ob unser Sohn überhaupt noch eine Perspektive an dieser Schule hätte. Aber im Gespräch wurde sehr schnell klar, daß er dort keine Chance mehr hatte.
Ich habe dann noch am selben Tag bei der anderen Schule angerufen, die Problematik geschildert und auch nicht verschwiegen, daß er ADS hat. Am folgenden Montag (Freitag angerufen) bekam ich einen Termin zum Gespräch. Genau eine Woche später ging mein Sohn dann auf diese Schule.
Der Wechsel hat insgesamt recht gut geklappt. Er wurde sowohl von der Klasse als auch von den Lehrern gut aufgenommen. Nach den Herbstferien gab es nur einige Schwierigkeiten auf Grund der Medieinstellung. Danach hatte sich das weitestgehend gelegt.
Der einzige Nachteil ist, daß wir die Fahrtkosten selbst tragen müssen. Aber die meiste Zeit ist er sowieso mit dem Fahrrad gefahren.
Setze Dich am besten mit der Schule Eurer Wahl in Verbindung. Informiere Dich dort genau, führe Gespräche mit der Schulleitung und den infrage kommenden Lehrern. Wenn die das ok geben, dürfte einem Wechsel eigentlich nichts im Wege stehen.
Viel Glück.
Conny S.
von Rosenfan - am 14.02.2008 14:29