Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Anita, Sabine (hinky)

Schule für schwererziehbare und ADS Kinder in einem dichbesiedelten Wohnviertel??

Startbeitrag von Anita am 13.10.2001 12:19

Hallo,
Ich hätte mal eine Frage.Ich wohne in einem Wohnviertel in dem viele Kinder wohnen (da die Stadt in unserem Viertel Familien mit 3 und mehr Kinder fördert). Ebenso ist in unserem Viertel auch ein Heim für Schwererziehbare und ADS-Kinder(wobei es nur 10% der ADS-ler sind).Viele dieser Kinder haben etliche Kriminelle Vorgeschichten. Momentan besuchen diese Kinder Schulen die etwas weiter entfernt sind, somit sind diese Kinder(bzw. es sind mehr Jugendliche) bis ca. 17 Uhr in Schule bzw. Therapien. Ab ca. 19 Uhr kann man gar nicht mehr auf die Straße. Es wurden Erwachsene sowie Kinder angepöbelt, zusammengeschlagen sowie mit Messern bedroht. Es vergeht fast kein Abend ohne das die Polizei 2-3 mal kommen muß.Sie pöbeln sogar die Polizei an, weil sie sich sicher sind das Ihnen nichts passieren kann.
Nun wollen Sie in unserem Viertel eine Schule für diese Kinder bauen, damit diese es nicht soweit haben und nun auch ab Nachmittag aktiv sein können.
Wir wurden von der Selbsthilfegruppe hingestellt als ob wir etwas gegen diese Kinder haben. Dabei ist unser Gedanke das so eine Einrichtung mehr an den Stadtrand gehört wo die Kinder auch mehr Freifläche haben. Was haltet Ihr davon?
Zum Schluß noch, ich habe selber einen Sohn (9) der ADS hat und er fürchtet sich genauso wie die anderen vor diesen Kindern.
Viele Grüße Anita

Antworten:

Hmm, das ist ein heißes Eisen, Anita.

Ich denke, ein Problem könnte darin liegen, dass man diese schwierigen Kinder konzentriert hat. Dadurch verstärken sie sich gegenseitig. Ich kann das schon bei meinen hyperaktiven Zwillingen beobachten, die einzeln ganz gut zu haben sind, im Team aber ein vielfaches an Chaospotential besitzen.

Für ein vernünftiges Miteinander müssen Regeln aufgestellt und eingehalten werden. Das muss auch für schwererziehbare Kinder und Jugendliche gelten, sonst sollten sie nicht ohne Aufsicht in der Öffentlichkeit bewegen dürfen.

Ich kann nun aus der Ferne nicht beurteilen, welche Maßnahmen ergriffen werden von den Pädagogen, wenn sich Kinder/Jugendliche aus diesem Heim derartig in der Öffentlichkeit verhalten, dass die Polizei zu Hilfe gerufen werden muss. Aber so, wie du das schilderst, finde ich das nicht in Ordnung.

Ich denke, nicht das Heim an sich ist das Problem, sondern wie es geführt wird. Vielleicht kann man an dieser Stelle nachhaken, Gespräche mit der Heimleitung führen, mit dem Jugendamt, ...

Liebe Grüße,
Sabine

PS: Auf dem Land, wo Kinder mehr Bewegungsfreiheit haben, würde ich ein Heim für Schwererziehbare grundsätzlich für besser plaziert halten. Aber vielleicht soll ja die räumliche Nähe zu den Familien erhalten bleiben.
Sabines ADler-Seiten


von Sabine (hinky) - am 13.10.2001 14:44
Hallo Sabine,

Die meisten Eltern der Kinder wohnen auf dem Land, von daher würde ich es auch besser finden das das Heim mitsamt der Schule auch ins ländliche oder an den Stadtrand kommen. Vor allen wird bei uns für Jugendliche eh nichts geboten.

Der Heimleiter sowie das Jugendamt behaupten es wären nicht die Kinder vom Heim die Probleme machen.Die Erzieher unternehmen nichts da sie selber hilflos (was sie aber natürlich nie zugeben würde) gegenüber den Jugendlichen sind. Das merkt man wenn Sie mal in der Gruppe das Heim verlassen.

Unsere Stadt ist natürlich für diesen Schulbau. Der Bau wurde schon vor längerem für eine Regelschule genehmigt, aber da die Stadt nie Geld hatte um diese Schule zu genehmigen kommt Ihnen die Schule für schwererziehbare sehr gelegen. Vor allem weil diese Schule vom Staat gebaut wird.

Es wurden der Heimleitung auch schon billigere Grundstücke außerhalb der Stadt angeboten wo vor allem soviel Platz wäre Freisportanlagen ujnd sonstiges zu bauen für weitaus weniger Geld. Aber der Heimleitung ist dies egal.

Mittlerweilen ist es schon so das Sich viele Abends nicht mehr aus dem Haus trauen. Die Kinder haben auf dem Schulweg und auf dem Spielplatz Angst. Wo soll das nur hinführen?

Einige Eltern die sich erst kürzlich Häuser sowie Eigentumswohnungen gekauft haben überlegen nun sogar die Stadt auf Wertminderung zu verklagen. Da viele unter dieser Bedingung nicht hierher gezogen wären.

Ich habe aber auch persöhnlich Angst, das wenn mein Sohn älter wird sich von diesen Jugendlichen mitreisen lässt.

Schöne Grüße Anita

von Anita - am 13.10.2001 16:19
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.