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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jutta, Pia, Gaby, Barny, Angelika (TanteGela), Jutta2

Aufsatz schreiben

Startbeitrag von Jutta2 am 29.10.2001 13:56

Hallo zusammen,
vor einiger Zeit hatte ich hier mal gefragt, ob mir jemand wegen schlechtem Schriftbild einen Tipp hat. Ich glaube jutta gab mir den Rat mich nach einer KG mit Zusatzausbildung umzusehen. Habe ich gemacht, hat geklappt, habe morgen Termin. Danke noch nachträglich.

Jetzt aber mal eine andere Frage: Mein Herr Sohn hat zwischenzeitlich nach vielen heftigen Jahren in der Schule nur noch wenig Probleme. Was mir eigentlich noch Sorgen macht ist, daß er keine vernünftigen Aufsätze schreiben kann. Ich war zwischenzeitlich bei seiner neuen Deutschlehrerin am Gym., die zwar sehr verständnisvoll ist, mir aber auch nicht raten kann.

Da er viel liest, wenig fernsieht, mit Rechtschreibung und Grammatik fast keine Probleme hat, weiß ich nicht so recht was ich machen kann. Kann es sein, daß das Problem mit ADS zusammenhängt?

Viele Grüße
Jutta 2
Antworten:
Hallo, Jutta 2!
Kennt Dein Sohn Mindmapping?
Mit diesem Verfahren kann man mittels eines Gedanken-Gerüstes verschiedene Einfälle die man hat, an die unterschiedlichen "Äste" hängen. Es gibt Taschenbücher zu diesem Thema, aber auch in vielen Schulen sind Lehrer für das Projekt "Lernen lernen" ausgebildet und haben Material.
Evtl. bietet die Volkshochschule einen Kurs an, der nur einen Abend dauert.
Grüße von Angelika (TanteGela)

von Angelika (TanteGela) - am 29.10.2001 14:51
Hallo Jutta,
das Problem kann durchaus mit ADS - "meine andere Art, die Welt zu sehen" - zusammenhängen. Ich sehe es an mir selber, meinen Aufsätzen als Schüler, meinen Argumentationsproblemen heute ("ist doch alles ganz klar!!!"); ach ja, ich habe ADHS, ist ja ganz klar!
Viele Grüße - ach ja, noch was: der Sympatiefaktor hat bei meinen Aufsatznoten immer eine Wahnsinnsrolle gespielt -
Barny

von Barny - am 29.10.2001 18:25
Hallo Jutta,

vielleicht kann ich Dir auch diesmal helfen.
Mein Sohn (4.Klasse) hat in etwa die gleichen Probleme, auch bei uns viel lesen wenig Rechtschreibeprobleme. Ich denke ganz einfach, da ihm Schreiben an sich immer noch verhasst ist, versucht er so wenig wie möglich zu schreiben. Wir sind dazu übergegangen, das er mir die Aufsätze diktiert, um sie danach dann abzuschreiben. So kann er seine Gedanken schneller "zu Papier" bringen. Die andere Variante ist, er darf Aufsätze am PC schreiben (ist mit Lehrerin abgesprochen). So werden zumindest die Aufsätze als Hausaufgabe ganz gut. Der letzte Schulaufsatz war auch schon besser.

Gutes Gelingen

Jutta

von Jutta - am 29.10.2001 18:27
Hallo Jutta(2),

mein Sohn hat auch Schwierigkeiten beim Aufsatzschreiben. Der Therapeut meinte, dass es durchaus mit ADS zusammenhänge, denn Hypies können sich ja schon den Alltag nicht einteilen, d. h. Dinge hintereinander statt gleichzeitig erledigen, das Wichtigste zuerst, dann alles andere...Wie soll man dann in der Lage sein einen Aufsatz zu schreiben ? Hinzu kommt, dass mein Sohn auch noch eine "Sauklaue" hat, bei längerem Schreiben verkrampfen sich seine Finger, sagt er, eine Ergotherapeutin machte mich schon vor einigen Jahren darauf aufmerksam, dass seine Schreibhaltung viel zu verkrampft ist und er daher zu schnell müde wird...Wer sich schon allein zum sauberen Schreiben anstrengen muss, hat keine Kraft mehr, um komplizierte Zusammenhänge logisch und verständlich niederzuschreiben.
Unser Therapeut gab mir den Typ, ihm bei Übungen auf zweierlei Weise zu helfen: 1. Einfache Dinge schildern, die immer in eíner bekannten Weise ablaufen, bsp. ein Kochrezept, ein Arztbesuch, ein normaler Tagesablauf...So lernt das Kind, die Gedanken zu ordnen.
2. Nehme deinem Kind das Schreiben ab, dein Kind diktiert dir seine Gedanken.
Natürlich klappt das nicht mehr bei einem komplizierten Interpretation, aber für die Grundschule oder, wie bei uns, die 5. Klasse reicht es noch. Ansonsten bin ich bei den Hausaufsätzen oft dabei und gebe ihm Denkanstöße. Wenn er einen Aufsatz geschrieben hat, gehen wir Satz für Satz durch und überlegen gemeinsam, was man besser machen könnte, wo Gedankensprünge sind usw.
Manchmal hilft bereits der Hinweis, dass der Aufsatz viel zu kurz ist und der Haupteil ausführlicher geschildert werden muss...Denn, wie gesagt, mein Sohn ist schreibfaul, möchte schnell fertig werden. Ich weiß noch nicht, wie es in den weiteren Klassen weitergehen soll, aber ich denke, dass ich wohl noch einige Zeit als Nachhilfelehrerin unterstützend dabei sein werde. Zum Glück macht mit das Schreiben eher Spaß, und die anderen Hausaufgaben macht er ja immer alleine, sonst würde ich wohl verzweifeln...

Jutta (3)

von Jutta - am 30.10.2001 21:20
>Was mir eigentlich noch Sorgen macht ist, daß er keine vernünftigen Aufsätze schreiben kann. Ich war zwischenzeitlich bei seiner neuen Deutschlehrerin am Gym., die zwar sehr verständnisvoll ist, mir aber auch nicht raten kann.

Komisch. Ich dachte immer, das wäre die Aufgabe der Lehrer, die Kinder anzuleiten ...

Warum kann er denn keine Aufsätze schreiben?

Kann er nicht beginnen?

Oder hat er keine Phantasie?

Oder ...?

Und was für eine Art von Aufsätzen meinst du? Reizwortgeschichten, Phantasieerzählung, Nacherzählung, Erlebnisberichte, ...

Ich denke, ich kann Tipps geben, müsste nur genauer wissen, worum es genau geht.

von Pia - am 30.10.2001 21:53
Kann es auch daran liegen,dass er es nicht richtig gelernt hat.

Bei uns war es so leider.

von Gaby - am 30.10.2001 22:31
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