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ADHS ADS Selbsthilfe
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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 1 Monat
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Marisa, Angelika (TanteGela), Chris G, Jacqueline G., Petra F., ClaudiaW, Hannelore4, momfor4, Sternenkind, EWitte

Tonfeldtherapie ??

Startbeitrag von Jacqueline G. am 20.08.2003 20:05

Hallo

Hat jemand Erfahrung mit Tonfeldtherapie?Habe gestern zum ersten Mal davon gehört.Im Netz fand ich nur wenig Angaben.
Heinz Deuser soll diese Art von Therapie in den 70er Jahren ins Leben gerufen haben...
Kenne nur das "Sandfeld" wo die meisten Psychologen mit arbeiten.Ist das was Ähnliches?

Liebe Grüsse

Jacqueline

Antworten:

Hallo Jacqueline,
hast Du einen Link, der das Suchen erspart? Und wofür soll es gut sein?
Soll nicht abwertend klingen, allein die Bezeichnung interessiert mich, habe aber noch nie davon gehört. Das Sandfeld ist eher tiefenpsychologisch angelegt, im Moment könnte ich absolut keine Verbindung zu einem Tonfeld herstellen, es sei denn, es ist die Materie "Ton" gemeint und nicht "Ton" als Klang..., dann wäre es lediglich eine andere Spielwiese, aber diesselbe Funktionsweise.

lieben Gruss, Chris G

von Chris G - am 22.08.2003 00:45
Hallo Chris

Es handelt sich um die Materie Ton.Wirkt tiefenpsychologisch.
Hier ein Link:www.tonfeldatelier.de
Eine Bekannte hat mir davon erzählt.War völlig begeistert.
Ihre Tochter (kein ADS) hatte ein sehr "niedriges" Selbstwertgefühl,nach ca.20 Sitzungen am Tonfeld hat sich das sehr verbessert.
Unsere Tochter hatte ja 1 1/2 Jahre Spieltherapie,auch am Sandfeld,was leider überhaupt nichts gebracht hatte als ein leeres Portemonnaie!!
Sind daher etwas "gebrannte Kinder".Es ist ja immer ein Ausprobieren,beim einen zeigts Wirkung beim andern nicht.
Das Blöde ist nur das es bei solchen Therapien immer heisst es brauche Zeit....mag ja stimmen...aber wer sagt mir dass es auch nützt.

Liebe Grüsse

Jacqueline

von Jacqueline G. - am 22.08.2003 08:30
Hallo zusammen!

Nun habe ich mich grade auf der o.g. Seite umgesehen, aber begeistert bin ich nicht!

Nein, nicht dass ich etwas gegen Arbeiten mit Ton hätte (habe mehr als 10 Jahre aktiv getöpfert), sondern die Hervorhebung der angeblichen Wirkung durch DIESE Kurse.

Was unterscheidet die Tonfeldtherapie von "normalem", lustvollen Matschen mit Ton, Sand und Wasser oder z.B. Töpferkurse für Kinder?

Insbesondere die Anmerkung zu den hochbegabten Kindern finde ich ziemlich weit hergeholt.
Natürlich kann man vielen Kindern irgendwie helfen, wenn sie rumsauen dürfen, Dinge formen, schmieren, kreativ sein.
Aber was dort soooo anders sein soll, als z.B. in der Ergotherapie erschließt sich mir nicht.

Oder vielleicht der Ansatz, dass man die Tonfeldtherapie selbst bezahlen muss (Preise habe ich übrigens nicht gefunden!), im Gegensatz zur Ergotherapie.

Unser Sohn (ADS+H+HB) fand das Material Ton übrigens gar nicht angenehm.
Unsere Töpferversuche waren ein Schuss in den Ofen, weil der Ton die Eigenschaft hat, bei längerem Kontakt zur Haut bröselig zu werden und sich nicht mehr formen zu lassen.
Das wieder führte zur Frustration und war zumindest für unseren Sohn nicht förderlich.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 22.08.2003 09:24
Hallo Jaqueline,

da kann ich Angelika nur zustimmen.

Man muss immer aufpassen, ob nicht einfach nur wieder mal jemand etwas verkaufen will. Gerade bei Kindern tun sich ja immens viele neue Geschäftszweige auf und jeder will etwas verdienen.

Das ulkige ist ja, das habe ich übrigens auch bei meinen eigenen Kindern erlebt, dass es so etwas wie einen Placebo-Effekt gibt. Egal was wir bisher unternommen haben, immer gab es erst einmal eine kurzfristige Besserung, um dann doch wieder in den alten Zustand zurückzufallen. Ich denke, dass es daran liegt, dass die Kinder merken, dass wir alles versuchen, und sie dann ebenfalls ihr Bestes geben, um eine Verbesserung des Zustandes zu erreichen. Das führte dann dazu, dass wir sogar einen Erfolg bei der Bioresonanz erlebten, bei der Spiele- und Lerntherapie, bei den Konzentrations- und Leistungstrainings und auch bei den Lebensmittel-Tests. Immer gab es eine kurzfristige Verbesserung *freufreufreu* und man dachte. So, das isses!!!! Jetzt geht's bergauf. Feind erkannt - Feind gebannt.

Es gibt wohl einen Zusammenhang zwischen "Matschen" und der Sprachentwicklung. Matschkinder haben eine bessere Sprachentwicklung als Nichtmatschkinder. So war es zumindest bei dem Sohn einer Freundin. Sinneserfahrungen prägen wohl die Sprachentwicklung einschneidend. Aber, auch das ist wohl auch eine Theorie, die erst am Anfang steht.

Also, Hände weg von dubiosen Methoden, die nur Geld und Zeit kosten.

Viele Grüße

Claudia

Aber nach ganz kurzer Zeit war der alte Zustand wieder da.

von ClaudiaW - am 22.08.2003 09:51

Re: Tonfeldtherapie ?? -- uuupps

....da ist mir wohl ein Satz nach hinten verrutscht . *ggg*

Aber egal. Jeder weiß was gemeint ist.

Claudia

von ClaudiaW - am 22.08.2003 09:54
Hallo Jaqueline,

auch ich kann mich da nur anschließen.

Da könnten man dann ja als neue Idee "Die therapeutische Naturerfahrung mit psychosozialem Erlebnis-Training in einer Kleingruppe" anbieten, bei der jeder Termin ca. 60,- Euro kostet und ein "Therapeut" eine Kleingruppe von 5-6 Kindern für 2 Stunden im Park oder Wald spielen läßt.

Wär doch was !!
Na Ihr arbeitslosen Pädagogen, neue Geldquellen in Sicht! *breitgrins*

Marisa

von Marisa - am 22.08.2003 11:42
Hallo,

habe soeben mir den angegebenen Link ncohmals genauer angeschaut und den Eindruck, daß die Beschreibung speziell unter "Arbeiten am Tonfeld" in Ordnung ist und den allgemein üblichen Kriterien der Kunst-Therapie und deren Anwendung in Kliniken entspricht.

Irritierend finde ich aber weiterhin die Eingangs-Beschreibung, besonders die aufgebauschte Darstellung von Hochbegabten-Problemen und die Aussicht auf angebliche Besserung durch die Ton-Therapie. Besserungen sind zwar durchaus möglich, allerdings wären Hochbegabte und auch andere Kinder mit Wahrnehumungsstörungen in anderen Therapien besser aufgehoben, weil umfassender.

Wird bei Ergotherapeuten mit Ton gearbeitet, so handelt es sich oft um genau dieses "Arbeiten am Tonfeld" (nach C.G. Jung) ohne daß explizit diese Bezeichnung angegeben wird. In meinem vorangegangenen Posting wollte ich auf genau diesen Punkt aufmerksam machen.

Ton selber besorgen und einfach die Kinder matchen lassen ist etwas anders als wenn sie von einer Fachkraft/Therapeutin zu bestimmte Wahrnehmungen geführt werden. Schließlich bräuchte man ja auch keinen Lehrer, um unseren Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Wir können das auch selber machen. Aber was ist mit denjenigen Kindern, die sich etwas schwerer tun? Lehrer sind dann doch recht gute Helfer! Und genau so ist das "Arbeiten am Tonfeld" anzusehen. Es gibt eben einen Fachmann, der die Kinder bei der Wahrnehmung schult, statt beim genauen Ansehen der Buchstaben nun eben hier beim genauen Betrachten seines Umfeldes.

Fazit:
Die Idee des Arbeitens am Ton kann hilfreich sein. Aber ist sie das auch in der angegebenen Praxis(s. link)?

Marisa
(die mal wieder etwas Futter fürs Gehirn geliefert hat *gg*)

von Marisa - am 22.08.2003 12:36
Hallo Jacqueline,

ich fürchte, da kann ich Dir nicht weiterhelfen. Hört sich gut an, aber warum muss man das extra bezahlen, bzw. wird nicht in einer normalen Psychotheraphie als mögliches Mittel der Wahl angeboten?

Meine Tochter hat immer gern getöpfert, macht sie heute noch. So ein Block Ton ist auch gar nicht teuer, hält lange und beschäftigt...;-)

Tja, guter Rat ist da sicher teuer...
Viele leider nichts wissende Grüsse, Chris G

von Chris G - am 22.08.2003 21:42

Re: Brot-backen-Therapie (war:Tonfeldtherapie ??)

Hallo Ihr Tonfeld-poster,

da mich das Thema interessierte, habe ich mich anrufen lassen. Die Dame des Instituts erklärte mir Folgendes:

Das Arbeiten mit Ton ist sowohl eine tiefenpsychologische Diagnostik-Methode als auch eine Therapieform gleichzeitig. In der ersten Probestunde beobachtet sie das Kind und stellt die Diagnose aufgrund Ihrer Fachkentnisse. Die Methode: das Kind erhält einen Tonklumpen und spielt (besser: "arbeitet" - wir sind ja in Deutschland *g*) nach eigenen freien Gefühlen und greift seinen eigenen Entwicklungsfaden an derjenigen Stelle auf, an der er aus irgendwelchen Gründen (Geschwisterkind geboren, Scheidung der Eltern, Unfall, ...) unterbrochen wurde.

Die Therapeutin begleitet das Kind bei seiner eigentherapeutischen Entwicklung.

Die gesetzlichen KK zahlen nicht.
Die privaten KK zahlten bis vor kurzem. Jetzt nicht mehr.

Die erste Std kostet 60,- Euro und gilt als Probestd.
Das Elterngespräch kostet ebenfalls 60,- Euro.
Jede weitere Std. kostet 45,- Euro und dauert 1 Zeitstd.

Eine Therapie-Sequent dauert ca 20 Std. (+/- je nach Therapiefall)

Das Gespräch war interessant aber sehr kurz. Tonfeld-Therapie ist ähnlich wie Sandfeld-Therapie. Und nun kann jeder selber entscheiden, ob er für sein Kind diese Therapieform als sinnvoll erachtet. Oder jede Woche1 Std selber mit ihm zusammen mit Ton spielt, zuhört und erzählt und dann jeweils 45,- Euro in die Urlaubskasse steckt. In diesem sinne könnte sogar das häusliche Brotbacken (Teig kneten) als Therapie und als Anlaß zum regelmäßigen 45,- Euro-sparen angesehen werden *sfg*

Liebe Grüße und ein wunderschönes Wo-Ende wünscht
Marisa

von Marisa - am 23.08.2003 11:15

Re: Brot-backen-Therapie (war:Tonfeldtherapie ??)

Hi Marisa,

irgendwie stolper ich immer ein bissl über diese Theorien mit "Geschwisterkind geboren" etc...

ich habe ein richtig schönes ADS, war dementsprechend ein etwas schwieriges Mädchen. Und schon damals wollte mein Kinderarzt, bzw. der, zu dem meine Mutter mit mir ging, das auf solche Sachen zurückführen: ich sei aus der Bahn geworfen durch die Geburt meines Bruders und den Umzug in eine andere Wohnung.

Also, ich kanns echt nicht nachvollziehen. So sehr ich auch in mir krame, finde ich nichts, was es rechtfertigen könnte, das Ganze meinem Bruder in die Schuhe zu schieben. Und die Verbesserung der Wohnverhältnisse ist mir auch nicht als traumatisch in Erinnerung- eher im Gegenteil, war doch durch den Umzug mehr Möglichkeit zum Spielen und außerdem fiel der Streß durch garstige Vermieter weg....wieso ich dadurch ADS-Symptome bekommen haben soll, leuchtet mir bis heute nicht ein. Aber meine arme Mama hat sich jahrelang gefragt, ob sie mich damals überfordert haben könnten....
(Und noch was- wie sieht der Psychologe so was beim Ton-Kneten?)

Übrigens stelle ich - gegen angemessene Bezahlung- eventuell meinen Backofen (wenn ich von der Pizza dann auch was abkriege) und auch unsere Sandkiste für therapeutische Zwecke zur Verfügung *grins*
Petra

von Petra F. - am 23.08.2003 12:41

Re: Brot-backen-Therapie @ Petra

Man, Petra!!!

"Geschwisterkind geboren", "Umzug" habe ich doch nicht als Tatsachen angegeben!! Und erst recht nicht Dich gemeint! :-)
Aber dennoch könnten (also ich meine echt "könnten") auch schon mal diese oder andere Gründe eine Verhaltensauffälligkeit verursachen, bei anderen natürlich! *g*

Du scheinst deine damalige Situation ja doch noch als recht unangenhem in Erinnerung zu haben. Kann ich z.Zt. bestens verstehen. Falsche Diagnosen und ungerechtfertigte Vorwürfe sind auch mir ein Greul.

Im Moment lebe ich in einer Art Versuchs-Situation: Wie viel kann man einer alleinerziehende ADS-Frau mit halber Stelle, Überforderung und Mobbing durch den Chef von diesen Falsch-Aussagen zumuten? Was passiert, wenn man dieser Frau die ihr zustehende Unterstützung vom Ju-Amt ebenso verweigert wie eine vor 9 Monaten geplante Kur? Und das Ganze schön lange gähren läßt, und ab und an mal mit ein paar echt fiesen Gemeinheiten würzt?

Na Ihr Studenten? Hier ist eine Chance für eine Dissertation vom Feinsten. Und top aktuell! denn die von Amerikanischen und Berliner Psychologen entdeckte neue Krankheit (PTED / bei netdoctor nachlesen) paßt hervorragend in dieses neue Gesellschafts-Bild: Wie viel power braucht man, um jemanden klein zu kriegen?

Du siehst, liebe Petra, daß auch ich von nur wenigen Worten persönlich berührt bin und meinen Senf dazugebe.

Die Sache mit Sandkiste und Backofen:
Wir könnten da doch mal ein SBVS ("Sandkasten- und Backofen-Vermittlungs-Service") gründen, Anleitungsbücher schreiben, und Forschungsaufträge vergeben. Wär doch was, oder ;-) ;-) ;-)

Marisa

von Marisa - am 23.08.2003 13:34

Re: Brot-backen-Therapie @ Petra

Ähm, ich will ja nicht stören, aber ich hätte da was. Also mir fiel beim Lesen eurer Postings ein Slogan ein: "KNETMASSEN ALLER LÄNDER VEREINIGT EUCH!". Also, ich weiß nicht, ob der jetzt irgendwie paßt. Oder nützt. Oder überhaupt irgendwie sinnvoll ist. Aber ich würde ihn gegen ein geringes Entgelt gerne zur Verfügung stellen.

Natürlich könnte (sollte, dürfte?) man das auch richtig professionell aufziehen, aber dann muß es anders heißen. Also vielleicht "Geist und Brot - spirituelles Backen, auch gegen ADS und Fußpilz". Oder irgendwie so.

FG Erich Witte - der geistigen Teig knetend vor dem PC sitzt

von EWitte - am 23.08.2003 14:26

Re: Brot-backen-Therapie @ Petra

Hallo Erich,

ja da lebt man gerade in schwierigen Lebensphasen, braucht unglaublich viel Geduld und Ausdauer um doch noch gegen alle Widrigkeiten des Umfeldes sein durchaus erstrebenswertes Ziel eines harmonischen Familienlebens incl. sinnvoller beruflicher Beschäftigung zu erreichen und dann SOWAS!!!

Also ich habe ja soooooo gelacht, beim Lesen Deines Postings!!! Erzeugt Galgenhumor eigentlich eine besonders intensive Form des Lachens? Dann könnte man ja auch hiermit durchaus therapeutische Ziele erreichen.

Und die Methode ist einfach:
Schritt 1) PTED erzeugen
Schritt 2) Galgenhumor (ggf auch schwarzen Humor) als Therapiemaßnahme - zwecks Kostenerstattung auch bei der KK - anbieten.
Die KK werden sich freuen und gerne annehmen, zumal die Kosten für Fortbildung und Praxiseinrichtungen nicht besonders hoch wären. Immerhin könnte diese Therapie ja auch im Freien und bei jedem Wetter durchgeführt werden. In Kneipen hätte sie besonderes hohe Erfolgsraten zu verzeichnen.....

Es grüßt, ebenfalls geistigen Teig knetend,

Marisa


PS: Was eine Formulierung!! Echt g e i l ... (sorry, sag ich ja sonst nicht. Aber hier past`s einfach genial.




PS2: PTED = "Posttraumatic Embitterment Disorder"
auf deutsch: "Posttraumatische Verbitterungsstörung"

von Marisa - am 23.08.2003 15:32

Re: Brot-backen-Therapie @ Petra

Wie wär´s denn mal mit "virtuellem Ton- und Teig-Kneten oder alternativ Sandschippen bei Tante Gela"?

Ich biete die theoretische Unterstützung, immerhin kann ich auf eine 10-jährige, höchst aktive Töpferzeit zurückblicken und verfüge über eigene Erfahrungen mit Sand. Haltet Euch fest, und die sogar seit 1957, meinem ersten Ostsee-Urlaub mit Schippe.

Das virtuelle Matschen hat den Vorteil, dass sich nicht etwa Luftblasen in den erarbeiteten (oder sollte ich besser sagen *aufgearbeiteten*) Teilen befinden, die sie beim Brennen platzen lassen, bzw. sich Sandkörnchen im Getriebe wiederfinden*g*.
Ausserdem bleibt meine Küche sauber, und gegen eine ordentliche Zunahme meines Kontostandes hätte ich sowieso nix.

Natürlich biete ich auch Elterngespräche an, die sind im Preis mit inclusive.
Allerdings nur sonntags, weil ich da mit DSL XXL für lau telefoniere!

Bitte nur und ausschließlich nicht ernstgemeinte Anfragen unter
TanteGela@web.de Stichwort "virtuelles Matschen".
Alle Posteingänge werden garantiert nicht beantwortet.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 23.08.2003 16:41

Re: Brot-backen-Therapie @ Petra

Hallo Ihr Einfallsreichen!

.....Ich lache immernoch!:O)) :O))

Habt ihr nochwas auf Lager???Naja,kann man in unseren so eingefahrenen Lebenslagen manchmal gut gebrauchen!!:O))

Genial,würde mich anschließen,auch mein konto freut sich über Guthaben!

Mit matschen und kneten hab ich besonders gute Erfahrung,da man es schon mit klein Kleinkindern machen kann,Elterngespräche in den entsprechenden Kindergruppen selbstverständlich gratis dazu!....Lach!:O))))))

In diesem Sinne gutes Gelingen
und lieben Gruß von Sternenkind

von Sternenkind - am 23.08.2003 17:46
hallo ihrs

oder man könnte- auch als anregung

wie heute in der zeitung gelesen eine wahnsinnskohle machen, indem wir persönliche talismänner an betroffene verschicken die *garantiert* das leben verändern und verbessern werden.. ich kriege immer so nen hals, wenn ich derartige *therapien* lese, deren sinn und nutzen sowas von zweifelhaft sind, weil 1. mal jeder therapeut reinlesen kann, was er gerade möchte, 2. den hilfesuchenden das geld aus der tasche zieht und 3. wieder in die schublade- *hier ist eine bezahlte kraft, die den zu kurz gekommenen kindern, aufgrund mangelnder aufmerksamkeit seitens der eltern die zeit gönnen, zu reden und und ihren reibach zu machen.*

kuchen, brot backen oder töpfern kann jeder selber zuhause, reden auch und dafür brauch ich weder ne spezielle ausbildung noch ne therapiesitzung oder eine therapeutin, die mein kind mit irgendwelchem tiefenpsychologischem geschwafel bequasselt.

ebensowenig, wenn es immer heisst- *das dauert* ich habe einer kinderpsychiaterin mal gesagt, es ist schön, wenn sie nicht an mein kind rankommen, wenn sie zwar nicht wissen, was meinem kind fehlt, sie dafür aber lieber monatelange schwammige diagnosen stellen, in der psyche wühlen, weil es einfach lukrativer ist- nicht für das kind. nicht für die eltern. aber für den arzt.

da wusste sie dann nicht mehr viel zu sagen.

gruss

mom

von momfor4 - am 24.08.2003 08:35
Hi Momfor,

mir geht gerade auf, wie viel Geld ich so spare mit all dem, was ich alleine zu Hause mit meinem ADS-Sprößling mache.
Musiktherapie übernimmt die private Klavierlehrerin, nur nennt sich das nicht "Musiktherapie", sondern "Musikunterricht", und sie ist auch keine Therapeutin, sondern Musikpädagogin.
Kunsttherapie mach ich persönlich, zur Zeit sogar jeden Tag, weil der Kleine so positiv darauf reagiert. Nur nennen wir es "gemeinsam einen Zeichen- und Malkurs zuhause machen", wir bezeichnen es nicht als Therapie....Investition: gute Bücher über Malübungen mit Kindern (ich habe eins in englischer Sprache, sehr gut, leider muß ichs immer erst für mich übersetzen), Papier, Farben, und Liebe zum Malen. Vorteil: die aufwändige Fahrt zum Therapeuten entfällt, wir machen das zu Hause auf dem Eßtisch :-) , und das therapeutisch tätige Elternteil übt gewaltig seine Kunst- Skills (na ja, es kostet viel Zeit, das geb ich zu...)

Brot backen, Kuchen backen, Motorik- und Wahrnehmungsförderung durch z.B. Möhrenschälen etc. nenne ich ganz profan "hilf mir mal ein bißchen in der Küche". Alles nur eine Frage der Formulierung, gell?

Weitere Motorikförderung ist dadurch sichergestellt, daß wir ein Quattro-Baumhaus haben. War teuer, aber nur einmal in der Anschaffung, und aufwändig, aber nur einmal beim Bauen.
Sandfeldtherapie haben wir nicht, nur Sandkastenspiel, weil ich nicht die Geduld habe, beim Sandkastenspiel zuzusehen und den Kram zu interpretieren (bzw. meine Interpretation geht nicht über "jetzt bauen die Kinder wohl gerade im Sand eine Straße für die Spielzeugautos" hinaus). Aber immerhin....

letzte Woche haben wir das Selbstwertgefühl therapiert. Eine Woche Bettbeziehen -Üben, und nachdem der Zwerg tatsächlich Fortschritte gemacht hatte, hat sein Papa ihm ein Blatt ausgedruckt, auf dem ihm das "Bettmach-Diplom" bescheinigt wurde....uns ist nur nicht VORHER eingefallen, daß das eine Therapie ist, wir dachten, es ist nur Übung ;-)

Ton als Therapiematerial gibts dann wohl erst wieder im Advent- allerdings kein "richtiger", ich nehme gern das Zeug, das von alleine fest wird, ohne Brennen (gibts in 2 Farbtönen im Bastelgeschäft). Dann werden wir Krippenfiguren machen. Bisher lief so was bei uns unter "Weihnachts-Vorbereitung". Aber eigentlich ist das doch Therapie, oder?

Wenn ich weiter nachdenk, fallen mir sicher noch weitere Therapien ein, die ich mache, ohne es zu wissen *g*

Mir fehlt nur ein Diplom in Psychologie. Hätte ich das, wüßte ich, wie ich meine derzeitige berufliche Sackgasse verlassen könnte *grins*

Petra, heute mit Wasserfarben therapierend

von Petra F. - am 24.08.2003 09:55
Hallo, Ihr Mama-Therapeutinnen!

Sag ich doch, dass die häuslichen Übungen als Ko-Therapie nicht zu unterschätzen sind.
Wahrscheinlich wissen das auch die o.g. angeblichen Fachleute, nur wenn sie es denn zuuu laut sagen, würden sie sich den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen.

Schade übrigens, dass sich noch niemand auf mein Angebot gemeldet hat.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 24.08.2003 10:09

Re: Tonfeldtherapie ,Tapeten u.Kleister!

Hi,

hätte da noch so einen schönen Vorschlag.

Mit Tapeten und Kleister, läßt sich auch noch allerhand anstellen.

Wir wollen im Herbst renovieren, sprich Tapeten abreißen= seine überschäumigen Agressionen loswerden.
Streichen= künstlerische Betätigung, seiner Kreativität freien Lauf lassen
Tapezieren= Genauigkeit und Ausdauer testen.

Wer will mitmachen?
Es werden noch Hilfskräfte, sprich Patienten gesucht!

Liebe Grüße
Hannelore

von Hannelore4 - am 24.08.2003 10:47
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