Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
-Natascha-, Wilma2001, Angelika (TanteGela), Mottensprotte

Was kann ich mit/für Sohnemann nur tun?

Startbeitrag von Wilma2001 am 29.04.2004 13:53

Hallo,

ich bin auch neu hier und möchte Euch um Tips zu meinem Sohn bitten:

Er ist 9 Jahre alt und kann der liebste auf der Welt sein, aber in der Sule hat er leider jetzt immer öfter ausfälle, so hat er z. B. heute zum zweiten Mal ein anderes Kind geschlagen, so daß es verletzt ist.
Er fühlt sich immer ungerecht behandelt, wenn ich ihn dazu frage kommt immer daß er von anderen ständig geärgert wird, obwohl er nichts gemacht hätte.
Die Lehrerin ist ohnehin nicht mehr gut auf ihn zu sprechen, da er den Unterricht massiv stört, er ist erst nach den Herbstferien in die Klasse gekommen, das hatte ich veranlasst, da es in der alten Klasse immer Probleme gab mit den anderen Kindern ( hier hatten mir die Lehrer keine Auffälligkeiten meines Sohnes berichtet ).
Ich hatte ihn auch schon von einem Psychologen untersuchen lassen, der sagte er tendiere richtung ADS ( daher bin ich auch zu diesem Forum gekommen ), weitere Maßnahmen, die er vorschlug sind aber für uns nicht wirklich umzusetzen ( "Familiengespräche" ). Leider ist er auf meine Situation, die ich ihm geschildert habe nicht weiter eingegangen, so daß ich hier erst mal in der Sackgasse stecke.

Nun meine Frage:
Wie kann ich es erreichen meinen Arm so lang zu machen, daß ich mein Kind auch in der Schule unter kontrolle halten kann?
Denn zu Hause habe ich eigentlich alle Probleme ( Hausaufgaben, Umgang... ) weitestgehends in den Griff bekommen.
Ich möchte nur noch dazu bemerken, daß ich keinen Engel haben möchte, ich möchte nur, daß er sich angemessen verhält, d.h. wenn ihn jemand beschimpft, oder die Trinkflasche wegnimmt, soll er nicht um sich schlagen ohne nachzudenken.

Ich danke schonmal im Voraus

Wilma2001

Antworten:

Hallo Wilma,

mein Sohn ist 5,5 Jahre alt. Und Probleme tauchen auch fast nur "außerhalb" auf. Mein Sohn hat oft gestört etc., aber ich habe irgendwann festgestellt, dass er auch im Freundeskreis schnell mal zum Sündenbock gemacht wird. Mit ihm wird ja eh oft geschimpft, da kommt es dann wohl auch nicht mehr drauf an und die anderen sind fein raus. Ich habe dann ein nettes, aber ernstes Wort mit den Freunden geredet (das ist natürlich mit den Mitschülern so nicht möglich) und ich habe meinem Sohn erklärt, dass er einfach oft auffällt und er daher öfter als die anderen auch zu Unrecht "erwischt" wird. Die Ungerechtigkeit zum Teil durch sein lautes Auftreten ausgelöst wird. Denn während die anderen clever die Klappe halten, ist er derjenige, den man raushört. Das ist zwar gemein, aber so läuft das leider oft.

Es hört sich an, als würde Dein Sohn um sich hauen, weil er sich wehrlos fühlt. Ich habe meinen Sohn von kleinauf erklärt, dass Wut OK ist, aber dass er sie nicht an Menschen oder anderen Lebewesen auslassen darf (hat natürlich nicht wirklich oft funktioniert ). Zuhause hat er irgendwann angefangen, auf Kissen, Sofa oder meinen Boxsack zu hauen. Die Möglichkeit hat man in der Schule leider nicht. Vielleicht hilft es,wenn Du mit ihm in den Wald gehst, er sich "Wut-Situationen" vorstellt, sie erzählt und dann schreit. Bis er irgendwann den Druck über schreien loswerden kann. Ich war als Kind ziemlich impulsiv und sehr oft wütend. Leider wurde ich damit allein gelassen. Ich hätte mir so gewünscht, dass man mich nicht noch mehr unter Druck setzt, sondern mir hilft. Denn es ist nicht lustig, unangemessen zu reagieren und wütend zu sein. Ich habe darunter sehr gelitten. Ich wollte diese Gefühle ja selbst nicht haben. Und schon gar nicht, da sie oft stärker waren als ich selbst.

Mein Junior geht jetzt seit einigen Wochen zum Tea-Kwon-Do. Das hat mehrere gute Wirkungen gehabt:
1. er wird seine Power los
2. er kann etwas, das sonst keiner im Kiga kann!

Also endlich mal nicht nur etwas können, sondern "besser" zu sein als die anderen. Das scheint gerade unter Jungs sehr wichtig zu sein.

Er ist im gesamten selbstbewusster geworden, kann Dinge, die ihn sonst sehr frustriert haben, viel leichter hinnehmen. Und er ist ausgeglichener, sogar im Kiga.

Ich hoffe, ich konnte etwas weiter helfen.


Katharina


P.S.: Wieso sind "Familiengespräche" nicht realisierbar?

von Mottensprotte - am 29.04.2004 20:16
Hallo,

ich habe ach Taekwondo gemacht. Ich habe die Kindergruppe eine zeitlang als Ko-Trainer mit bereut.

Bei uns waren ca. 5-7 Kinder die vom Psychologen zu uns geschickt wurden, und es ihnen sehr geholfen hat laut Feedback der Eltern und der Kinder selbst.

Wir hatten sowohl Hypies, als auch sehr stille und schüchterne Kinder, die davon profitierten. Die Hypies konnten ihre Energie loswerden, agressionen abbauen und durften Schreien. - Aber gezielt zu bestimmten Zeitpunkten.

Die stillen Auffälligen Kindern hat es geholfen, dass sie extrovertierter wurden. Sie mußten lernen auch mal anzugreifen. Bei vielen war das Problem bei den Übungen nicht so groß, wie das Problem einfach mal zu schreien. Wenn sie diese Blockade erstmal überwunden hatten, blühten einige erst richtig auf. - Aber bei vielen war das Problem, dass wir es nicht schafften das sie mal einen Kampfschrei rausbrachten...

Auch die Koordination verbessert sich bei vielen. Da es den meisten Kindern sehr schwer fällt, die linke und die rechte Hand geleichmäßig zu trainieren. Auch das drauf achten, wie die Füße stehen, die Hände dazu bewegen und gleichzeitig die Kraft und den Schwung unterkontrolle zu halten...

Das gilt natürlich nicht nur für Taekwondo, sondern für alle Kampfsportarten, die mit einem guten Trainer gelert wird. Es gibt auf diesem Gebiet leider auch viele schwarz Schafe. Rausfilter kann man aber, in dem man guckt, ob der Verein im Deutschen Sportbund aufgenommen ist und ob der Trainer seine offiziellen Lizenzen vorlegen kann. Denn Kampfsport muß von Trainern und nicht von Gruppenleitern unterrichtet werden.

Auch mir persönlich hat es viel geholfen. - Auch wenn ich es erst bewußt wahrnehme, seit dem ich weiß, dass ich ADS habe. Es hat meine Stimmungsschwankungen etwas gemildert, und vorallem Selbstbewusstsein und Körperwahrnehmung gebracht.

Wichtig ist nur, dass man spaß haben muß am Training. Dann kann man meiner Meinung nach von jeder Sportart profitieren.

Lieben Gruß
Natascha

von -Natascha- - am 30.04.2004 09:28
Hallo Ihr zwei,

erstmal vielen Dank für Eure Tipps.

Ich war mit meinem Sohn von seinem 5ten bis zum 7ten Lebensjahr beim Judo in einem Fittnesstudio, die Trainer dort waren auch ausgebildet.
Es gab dort mehrere Probleme:
1. War mein Sohn nur unkonzentriert, hat bei Erklärungen des Trainers am Daumen gelutscht und Löcher in die Luft gestarrt
2. Waren die anderen Eltern sehr "Leistungsorientiert", ihre Kinder sollten doch alle den nächsten Gürtel machen, kamen dann in die nächsten Gruppen und dann waren sie weg, es kamen neue und mein Sohn musste sich wieder "eingliedern" was ihm schwer fällt.

Nach ca. 1 1/2 Jahren hat er mich angebettelt, er möchte dort nicht mehr hin, dem Betteln habe ich nach einem 3/4 Jahr nachgegeben, weil ich gesehen hatte, daß es nichts weiter für ihn bringt. Den damaligen Zweck hatte es ja erfüllt ( er sollte "fallen lernen", da er rechts unkoordiniert war )
Eine Kampfsportgruppe auf therapeutischer Ebene wäre wirklich nicht schlecht für ihn, aber wo gibt es die?

Ich hatte schon überlegt ihn in einen Schwimmverein zu bringen, denn schwimmen tut er sehr gerne, und das ist auch eher ein Einzelsport mit Gruppenanschluß, ich hoffe ihr versteht was ich meine.
Nur ist wirklich mein Problem, daß die meisten Eltern und Trainer auf Leistung bei den Kindern aus sind ( ist hier im Umkreis wirklich schlimm ), mein Sohn kann aber unter Leistungsdruck eher gar nichts, er soll seinen Spaß dabei haben und wenn er erst nächstes Jahr in die nächste Gruppe kommt, na und?

Die Sache mit dem "Rausschreien" ist sehr gut, daß muß ich mit ihm mal bewusst machen, eigentlich ermahnt man ja immer zur Ruhe.

Den Eindruck, daß er zum Sündenbock abgestempelt ist habe ich auch sehr wohl, gestern hat er mir erklärt, wie die Situation zustande kam ( vier Mädchen haben nicht aufgehört ihn zu piesaken, eine davon beschimpft ihn und meine Tochter ständig auf dem Heimweg..., da kann ich ihn schon verstehen ), die Lehrer, die Ihn dann als Bösewicht sehen, weil er ja "Mädchen haut", wollen von ihm dann aber keine Erklärung hören.
Und da ich selber ein zickiges Mädchen habe, weiß ich wie schrecklich die Jungs nerven können, nur ist seine Reizschwelle eben niedriger als bei anderen, bloß die Lehrerin hätte am liebsten, daß das Kind in Therapie geht und am besten mit Medikamenten "ruhiger" wird.
Eigentlich war ich froh, daß der Psychologe gesagt hat, daß er Medikamente bei meinem Sohn nicht in Erwägung zieht, ich habe schon den Eindruck, daß viele Ärzte das gerne und aus meiner Sicht zu schnell tun.

Familiengespräche sind deshalb äusserst schwer zu realisieren, da mein Mann meist um die 16 Std. arbeitet ( ich sage immer ich bin alleinerziehend mit Ehemann ), dazu überhaupt gar keine Lust und Zeit hat, die Notwendigkeit auch nicht sieht, da er ja nicht da ist...
Außerdem habe ich Pferde in Eigenregie ca. 20 Km von mir zu Hause weg, die ich täglich z. T. mehrmals versorgen muß. Dort wären die Gegebenheiten zum "Schreien" eigentlich hervorragend. Ich weiß, die Tiere sind ein Luxus auch an Zeit, aber mein einziger Egoismus, den ich mir gönne(n muss ). Außerdem habe ich das Gefühl, daß so viel Freiheit und Natur den wenigsten Stadkindern vergönnt ist, meine können sich dort richtig austurnen und haben meistens den größten Spaß dort und reiten tun sie auch wann sie wollen.

Ich freue mich noch auf weitere Tipps

Wilma

von Wilma2001 - am 30.04.2004 12:25
Hallo Wilma!

So richtig verstehe ich das jetzt nicht.
Du schreibst:

Zitat

Die Lehrerin ist ohnehin nicht mehr gut auf ihn zu sprechen, da er den Unterricht massiv stört, er ist erst nach den Herbstferien in die Klasse gekommen, das hatte ich veranlasst, da es in der alten Klasse immer Probleme gab mit den anderen Kindern ( hier hatten mir die Lehrer keine Auffälligkeiten meines Sohnes berichtet ).


Es gab Probleme mit den anderen Kindern, aber die Lehrer haben keine Auffälligkeiten bemerkt?
Wurde Dein Sohn von den anderen Kindern gemobbt?
War er den anderen gegenüber aggressiv oder handgreiflich?

Eines dürfen wir bei ADS-lern bzw. dem Verdacht auf ADS grade in der Schule nicht vergessen!!
Dort sitzen - im Gegensatz zu daheim - 30 Kinder in einem Raum.

Der Geräuschpegel ist enorm, die Kinder sollen möglichst konzentriert sein, sollen Aufforderungen wahrnehmen und ihnen nachkommen, etwas lernen, Hausaufgaben notieren und das Ganze möglichst ruhig.

Bei ADS-lern funktioniert die Selektion aber nicht so wie bei anderen Kindern, denn alle Eindrücke (egal, ob über Auge, Ohr, Nase, Haut) knallen nur so auf sie ein.
So können viele Kinder in der Schule den Anforderungen nur unter allergrößter Anstrengung und wenn überhaupt nur für eine begrenze Zeit nachkommen.

Irgendwann ist dann für sie das Maß voll, dann reicht nur eine Kleinigkeit, um den Topf zum Überlaufen zu bringen.

Deswegen darf man keinesfalls den Fehler machen, die häusliche Situation mit denen in Kindrgarten und Schule gleichzusetzen.

Leider ist das auch bei vielen Ärzten immer noch nicht angekommen, und sie sagen dann, dass das Kind "in der Untersuchungssituation völlig unauffällig ist".

Dass das kein Widerspruch zu einer ADS-Diagnose ist, habe ich oben erklärt. Die Tests laufen in Ruhe ab, keine äußeren Störungen wie z.B. in einer Klasse.

Nur darf man sich bei offensichtlich massiven Schulproblemen nicht mit dieser viel zu einfachen ärztlichen Aussagen abspeisen lassen!

Sport ist sicher schön und gut, unser Fuzzi hat auch 1,5 Jahre Taek-won-do gemacht, doch die zusätzliche(n) Therapie(n) kann es m.E. nicht ersetzen. So schön das auch wäre.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 01.05.2004 16:13
Hallo Wilma,

um Missverständisse vorzubeugen :-)
Es war kein Teakwondo Gruppe auf Theapeutischer Basis. Es hat sich nur so ergeben. Vorallem weil wir bei den "schwierigen" Kindern eine kleinere Gruppe machen mußten und mindestens zu zweit.

Vielleicht lag es auch daran, dass unser Trainer Psychische Probleme von sich selber nicht unbekannt war. Er war sehr engagiert. Und hat bei der Lebenshilfe gearbeitet. Daher wußte er wie man am besten mit beeinträchtigten umgeht.

Angelika hat recht. Es ersetzt keine Therapie. - Aber es kann sehr wohl unterstützen.

Bei uns waren die Kinder selber motiviert Gürtel zu holen und an Wettkämpfe teilzunehmen. Denn jeder Versuch wurde belohnt durch ein Grillfest etc. Für ein Kind ist es schon eine Enorme Leistung sich der Aufgabe des Wettkampfes und der Prüfung zu stellen. Daher sollten nicht nur die Sieger gelobt werden!!! Alle die Teilgenommen hatten durften beim nächsten Training nach vorne kommen und haben ihren Beifall bekommen. Die Eltern hatten beim Training auch nichts verloren. Denn dadurch waren die Kinder nur noch zusätzlich abgelenkt. Da tun sich die ADSler auch nichts gegenüber den normalos. Klar am Anfang waren die Eltern zum gucken dabei. Aber höchstens 2-3 mal. Denn es störten den kompletten Ablauf.

Beim Teakwondo/Karate/JiuJutsu/ Kickboxen/ etc. sehe ich den Unterschied zum Judo auch noch darin, dass dort geschlagen und getreten wird. ( Natürlich auf Sandsäcken oder Pratzen). Also ähnlich wie beim Antiagressionstraining was ich mal als Kind machen mußte. Ich denke grade bei ADSlern muß die Energie abgeleitet werden, sowohl durch zeiten wo die Kinder laut sein dürfen als auch wo sie sich richtig verausgaben können. Dann ist es einfacher die übrige Zeit durchzuhalten.

Es ist mit Sicherheit auch nicht für jedes Kind die richtige Sportart. Aber auch das muß man erstmal rausfinden. In den meisten Sportvereinen kann man auch vereinbaren, dass man erstmal 1 Monat oder so Probetraining macht.

Vielleicht hilft es ja auch, wenn ihr zu Hause euch sowas einfallen lasst. Trampolin, Box-Ecke ( kann man auch selber mit Matratzen oder so machen) oder sonst irgendwas. Und dann richtig schön mit schreien und verausgaben und alles was dazugehört ;-) Damit es nicht so nervt könnt ihr ja auch feste Zeiten vereinbaren.

Bei Sportvereinen gilt glaube ich das gleiche wie in der Schule für ADSler. Möglichst keine Gruppen und viel Aufmerksamkeit und eine starke Hand vom Trainer.

Bei einigen klappt ja auch gut reiten, klettern, Acrobatik- oder Stuntschule ( sofern sowas bei euch angeboten wird), Leichtathletik... bei mir persönlich war immer wichtig, dass ich meinen Ehrgeiz ausleben konnte, mich verausgaben konnte, erfolgserlbenisse hatte, und ein bisschen Adrinalin.

Vielleicht sind da ja ein paar Anregungen bei.

Lieben Gruß
Natascha

von -Natascha- - am 03.05.2004 13:10
Hallo Angela,

in der ersten Klasse, in die er mit 5 Jahren eingeschult wurde, war eigentlich lt. Schule geplant, daß es zwei kleine Gruppen á max. 15 Kinder gibt, leider lief es dann etwas anders, es wurden alle 30 Kinder zusammen getan, hatten dafür fast immer zwei Lehrer dabei, fand ich auch o. k.
Zum ende des ersten Schuljahres ( nennt sich hier Einführungsstufe ab der nullten Klasse, bei uns in Berlin gibt es die Vorschule als ganz normale Klasse ) fiel die erste Lehrerin aus, der er eigentlich zugeteilt war. Ende des zweiten Schuljahres ( erste Klasse ) dann altersbedingt die zweite Lehrerin, daraufhin gab es wochenlang Vertretungsunterricht von unterschiedlichen Lehrern, bis die Eltern unserer Klasse "auf die Palme gegangen sind". Ab mitte des zweiten Schuljahres gab es dann zwei feste neue Lehrerinnen.
Da diese Klasse von der Gemeinschaft her sehr Cliquenhaft war und mein Sohn immer dazugehören wollte kam es wohl zum moppen, er hat mir konkret nie gesagt, was alles so in der Klasse abgegangen ist, im nachhinein habe ich dann erfahren, daß ihm beim umziehen zum Sportunterricht immer die Unterhose runtergezogen wurde und ähnliches.
Hier haben mir die Lehrerinnen keine Auffälligkeiten gesagt, weil ich einfach denke er ist hier immer hinten runter gefallen, ich weiß nicht warum keiner was bemerkt haben will, leider sitze ich ja nicht mit im Unterricht.
Den Klassenwechsel habe ich veranlasst, weil ich bemerkt habe, daß mein Sohn dauernd unzufrieden und unglücklich war, egal was wir gemacht haben, er hat sich selber als dummen Idioten beschimpft, weil er mal einen kleinen Fehler gemacht hat bei den Hausaufgaben und hat sogar im Schlaf erzählt er wäre ein Idiot, das hat mich erschreckt!
Darum hatte ich ja den Termin bei dem Psychologen gemacht und bin so richtig entäuscht, daß weiterhin keine Behandlung oder Therapie vorgeschlagen wurde, jetzt sitze ich hier und habe eine Wut im Bauch, daß fast ein halbes Jahr dabei ins Land gegangen ist, von der Schule massiv druck auf mich und das Kind gemacht wird und ich nicht vorwärts komme.
Ich schaue hier gleich mal weiter, ob es hier Empfehlungen für Ärzte in Berlin gibt.

Sport ist auch so eine Sache, er ist leider recht unsportlich und noch dazu überhaupt nicht ehrgeizig, ich habe den Eindruck, entweder versteht er Ehrgeiz nicht, oder es ist ihm egal, aber eigentlich möchte er immer der Erste und Beste sein, ohne etwas dafür zu tun.
Leider sind hier die meisten Sportvereine nur in großen Gruppen, weil Training kommt erst ab X Personen zu stande...

Also ich taste mich hier jetzt mal langsam durch.
Vielen Dank Euch allen.
Wilma

von Wilma2001 - am 03.05.2004 19:44
Hallo Wilma,

--------------------------------------------------------------------
Leider sind hier die meisten Sportvereine nur in großen Gruppen, weil Training kommt erst ab X Personen zu stande...
--------------------------------------------------------------------

Das ist vielleicht ein Vorteil hier auf dem Plattland Ostfriesland. Wenn es ein paar exotische Sportarten ( da zählen Judo, TKD etc. hier noch zu), muß man recht kleine Gruppen machen, oder man muß Kleinkinder, Erwachsene und Leistungssportler zusammen trainieren, was aber dann weder Erfolgreich ist, noch sicher, denn Kleinkinder kommen schnell mal beim laufen unter die Füße...

Aber vielleicht habt ihr in Berlin noch andere Möglichkeiten, die wir hier nicht haben? Vielleicht fällt dir ja noch was ein.

Lieben Gruß
Natascha

von -Natascha- - am 04.05.2004 07:45
Hallo Wilma!

Guck doch mal oben in die Liste der Selbsthilfegruppen, dort findest Du mit Sicherheit Anlaufstellen in Berlin.

Grade jetzt, am Anfang der Schulzeit, würde ich mich nicht zum Abwarten überreden lassen.

Wenn das Kind noch weitere schlechte Erfahrungen in Sachen Schule macht, möchte es womöglich gar nicht mehr hingehen und blockt total.

Angelika (TanteGela)



von Angelika (TanteGela) - am 04.05.2004 13:59
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.