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Informationen zum Thema:
Forum:
ADHS ADS Selbsthilfe
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
sa-hummel, Eva-Janina, Schwester Esther, HeidiS

Würdet ihr ein Rundschreiben an die Eltern der Mitschüler verfassen?

Startbeitrag von sa-hummel am 15.11.2004 12:16

Hallo zusammen,

Kenny ist nach wie vor sehr sehr Verhaltensauffällig, extrem jähzornig und ohne Medikamente. (Ist es normal dass sich die Arztbesuche immer von Termin zu Termin soooo hinziehen, dass in der Zeit locker 4 Wochen vergehen? Irgendwie seh ich wirklich kein Ende... )

Nachdem nun bereits einige Eltern angerufen haben um sich über Kennys Verhalten in der Schule, anderen Kinder gegenüber, zu beschweren, frag ich mich, ob ich nicht von vorneherein ein "Rundschreiben" an die Eltern verfassen soll, worin ich von Kenny uns seinem ADS berichte - A=um Verständnis zu bekommen und B=damit der arme Kerl nicht nur noch als böses Kind betrachtet wird, logischer Weise machen schon alle einen grossen Bogen um ihn. ??
Würdet ihr das machen? Oder soll ich wirklich quasi jeden einzelnen Anruf abwarten!?
Unser Kinderarzt hat uns im übrigen empfohlen, NICHT nachzufragen in Schule und Umfeld wie es läuft, sondern DANN was zu sagen, wenn eine "Beschwerde" kommt - um UNS nicht unnötig unter Druck zu setzen.

Hinzu kämen auch noch andere "Eltern" aus anderen Klassen, die zB bestimmt AGs leiten - die ja früher oder später auch damit konfrontiert werden..

Was würdet ihr denn machen? Abwarten oder Aufklären - und WARUM?

Danke euch

Liebe Grüsse

Sabine :-)

Antworten:

Hallo

Ich mache das auch so. In der schule wissen nur die lehrer das Marcel Medis nimmt und ADhs hat. Die mitschüler wissen es
mittlerweile.
ABer ich habe bei den Eltern oder anderen schülern nie gefragt wie es läuft.
Ich finde immer es ist nicht gut die leute ständig daran zu erinnern das mein Sohn adhs hat. ( Dadurch sogar 50% Behinderung)

Aber er soll so normal wie möglich aufwachsen und gerade die
anderen schüler können echt schlimm sein wenn sie merken das die mama immer hinterher fragt.

Laß die leute selber kommen, und weiße die lehrer darauf hin das sie den eltern sagen sie mögen dich anrufen wenn etwas ist.
Ansonsten nutze den Elternabend dafür den Eltern die Krankheit zu erklären.

Hoffe ich konnte dir helfen.

Grüß Esther

Das werden die leute schon merken.



von Schwester Esther - am 15.11.2004 16:09
Hallo,

ein Rundschreiben an die Eltern verfasste ich nie und halte das nicht für empfehlenswert.

Die Lehrer sollten über das Krankheitsbild aufgeklärt sein und evtl. auch die Elternsprecher.

Es empfiehlt sich schon beim Klassenlehrer ab und zu nachzufragen. Die Schule meldet sich in oft erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Wie oben bereits erwähnt, eignet sich ein Elternabend gut dazu.

Weshalb bekommt Kevin keine Medikamente?

Die Jungs sehen auf dem Bild niedlich aus.

Mein Tipp, viele Leute lesen dieses Forum. Ich wäre mit Bilder etwas vorsichtiger!

freundlichen Gruß

Heidi

von HeidiS - am 15.11.2004 16:36
Danke Esther,

ja - es hilft mir schon sehr wenn ich einen Ansatz finde - und werde es demnach so halten wie bisher.

Danke schön und lieben Gruss

Sabine :-)

von sa-hummel - am 16.11.2004 07:30
Hallo Heidi,

dir auch lieben Dank für deine Antwort.

Naja, ab und zu nachfragen ist ja auch völlig okay, auf Elternabenden oder anderen Gelegenheiten wo man sich gegenüber steht. Es bezog sich auf ständiges Telefonieren mit der Lehrerin und auf das Gespräch suchen in Pausen oder so.

Kenny bekommt noch keine Medikamente weil sich die Arztbesuche nach der endgültigen Diagnose immer sooo lange hinziehen, dass bislang noch nicht wirklich über eine Medikation gesprochen wurde - mir wurde lediglich nahegelegt, mich damit schonmal auseinanderzusetzen.

Danke sehr, ja ich habe leider vergessen die Signatur auszuschalten. (Eigentlich dient diese anderen mysnip-Foren)

Schönen Gruss

Sabine :-)

von sa-hummel - am 16.11.2004 07:35
Hallo sa-hummel
ich an deiner Stelle würde jetzt (keine guten Erfahrungen) nicht mit offenen Karten spielen.
Kann nur aus meiner Erfahrung sprechen und die sagt: Die Informationen über ADS bei den anderen Eltern sind durch Medien usw. falsch geprägt.
Hinzu kommt meine Erfahrung mit irgendwelchen geldgierigen Modopäden, oder wie sie sich sonst so nennen, die auf "Werbeveranstaltungen" in Schulen
die Therorie verbreiten, das du als Mutter in der Erziehung versagt hast.
Den Lehrern gegenüber solltest du schon offen sein, aber sonst würde ich keine weiteren Infos weitergeben. Denn dann wissen ja alle, das dein Kind "krank" ist. Und solche Kinder werden immer geärgert und ausgegrenzt.
Dann heißt es nur: "Dein böses, böses Kind, hat mein armes, liebes Kind ....." Was hat das liebe Kind denn wohl gesagt/getan, damit mein "böses"
Kind so reagiert hat???

Viele Grüsse
Eva-Janina

von Eva-Janina - am 18.11.2004 23:05
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