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kite2fly.com forum
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3
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Paul, gerry, alex 1

und es geht weiter..wir sind nicht die einzigen..

Startbeitrag von alex 1 am 15.07.2002 09:44

tja- wie es ausschaut, wird es mit der Zeit überall eng werden.. kiten ist ein sport bei dem man ein Hirn braucht..

die parallelen zum Neusiedlersee sind erschreckend..

es wird auch was von selbstregulierung und sowas absurdem, undurchführbarem geredet..

hoffe dies ist ein kleiner Denkanstoss

Geschrieben von Wolfgang aus Cux+Köln am 15. Juli 2002 08:42:15:

Als Antwort auf: pelze ist auch nicht mehr das was es war..... geschrieben von -ede- am 14. Juli 2002 23:27:01:

>oder was meint ihr....?
>glaub das geht nicht lange gut...!
>eDe
>ps: können wir noch was tun um unseren sport zu retten...?

Es wird langsam eng und verbotsmässig wird in diesem Jahr sicher noch mehr auf uns zukommen. Und wenn irgendwo ein Verbot ausgesprochen wurde, ist es nicht so leicht wieder rückgängig zu machen.

Als einzigen Ausweg sehe ich die Einrichtung von Kite-Zonen, und zwar möglichst bevor irgend etwas passiert ist, bzw. bevor sich eine Gegen-Lobby gebildet hat.

Die jeweiligen Locals (wer sonst?) sollten das schnell organieren und die zuständigen Stellen ansprechen. Auch wenn dies nicht sofort zum Erfolg führt, ist der Vorteil, dass man nach solchen Gesprächen, wenn mal was passiert oder Beschwerden erfolgen, sagen kann: "Sehen Sie, deshalb haben wir ja die Einrichtung einer Kite-Zone vorgeschlagen." Das heisst nach Aufnahme des Dialogs mit den zuständigen Stellen über Kite-Zonen können Zwischenfälle und Beschwerden sogar die Einrichtung von Kite-Zonen fördern - ohne die Aufnahme eines Dialogs werden Zwischenfälle und Beschwerden eher zu Verboten zu führen.

Was m.E. wichtig wäre: die Gründung lokaler Kitesurfing-Interessengemeinschaften, die Ansprechpartner benennen, die dann Kurverwaltung, Gemeinden, Lokalzeitung etc. mitgeteilt werden, damit gerade im Beschwerde- oder Konfliktfall nicht nur reine Bürokraten unsinnige oder überzogene Entscheidungen treffen, und wir kommen dann irgendwann zum Strand, sehen ein Verbotsschild und wissen gar nicht wie es dazu kam.

Ausserdem kann helfen, wenn alle Stammkiter an den Spots Info-Blätter mit ein paar Verhaltensregeln im Auto haben und allen neuen oder auswärtigen Kitern geben können.

Fängt an mit Hinweisen zum Parken (ist doch oft schon die erste Konfliktquelle), wo sind die Kiter, wo die Windsurfer, wo ist Stop, usw.

Auch ein Hinweis zur Nutzung der Safety-Leach sollte nicht fehlen. Unsere Startplätze sind meist nicht gross, und direkt daneben findet der normale Strandbetrieb statt. Ihr könnt Euch vorstellen, was uns blüht, wenn da mal ein losgelassener Kite durchzieht, auch wenn nichts oder nicht viel passiert. Was für ein Verbot ausreicht ist dann ein Brief -ob berechtigt oder nicht- an die Kurverwaltung oder ein Leserbrief an die Zeitung, der so anfängt: "Ich komme seit 10 Jahren mit meiner Familie nach xyz, aber das war jetzt das letzte Mal..."

Ich will keine Panik machen, aber ich denke wir können nicht alles bzw. alle sich selbst überlassen, wir sollten tun was wir tun können.

Neulich war ich in Cuxhaven und habe einen Drachenflieger (kein Kitesurfer) gesehen, der mit seiner 4er? Matte wie ein Geisteskranker Achten über dem Strand flog und beinahe ein paar Spaziergänger rasiert hätte. Ich hätte eigentlich sofort einschreiten müssen, habe aber zu lange gezögert. Bei einer Frau musste er das Ding im letzten Moment sausen lassen, hat die Frau noch angemotzt sie wäre in der Drachenzone usw. Er hatte dann zum Glück Leinensalat/Knoten und ist fluchend abgedackelt. Solche Typen können uns Verbote bescheren, und wir wissen dann gar nicht wie es dazu kam.

Der beschriebene Typ gehört vielleicht zur Kategorie "unbelehrbar," aber es gibt bestimmt auch viele Non-Locals, die sich einfach nicht auskennen und gerne die Hinweise auf solchen Info-Blättern berücksichtigen...


Guten Tag,

gestern noch Kitesurfers Antichrist, bin ich nun Brad Pitt. Nicht schlecht. Bloß: Sollen wir wirklich persönlich werden? Meinst du, das wird der Sache helfen?
Ich gebe zu: ich bin einer von denen, denen manche Kiter manchmal schlechte Laune machen und ich verstecke mich nicht anonym, ihr könnt mich also zuballern mit euren Hass-Mails oder wir überlegen alle zusammen, wie wir Frieden halten in Lindhöft. Ich wohne hier beim Dorf, manchmal trage ich einen Cowboy-Hut, kann sein, dass ich scheisse aussehe damit, aber vielleicht gibt es unter euch ja auch ein paar, die keine Angst vor etwas mehr Sachlichkeit haben.
Du hast mich also mit meiner Familie am Strand gesehen. Findest du nicht richtig, dass ich mich gleich vorne in den Sand setze. In euren Bereich. Ignoranz, Rücksichtslosigkeit, Rechthaberei ist das, sagst du.
Ich wohne immer hier. Ich gehe jeden Tag an den Strand. Und ich kann mir prima vorstellen, dass du ein netter Typ bist, umgänglich, rücksichtsvoll und sonntags nach der Kirche hilfst du alten Omas über die Straße. Vielleicht sollten wir alle einen Moment innehalten und du überlegst so lange, ob es nicht ganz, ganz eventuell möglich ist, dass nicht alle Kiter so nett und rücksichtsvoll sind. Dass nicht alle Kiter so sicher mit ihrem Material umgehen. Kann das sein? Ich wohne, wie gesagt, schon fast immer hier. Viel länger, als es Kiter gibt. Was glaubst du, wie oft ich oder meine Kinder in den letzten beiden Jahren angemacht worden sind? Von Kitern. Auf dem Parkplatz, auf dem kleinen Fussweg daneben, vor den Katamaranen, hinter den Katamaranen. Dafür kannst du nichts. Das scheinen meistens Anfänger gewesen zu sein. Aber das sie in ihrer Nervosität glauben, der Strand gehöre allein ihnen - dafür kann ich auch nicht mehr als du.
Und auch wenn mir das hier niemand glauben wird: ich habe nichts gegen Kiter. Ich habe gar nichts dagegen, auf der Bank zu sitzen, Pommes zu essen und euch zuzugucken. Und manchmal gehe ich selbst aufs Wasser. Hier am liebsten im Kayak. Und wenn ich direkt vorm Parkplatz einsetze, will ich nicht angeschrien werden, das sei die Surfschneise. Soll ich mein Boot zweihundert Meter nach rechts schleppen, weil ein paar Kiter denken, mehr Leute haben mehr recht als einer?
Im Winter stürzte ein Kite auf Höhe der zweiten Sandbank auf mich. Mein Boot kenterte, der Drachen und seine Schnüre wickelten sich um mich und ich konnte mich nicht wieder aufrollen. Ich schnitt mich kopfunter heraus. Der Typ kam auf mich zu (mit dieser Stange zum Lenken und Festhalten und auf die Schnauze hauen) und faselte einen Haufen Scheisse von Schadenersatz. Hätte ich absaufen sollen?
Auch dafür kannst du nichts. Ich?
Ist nun viel zu lang geworden, dieses Posting, aber so ist das, wenn die Verbitterungen eines alten Mannes erst mal ans Freie kommen, dann gibt es kein Halten mehr.
Ich finde, ihr hättet hier in Lindhöft viel früher so etwas wie eine Frewillige Selbstkontrolle einrichten sollen. In Heidkate und anderswo klappt das anscheinend ja auch, habe ich mir extra noch einmal angeguckt und unser Strand ist eben scheissklein.
Und noch ist es eben kein reiner Kite-Strand. Einfach ein kleines bisschen weniger breit machen, bitte, und besser auf die Anfänger und Angereisten aufpassen, und dann werde ich mit meinen Kindern auch nicht mehr in der falschen Ecke hocken.

Tschüß.

Antworten:

Tja, das ist schon erstaunlich, diese Parallelen. Scheinbar überall dieselbe Problematik. Es gibt eben immer noch zuviele Nicht-Kiter auf dieser Welt. Selbstkontrolle ist der nächste logische Schritt, den allerdings im Moment kaum einer mitgehen will. Vorausschauend sein und Rechthaben zählt im Nachhinein 0, trotzdem ist absehbar, was passiert, wenn wir es nicht tun. Übrigens, ich möchte auch mal betonen, dass all die vorgeschlagenen Massnahmen NICHT dazu dienen sollen, Anfängern das Leben schwer zu machen, sondern genau im Gegenteil: es geht drum, dass alle ihren Spass haben.
Bin im Übrigen sicher, dass die Deutschen diesen Schritt in Richtung Selbstkontrolle recht bald tun werden...
cu
gerry

von gerry - am 15.07.2002 19:53
Viel Zeit bleibt uns jedenfalls nicht mehr, denn wenn wir uns nicht um eine sinnvolle Reglementierung kümmern werden andere den "job" für uns erledigen - und ich glaube ehrlich gesagt nicht dass das zu unserem Vorteil sein wird.

von Paul - am 15.07.2002 22:15
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