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Gaby Guder
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 9 Monaten
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Gaby Guder

Eine Schule für Indigokinder

Startbeitrag von Gaby Guderam 25.07.2005 21:56

24. – 29. März 2005 - organisierte Delegationsreise zur Schetinin-Schule nach Russland. Das Ergebnis davon ist eine enge Zusammenarbeit mit dieser Schule und Aufbau einer freien Alternativschule, namens „HURRA!“ in Deutschland.

Innerhalb einer Woche haben wir uns entschlossen mit 5 Leuten aus unserer Gruppe nach Russland in die Schetinin-Schule zu fahren.

Mit dem Flugzeug ging es am 24.03.2005 von Frankfurt aus nach Moskau, von dort aus weiter nach Krasnodar. In Krasnodar angekommen, ging unsere Reise mit einem alten Pendelbus in Richtung Schule. Alles war für uns sehr spannend, denn Irina und Andrej Koslow waren das erste mal seit 15 Jahren wieder in Russland, ich seit 16 Jahren, mein Mann, Klaus Stephan, das erste Mal überhaupt. Nur Julia Pankevich-Koch ist kürzlich erst drüben gewesen (ihre Familie lebt in Weißrussland). Unsere gesamte Reise stand unter einem "guten Stern". Alles verlief reibungslos und bescherte uns sehr viele neue Eindrücke von der Gegend und den Leuten.

Im Dorf namens "Tekos" angekommen, hatten wir wieder mal Glück, denn im selben Bus saßen zwei Jungen aus der Schetinin-Schule, die uns den Weg dorthin zeigen konnten. Nun standen wir vor der Schule und schauten uns um. Aus mehreren Videoaufnahmen kannten wir die Schule und waren jedoch überrascht, dass wir uns vieles ganz anders vorgestellt haben. Die Schule liegt direkt am Dorfrand, und nicht, wie wir dachten, ganz idyllisch im Wald. Bei den geringen Temperaturen, circa 4 Grad Celsius, erschien alles viel rauer und lebloser als in unserer Vorstellung.

Uns fiel der noch nicht fertiggestellte Eingangsbereich auf, dessen Bauarbeiten für die Wintermonate wohl stillgelegt waren.

Unser Besuch wurde gemeldet, denn es kamen zwei Personen auf uns zu. Ein großer, schlanker junger Mann, gekleidet in einen schwarzen Anzug mit blauem Hemd und einer roten Krawatte, etwa 17 Jahre alt und eine junge Frau von etwa 15 Jahren.

Mir ist aufgefallen, dass sie keine Schminke trug, sehr akkurat gekleidet war und ein sehr hübsches, offenes und freundliches Gesicht hatte. Sie stellten sich vor, Anna und Eldar.

Anna trug unsere Vor- und Vatersnamen in ihr Buch ein und schlug vor, dass wir uns im benachbarten Dorf niederlassen sollten. Heute war ein Empfang nicht mehr möglich. Nächsten Morgen, um 10 Uhr, sollten wir wieder dort sein.
Ein gemütliches Hotel namens Baden-Baden wurde unsere Unterkunft für die nächsten vier Tage. Dort, beim Abendessen machten wir uns Gedanken über den kommenden Tag, diskutierten über die Vorgehensweise und wussten noch gar nicht, dass alles ganz anders kommt, als wir es uns vorgestellt haben.

Am nächsten Morgen wurden wir schon von Anna und Eldar erwartet. Erst als wir im Vorzimmer von Michail Petrovich saßen, wurde uns bewusst, wie viele Menschen hier ein- und ausgehen; Eltern mit ihren Kindern kamen aus den fernsten Regionen in der Hoffnung, dass ihre Kinder hier einen Schulplatz bekommen würden, Delegationen, Interessenten an dem Konzept und der Schule und viele, viele mehr! Wir alle waren sehr aufgeregt als die Tür zu seinem Zimmer aufging und Michail Petrovich vor uns stand. Mit so einem herzlichen Empfang haben wir gar nicht gerechnet. Er strahlte uns an, umarmte Andrej, grüße uns alle und ließ uns mit den Worten: "Kommt doch nach Hause!", sein Arbeitszimmer betreten.

Es ist ein heller, großer Raum. In der rechten Ecke steht ein runder Holztisch, an dem wir auch Platz genommen haben. Links war ein wunderschöner Kamin, in dessen Nähe sich ein weiterer langer Tisch befand. Wir erblickten ein wunderschönes Gemälde, welches sich über die ganze Wand erstreckte. Einige Heiligenbilder und ein Bild vom derzeitigen Präsidenten Russlands, Putin, hingen an der Wand. Michail Petrovich erklärte uns, dass Anna aus Sympathie zu uns seinen geplanten Tagesablauf umgestellt hatte, und auch, dass er sich freue, uns kennen zu lernen. Andrej stellte uns nochmals alle vor, und zwar namentlich und beruflich; er berichtete über das Konzept unseren zukünftigen Dorfes in Deutschland (Frankenau-Hessen) und über unsere Gruppe, die daran teilnimmt.

Er erzählte ihm ebenfalls vom internationalen Festival, welches am 17. und 18. September 2005 stattfindet und sprach dazu die Einladung aus.

Michail Petrovich hat uns in dem Gespräch seine Mitarbeit an dem Projekt zugesichert und Unterstützung angeboten. Dabei erwähnte er, dass zu dem von Andrej genannten Festival 45 Schüler seiner Schule kommen würden und er selbst würde eine Vorlesung/Vortrag im Rahmen dieses Festivals geben.


Während unseren Aufenthalts in der Schule bat er uns darum, die Schüler in der germanischen Sprache zu unterrichten, damit sie sich an dem bevorstehenden Festival verständigen können. Die nächsten Tage verbrachten wir nun damit, den Kindern die germanische Sprache zu vermitteln und sie, soweit wir es selbst wussten, mit der germanischen Kultur, Geschichte, Tradition vertraut zu machen.

Mit den Lernmethoden in der Schule waren wir aus den vorher gesehenen Videos und Interviews zwar vertraut, jedoch das, was wir dort erlebt haben, überstieg unsere Erwartungen.

Die schnelle Auffassungsgabe, die Neugier, der Wissensdurst, die Tiefgründigkeit ihrer Fragen begeisterte uns aufs Neue.

Alle waren mit Begeisterung dabei und WOLLTEN lernen!

Alles ging zügig voran, wir hatten die Möglichkeit an den Tanzproben, am Gesangsunterricht, Kampfkunst und am Leben der Schüler teilzunehmen. Ein gut organisierter Tagesablauf ließ hier keine Minute Langeweile zu.

Was uns beim Betreten der Schule auf den ersten Augenblick als nicht vollkommen erschien, hat durch die Tiefe und Reinheit der Gedanken und Ziele der Menschen, die an der Schule des Lebens teilnehmen, seinen vollen Glanz entfaltet!

Am letzten Tag unseren Aufenthalts aßen wir mit Michail Petrovich gemeinsam zu Abend. Das Abschlussgespräch war sehr aufschlussreich und handelte von den beiden Brüdervölkern, den Deutschen und den Russen. Das Wohlergehen Deutschlands liegt Michail Petrovich sehr am Herzen und er ist daran interessiert, dass Deutschland in seiner Rechtschaffenheit erblüht.

So kurz, aber sehr inhalts- und eindrucksreich war diese Reise. Mit neuen Kräften und sehr vielen Ideen sind wir dann nach Deutschland zurückgekehrt.

Verfasst von I. Stephan


Quelle: www.anastasia-de.com

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