Vom Erwachen, oder wie man Leiden beendet

Startbeitrag von Morgenlicht am 05.05.2007 09:53

Erwachen ist so simpel. Es ist alles so einfach. Aber das was ich jetzt schreibe versteht der Mensch erst, wenn es mit ihm geschieht.So ist das nun mal.
Der einzige Unterschied zwischen einem erwachten und einem nicht erwachten Menschen ist der, das der Erwachte W E I S S, das alles gut ist. Der nicht erwachte weiß es nicht und leidet deshalb. Der nicht erwachte steht sich selbst im Wege, weil er glaubt kämpfen zu müssen.Der Erwachte läßt alles geschehen, weil er weiß, das alles immer nach Ganzheit strebt und sich deshalb alles selbst erlösen muß. Das Ich des Erwachten ist Gewahrsein, das in sich ruht. Bei dem Erwachten ist das "ich will" identisch geworden mit der Erfüllung. Deshalb, weil jeder Wunsch seine Erfüllung anzieht, weil alles ganz ist.
Was die Erfüllung der Wünsche verhindert ist das Streben danach. Denn wir müssen NICHTS tun.
Es ist fast Mathematik.

Negativ Pol + Positiv Pol = Liebe/Einheit
Und hier ist das Ganze GRÖSSER als die Summe seiner Teile, weitaus größer. Denn das IST Liebe.
Was muß man also "tun" um zu erwachen, also um zu wissen, das alles ganz ist und somit das Leiden zu beenden? Gib das Streben auf.
Fühle, spüre DICH, alles was da ist, auch Deinen Hass, Deine Wut, Deine Traurigkeit, Deinen Schmerz..ohne weg zu gehen davon, nimm es nur wahr......
Hermann schrieb ich sei ungeduldig. Verstehe bitte, das ich nur geduldig sein kann, weil ich auch ungeduldig bin. Das eine bedingt das andere. Ohne Ungeduld, keine Geduld. Ich bin ganz. Und darum bin ich Liebe.

In dieser unsagbaren Liebe
Morgenlicht

Antworten:

Dank für Deinen Beitrag.
Gruss: Hermann

von Hermann Mayer - am 07.05.2007 08:17
Lieber Hermann!

Auch Dir danke. Es ist aber nicht vollständig, was ich geschrieben habe, eher unvollständig. Manchmal wandelt sich auch meine Sicht durch das Lernen täglich. Es ist so facettenreich und immer wieder können wir eine neue Seite betrachten, tiefer und tiefer.
Eines aber weiß ich sicher. Mit Willenskraft erreicht man nur bedingt etwas. Irgendwann muß jedes Individuum erkennen, das es sich hingeben muß.
Wenn ein Wesen dafür bereit ist, dann kommen alle verborgenen Ängste nach oben ins Bewusstsein.Das ist eine schwere Phase, denn wir sind es gewohnt gegen sowas zu kämpfen. Aber gerade dies verhindert die Erlösung.
Es gibt einen Ausdruck dafür, man nennt es "wu- wei".Dies bedeutet Handeln durch Nicht- Handeln.
Es heißt nicht, gar nichts zu tun, sondern es bedeutet, nichts willentlich zu tun.
Das Wasser ist ein wunderschönes Beispiel.
Wenn Jemand nicht schwimmen kann und wild herumschlägt mit den Armen, wird er unweigerlich unter gehen. Hält man aber still und legt sich aufs Wasser, dann TRÄGT ES UNS. So ist das mit dem Tao, man kann anstatt Tao auch Gott oder Quelle sagen, das ist völlig egal.
Lasse Dich vom Tao tragen, anstatt zu kämpfen.

In Liebe
Morgenlicht

von Morgenlicht - am 07.05.2007 16:31
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