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vor 9 Jahren, 2 Monaten
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Matthias Berger

Handball in Mitteldeutschland bündelt Kräfte

Startbeitrag von Matthias Berger am 03.09.2008 15:59

Handball in Mitteldeutschland bündelt Kräfte
2.Vereinskonferenz in Halle – Richtungsweisender Bundestag des DHB im Oktober


Von Matthias Berger

„Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Mit diesen Worten eröffnet Eberhard Gläser die 2.Vereinskonferenz in Halle. Der Präsident des Handballverband Sachsen-Anhalts hat Recht. Die Idee welche vor 14 Monaten von Vereinen aus Sachsen; Thüringen und Sachsen-Anhalt auf den Weg gebracht wurde, ist nach dem Willen der Basis umgesetzt worden.
Die drei Führungsgremien der Handballverbände haben bereits im Winter den Mitteldeutschen Handballverband (MHV) gegründet. „Der Verein ist mittlerweile im Vereinsregister eingetragen und rechtsfähig.“, erklärt der sächsische Amtskollege Gläsers, Uwe Vetterlein. Damit wurden bereits Fakten geschaffen. Aber die derzeitige Führung des MHV ist bereits einen Schritt weiter.
Die Idee der Interessen – und Kräftebündelung wurde nicht nur organisatorisch umgesetzt, sondern auch schon mit Leben erfüllt. Die Ausschreibung des ersten Mitteldeutschen Pokalwettbewerbes ist ein deutliches Zeichen dafür, was die Handballer wollen. Kräfte bündeln, eine Lobby bilden und die Weichen auf Zukunft stellen.

Die 2.Vereinskonferenz sollte dazu dienen, die Vereine über das Geschaffene zu informieren und über bestehende Probleme zu diskutieren, aber vor allem eines, sie mit auf den steinigen Weg zu nehmen.
Das das Präsidium des neuen Vereines gut vorgearbeitet hat ist unstrittig, aber jetzt sind sie auf die Hilfe der anderen Landesverbände angewiesen. Denn am 4.Oktober soll auf dem Bundestag des DHB die offizielle Anerkennung als 6.Verband innerhalb der Struktur des Handballverbandes. „So wird es mit großer Wahrscheinlichkeit einen Antrag aus dem hessischen Verband geben, den MHV anzuerkennen.“, freut sich Spieltechniker Klaus Rupprich über die Unterstützung aus einem westdeutschen Flächenland. Aber auch Niedersachsen möchte Veränderungen auf den Weg bringen und wird die Auflösung aller Regionalverbände beantragen. Hintergrund ist der Wunsch, den Spielbetrieb unterhalb der Bundesliga, zu reformieren. Auch deshalb wird der Bundestag für alle Regionalligisten ein interessanter Termin. Sollte sich eine Mehrheit dafür finden, kann es ab der Saison 2010/2011 heißen, es gibt nur noch vier dritte Ligen. Wer jetzt nach regionalen Gesichtspunkten den Gedanken verfolgt, würde zu einer Lösung Nord, Süd, Ost und West kommen. Aber auch da wird es erhöhten Diskussionsbedarf geben, denn Bayern ist sicher kein Handballland und Niedersachsen hat mehr Vereine, als die drei mitteldeutschen Länder zusammen.
Egal wie diese Staffeln dann heißen oder aussehen, so geht es mit einem einher, die Neuordnung der Oberligen. Diese könnten dann auf zwölf zurückgeführt werden, was eine weitere Leistungssteigerung mit sich bringen würde und da sie länderübergreifend gebildet werden, dann den Namen Regionalligen verdienen.
Für diese Aufgaben wäre der mitteldeutsche Raum, dank des neuen Verbandes gut gerüstet. Der Mitteldeutsche Handballverband ist arbeitsfähig, gut aufgestellt und zukunftsfähig. „Jetzt werden die Spieltechniker schnell zusammenfinden, um auf alle möglichen Entwicklungen eine Lösungsmöglichkeit in der Schublade zu haben.“, erklärt der sachsen-anhaltinische Vizepräsident Spieltechnik Klaus Rupprich. Gemeint ist auch die Stärkung der Jugendarbeit in den drei Landesverbänden.
Im nächsten Jahr, wenn zur 3.Vereinskonferenz geladen wird, stehen auch die Wahlen zum Präsidium an. „Wir bitten geeignete Kandidaten vorzuschlagen, welche im Mitteldeutschen Handballverband Verantwortung übernehmen können.“, ruft Gläser die Vereine auf, den eingeschlagenen Weg auch personell mit Leben zu informieren. So ist aus der Vereinsinitiative eine Zukunftsperspektive geworden, welche Mitteldeutschland fit macht für zukünftige Handballer und hoffentlich auch Weltmeister und irgendwann vielleicht auch Olympiasieger.

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