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Presseberichte der HSG Wolfen 2000
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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
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Matthias Berger

Wölfe schlagen sich selbst und verlieren gegen Springe unnötig

Startbeitrag von Matthias Berger am 24.01.2010 14:07

Wölfe leisten sich unnötige Niederlage
HSG vergibt reihenweise Großchancen und zwei mögliche Punkte leichtfertig auf Reisen


Von Matthias Berger

Wieder einmal stand ein 25:26 auf der Anzeigentafel und es jubeln die anderen. Bei den Wölfen saß der Frust tief, aber zuzuschreiben hatten sie sich die Niederlage selbst. „Es waren genügend Chancen da, das Spiel zu gewinnen.“, findet C-Jugend Trainer Jürgen Steindorf nach dem Abpfiff klare Worte. Es war auch kaum einer der zahlreichen Zuschauer anderer Meinung. Trainer Wolfgang Spitz stimmt dem in vollem Umfang zu und schüttelt aufgrund der Quote fassungslos den Kopf.
„Jeder der die Schuld bei den Schiedsrichtern sucht, muss ein anderes Spiel gesehen haben.“, nimmt er seine Mannschaft in die Pflicht.
„Wir machen drei Strafwürfe nicht rein. Bei zweien nutzen wir die Nachwürfe auch nicht. Wer solche Geschenke verteilt, braucht sich am Ende nicht über das Ergebnis wundern.“, wird der Trainer mehr als deutlich.

Das der Tabellendritte mit einem Lauf nach Wolfen kommt wusste eigentlich jeder der Wolfener Aktiven, der sich am Samstag auf dem Spielprotokoll eintragen ließ. Diesen Höhenflug des Aufsteigers wollte der Gastgeber durch ballsicheres Spiel einen Dämpfer verpassen. Das gelang teilweise auch eindrucksvoll. Aber viel zu oft verfielen die Hausherren in alte Muster.
Bei den Rückraumspielern flackerte nur phasenweise ihr Können auf. Viel zu oft wurde versucht sich die Bälle selbst vorzubereiten oder nicht auf den gegnerischen Torhüter geachtet. Damit wurden ihre seltenen Würfe in die gezogene Ecke zur leichten Beute des Springer Torhüters. Dazu kamen noch zahlreiche Ballverluste, weil der Ball nicht den Mitspieler fand.

Der Gast hatte bei seinem Spiel teilweise zu leichtes Spiel. So wurden ihre drei Werfer immer wieder in Wurfposition gebracht. So markierten Sven Lakenmacher, Daniel Deutsch und Milan Djuric insgesamt 22 der 26 Tore.
Wolfens Abwehr gelang es nicht sich auf deren Spiel einzustellen. Trotz zahlreicher Paraden der beiden Wolfener Torhüter konnten die drei viel zu oft auf das heimische Gehäuse abziehen.
Dabei hat das Spiel hoffnungsvoll begonnen. Bis zum 5:3 war die Welt noch in Ordnung. Dann stellte der Hausherr aber völlig das Torewerfen an. Es dauerte geschlagene 10 Minuten ehe Stephan Luther die 400 Zuschauer erlöste. Da war aber der ambitionierte Aufsteiger schon auf 5:9 enteilt.
Bis zur Halbzeit konnten die Blau-Gelben wenigstens den Abstand bewahren. Beim 10:14 war alles noch im bereich des Möglichen. „Vor allem weil die Moral bei der Mannschaft stimmt, können sie auch solche Ergebnisse drehen.“, lobt Spitz seine Mannen für ihr Kämpferherz.
Trotz der enormen Einsatzbereitschaft und des unbändigen Willens gelang es Wolfen bis zur 45.Minute nicht den Abstand zu verringern. Erst der sechste Treffer von Stephan Luther schien die Mannschaft aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Plötzlich waren sie in der Lage, sich Springe mit allen Mitteln entgegenzustellen und den Abstand kontinuierlich einzudampfen. In der 57.Minute trat Florian Spitz an den Strafwurfpunkt und erzielte den 24:24 Ausgleichstreffer. Eine Minute später scheiterte er, wie der Kapitän zuvor auch zwei mal und Springe trifft zur Vorentscheidung.
Den Schlusspunkt setzte der sehr gut aufgelegte Stephan Luther auch vom Siebenmeterpunkt. Trotz der Freude über das 25:26, bleibt die Ernüchterung. „Zum dritten mal das gleiche Ergebnis und zum dritten mal trauern wir unseren Chancen nach.“, so Jürgen Steindorf. Jetzt braucht die Mannschaft wieder einmal ein Erfolgserlebnis. In der nächsten Woche haben die Wölfe im Heimspiel gegen Neerstedt die Chance den Abstand auf den rettenden 10 Platz auf zwei Punkte zu verkürzen. Dazu muss sich die Mannschaft aber in ihrer Chancenverwertung zu steigern wissen, wollen sie das Parkett nicht wieder mit hängenden Köpfen verlassen. „Sie können es allemal, aber sie müssen es auch machen.“, fordert Spitz die Mannschaft auf, sich auf das eigenen Spiel zu konzentrieren.

Mannschaftsaufstellung: Wiese; Schöneboom; Najmann; Winkel; Lindner; Hein (2); Spitz (3/2); Baumbach (1); Falke (1); Luther (8/1); Thiele (2); J.Bernhardt (2); Blechschmidt (4); N.Bernhardt

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