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Piraten der Karibik
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vor 7 Jahren, 6 Monaten
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Black Peal

Johnny Depp Interview

Startbeitrag von Black Peal am 11.06.2007 20:56

Der "Fluch der Karibik"-Star über seine Traumfrau, seinen Erfolg – und warum er der beste Vater der Welt sein will

Johnny Depp machte im März dieses Jahres die härteste Zeit seines Lebens durch. Seine Tochter Lily-Rose (8) wurde schwer krank und schwebte tagelang in Lebensgefahr. Depp und seine Freundin, die französische Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis, wachten Tag und Nacht am Bett ihres Kindes. Woran das Mädchen litt, drang nicht nach außen. Das prominente Paar schirmt sein Privatleben rigoros ab.

Inzwischen ist Lily-Rose wieder völlig genesen, und Depp kann den Erfolg des dritten Teils der "Fluch der Karibik"-Saga genießen. Der Film spielte in den ersten sechs Tagen weltweit mehr als 400 Millionen Dollar ein. Auch wenn er weiteren Fortsetzungen gegenüber nicht abgeneigt ist, wird der Frankreichliebhaber doch seinen Wurzeln treu bleiben: Denn seine eigentliche Liebe gilt eher abgedrehten Arthouse-Filmen wie etwa Tim Burton sie macht, sein Entdecker und Hausregisseur. Die inzwischen sechste Zusammenarbeit der beiden, die Leinwandversion des Broadwaymusicals "Sweeney Todd", kommt im Januar in die Kinos.


Interview mit Johnny Depp

VANITY FAIR
Mr Depp, Sie werden am 9. Juni 44 Jahre alt. Sind Sie ein glücklicher Mensch?

JOHNNY DEPP

Ich bin genau da, wo ich sein sollte. Das Jahr hat mit einer großen Hürde angefangen, mit der Krankheit meiner Tochter. Aber die hat sie ganz wunderbar und unversehrt überwunden. Jetzt ist sie wieder richtig gesund.

VF Wollen Sie über die Sache reden?

J.D. Nur so viel: Selbst als meine Tochter krank war, hat sie uns immer fühlen lassen, dass alles wieder okay werden würde. Das Ganze war ja ein großer Schrecken für uns, aber es hat uns auch gezeigt, wie glücklich wir uns schätzen sollten, dass wir atmen, leben, reden und denken können.

VF Sie wohnen mit Ihrer Freundin Vanessa Paradis und den Kindern Lily-Rose und Jack zurückgezogen in Südfrankreich. Wie gefällt Ihnen das Leben hier?

J.D. Es ist unsere Zuflucht auf dem Lande, wo das Leben einfacher und ruhiger ist. Hier habe ich meinen Gemüsegarten, und der Wein ist auch nicht zu verachten.

VF Sind Sie und John Malkovich nicht Nachbarn?

J.D. Er wohnt so 90 Minuten entfernt. John ist ein hervorragender Koch und hat uns mal zum Essen eingeladen.

VF Was gab’s?

J.D. Ich erinnere mich nur noch an den Rotwein. Und danach an nichts mehr.

VF Früher hatten Sie ernsthafte Probleme mit Alkohol und Drogen. Kamen Sie mit dem plötzlichen Ruhm durch die Serie "21 Jump Street" nicht klar?

J.D. Es war so 1987 oder 88, als die Leute anfingen, wenn ich ausging mit den Fingern auf mich zu zeigen. Und das hat mich am Anfang so sehr gestört, dass ich mich bei gesellschaftlichen Anlässen oft bis zur Ohnmacht betrunken habe. Alles ging mir auf die Nerven. Ich habe wohl ziemlich lange gebraucht, erwachsen zu werden und diesen ganzen Zirkus nicht mehr allzu ernst zu nehmen.

VF Wie kam es zu diesem Wandel?

J.D. Erst seit Vanessa in mein Leben getreten ist, existiere ich wirklich. Davor lag mein Leben in einem dicken Nebel. Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen, war selbstzerstörerisch und zornig. Mit ihr fühlte ich mich wieder wie ein Mensch. Sie ist die Frau, von der ich schon als Kind geträumt habe.

VF Und warum haben Sie Ihre Traumfrau noch nicht geheiratet?

J.D. Vanessa ist meine Frau. Auch ohne Trauschein. Wir sind halt noch nicht zu den Formalitäten gekommen.

VF Welchen Einfluss haben Ihre Kinder auf Ihr Leben und Ihre Gewohnheiten?

J.D. Ich bin fest in der Vaterschaft verwurzelt, und das fühlt sich verdammt gut an. Nicht wir haben unsere Kinder zur Welt gebracht, sondern sie uns. Sie haben uns auserwählt, und meine Lebensaufgabe ist es, der beste Vater der Welt zu sein.

VF Haben Sie überhaupt Zeit für die Familie?

J.D. Bis wahrscheinlich Anfang 2008 werde ich mich ganz meiner Familie widmen. Vanessas neues Album kommt im Herbst, dann will sie auf Tour gehen. Ich werde sie voll unterstützen und "Mr Mom" sein.

Und lest mal das hier[/b]

VF Werden Sie danach eine weitere Fortsetzung von "Pirates of the Caribbean" drehen?

J.D. Theoretisch war "Pirates" als eine Trilogie gedacht. Aber wenn alles stimmt, würde ich mich nicht gegen weitere Teile wehren.
VF Wie hat die Trilogie Ihr Leben verändert?

J.D. Davor war ich zwar kein Neuling in Hollywood, aber wenn meine Filme eine Handvoll Menschen ins Kino lockten, konnte ich schon dankbar sein. Das hat sich drastisch geändert, und dadurch kann ich meiner Familie viel mehr Luxus und Komfort bieten.

VF Sie werden demnächst in dem Musical "Sweeney Todd" zu sehen sein. Das ist Ihre sechste Zusammenarbeit mit Regisseur Tim Burton. Warum arbeiten Sie so gern mit Burton zusammen?

J.D. Er ist ein guter alter Freund, und ich bin ein Fan seines visuellen Stils. Ich hätte für keinen anderen den Mut aufgebracht, als 43-jähriger Schauspieler zum ersten Mal zu singen.

VF Sie sind immerhin in einer Band und haben sogar mal bei einem Song von Oasis Gitarre gespielt.

J.D. Aber hier ging’s ums Singen.

VF Können Sie denn singen?

J.D. Genau das hat Tim Burton auch gefragt. Meine Antwort: "Keine Ahnung!" Also ging ich in ein Studio und sang einfach drauflos. Meiner Meinung nach ähnelt meine Stimme dem Paarungsruf eines brünstigen Hirsches, aber Tim hat mich nicht gefeuert.
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