Bundestag erhöht Mehrwertsteuer auf Silber-Münzen

Startbeitrag von ein Bürger, wie Du am 14.06.2013 20:34

Bundestag und Bundesrat haben eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Silbermünzen beschlossen. Um zwölf Prozentpunkte steigt die Steuer. Bis Anfang kommenden Jahres gilt noch der günstigere Steuersatz. Danach dürfte der deutsche Markt auch für ausländische Investoren uninteressant werden.

Ganz unauffällig haben Bundestag und Bundesrat in der vergangenen Woche beschlossen, die Mehrwertsteuer für Silbermünzen zu erhöhen. Ab dem 1. Januar können Silbermünzen nun nicht mehr zum verminderten Steuersatz erworben werden.

Bis dato galt für Silbermünzen der verminderte Steuersatz von sieben Prozent. Dieser soll ab 2014 auf 19 Prozent erhöht werden. Der neue Steuersatz bezieht sich auf Silber-Anlagemünzen wie beispielsweise den China-Panda, den australischen Kookaburra, den Silber-Philharmoniker, aber auch auf Silber-Sammlermünzen. Die Änderung des Mehrwertsteuersatzes für die Silbermünzen findet sich im Gesetz zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften (Amtshilfe-Umsetzungsgesetz, S. 44, § 12 Absatz 2). Silber wird nicht direkt erwähnt, vielmehr wird die Bezeichnung „Kunstgegenstände und Sammlungsstücke“ verwendet – dazu und zur Anhebung näheres auch hier (S. 44f.)

Mit dieser Neuerung richtet sich die Regierung nach einer EU-Richtlinie, die die Harmonisierung der Mehrwertsteuersätze vorgibt. Der Vorteil für die Bundesregierung: Höhere Steuereinnahmen sind immer willkommen und man setzt etwas derartiges eben einfacher bei Gruppen um, die nicht eine so starke Lobby aufweisen wie die Hotelbranche oder die Automobilindustrie. So profitiert der Staat von dem Geschäft mit Kapitalanlagen.

An das Gold hat sich die Politik jedoch noch nicht herangewagt. Sowohl Goldbarren als auch Goldmünzen bleiben weiterhin von der Mehrwertsteuer befreit. Bisher galt dies, weil diese als Kapitalanlage gelten. Das kann sich jedoch noch ändern. Goldmünzen mit münzkundlichem Wert (Sammlermünzen) sind hingegen steuerpflichtig.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/14/bundestag-erhoeht-mehrwertsteuer-auf-silber-muenzen/

Antworten:

Frankreich verbietet Versand von Edelmetallen per Post


Seit Juni gibt es in Frankreich ein neues, von der sozialistischen Regierung von Francois Hollande erlassenes Dekret, das den Versand von Edelmetallen wie Gold und Silber auf dem Postweg verbietet. Auch Bargeld darf künftig nicht mehr versandt werden. Das Verbot gilt generell — auch bei versicherten Paketen und Einschreibesendungen.

In Frankreich scheint die Euro-Krise eine neue Steigerung erfahren zu haben. Weil immer mehr Menschen mit ihren Ersparnissen in sichere Häfen flüchten, wozu Gold und Silber ganz ohne Zweifel gehören, erließ das neu errichtete Ministerium zur Erhöhung der Wirtschaftsproduktivität ein Verbot, Edelmetalle auf dem Postweg zu verschicken. Die Wirtschaftsproduktivität dürfte mit diesem Schritt allerdings nur kaum gesteigert werden. Denn durch das Dekret stehen sehr viele, vor allem Online-Versandhändler, vor dem Aus. Besonders schwer dürfte es deutsche Händler treffen, bei denen die Franzosen am häufigsten ihre Edelmetalle orderten.

Von dem Verbot nicht betroffen sind Schmuckstücke und Juwelen. Was allerdings als Schmuckstück oder Juwel durchgeht, hat das Ministerium selbstverständlich in einer gesonderten Bestimmung vordefiniert. Die Grenzen hier verlaufen sehr eng. Neben dem Versand von Edelmetallen wurde auch der Versand von Bargeld auf dem Postweg verboten.
Verbot bislang kaum bemerkt

Von dem Verbot haben viele Franzosen noch gar nichts mitbekommen. Es wurde Ende Mai beschlossen und ist auch seitdem in Kraft. Zwar ist das Gesetz öffentlich einsehbar, aber kommuniziert wurde dieses Vorhaben von der Regierung noch nicht. Darüber hinaus wurde auch nicht begründet, weshalb das Gesetz eingeführt wurde und inwiefern es der Steigerung der Wirtschaftsproduktivität Frankreichs dienlich sein könnte. Über Sinn und Zweck kann also nur gerätselt werden. Doch eines sollte seit Beginn der Euro-Krise eigentlich klar sein. Es ist und war schon immer nur eine Frage der Zeit, bis die Regierungen in den Euro-Ländern damit beginnen werden, den Handel mit Edelmetallen zu unterbinden. Schließlich soll die Bevölkerung mit der Eurotanic gemeinsam untergehen, wenn es so weit ist.

NOVAYO meint: Das Vorgehen in Frankreich sollte als Warnung verstanden werden. Die massiven Eingriffe, die dort auf dem Edelmetallmarkt vorgenommen werden, könnten uns irgendwann genauso überraschend treffen wie unsere französischen Nachbarn.

http://www.novayo.de/politik/eu/001908-frankreich-verbietet-versand-von-edelmetallen-per-post.html

von ein Bürger, wie Du - am 14.06.2013 21:28
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