MZ Bericht HCA-BaDi

Startbeitrag von SUN07 am 06.10.2009 14:54

ASCHERSLEBEN/MZ. Ging ein Punkt verloren, oder wurde ein Punkt gewonnen? Die Meinungen gingen nach dem Spitzenspiel in der Handball-Regionalliga Nord auseinander. Feststeht, dass sich am Sonnabend in der Ascherslebener Sporthalle am Ascaneum zwei Mannschaften gegenüberstanden, die aus heutiger Sicht nicht nur von der Papierform zu den Titelanwärtern gehören. Am Ende trennten sich der HC Aschersleben Alligators und die HSG Barnstorf-Diepholz 29:29.

Damit blieben beide Mannschaften ungeschlagen und mischen weiter in der engeren Spitzengruppe mit. In seinem Sonntagsspiel setzte sich allerdings der OHV Aurich gegen Bremervörde mit 31:27 durch und übernahm damit die Tabellenführung vor Jahn Duderstadt. Der Spitzenreiter ist jetzt als einziges Team ohne Minuspunkt. Dahinter belegen die Ascherslebener Platz drei. Barnstorf-Diepholz fiel auf den vierten Rang zurück.

Für Ascherslebens Spielertrainer Dimitri Filippov haben die Alligators einen Punkt liegen lassen. Er bescheinigte seiner Mannschaft zwar unübersehbare kämpferische Qualitäten, haderte aber mit der Chancenverwertung. "Wir hätten vor der Schlussphase mit fünf Toren führen können. Dann hätten wir uns auch die Zitterpartie in den letzten zwei Minuten erspart", so der Coach.

Einen Punktgewinn gewann Marco Eulenstein, der das Spiel wegen einer Erkrankung auf der Tribüne verfolgte, der Vorstellung auf dem Parkett ab. Für ihn waren die Gäste ein echter Prüfstein, der erst einmal bewältigt werden musste. Mit dem Unentschieden sei das zumindest teilweise gelungen.

Insgesamt konnte die Begegnung nicht alle Wünsche hochklassigen Handballs erfüllen. Über fehlende Spannung - und in der letzten Minute sogar Dramatik - musste sich aber niemand beschweren. Los ging es mit einem verworfenen Siebenmeter der Krokodile (1. Minute). Carsten Kommoß versuchte es mit einem Heber. Der Ball taumelte aber nicht nur über den HSG-Torwart, sondern auch über die Querlatte ins Aus. Mit einem Siebenmeter - für die Gäste - ging die Partie zu Ende. Dabei besiegelte der Diepholzer Marek Saloka das Remis. Kurz zuvor hatte sich der Ascherslebener Gorden Müller im Angriff - der HCA lag mit 29:28 vorn - einen peinlichen Abspielfehler geleistet und damit die Gäste noch einmal in Ballbesitz gebracht.

Die letzte Minute hatte aber noch mehr zu bieten: nämlich eine Zeitstrafe für den Ascherslebener Paul Otto und die Rote Karte für den Siebenmeter-Schützen Saloka, als der den Wiederanpfiff behinderte. Da waren allerdings nur noch drei Sekunden zu spielen.

Die 58 Minuten dazwischen waren ausgefüllt mit den Versuchen der Ascherslebener, den Gästen eine knappe Führung abzujagen, und als das im zweiten Teil gelungen war, die eigene Führung zu verteidigen und diese auszubauen. Letzteres gelang nie richtig. Mehr als zwei Tore Luft ließen die Gäste den Gastgebern einfach nicht. Und das auch erst in der letzten Viertelstunde (25:23, 52. Minute und 27:25, 55. Minute).

Ein Grund dafür dürfe der diesmal zu schmalbrüstige Rückraum der Ascherslebener gewesen sein. Von dort kamen so gut wie keine Impulse. Außerdem lief es bei Gorden Müller nicht so richtig - nicht erst, als der den letzten Angriff vergeigte. Auch seine Mitspieler leisteten sich viel zu häufig die sogenannten einfachen Fehler. Letztendlich harmonierte das Duo Kairis / Kommoß nicht optimal. Und die Abwehr bekam - zumindest über weite Strecken - den Diepholzer Nils Mosel nicht in den Griff. Der konnte die meisten seiner zehn Tore so gut wie unbedrängt erzielen.

Trotz alledem kann der HCA mit dem Remis gegen eine der Spitzenmannschaften der Liga leben. So sah das am Ende auch ein etwas traurig dreinblickender Trainer Dimitri Filippov.

Aschersleben: Böhm, Gudonis - Kommoß (7 / 4), Böcker (1), Seifert (2), Kairis (4), Eicken, Müller (3), Lampe (1), Filippov (3), Liesche (3), Krause, Otto (1), Grundmann (4)

Barnstorf-Diepholz: Madert, Pauli - Saloka (6 / 4), Lenkevicius (1), Giesen, Mosel (10), Rechtern, Grädtke (2), Stropus (5), Bredemeyer, Meyer (1), Golenia, Richter (1), Helmerking (3)

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