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Schwandorfer

[HR] Unterwegs in Istrien - Teil 9 (m13B)

Startbeitrag von Schwandorfer am 30.08.2011 08:57

9. Tag: 09.05.2011 - Güterzug? Na es geht doch!

Die Bora hatte nachgelassen, die Sonne schien – ein wunderbarer Morgen erwartete uns. Leider hatte man irgendwie vergessen, daß wir etwas früher frühstücken wollten, als eigentlich geplant. So ging uns dann leider der morgendliche Triebwagen durch die Lappen, den wir gerne nochmal an der Südausfahrt Kanfanar gemacht hätten, wo in der Vorwoche die Schleierwolke vor der Sonne war.
Immerhin reichte es uns noch für die vorgesehene Güterzugdurchfahrtszeit. Doch würde es diesmal klappen? Würde er kommen? Ja! Gegen 9 Uhr senkten sich die Schranken und 2062 036 durchfuhr mit ihren drei Wägelchen Kanfanar in Richtung Pula. Daß im letzten Moment sowohl von links ein Audi, als auch von rechts ein Lieferwagen der HZ ins Bild gefahren kamen, war aber irgendwie klar, oder? ;-)


Endlich! Ein Bild vom „zuverlässigen“ Güterzug. Marcel hat den Audi am linken Bildrand weggeschnitten...

Im Prinzip lag Kanfanar sowieso auf unserem Weg, denn wir wollten ja nach Rovinj. Gerade aus fotografischen Gründen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß wir nun am Vormittag dort hingefahren sind, denn die Stadt lag vom kleinen Hafen aus wunderbar im Licht. Zu Rovinj selber muß man ja eigentlich nicht mehr viel sagen – wer es noch nicht kennen sollte, der möge irgendeinen Reiseführer bemühen. Mich begeistern die Lage und die engen Gassen jedenfalls immer wieder auf's neue!


Blick vom Hafen auf die Altstadt von Rovinj.


Zumindest im Bereich des Altstadthügels ist auch nur sehr beschränkt Autoverkehr möglich...


In den Gassen von Rovinj.

Nachdem auch ein paar Souvenirs gekauft waren, ging es wieder zurück zum Auto – und dann nach Pazin. Schließlich wollten wir bis zum Nachmittag noch ein paar noch offene Motive nachholen. Leider hatten sich zwischenzeitlich ein paar Wolken gebildet. Und beim Empfangsgebäude Pazin hatte die Sonne leider kein Einsehen...


Schon das zweite Mal in diesem Urlaub mit Wolkenschaden: Das EG von Pazin.

Als nächstes wollten wir das bereits am ersten vollständigen Tag geplante Wunschmotiv mit einer der Paziner Kirchen endlich umsetzen. Es handelte sich dabei wieder um den „unbekannten Ort“ auf dem Hügel.
Wir bauten uns also am Motiv auf und schon nach kurzer Zeit wurden wir mal wieder von einem älteren Anwohner angesprochen. Leider konnte der kein Englisch und nur ein paar Brocken Deutsch. Immerhin erfuhren wir, daß es sich bei dem Ort ohne Namen wohl um Alt-Pazin handeln würde. Wieder was gelernt! Über uns spielte sich derweil ein heftiger Wolkenkrimi ab, der dann zwar knapp, aber immerhin zu unseren Gunsten ausging.


7122 002 auf einem Damm vor der Kulisse von Alt-Pazin.

Die Wolken wurden dichter und auch die Bora begann wieder zu blasen. Dennoch wollten wir noch ein Motiv versuchen: die Haltestelle Heki Tovariste. Netterweise standen direkt neben dem kleinen Wartehäuschen noch ein Opel Corsa A Stufenheck und ein Skoda Favorit – perfekt zum Einbauen ins Foto! Einer bösen Vorahnung folgend bauten wir uns bereits für einen Nachschuß auf den von hinten kommenden Zug auf.


Nachschuß auf den Triebwagen Richtung Lupoglav. Aufgrund der Bauart fallen die Schlußlichter (links und recht oberhalb der Stirnfenster) nicht weiter auf. Die beiden tollen älteren Fahrzeuge am Haltepunkt bekamen dann leider doch noch Gesellschaft von moderneren Gefährten.

Man möchte nicht glauben, was auf so einem Haltepunkt mitten in der Pampa los sein kann. Eigentlich hatten wir vermutet, daß hier vielleicht ein- oder zweimal am Tag jemand ein- oder aussteigen würde, aber es waren allein bei diesem Zug fünf Leute!

Als dann der Gegenzug (in die richtige Richtung) kam, bestätigte sich unsere Vorahnung, daß der Nachschuß auf den vorherigen Zug eine gute Entscheidung war. Warum? Kein weiterer Kommentar...


Das ultimative Murphy-Bild.

Damit war der eisenbahnfotografische Teil des Kroatienaufenthalts dann aber wirklich gelaufen. Schließlich wollten wir uns noch die Stadt Buje ansehen. Auf dem Weg dorthin fuhren wir noch in Vizinada vorbei, wo laut Auskunft unseres Hotelchefs noch die Bahngebäude der Schmalspurbahn recht gut erhalten sein würden. Das stimmte auch, nachdem das gesamte Gelände aber in Privatbesitz ist, kommt man nicht wirklich gut ran, um es sich näher anzuschauen.
Immerhin hat man in Vizinada noch ein kleines Denkmal für die Schmalspurbahn aufgestellt:


Denkmal in Vizinada.


Und so sieht das Teil von der anderen Seite aus...


Anschriften an der „Denkmallok“.

Die Stadt Buje oben auf dem Hügel war durchaus sehr nett und gemütlich – fernab von den großen Touristenströmen. Die kleinen Gassen laden zum Verweilen ein.
Zum Essen wollten wir aber dann doch wieder unser Hotel aufsuchen, schließlich hatten wir die Speisekarte noch nicht durch. :-)
Auch diesmal war es wieder ein Gaumenschmaus. Als wir gerade überlegten, welchen Nachtisch wir bestellen sollten, kam die Köchin herbei: Sie hätte frische selbstgemachte Marmelade, die wir unbedingt probieren müßten. Dazu wurde die Marmelade in frisch zubereitete Pfannkuchen gestrichen. Lecker!!

Den Abend verbrachten wir dann mit dem Studium diverser Wetterberichte. Schließlich sollte es unsere letzte Nacht in Kroatien werden und wir mußten uns noch entscheiden, ob wir nun bei der Heimfahrt einen Zwischenstop in Österreich einlegen wollen würden oder nicht. Nachdem die Wetterdienste zumindest für die beiden folgenden Tage viel Sonnenschein prognostizierten, beschlossen wir, es zu probieren.


Abschied aus Kroatien: Unser Hotel Parenzana – ein umgebauter Gutshof


Hergerichtet mit viel Liebe zum Detail: der Eingang zur Konoba.

Nachdem die beiden letzten Teile über die Heimfahrt nur Österreich behandeln, was hier ja nun nicht wirklich hergehört, werden diese nur bei DSO erscheinen. Danach melde ich mich hier nochmal mit einem kurzen Fazit zur ganzen Tour...

Viele Grüße

Tobias
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