Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
elweb I-Miev / Ion / CZero
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Andreas C-Zero, schachtelhalm, joloeber, iOnier, Bernd Schlueter, i-MiEV, Otto_Moeller, ZeroCit, Andreas106

Erfahrung mit Reichweite

Startbeitrag von i-MiEV am 21.11.2017 21:43

Mein i-MiEV hat über 60T km, knapp 7 Jahre.

Kürzlich wollte ich 95km ( eine regelmässige Fahrt) fahren bei 3°C Aussentemperatur. Die Zellen hatten zu Beginn in der ungeheizten Garage 5°C. Während der Fahrt stieg die Zelltemperatur auf 10°C.

Auf der Heimfahrt ging der letzte Balken 1km vor meinem Ziel weg. Aus 7 Jahre Erfahrung dachte ich "kein Problem". Diesen letzten Kilometer schafft er sicher noch mit der Reserve (Schildkröte). Im Sommer macht die ja noch mindestens 5km.

Aber Pech gehabt! Der letzte Kilometer geht bergauf - und der i-MiEV macht sofort schlapp.
Fazit: Im Winter gibt es nach 50'000km keinen "Bonus" wenn alle Balken weg sind.

Lösung: Liebe Mitbewohner im Quartier, die mir 5 Minuten Strom gegeben haben :spos: (gegen eine Flasche Wein natürlich :drink: )
(Das Kabel muss man natürlich immer selber mitführen, logisch.)

Jetzt warte ich auf ein EV in 2022, so klein wie der i-MiEV , das 400km weit fährt.

Antworten:

Kreisel Batterie?

In einem Einzelstück 50 kWh, statt 16 kWh i-MiEV original. Bringt mit Kreisel Batteriemanagement vielleicht die dreifache Reichweite.

von schachtelhalm - am 23.11.2017 10:37
Rüstet Kreisel den I-Miev um? Ich hatte mal eine abfrage gestartet, mit negativer Antwort.

von Otto_Moeller - am 23.11.2017 19:58
habe auf meinem ZeroCit jetzt fast 100.000 Km und er läuft und läuft !
Aber auch ich warte seeeehr gespannt auf einen Nachfolger!
Hoffe das die Gegenlobbi nicht gewinnt!
Es sind ja noch IMMER die Angeblichen Reichweitenverlustmärchen von bis zu 30 % im ersten Jahr vorhanden.
Meiner fährt im Winter mit Heizung (kleine Stufe) noch immer 85-90 Km und im Sommer um die 120-125 Km das finde ich für diese Laufleistung sicher ganz OK.
LG ZeroCit

von ZeroCit - am 26.11.2017 13:29
Die haben ein Einzelstück gebaut. Auf Nachfrage beim Fachmann: "Vergisses".

Leider gibt es viel mehr Teslas und vor allem Tesla Hacker. Die BMU muss neu gemacht werden und sich wie die alte verhalten, Kein Hexenwerk, aber nicht für eine EinMannShow am Wochenende.

Kreisel hat die BMU und die hat auch mit dem i-MiEV zusammen gearbeitet. Ob das Massentauglich war ist eine andere Frage.

Selber auch knapp 7 Jahre, knapp 60k Kilometer, da sind zwei Balken die mich narren. Mal sind sie da, mal sind sie weg. Laden bei 10A ist verlässlicher als Laden bei 16A. Die zwei Balken verschwinden am Berg und kommen beim Laden oder über Nacht plötzlich wieder.

von schachtelhalm - am 06.12.2017 07:51
Hatte heute ein unerwartetes Erlebnis mit meinem C-Zero (über 100.000 km)
Bei 12 km angezeigter Restreichweite und 2 Balken ist mein C-Zero heute in den Schildkrötenmodus gewechselt. Nach ca. einem weiteren Kilometer ging nichts mehr.

Hat jemand schon eine ähnliche Erfahrung gemacht?

LG Andreas

von Andreas C-Zero - am 16.12.2017 20:51
Zum Glück nicht, aber bei Kälte trennt sich die Spreu vom Weizen. Zellen mit höherem Innenwiderstand sondern sich dann extremer vom Rest ab.

Hast du CanIon?. Dann kannst du sehen, daß mindestens eine Zelle am Tiefpunkt angekommen ist. Auch wenn die Summenspannung noch OK ist, wird der Strom so stark begrenzt, daß keine Zelle die min. Entladetiefe unterschreitet.

Einen Leistungseinbruch, nur nicht so extrem, hatte ich bei meinem SAM. Damals bekam ich einen Ersatzakku, der war besser.

von Andreas106 - am 17.12.2017 08:48
CanION habe ich leider nicht, aber ich kenne jemanden und den werde ich fragen.

Es gestern mit +5 Grad gar nicht mal so kalt. Kann man mit diesen Zellen noch einige Zeit weiter fahren, oder kann dieser plötzliche Leistungsabfall auch bei höherem Ladezustand auftreten?

LG Andreas

von Andreas C-Zero - am 17.12.2017 09:13
Zitat
Andreas C-Zero
Kann man mit diesen Zellen noch einige Zeit weiter fahren, oder kann dieser plötzliche Leistungsabfall auch bei höherem Ladezustand auftreten?

Eine Garantie kann Dir da niemand geben. Ich würde allerdings vermuten, dass der "plötzliche Leistungsabfall" langsam zunehmend bei immer höheren Ladezuständen auftreten wird.

Fahren wirst Du das Auto damit noch können, aber Du wirst höhere Reserven einkalkulieren müssen und irgendwann wirst Du dann trotzdem unerwartet liegenbleiben.

Ich würde mir an Deiner Stelle selbst einen OBDLink-Dongle und CaniOn beschaffen, um die "schlechte/n" Zelle/n identifizieren und beobachten zu können. Das wird Dir auch eine bessere Übersicht verschaffen, wie schnell die schlechter wird / werden und wie viel Reserve einzukalkulieren ist.

Irgendwann ist dann Ersatz angesagt.

von iOnier - am 17.12.2017 12:22
Super, danke für die Info!

von Andreas C-Zero - am 17.12.2017 12:49
Hallo Andreas C-Zero,

ich kann noch Bilder zu deinem Problem nachliefern.
Wahrscheinlich sieht das bei dir genauso aus, nur mit einer anderen Zelle als schwächstes Element.
Wenn eine Zelle runter auf 2,8 Volt entladen ist, dann macht das BMS gnadenlos dicht.
[attachment 2598 pict_2016-09-13_03-05-30.jpg]
[attachment 2599 pict_2017-08-11_03-50-58.jpg]
Gruß Joakim

von joloeber - am 17.12.2017 14:16
OK, danke!
Heisst das, dass sich die Zelle dann irgendwann gar nicht mehr laden lässt?

LG Andreas

von Andreas C-Zero - am 17.12.2017 14:34
Mit wieviel Volt ist sie denn voll geladen?

von Andreas C-Zero - am 17.12.2017 14:35
Hallo Andreas C-Zero,

ob sich die Zelle irgendwann nicht mehr laden läßt, kann ich nicht sagen. Zumindest fährt der Wagen immer noch - mittlerweile 8.000 km mehr auf der Uhr als auf dem letzten Screenshot.
Voll ist eine Zelle bei 4,105 Volt.

Gruß Joakim

von joloeber - am 17.12.2017 18:19
Zitat
Andreas C-Zero
Heisst das, dass sich die Zelle dann irgendwann gar nicht mehr laden lässt?

Es heißt, dass sie sich irgendwann nicht mehr sinnvoll laden lässt. Ihre Kapazität wird einfach immer geringer. Dadurch sinkt die erzielbare Reichweite immer stärker und irgendwann wirst Du das Auto nicht mehr laden wollen für eine Reichweite, die Deinen Zwecken nicht mehr genügt => nicht mehr sinnvoll wie oben geschrieben.

Von "vollständig geladen" (Ladeschlussspannung = 4,015 Volt erreicht) bis "vollständig entladen" (Entladeschlussspannung = 2,800 Volt erreicht) sind statt neu Nennwert 50 Amperestunden (Ah) jetzt vielleicht noch 35 Ah "entnehmbar". Das begrenzt die gesamte Fahrbatterie auf diesen Wert(!), denn die Akkuzellen sind alle in Reihe geschaltet. In einem Jahr sind es vielleicht noch 30 oder gar nur mehr 25.

Wie gesagt, besorge Dir einen geeigneten OBD2-Dongle und CaniOn, dann fahre das Auto so lange weiter, bis es Dir langsam zu eng wird - wie lang das gut geht, kann niemand vorhersagen. Anschließend mach' Dir dann Gedanken:

- kann ich (mit Fremdhilfe) einzelne Akkuzellen austauschen? (das geht, einige haben's schon gemacht, Citroen wird Dir dabei aber nicht helfen und einzelne Zellen sind schwierig zu beschaffen)
- will ich mir eine neue Fahrbatterie leisten (der letzte Ersatzteilpreis, den ich von PSA dazu gelesen habe, lag bei 18 k€ wenn ich mich richtig entsinne, vielleicht kriegt man die aber auf die Hälfte gedrückt)
- vielleicht will ich mir für knapp 6.000 $ eine Fahrbatterie von Mitsubishi kaufen , wie es dieser Australier 2015 gemacht hat (was aber evtl. Anpassungsarbeiten erfordert, um die Batterie zu einem PSA-Drilling kompatibel zu machen)
- oder verkaufe ich das Auto zu einem dann leider entsprechend niedrigen Restwert und leiste mir etwas neues mit aktueller Reichweite.

Eine andere Alternative wäre vielleicht noch, einen jüngeren Unfall-Drilling mit noch guter Batterie aufzukaufen und die komplette Batterie zu transplantieren. Macht aber eigentlich nur Sinn, wenn Deiner auch schon kein 88-Zell-Typ mehr ist, also ab Baujahr 2012.

von iOnier - am 17.12.2017 21:16
Für meinen Saxo haben wir einen 20-Batterien Tester gebaut, der zwanzig Lade/Entladekurven gleichzeitig aufzeichnet, die auch nach der Fahrt einzel abrufbar sind und farbig dargestellt werden. das Ding ist auf beliebig viele Lithiumzellen erweiterbar. Da werde ich mir mal ganz schnell das Canion herunterladen, um auch für den I-Miev gerüstet zu sein...Canion passt wohl nur auf Android?? Unser Programm läuft, weil in Delphi, nur unter windows.
339 Volt lese ich oben, wenn ich mit meinen ESP120 von HP laden will , bedarf es wohl einiger Umbauten...
Es ist zu ärgerlich, dass man nicht zu einem einheitlichen Ladesystem gekommen ist. Schließlich vertragen alle Fahrzeuge einschließlich Cityel 50 Ampere Ladestrom , und zwar als Gleichstrom! Mein Saxo sogar 200 Ampere, die Schnellladung erfolgt ebenfalls mit externem Gleichstromlader. Stecker passt nicht. Ist der Aufwand groß, das I-Miev-Kabel an ein anderes Fahrzeug anzupassen? Oder gar verboten?

Die Ladesäulen werden so teuer verkauft, da hätte problemlos in jede ein kompletter Lader integriert werden können. Konstantstrom bis zum Erreichen einer voreingestellten Spannung, fertig. Brandmelderabschaltung und Timer zusätzlich.

Kleine Zusatzinfo: ich habe soeben mit meinem Bekannten telefoniert, der mit dem von mir empfohlenen C-Zero-Drilling sehr zufrieden ist, aber auch die Warnung vor dem gleichzeitigen Einschalten von Kühlung (=A/C) und HVAC in der Betriebsanleitung nicht verstanden hatte und die ganze Zeit mit 30km Reichweite herumfuhr. Ansonsten voll zufrieden.

Ich muss ja leider hier fragen, da alle Mitsubishi-Läden hier in der Gegend das eigene Auto nicht kennen: ist es möglich, die Batterien vorzuheizen? Ich würde mir außerdem Natriumazetat-Wärmespeicher zulegen, um im Winter nicht die eng bemessenen Batterien in Anspruch nehmen zu müssen. 1 kWh Wärme speicher entsprechen 10kg Natriumazetat. Das geht dann überhaupt nicht auf die Reichweite.
Außerdem habe ich mit Sitzheizung, Wärmedecken und ebenfalls regenerierbare Silicagel-Entfeuchtungskissen beste Erfahrung gemacht. Für 100 Euro ist man dann für jeden Winter gerüstet und mein Haupt schützt eine Zipfelmütze mit Nepalerfahrung.

von Bernd Schlueter - am 31.12.2017 17:38
Unseren i-MiEV lade ich draussen, auf dem Hof. Hinten baumelt ein CEE-Blau aus dem Fenster, Normalerweise hängt da ein 2kW Heizlüfter dran, der vorne neben dem Gasfuss steht.

Vor der Fahrt Kabel stecken, dann geht der Schnee leichter weg und (halbe Stunde) man fährt ein warmes Auto. Die Batterien sind unter den Sitzen, die werden mit geheizt.

Heizlüfter unter den Rücksitz und ich kann fahren. Zuhause kommt zu erst der Heizlüfter nach vorn, dann habe ich keine klammen Finger beim Stecken.

"youtube heute bauen wir uns eine wallbox" Google findets.

Wenn alles verkabelt, neben dem CEE Stecker geht jetzt noch ein J1772 oder Type 1 zur Ladeklappe, auf der selben Seite, umstecken von Heizlüfter auf Laden.

Wenn voll, zurückstecken auf Heizlüfter und Kabel verstauen.

Schnappsidee beim i-MiEV, noch nicht ausprobiert !!!

Eine 330 Volt Batterie, egal welcher Art (NiMH?) parallel zum 330 Volt System trägt nicht auf. Die BMU wird denken, heute braucht er aber wenig Strom und wird mir Reichweite "schenken". Die BMU kümmert sich nach wie vor um die eingebauten und bekommt von der Geisterbatterie nichts mit. Um die muss ich mich selber kümmern.

Tesla Module vom Schrottplatz sind billig ... und Tesla hat ein gutes BMS.

von schachtelhalm - am 11.01.2018 11:02
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.